Die Beschreibung auf der Digitus-Seite dürfte unzutreffend und wenn, dann nur in ganz speziellen Szenarien tatsächlich der Fall sein (kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen).
Es gibt zwei verschiedene Partitionsverwaltungsstile. Zum einen der klassische MBR (Master Boot Record) und zum anderen GPT (GUID Partition Table). Die GPT ist als Ersatz für den doch recht alten MBR eingeführt worden. Der MBR hat bestimmte Beschränkungen, die die deutlich modernere GPT nicht hat.
Eine GPT-Schutzpartition hat in erster Linie die Aufgabe eine GPT-initialisierte Festplatte vor der Löschung zu schützen, wenn sie an einem älteren Rechner mit einem älteren Betriebssystem, das die GUID Partition Table nicht kennen, angeschlossen wird.
Der MBR wird im ersten Sektor der Platte gespeichert. Die GPT hingegen wird an einer anderen Stelle auf der Platte gespeichert. Damit eine GPT-initialisierte Platte beispielsweise unter Windows XP nicht als leer (nicht initialisiert) erkannt wird (XP sucht nur im ersten Sektor nach den Partitionsdaten), wodurch die GPT bei einer Neuinitialisierung der Platte als MBR-Datenträger gelöscht werden würde, wird im ersten Sektor ein Pseudo-MBR installiert. Dieser Pseudo-MBR sagt einem GPT nicht unterstützenden Betriebssystem, dass die Festplatte bereits eine Partition über ihre gesamte Kapazität enthält und somit nicht leer ist. Das ist die GPT-Schutzpartition.
Hier in diesem Fall wird das externe Gehäuse bzw. Docking-Station eine 4K-Sektoremulation durchführen, um mit größeren logischen Sektoren die MBR-Kapazitätsbeschränkung von max. 2 TiB (bei einer Sektorgröße von 512 Bytes) auf 16 TiB zu erweitern, um auch größere Platten unter älteren Betriebssystemen, wie Windows XP, vollständig nutzen zu können.
Intern verbaut hat die Platte eine logische Sektorgröße von 512 Bytes. Extern angeschlossen ändert sich das durch die Sektoremulation auf 4096 Bytes. Das hat zur Folge, dass weder die Daten, die bei internem Anschluss auf die Platte geschrieben wurden, noch die GPT gefunden werden können, da die Sektor/Daten-Zuordnung nicht mehr stimmt. Nur der erste Sektor passt noch zur Zuordnung. Und darin ist der Pseudo-MBR gespeichert. Deshalb wird FreeJack1967 auch unter Windows 8.1 die GPT-Schutzpartition angezeigt. Die GPT-Daten sind nicht auffindbar.
@FreeJack1967
Ob meine Theorie stimmt, kannst du ganz einfach herausfinden, indem du folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung von Windows ausführst, wenn die Platte extern angeschlossen ist.
wmic diskdrive get BytesPerSector,Model (exakt so eingeben!)
Wird bei der externen Platte als Ergebnis 4096 angezeigt, ist eine 4K-Emulation im Spiel. Das bedeutet, dass du die Platte nicht wechselweise intern und extern nutzen kannst. Du kannst sie entweder intern oder extern nutzen. Ein mal intern eingerichtet und mit Daten bespielt, kannst du bei externem Anschluss nicht mehr auf die Daten zugreifen und umgekehrt.