Klaro kann das sein.
Je mehr Lüft am Kühlkörper vorbei kommt, desto mehr Wärme kann abgegeben werden.
Ich hatte mal bei meinem dicken Servergehäuse das Seitenteil offen und die Temps getestet, da der geschlossen sich extrem aufheitzte. Zum spaß hielt ich den zukünftigen seitlichen Gehäuselüfter beim offenem Gehäuse über den CPU Kühler.
Was passierte: Der CPU Lüfter bekam faktisch "rückenwind" und konnte noch mehr Luft zum Kühlkörper transportieren und die Temp sank von der CPU wieder ein bissel.
Man sah auch schön unter Windows, wie dank des "Rückenwindes" die Drehzahl anstieg vom Lüfter, je mehr Rückenwind er bekam.
Im geschlossenem Gehäuse kann das selbe passieren. Ist das Gehäuse offen muss der Lüfter meist die Luftmassen selbstständig ransaugen. Ist das Gehäuse zu und es befindet sich ein guter Luftstrom drinnen, kann der Lüfter vom Luftstrom profitieren und schaft so einen größeren Luftdurchsatz zum Kühlkörper.
Beistes Beispiel ist der Arctic Freezer 64Pro, welcher diesen Luftstrom zusätzlich ausnutzt.
Der zweite Effekt ist, dass die Warme Luft bei starker durchlüftung schneller aus dem Gehäuse raustransportiert wird. Auch das nutzt der Arctic, er bekommt kühle Luft von vorne zugepustet, schaft daher einen etwas größeren Luftdurchsatz und dank der kühleren Luft, kann noch mehr Wärme abgegeben werden. Zu dem pustet der die Warme Lüft nach hinten zu den hinteren Gehäuselüftern, welcher jene sofort wieder raus saugen. Hat man ein Zweilüfter NT, saugt jenes die Warme Luft noch besser ab.
Zu dem werden vom Luftstrom die Passiven Lüfter faktisch zudem leicht aktiv gekühlt, da jene dann einen Umgebungsluftstrom haben, den Sie beim offenen System nicht haben oder nicht so stark.
Und das alles sorgt natürlich dafür, dass die Temps fallen, wenn der PC zu ist und fett durchpustet wird.
Oder: Mach PC auf und stell nen fetten Ventilator daneben, der ordendlich rein pustet.
Machen sogar einige im extrem Sommer, falls die Temps sonst nicht mehr zu kontrollieren sind.