Graues Bild beim DVD / HD Film | DVI EDID SELECT

eyefinity87

Lt. Commander
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Moin!

Ich habe bei meinem neuen Monitor (24WMGX³ von NEC) das Problem, dass Filme und Videos einen leichten Grauschleier haben. Beim Durchschauen des OSDs ist mir aufgefallen, dass die Einstellung DVI EDID SELECT Abhilfe schafft, indem es das Gesamte Bild abdunkelt bzw mehr Kontrast einbringt. Es scheint mir jedoch so, dass nicht das Panel selber, sondern vielmehr das Eingangssignal abgedunkelt wird.

Habt ihr eine Erklärung oder Tipps wie ich einen vernünftigen Schwarzwert erhalte? An den (Helligkeits / Kontrast) Einstellungen am Monitor liegt es nicht, da Spiele und auch der Desktop perfekt wiedergegeben werden.

Anbei Bilder mit dem Phänomen.

Einstellung auf "PC" ist grau
Einstellung auf "AV" ist dunkler und schwarz

Auszug aus dem Handbuch:

"DVI-EDID-AUSWAHL
Hiermit können Sie den Eingangsmodus für die DVI-Eingangsbuchse einstellen.
PC (Standardeinstellung): Zum Anschluss eines Computers an die DVI-Eingangsbuchse.
AV: Zum Anschluss einer Spielekonsole oder eines DVD-Players an die DVI-Eingangsbuchse.
HINWEIS: • Die Auswahl ist möglich, auch wenn [KEIN SIGNAL] auf dem Bildschirm (Seite 34) angezeigt ist.
• Wird nur für den DVI-D-Eingang unterstützt."
 
Schau mal, ob es im Catalyst Control Center unter Color (Farbeinstellungen) noch die Schema-Auswahl gibt und was man dort einstellen kann. ATI hatte zeitweise am digitalen Ausgang standardmäßig den eingeschränkten Farbumfang für Fernsehgeräte eingestellt - auf einem Monitor führt das dann genau zu deinen Problemen.
 
Diese Einstellung finde ich leider nicht.

Ich kann natürlich per Avivo das Bild angleichen, aber dann ist es noch immer nicht 100%. Habe auch den Monitor nun mal richtig eingerichtet, aber den Schwarzwert aus der "AV" Einstellung bekomme ich noch nicht hin. Hast Du eine Ahnung ob diese Einstellung Nachteile birgt?

Ich nutze 6500K als FarbTemp im Übrigen.

Ich habe es halt als sinnvoll erachtet, erst am PC alles auf neutral zu stellen, dann den Monitor einzustellen. Wenn ich die AV Funktion im Monitor nutze, geht leider auch Gamma und der Kontrast etwas hoch, dass das Windows "Bild" (Photoshop zB) nicht mehr neutral ist.
 
Wenn es sich wirklich noch immer um die 7.5IRE Einstellung handelt, dann hast du Nachteile: der Farbraum wird von 0-255 auf 16-235 reduziert. Da hättest du dann gleich ein TN-Panel nehmen können ;)
 
Zur "AV"-Einstellung siehe "Test des korrekten Videolevels am NEC 24WMGX³" im Test auf prad.de.

Dieser Modus ist für externe Video-Zuspieler gedacht, die bei Übertragung der Grundfarben in je 8 Bit typischerweise nicht den vollen Wertebereich (0 .. 255) nutzen, sondern lediglich (16 .. 235).
In Stellung AV hat man damit auch bei Signalen vom PC einen höheren Kontrast. Das kann je nach Anwendung schon mal besser aussehen, aber z.B. bei einer Bildbearbeitung saufen die Tiefen ab und die Lichter überstrahlen. Was man mit den üblichen Monitor-Testprogrammen überprüfen kann.

P.S.: Die Talente eines Monitors wie des 24WMGX³ kann man erst nach einer Kalibrierung mit einem Kolorimeter komplett nutzen. Natürlich ist das Wurst, solange man um EBV einen mehr oder weniger weiten Bogen macht.
 
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Einen Punkt habe ich ganz vergessen: hast du unter Windows normale Schwarzwerte? Wenn ja, dann liegt der Fehler eher an deiner Videosoftware als an den Einstellungen der Grafikkarte.
 
Neues Ergebniss: Wenn ich nicht DVI sondern HDMI nutze ist das Bild perfekt egal welche Quelle!

Apple HD Trailers mit Quicktime
DVDs mit VLC 1.0.1


//EDIT:

Habe nun an HDMI1 angeschlossen! Kann nun den Schwarzwert auswählen. Nun ist das Bild besser.... aber noch nicht perfekt. Rutscht leicht ins Rote ab...
 
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Warum kann ich beim Anschluss über DVI eigentlich nicht so viele Einstellungen (zB prozentweise Einstellung vom Schwarzwert) wie über HDMI? Dachte das ist die selbe Technologie?

Wie kann ich rausfinden, ob das gesamte 0-255 Spektrum abgedeckt ist?

Würdet ihr das Gerät kalibrieren lassen oder selber kalibrieren?
 
Hinter HDMI steckt praktisch (!) dieselbe Technologie, da es abwärtskompatibel zu DVI-D ist. Nur gibt es meist keine Einstellungsmöglichkeit, sondern es werden über DVI 0..255 genutzt, über HDMI 16..235. Praxisgerecht.
Spätestens, wenn ein Monitor in hochpreisiger Preisklasse ausdrücklich für Multimedia angeboten wird, macht es sich natürlich gut, wenn man die Feinheiten der Farbübertragung an sämtlichen Schnittstellen bei Bedarf per Hand wählen kann. NEC hätte auch am DVI-Anschluss sämtliche Einstellungsmöglichkeiten anbieten können, aber muss das nicht, schon weil die HDMI-Anschlüsse diese Einstellungsmöglichkeiten haben und externe Video-Zuspieler meist per HDMI angeschlossen werden und keine Möglichkeiten zur Farbkalibrierung bieten.

Überprüfen lässt sich der zur Farbübertragung genutzte Wertebereich an WINTEL-PCs mit Hilfe einschlägiger Testbilder bzw. Testprogramme (Eizo Monitortest, Nokia Monitortest ...). Wobei der Eizo-Monitortest auch Vista-tauglich ist.

Eine Farbkalibrierung empfiehlt sich, wenn man den Monitor für leidlich farbverbindliche Bildverarbeitung nutzt. Sie wird in üblicherweise in regelmäßigen Abständen wiederholt, um Alterungsvorgänge in der Hintergrundbeleuchtung und in der eigentlichen LCD-Matrix auszugleichen.

Es gibt zwei unterschiedliche Methoden: Bei einer Software-Kalibrierung werden die ermittelten Korrekturwerte für die Farbdarstellung von der Grafikkarte genutzt. Bei einer Hardware-Kalibrierug werden die Korrekturwerte in einer Lookup-Tabelle im Monitor geladen, der dann für jeden von der Grafikkarte übermittelten Farbwert nachschlägt, wie das LCD-Panel angesteuert werden muss.
Nur eine Hardware-Kalibrierbarkeit genügt höchsten professionellen Ansprüchen für die Bildbearbeitung und ist schon wegen des höheren Hardware-Aufwandes je nach Güte teils erheblich teuerer. Speziell Monitore, die wie das NEC-Gerät für den sRGB-Farbraum gedacht sind, kommen auch mit einer Software-Kalibrierbarkeit ohne Nebenwirkungen aus, die für einen Laien erkennbar wären.

Je nach Interesse an der Bildverarbeitung kann es nicht schaden, sich zum so genannten Farbmanagement zu informieren. Z.B. auf 5Lux.
 
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Laut Test sind alle Werte iptimal eingestellt. Auch der Bereich 0-255 ist ganz sauber abgedeckt.

Nun Frage ich mich aber, wie es kommt, dass mir subjektiv das Bild in DVDs so "blass" erscheint. Ich weiß nicht woran ich noch rumspielen soll :(
Außerdem wirkt das Rot in allen Modi zu knallig, selbst im sRGB-Modus :(

Bilder DVD Vergleich

Der Screenshot entspricht exakt der DVD Qualität. Auch der Screenshot sieht dementsprächend auf beiden Monitoren sehr stark unterschiedlich aus, auf dem rechten Samsung Syncmaster 193p sieht er natürlicher aus.
 
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