Gute Finanzen -> Geiz?!

giorgiogabbana

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Das hier soll kein "Proll-Thread" werden, aber ich würde gerne mal auf das Thema Geld zu sprechen kommen. Weshalb ich den Thread erstelle? Weil ich gern mal wüsste ob es gleich gesinnte gibt oder ich einfach nur bekloppt bin^^

Zum Thema: Kennt ihr die Situation auch, ihr habt "viel" Geld im Portemonnaie und je mehr ihr habt, desto geiziger werdet ihr? Mal angenommen ich habe z.B. 50€, dann ist es mir eigentlich egal wofür ich es ausgebe und das Geld ist schnell weg. Hab ich z.B. 300€ im Portemonnaie, gucke ich auf jeden Euro. Bei 50€ dann 20€ für Disco ausgeben - kein Problem! Bei 300€ ärgern mich schon 10€ das sie weg sind.

Obwohl es ja eigentlich völliger Quatsch ist, zumal im nächsten Monat ja wieder neues Geld reinkommt und noch mehr als genug da ist und man nichtmal weiß, wofür man das Geld überhaupt sparen will, weil keine größere Investition geplant ist. Soll heißen, man würde sich schon gern zwischendurch die ein oder andere Annehmlichkeit leisten, aber man ist einfach zu geizig und will das Geld nicht ausgeben. Zudem rechnet man vorher nach wieviel Geld dann noch übrig ist und will nicht unter eine bestimmte Grenze fallen. Ich weiß, das das Verhalten nicht generell schlecht ist, sein Geld zu sparen, aber irgendwie ärgert mich das schon.

Und wenn man dann doch über seinen Schatten springt und sich was kauft, freut man sich gar nicht darüber. Nicht das man seinen Kauf bereut, man wollte den Artikel ja haben, aber trotzdem ärgert man sich das man das Geld nun doch ausgegeben hat und X-Euro weniger hat. So geht es mir zumindest...

Geht es jemandem ähnlich oder bin ich da ein "Phänomen"? Weil in meinem Freundeskreis ist keiner so.

PS. Ich betone, das die genannten €-Beträge nur als Beispiel dienen da dies kein Proll Thread werden soll, wie viel Geld jemand hat! Auch handelt es sich dabei nicht um meine Finanzen! Es geht sich nur um das genannte Verhalten.
 
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Mir gehts genau so unf nein du/wir sind nicht "bekloppt" denn dieses Verhalten/Empfinden ist völlig normal.

Evtl findet sich ja hier noch jemanden der da die psychologischen Hintergründe genauer erläutern kann, ich weiß nämlich nur das es normal ist :p
 
Geht mir auch oft so =). Ich finde es auch viel vernünftiger tendenziell eher zu sparen als es hemmungslos zu verprassen.

Wichtig ist einfach, ausgewogen mit dem Geld umzugehen.

Ich handhabs z.B. so, dass ich regelmäßig 45% meines Einkommens ausgebe ( wochenende weggehen, unterhaltungselektronik usw) 45% aufs Tagesgeldkonto pack und 10% an irgendwelche Organisationen spende. Je nachdem mal mehr, mal weniger aber ungefähr so kommt das hin, und so fährt man auch am besten mMn...

Das geht natürlich nur noch solange ich noch zuhause wohne ;) bald wirds weniger mit sparen...und stattdessen miete, strom, steuern, essen kleidung.
 
Das hab ich auch. ;)

Ich hab im Moment 3 größere Anschaffungen auf meiner Wunschliste, die ich machen möchte, allerdings habe ich derzeit nich tdas Geld, um mir alle 3 Wünsche zu erfüllen. Anstatt 1-2 Sachen davon zu kaufen und auf den Rest zu sparen, kaufe ich stattdessen garnichts, um mir weiterhin theoretisch beliebig was davon aussuchen zu können...Eigentlich sinnlos, aber ich schaff's nich tso ganz da über meinen Schatten zu springen. :s
 
Mir scheint das Phänomen auch völlig normal(zumindest in den gut situierten Schichten aka genug Geld um zu Leben und nicht zu Überleben)

Insbesondere war Arcanus anspricht verdeutlicht das sehr gut. "Viel" Geld haben ermöglicht etwas im Sinne von Freiheit, man bekommt eine Wahl. Wenn man das Geld direkt ausgibt, muss das gekaufte nicht nur die Kauflust befriedigen sondern zudem mehr positive Emotionen auslösen als das Gefühl die Wahl zu haben.

Daher ist es dann im Grunde einfacher so lange zu sparen bis man sich theoretisch mehr als eine Sache kaufen kann. Dann kann man nämlich eine Sache kaufen, erhält dadurch eine positive Grundstimmung und hat trotzdem noch ausreichend Geld um die Wahl zu haben.

Im Prinzip alles nur eine Frage des höheren (persönlichen) Glücksgefühl und Ausdruck das man mehr Geld als nötig hat ;)
 
Wenn ich etwas benötige, dann kauf ich das auch. Entweder ich kaufe es jetzt oder ich kaufe es in einigen Wochen. Da ich den Artikel dann aber jetzt brauche, stellt sich mir die Frage erst gar nicht. Wenn ich etwas kaufen wollte, welches ich evtl. erst in einem Monat "kaufen könnte", würde sich die Frage für mich nicht stellen, denn wenn ich den Monat auch ohne auskomme, brauche ich es einfach nicht.

Daher gibt es ansich für mich nur Spontaneinkäufe. Ich kaufe 2 mal die Woche ein, und das nicht nach Schema, sondern was seh ich, was ist billig und dann gibts das auch zu Essen.

Wenn mir eine Festplatte fehlt such ich mir eine aus und bestelle sie. Wenn ich aber überlege, ob ich nicht doch ne SSD brauche, und welche und ob überhaupt.... dann brauche ich sie nicht. Und kaufe sie deshalb auch nicht.

Solange kein Mangel herrscht und ich nicht jeden Cent drehen muss wüsste ich nicht was dagegen spricht etwas zu kaufen. Irgendwann hat man aber ansich alles was man braucht und muss nur sein Kontingent bewahren. Sei es an Klamotten, Alltagsgegenstände, Essen oder Rubrik "Sonstiges" ala Hardware weil was kaputt geht oder es an Leistung fehlt.
 
ich versuche meistens nur soviel geld im portemonnaie zu haben wieviel ich wirklich benötige. denn das geld was ich dadrin habe wird auch leicht ausgegeben. wenn ich mir was größeres kaufen möchte zahle ich meistens mit karte oder hole mir das geld extra dafür.

wenn ich 10 euro im portemonnaie habe gebe ich sie auch aus und wenn ich 50 dadrin habe dann gebe ich sie auch schneller aus als wenn die nur aufm konto wären.
keine ahnung warum das so ist deshalb habe ich meistens 10 bis 20 euro dadrin, das reicht für alltägliches allemal ;)
 
Habe genau die gleichen Allüren. Je mehr Geld im Portemonnaie, desto weniger geb ich aus. Und mir geht es auch so, dass ich lieber mehr Geld auf dem Konto haben und auch gleich fast alles ausgebe, was ich im Portemonnaie habe.
 
Nach dem Studium hatte ich eine ca 3 Monate so ne Phase wo ich den "verpassten Konsum" aufgeholt habe. Nen ganzen Haufen neuer Klamotten war nötig. Dazu kam das völlig ungewohnte Gefühl etwas was man im Laden sah und einem Gefiel auch einfach zu kaufen ohne zu überlegen ob man sich das leisten kann.

Bargeld hab ich meistens nur so 10-20 Euro in der Tasche, davon vorzugsweise zumindest die Hälfte in Münzen da das meiste davon doch in den Kaffeeautomaten wandert.
Alles was darüber hinaus geht kann man ja in aller Regel mit Karte bezahlen.
Da ich momentan in der Situation bin das ich deutlich mehr Geld verdiene als ich zum Leben brauche kann ich relativ viel zu Seite legen.
 
Mit der Kohle im Geldbeutel (meistens max. 50€) geh ich eigentlich schon immer sehr sparsam um und schmeiß nicht unnötig geld raus.

Bei größeren Investitionen ist das bei mir auch schon immer der Fall,
aber seit ich weit mehr verdiene als ich brauch und jeden Monat einen großteil zurücklegen kann hab ich bei mir auch die Tendenz beobachten können bei Neuanschaffungen die nicht unbedingt sein müssen noch genauer abzuwägen ob ich das jetzt kaufen soll :D
 
Geht mir genau so. Vor Rund 2 Jahren hab ich und meine Frau das Geld nur aus dem Fenster geworfen. Nun Sparen wir seit 2 Jahren knapp 1100 € im Monat. Umso mehr Geld auf dem Sparbuch ist, desto geiziger werden wir.


Meine Frau hat erst gestern gesagt, dass Sie doch nicht in Urlaub möchte, da Ihr das Geld dafür zu Schade ist.


Ich finde es einfach wichtiger was auf der Seite zu haben als ständig nur Konsum. Wenn man kein Geld auf der Seite hat, gibt man es leichter aus weil man das Gefühl nicht kennt "Frei" zu sein.

Hat man erstmal ein gewisses Polster möchte man daraus immer mehr machen. Es gibt nichts besseres als das Gefühl genug Geld für alle Fälle zu haben. Keine Sorgen mehr alla was ist wenn das Auto kaputt geht oder TV, Waschmaschine ect...

Wir haben als Ziel in den nächsten 6 Jahren die 100k zu knacken mal gucken :)
 
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Also ich merke, ich bin nicht alleine mit meiner "Macke" :D

Nur was mir auf den Geist daran geht, das man ständig im Kopf rechnet. Das geht bei mir so weit, das ich sage das ich zB. die gesamte nächste Woche mit 50€ auskommen will. Sollte das nicht funktionieren, streiche ich alles damit es eben doch funktioniert.

Dadurch bleiben dann auch Kleinigkeiten auf der Strecke, zb. aus der Lust heraus was vom Bäcker für 2€. Das verkneif ich mir dann, weil in 1 Stunde zuhause kann ich auch essen und spare mir die 2€ und ich überschreite die 50€ nicht.

Aber dieses ganz extrem knauserige will ich mir abgewöhnen. Dadurch bleibt auch die Lebensqualität auf der Strecke, die eigentlich locker drin ist.

Man läuft halt Gefahr es massiv zu übertreiben. Sparsam sein gut und schön, aber übertreiben ist auch nicht gut.
 
@McBash
Dann legt euer Erspartes aber bloß gut an.
Dauert bestimmt nimmer lang dann ist das Geld nix mehr Wert.
 
Wieso denn? Sei nicht so pesimistisch, was soll da groß kommen?
 
Ja das frag ich mich auch...

Ich würde mein Geld nie in irgendwelche Projekte stecken! Wie viele sind daran schon gescheitert und Bankrott gegangen? Und daran war nur die Gier auf noch mehr Geld Schuld.
 
Lieber den Spatz auf der Hand als die Taube auf dem Dach :)
 
Also richtig ist das auch nicht. Richtig ist es, ausgewogen zu leben. Sich auch mal was zu leisten und etwas Geld für Notfälle sollte man auch haben - wer es sich leisten kann!

Habe da in der Familie einen Verwandten gehabt, der ebenfalls so gedacht hat - Fazit, mit 7x gestorben, sich nie was geleistet, Bankkonto läuft nach allen Seiten über und Vater Staat lacht sich tot!

War schon interessant, obwohl von den Erben einverständlich einer engesetzt wurde, der die Verwaltung / Verteilung übernehmen sollte, hat Vater Staat erstmal das Konto gesperrt und seine Kohle (keine direkten Nachkommen nur Cousins und Cousinen) eingezogen, also zwischen 40% und 70% pro Person - im nachhinein fanden wir heraus, dass er sogar mehr als er durfte eingezogen hatte.

Nach Feststellung der gesamten Erbsumme hat es 1 Woche gedauert, bis Vater Staat das Geld eingezogen hatte - ohne Vollmacht. Die Freigabe des Kontos für die Erben hat dann 1 knappes Jahr gedauert!
 
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@McBash & giorgiogabbana

Da müsst ihr nur 1 und 1 zusammenzählen.

Die Wirtschaft und insbesondere die Finanzbranche macht genauso weiter wie vor der Krise 2008, weil der Staat keinerlei wirksame Auflagen geschaffen hat...
...geschweige denn die Steuergelder welche zur Bankenrettung ausgegeben wurden zurückzuholen.

Schaut euch mal die Staatsschulden an. Die wachsen immer weiter.
Selbst wenn Deutschland seine Finanzen in den Griff bekommen sollte müssen neue Schulden gemacht werden um Euro-Staaten vor dem Bankrott zu bewahren.

Die Bevölkerung geht auch zurück und gleichzeitig steigt der Anteil der alten immer weiter an.
So lassen sich Sozialleistungen des Staats und Sozialversicherungen auf Dauer nicht finanzieren.

In den USA sieht es auch ganz schlecht aus und wenn die Bankrott gehen ziehen sie die Weltwirtschaft mit.

Dauert meiner Meinung nach noch maximal 5 Jahre bis zum nächsten Crash.
Und da ist dann nix mehr mit Schuldenmachen um Konjunkturpakete aufzulegen.

Vielleicht wird dann ja der Renteneuro eingeführt.
 
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Nunja, das ist wieder das andere extrem. Wenn ich mal in Rente bin, hab ein abbezahltes Haus ect... werde ich auch leben sofern es nocht geht.

Ich persönlich kann mir ein leben ohne ein gewisses finanzielles Polster nicht mehr vorstellen.


@ Kappoggo


Wenn das passiert ist es auch nicht schlecht, wir haben vor in den nächsten 3 Jahren ein Haus zu bauen. Wenn dann die Inflation kommt, kann ich in einem Schlag mein Haus abzahlen :)

Ich habe auch noch einen 5 KG Silberbarren damals für ein Apfel und ein Ei gekauft, der Hilft mir dann über die Runden :) Wenn die Inflation kommt, investieren alles in physisches Edelmetall ;)
 
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Was Staatsschulden angeht, ich gehe auch davon aus, dass in ein paar Jahren (früher oder später) ein Schnitt gemacht wird - stelle ich mir so vor, dass von allen Spareinlagen /Wertpapieren etc. ca. 30% einkassiert werden, um wieder Geld in die Kassen zu spülen und die Schuldenuhr zurück zu stellen.

Vermutlich werden die Politiker und Großindustrie (und deren Inhaber) ausgenommen oder zumindest stark bevorteilt. Es bleibt doch immer an den kleinen hängen.....

Wenn das passiert ist es auch nicht schlecht, wir haben vor in den nächsten 3 Jahren ein Haus zu bauen. Wenn dann die Inflation kommt, kann ich in einem Schlag mein Haus abzahlen
Das wird nicht funktionieren, habe ich sogar jetzt schon Vorschläge von den Banken und Versicherungen gesehen, dass die Schulden dynamisch angepasst werden sollen!
Macht ja sonst auch keinen Sinn....

Ich habe auch noch einen 5 KG Silberbarren damals für ein Apfel und ein Ei gekauft, der Hilft mir dann über die Runden Wenn die Inflation kommt, investieren alles in physisches Edelmetall
Gold & Silber wurden in der letzten Inflation gegen Brot eingetauscht. Wenn schon, dann viele kleine Barren nehmen......
 
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