All-in-One H70 Pumpe rattert!

Habe das Ding auseinander genommen. Das Problem waren zwei verzogene Plastikteile. Das passierte wohl durch die Hitze.

Das erste war ein Zwischenboden der den "Stab" des Schaufelrädchens hielt. Da dies verzogen war, flatterte das Rädchen wie wild herum und klackerte daher. Mit einer Kerze und etwas Fingerarbeit lies sich das Teil wieder einigermaßen richten. Dies reichte jedoch nicht. Der Stab konnte auch so nicht mehr gehalten werden. Also wurde der stab durch ein etwas längeres Stückchen Plastik von einem "Ohren-Wattestäbchen" ersetzt. Das war von Durchmesser fast gleich. Also wurde das mit Schleifpapier ein wenig angepasst und ausgetauscht.

Der einzige bleibende Schaden ist, dass der Pumpkopf um ca. 1mm nach oben gewölbt ist. Daher ist der "Blechaufkleber" nicht überall gleichmäßig am Deckel.

An den Temperaturen hat sich rein gar nichts geändert.
Ich habe nur die Kühlflüssigkeit aus der Pumpe abgelassen. Der Rest blieb im Radiator ;)
nachher habe ich die Flüssigkeit wieder in die Pumpe eingefüllt und die Schläuche dran gemacht.


Alles wieder im grünen Bereich!

Hier ein paar Bilder der Bastlerei : (Das Chaos bitte ich zu ignorieren ^^)




OBEN NEUER STAB, UNTEN ALTER :)



 
Wow, danke für die Bilder! Dann weiss ich ja was ich tun kann/muss, wenn meine mal versagen wird.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das durch den überhitzten Prozessor gekommen ist, denn 125°C schmelzen zwar Wachs, aber noch keinen kunststoff. Transportschaden triffts da schon eher.

Verschleiß ist Abnutzung, wenn sich es sich bewegende Teile gibt, dann verschleissen die irgendwann. Dein Radiator verschleisst sicher nicht einfach nur durch Nutzung. Aber irgendwann bekommt er Kratzer, Schrammen, möglicherweise nutzen sich die Schraubgewinde ab.... kann alles ewig dauern, aber irgendwann ist es soweit.
 
125°C können auch Kunststoff verbiegen, kommt drauf an was es für einer ist.
Die Schläuche sollten aber eher schmelzen ;]
 
das mit dem rädchen hätte ich dir auch sagen können, wenn das nicht richtig in der gummy fassung sietzt, dann fängt es an zu klackern
 
:)
 
125°C wassertemperatur waren das vermutlich nicht einmal. Ich rechne eher damit dass der kühlerboden die abwärme der cpu aufgenommen und an das umgebende plastik weitergegeben hat. Und da die rotorwellenhalterung direkt über der kühlerplatte liegt, hat die halterung auch das meiste abbekommen. Ist ein konzeptbedingtes Problem, aber für den abgegangenen lüffistecker kann die H70 nichts. hier sollte sich der threadersteller lieber gedanken machen und eine lüftersteuerung mit warnfunktion installieren. kein lüftersignal = Schriller signalton oder systemshutdown. Müsste eigentlich sogar das mobo können. die funktion hat mir zu frühen laing DDC zeiten mehrfach den rechner gerettet, als noch dieses anlaufproblem bestand.
übrigens wer jetzt denkt mit guter bausatzwakütechnik kann so was nicht passieren, der irrt. betreibt mal eine Laing DDC längere zeit in einer unterdimensionierten passivwakü. 50°C wassertemp sind gift für die pumpe. zumindest ist mir eine bei einem raditest, unter passivbedingungen, die platine abgeraucht.

also lasst dieses "Billigwakü is scheiße", selbst teures zeug kann abnippeln.
 
Was ich aber irgenwie einfach net verstehe, wie kann ein Prozessor durch mehrere Schichten (Heatspreader, Kupferbodenplatte usw.) Wasser noch auf 125°C bringen, dass dabei eigentlich kochen und dampfen müsste, und weiter: Das alles ohne vorher runterzutakten oder ganz abzuschalten.

Naja sei es drum, in PC's geschehen so einige Mysterien.
Ich finds auch etwas merkwürdig, die "Fertigwakü-Systeme" als Billigschrott abzutun, denn letztendlich kosten sie auch nicht wirklich viel. Für das Geld gibts m.E. einen entsprechenden gegenwert, den man eigentlich nur aus Geschmacklichen Gründen bzw. perönlichen Vorlieben ablehnen kann.
 
Nothor schrieb:
Was ich aber irgenwie einfach net verstehe, wie kann ein Prozessor durch mehrere Schichten (Heatspreader, Kupferbodenplatte usw.) Wasser noch auf 125°C bringen, dass dabei eigentlich kochen und dampfen müsste...
In Physik nicht aufgepasst ;)
Der Siedepunkt von Wasser ist 100 Grad Celsius...auf Meereshöhe. Wird Wasser unter Druck erhitzt, kann es (je nach Druck) auch bei Temperaturen über 100 Grad flüssig bleiben. Dagegen reichen auf dem Mount Everest deutlich weniger als 100 Grad, um Wasser zum Köchen zu bringen.

Unabhängig davon denke ich aber, dass Corsair kein reines Wasser verwendet. Wenn überhaupt...
 
Okay, das mit dem nicht reinen Wasser verstehe ich. Unter Druck bzw. Unterdruck steht die H70 gewiss nicht.
Ich habe gerade eine H70 Core hier, die rattert auch. Selbst nach 2 Tagen rödelt die noch leise vor sich hin. Meine alte blubbert nach dem Einbau vielleicht eine Minute, stetig leiser werdend, bis sie gar nicht mehr zu hören ist.

Die andere geht daher zurück.
 
Nothor schrieb:
Unter Druck bzw. Unterdruck steht die H70 gewiss nicht.
Hat die H70 einen Ausgleichbehälter oder tritt irgendwo Flüssigkeit aus? Nein? Dann wird der Druck im (geschlossenen) System beim Aufheizen der Kühlflüssigkeit auf jeden Fall steigen. Sei es nur minimal. Je nach Flüssigkeit ist dies natürlich unterschiedlich.
 
Die H70 steht schon unter Druck. Als ich etwas gespielt hatte und danach wegen des anhaltenden Klackerns die Kühlung auseinander nahm, spritze mir etwas Kühlflüssigkeit entgegen

Es ist übrigens kein reines Wasser. Das Zeug stinkt wie die Kühlflüssigkeit vom Auto...

Bei mir läuft es zumindest noch immer leise wie zuvor. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Temps etwas besser geworden sind. O.o
 
Ralphi1995,
die original Kühlflüssigkeit von Corsair hat aber auch einen Korrosionsschutz, da sich ja Kupfer und Alu in einem Kreislauf befinden, und ebenso einen Schmiereffekt für die Pumpe. Könnte also sein dass deine H70 irgendwann wieder rumzickt.... Behalt das mal im Auge!
 
Ich habe gar nichts abgelassen außer das aus der Pumpe! Das füllte ich aber wieder ein! ALso verwende ich die Flüssigkeit welche vorher auch drinn war!
 
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