@TP555
Hab mir nicht alles angehört, weil ich beim Durchskippen schon gesehen habe, dass ein Großteil wieder nur für breite Masse ausgelegtes Zeug ist (Journey - Dont stop believin, großartig ^^).
Aber: 1990 - Slayer, danke
@Tiara G.
Natürlich bin ich diesbezüglich anmaßend und manchmal sollte man das ruhig auch sein dürfen. Die Tatsache, wie du auf meinen Beitrag reagierst (und dass du bewusst - genauso wie ich - Dinge überdramatisierst) zeigt aber auch, dass ich ganz offensichtlich voll in's Schwarze getroffen habe. Zum Beispiel habe ich nie behauptet, dass FFH für Deppen sei, so wie du es jetzt polemisch darstellst. Ich sagte lediglich, dass FFH (hier stellvertretend für alle gängigen "Charts-Sender") einfach keinen Musikgeschmack bedient, sondern allgemeingültiges, langweiliges, uninspiriertes und konstruiertes Zeugs spielt. Das ist auch kein Geheimnis, aber die Leute tun immer so überrascht, wenn man sie dann man wieder mit der Nase direkt draufstößt.
Ich will da auch gar nicht unsachlich(er) werden, wir können uns gerne sehr detailliert und vollkommen Genre-übergreifend über Musik unterhalten. Ein wenig neugierig wäre ich z.B. schon, was so deine Lieblings-Musikgenres sind - vielleicht im Zusammenhang mit dem Geburtsjahr, wenn das nicht zu persönlich ist.
Als 83er Jahrgang höre ich übrigens nahezu jedes Genre (mit Ausnahmen, wohlgemerkt). Aber das bedeutet nicht, dass ich jedes genre vollumfänglich gut finde. Es gibt auch modernen Pop, den ich mir anhören kann, z.B.
Charlotte Gainsbourg - Deadly Valentine (thx Forza Horizon 4, das mir dieses Lied vorgestellt hat ^^). Ich war sogar am Überlegen, mir die Platte von Chrarlotte Gainsborough zu kaufen, habe aber vorher das Album durchgehört und festgestellt, dass der Rest halt nix taugt und dieser Song eine Ausnahmeerscheinung auf dem Album ist (deswegen ist's ja auch ne Singleauskopplung geworden, welch Wunder).
Was ich jedoch nicht tunkönnte, ist: mir 5 Stunden am Tag Standard-Radio reinpfeifen, in der Hoffnung, dass alle 10 Songs mal einer dabei ist, der sich von der Masse abhebt. Selbst Radio Bob, was ja recht rock- und teils sogar metallastig ist, spielt eben oftmals Einheitsbrei, weil es sich nur selten traut, mal in etwas härtere und unbekanntere Bands abzutauchen.
Was ist hingegen mit Minimalismus? Steve Reich?
Music for 18 Musicians,
Eight Lines,
Six Marimbas ... habe ich noch nie im Radio gehört... oder
Chuck Mangione - Children of Sanchez (Overture).
Ganz super selten hört man mal Harry Belafonte mit Matilda - und dann natürlich
die langweilige Studioaufnahme, aber niemals geniale
Live-Show von aus der 1959er Benefizveranstaltung aus der Carnegie Hall.
Techno/Trance/House ist auch sowas. Früher lief noch die HR3 Clubnight gegen Anfang/Mitte der 90er, das war einfach genial. Da konntest du wirkich stets und ständig neue Dinge kennenlernen in diesen Genres. Heute scheint sich ja scheinbar kaum noch jemand für "elektronische Musik" zu interessieren (so lustig, weil der ganze Popmist halt Elektronik pur ist), daher haben auch solche Genres scheinbar nichts mehr im gängigen Radio verloren, nichtmal mehr als Lückenfüller spät nachts.
Von daher kannst du dich drehen und wenden wie du willst, ich bleibe bei meiner Aussage:
Standard-Radio ist für Standard-Menschen - was den Musikgeschmack angeht. Den vielen Zuhörern ist gar nicht bewusst, dass es hier nicht darum geht, den eigenen Musikgeschmack perfekt zu treffen, sondern einfach nur darum, möglichst viele Zuhörer zu haben, über die gesamte Bandbreite hinweg, um darüber wiederum lukrativste Werbespots schalten zu können. Anders funktioniert Radio für die Masse nunmal nicht.