Haben inzwischen eigentlich alle Provider eine Drosselklausel in den AGB?

Es geht dabei nicht unbedingt nur darum ob der eigene Verbrauch die Grenze überschreitet oder nicht, sondern dass man die sorglose Freiheit verliert das Internet so viel zu nutzen wie man will.

Angenommen mein Vertrag wäre auf 300GB/Monat limitiert und ich bräuchte derzeit 200GB/Monat. Dann hätte ich dennoch bei jeder größeren Nutzung den unangenehmen Gedanken im Kopf, dass ich das Limit überschreiten könnte.
Zudem könnten sich die Anforderungen ändern, sodass ich auf einmal das doppelte benötigte, und dann stünde ich blöd da, wenn ich einen Vertrag mit Mindestlaufzeit hätte.
 
legan710 schrieb:
Bei aller Drossel-Rechnerei und der Diskussion wieviel "normal" ist wird meines Erachtens immer eines total ignoriert: Haushalte. Auch wenn im Durchschnittshaushalt (bald) kaum mehr wie eine Person leben mag, so gibt es doch immernoch: Familien.

Also berechnet bitte in alle "ich brauch nur XY gb" Beiträge den Faktor 4-5 ein.

Kann ich so absolut unterschreiben. Meine alte wohnung war im gleichen haus von meinen eltern aber es gab nur einen telefonanschluss. Wir hatten viel Spaß den 1000er später 2000er ram anschluss zu teilen...
 
geist4711 schrieb:
habe bei mir gerade einen wechsel vollzogen(O2), von 6 auf 50mbit leitung.
der alte tarif hatte keinen aber der neue hat die 300GB-drosselung.
wenn man also mehrere monate(3) in folge den rahmen überschreitet, wird man im folgemonat dann gedrosselt

Nicht _im_ Folgemonat. _Ab_ dem Folgemonat.
 
Polybos schrieb:
Wenn ich 16MBit oder 50MBit oder 100MBit Bandbreite bestelle, möchte die auch anliegen haben.

Du bestellst aber keine 100MBit/s, sondern bis zu 100 MBit/s.
Die Bandbreiten sind doch in den AGBs geregelt, welche man vor Vertragsunterzeichnung durchlesen sollte.
Wenn du entsprechend viel Geld zur Verfügung hast, dann bestelle eine CompanyConnect Leitung mit 100MBit/s.
Dort hast du die 100MBit/s auch zur jeder Zeit voll anliegen.
Dafür legt die Telekom eine eigene Glasfaser Leitung.
Kostet nur entsprechend viel ;)

Polybos schrieb:
Wenn es "teurer für die anderen wird" dann gehe ich davon aus, dass der Provider darauf spekuliert, dass ich meine gebuchten MBits nicht voll ausnutze ... find ich nicht fair und sollte nicht so sein. Ist glaube ich auch nur bei Kabelanschlüssen so, wo sich einige Leute den ganzen "Hausanschluss" teilen. Da ergibt eine Drossel technisch Sinn, sollte aber dennoch nicht sein.

So rechnet jeder Anbieter.
Bei den Kabelanbietern teilen sich nicht nur ein paar Leute den Hausanschluss sondern die paar Leute aus der Straße bzw. aus dem ganzen Ort die Bandbreite.
Ich kenne zwar keine offiziellen Zahlen, aber ich könnte mir gut vorstellen das ca. 500 Anschlüsse an einer Kopfstation hängen und sich die 5GBit/s teilen. Der Upstream sogar nur 270 MBit/s.

Bei DSL/VDSL ist das übrigens nicht anders.
Die DSLAMs der Telekom sind per 1GBit/s angebunden und versorgen bis zu 200 Anschlüsse.

Bei FTTH der Telekom sind immer 32 Anschlüsse mit 2,5GBit/s angebunden.
Im Upload 1,25GBit/s

Polybos schrieb:
Ich kauf mir ja auch kein Auto, dass 200km/h fährt, um dann nach 1000km Autobahn im Monat auf 10km/h gedrosselt zu werden. Klar, in der Regel fahre ich nicht 1000km Autobahn im Monat, aber dann gibt es einen Monat wo es vielleicht für mich sehr wichtig ist ... und bei anderen Leuten sieht es sicherlich noch anders aus. Manche fahren allein um auf Arbeit zu kommen mehr als 1000km im Monat!

Da ist der Unterschied, du "kaufst" dir ein Auto.
Du kaufst dir aber keinen Anschluss.
Du lässt dir einen Anschluss bereitstellen, zu den Konditionen und Bedingungen die im Vertrag aufgelistet sind.
Vergleichbar mit Leasing eines Autos.
Das least du auch zu den Bedingungen im Leasingvertrag.
Dort könnte auch drin stehen, das du nach 1000km nur noch 10km/h fahren darfst.
Ist zwar idiotisch, könnte aber drin stehen.

Wenn du dir selbst eine Anschluss kaufst, also z.b. Glasfaser bis nach Frankfurt legen lässt und dich dan dort an den DE-CIX koppelst hast du das Problem nicht, dann gehört der Anschluss auch dir.

geist4711 schrieb:
unterm strich also ein bitterer beigeschmack weils immernoch 'flatrate' heisst aber für normalverbraucher kein problem (so wie o2 das macht)

Bei o2 heisst es doch nicht mehr Flatrate.
Heisst jetzt DSL All-In.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wüsste nicht, wieso irgendein BWL-Fuzzi definieren können sollte, was "normale" Nutzung ist. Wenn der Vertrag Flatrate heißt, dann verbindet man damit eine uneingeschränkte Nutzung und es ist nur gut und richtig, dass die Richter den falschen Werbeversprechen mal auf die Finger klopfen (zumal es ja auch mit dem gegebenen Anteil an Powerusern nie um Verstopfung im kabelgebundenen Netz sondern schlicht und einfach ums Abkassieren ging).

Ich kann auch gar nicht sagen, wieviel Traffic ich brauche, will aber dem Provider keine Möglichkeit bieten, das mal so einfach zu ändern. Allerdings will ich meinen ISDN-Anschluss behalten und so wie ich bspw. das 1&1-Angebot lese, hat man da zwar "ISDN-Komfort", es geht aber alles über DSL.
 
Einen "echten" ISDN Anschluss bekommt man heute als Privatkunden so gut wie gar nicht mehr.
Bei der Telekom nur noch als reinen ISDN Anschluss ohne DSL.
 
Kenneth Coldy schrieb:
Nicht _im_ Folgemonat. _Ab_ dem Folgemonat.

Wenn du 3 Monate hintereinander mehr als 300 GB verbrauchst und dann im 4. Monat wieder drüber kommtst, wird für den Rest des Monats gedrosselt.
 
Gilt die Drossel nicht eh nur für Neuverträge?
Da kann sich doch jeder ausrechnen ob sich n Wechsel lohnt.
 
Mr.Smith schrieb:
wer JEDEN Tag mehr als 50GB lädt.. der sollte auch mehr zahlen. Irgendwie müssen die Internetunternehmen ja auch planen können.

Du hast gar keine Ahnung. Die Drosseln sind nur eingeführt wurden um noch mehr Geld zu machen und nicht weil die Kosten durch Poweruser höher sind.
Ist doch wie bei den Mobilfunktarifen. Und wenn die Leute da immer mehr bezahlen für Tarife mit immer höherem Volumen dann klappt das auch bei Dsl denken die sich.

"Nach der Ankündigung der faktischen Abschaltung von Internet-Zugängen ab einem bestimmten Traffic-Volumen durch die Deutsche Telekom hat ein Hersteller von Routern den Konzern der Lüge bezichtigt.

Denn die Telekom hatte in ihrer Mitteilung den Eindruck erweckt, dass das stetig steigende Datenvolumen ihre Netze überlastet und deshalb Milliarden in deren Ausbau investiert werden müssten. Seitens der Firma Viprinet, die Router für den Business-Bereich anbietet, bezeichnete man dies als "hanebüchen". In Deutschland gebe es gigantische Backbone-Überkapazitäten, hieß es.

Der Datenverkehr in diesem Rückgrat des Internets sei zu Spottpreisen zu realisieren. "Bei einem DSL-Zugang macht das in der Gesamtkalkulation des Providers nur Centbeträge aus. Die wahren Kosten liegen bei den Zugangsmedien - die DSL-Wettbewerber der Telekom zahlen kräftig an diese, um die vom Steuerzahler bezahlten und längst abgeschriebenen Kupferleitungen mit nutzen zu dürfen", sagte Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel. Dadurch schreibe die Telekom Milliardengewinne, die sie aber nicht in einen Ausbau der Zugangsnetze investiert."
 
Dein letzter Satz ist nicht ganz korrekt.

Anstatt den Punkt ein Komma und folgende Wörter: , sondern in den USA verschleudern.:mad:
 
svenie25 schrieb:
Wenn du 3 Monate hintereinander mehr als 300 GB verbrauchst und dann im 4. Monat wieder drüber kommtst, wird für den Rest des Monats gedrosselt.

Du hast Recht, Ich hatte den entsprechenden Absatz falsch interpretiert.
Sorry!
Ergänzung ()

verdammt schrieb:
Die wahren Kosten liegen bei den Zugangsmedien - die DSL-Wettbewerber der Telekom zahlen kräftig an diese, um die vom Steuerzahler bezahlten und längst abgeschriebenen Kupferleitungen mit nutzen zu dürfen", sagte Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel.

Der Kerl lügt. Nicht indem er einen Eindruck erweckt sondern indem er schlicht und nachgewiesenermaßen die Unwahrheit sagt. Da er nachgewiesenermaßen ein Lügner ist sollte man diesen Lügner nicht weiter beachten - eben weil er nachweislich lügt.
 
Kenneth Coldy schrieb:
Du hast Recht, Ich hatte den entsprechenden Absatz falsch interpretiert.
Sorry!
Ergänzung ()

Der Kerl lügt. Nicht indem er einen Eindruck erweckt sondern indem er schlicht und nachgewiesenermaßen die Unwahrheit sagt. Da er nachgewiesenermaßen ein Lügner ist sollte man diesen Lügner nicht weiter beachten - eben weil er nachweislich lügt.

Quelle?
 
Finanzberichte der Bundesrepublik Deutschland. Da kann man nachlesen das die graue Deutsche Bundespost jedes Jahr hohe Überschüsse erwirtschaftete mit denen die gelbe und blaue Post querfinanziert und anschließend der Bundeshaushalt aufgepolstert wurde.
Das wurde aber erst gefühlte 3 Millionen mal erklärt, ich kann daher gut verstehen das Dir das nicht bekannt war und Du erst noch nachfragen musst.
 
Zurück
Oben