Haben weniger intelligente Menschen kein Recht auf ein menschenwürdiges Leben?

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mediumX

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Hallo...

Es wird ja immer mehr berichtet über die sogenannten "Aufstocker", die mehr und mehr und mehr werden. Wer ist das? Menschen die freiwillig (also keine Zwangs 1€-Maßnahme) Vollzeit arbeiten, aber dennoch nicht genug Geld bekommen, daß man davon auch nur im geringsten Leben könnte. Diese müssen ihr Gehalt mit ALG2 auftstocken, um dann trotz 8-10h Arbeit jeden Tag genau die gleiche Summe zur Verfügung haben wie ein normaler Hartz4-Empfänger.

Betrifft das nur einfache Hilfsarbeiter? Nein, auch klassische Berufszweige wie Friseure, Bäcker, Maurer usw. sind betroffen.

Wer es nicht glaubt, dem lege ich folgenden Beitrag mal zu Herzen:
"Schuften und doch kein Geld"
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/536478?inPopup=true

Was bedeuten diese 350€? Sie reichen zum Überleben und ein Wassereis am Wochenende.
Man kann sich damit überhaupt nichts leisten. Und das gegen 8-10h harte Arbeit jeden Tag!

Fernab von Fragen der Finanzierbarkeit höre ich, wenn es um Mindestlohn geht, immer häuftiger folgendes Argument von "Bürgern" sowieo auch von Politikern. Ich gebe das mal sinngemäß wieder:

"Wer sich über zu wenig Geld beklagt und einfacher Arbeiter ist, der soll halt Abitur machen und studieren, dann bekommt er auch entsprechend Geld".

Ich finde das wirklich sehr zynisch. Warum?

a) Unser Land kann nicht aus 82 Millionen Unternehmern, Akademikern und Managern bestehen. Irgendjemand muss auch die grundlegende Arbeit machen. Wir brauchen Friseure, Maurer, Kellner usw. Ich möchte mal sehen, was passiert, wenn wirklich all diese Leute alles stehen und liegen lassen und nun Akademiker werden. Korrekt: Das Land bricht zusammen.

b) Es ist nicht jeder Faul. Ich kenne genug Leute, die jeden Tag stundenlang versucht haben zu büffeln, aber über einen mittelmässigen Hauptschulabschluss nicht hinausgekommen sind. Das sind auch Menschen. Und sie machen genau wie der Akademiker jeden Tag ihre Arbeit. Eine Arbeit, die wie ich finde, überhaupt nicht minderwertiger ist. Und sie machen die Arbeit, auf der die Gesellschaft fußt. Lasst euer Haus mal von einem Manager mauern. Oder eure Wand von einem Politiker streichen...


Fazit:
Ich finde es absolout abscheulich, wie Bürger und Politiker diese Armutsspirale auch noch gut heissen und rechtfertigen.

Und ich bin gerne bereit, wenn denn z.B. ein Mindestlohn käme, ein paar € mehr zu bezahlen. Ihr etwa nicht? Falls ihr jetzt "Was kümmern mich die anderen..." denkt... Eure Branche kann ganz schnell auch betroffen sein! Genauso bin ich natürlich auch dafür, die Raffgier einiger Unternehmer zu beschneiden, die den Mitarbeitern Hungerlöhne bezahlen, um ihren neuen Ferrari zu bezahlen
 
Zuletzt bearbeitet:
"Eine Vollzeitstelle, die brutto weniger als 1200 Euro (Alleinstehende) oder 2050 Euro (Alleinverdiener mit zwei Kindern) bringe, sei daher für viele Arbeitslose unattraktiv: „Das durch eine Ausweitung der wöchentlichen Arbeitszeit erzielte zusätzliche Einkommen wiegt in vielen Fällen die zusätzliche Belastung und dadurch entstehenden Entbehrungen nicht auf."


"Es sei daher nicht verwunderlich, dass trotz einer deutlichen Entspannung des Arbeitsmarkts vergleichsweise wenig Aufstocker dauerhaft aus dem ALG II ausscheiden. Für einen Alleinstehenden lohne sich die Arbeitsaufnahme erst, wenn der Stundenlohn 7,10 Euro (Vollzeit) oder 14,20 Euro (Teilzeit) übersteige. Für einen Alleinverdiener mit zwei Kindern liege diese Schwelle sogar bei 12,13 und 24,26 Euro, rechnen Luchtmeier und Ziemendorff vor"

"Nach Meinung der beiden Autoren kann nicht von einem wachsenden Niedriglohnproblem gesprochen werden, da die Transferbezieher bis weit in den mittleren Lohnbereich hineinreichten."

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1...8CA51DF0CBC48901C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Der Markt bezahlt nach Knappheit nicht nach Intelligenz hab jemanden in der Familie der verdient 3600 bei einer 32 Stunden Woche in einem Lehrberuf mit Realschulabschluss

Ein moderater Mindestlohn von 5-6 Euro wäre trozdem nicht im übermaß schädlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann das Thema natürlich sehr emotional diskutieren. Dann fallen schnell Ausdrücke wie: unfair, menschenunwürdig...
Folgt man diesen emotionalen Argumenten sind auch schnell Schuldige gefunden:
Die Politiker, weil sie ja "irgendwie" was dagegen tuen müssten...
Lösungen sind auch schnell gefunden (klang ja schon ein bischen an in deinen eröffnungs Post) : Nehmt es den Reichen, gebt es den Armen....

Die Alternative wäre, du informierst dich über die Funktionsweise von Märkten, die herrschenden Eigentumsgesetze usw....

Insbesondere der Arbeitsmarkt ist ein hoch - komplexes (aber logisches) Thema.#


Wenn die Politiker sagen, dass mehr Bildung zu mehr Einkommen in der Zukunft führt, dann mag das erstmal einfach klingen, empirisch ist es aber richtig.
Dann müsste man sich fragen, wie man es schafft, dass möglichst viele Menschen in D ein hohes Bildungsniveau erreichen.
Da kommt dann das Stichwort: Ganztagsschulen, zumindest als Angebot, dort wo die Erziehung im Elternhaus versagt. Klingt hart, wäre aber ein probates Mittel.

Weiterhin könnte man sich fragen, woher der Lohndruck auf den ungelernten Arbeiter denn kommt, bzw. wieso er sich verstärkt hat.
Dann muss man nur in die Schwellenländer schauen. Da gibt es viele Menschen die einfache Arbeite für wenig Geld ausführen, sie brauchen selber nicht so viel Geld wie wir hier, weil die Lebenskosten in den Schwellenländern geringer sind.
Für dt. Firmen stellen sie eine lohnende Alternative, zum teuren, ungelernten, dt. Arbeitnehmer dar.
 
der Threadtitel ist unangebracht, man kann das schon längst nicht mehr nur auf Geringqualifizierte oder normale Facharbeiter beschränken (auch wenn viele das gern würden).

Das Problem zieht sich durchs gesamte gesellschaftliche Sprektrum, der Bildungsstand allein ist keinesfalls ein geeigneter Indikator. Ich möchte nicht wissen wieviele Akademiker ebenfalls keine oder nur miserable Arbeit ausüben.

Und es gäbe durchaus Maßnahmen: ein vernünftiger Mindestlohn wäre das erste, Arbeit muss ein halbwegs menschenwürdiges leben ermöglichen, ALGII zb ermöglicht lediglich ein Überleben. Auch sollte man sich überlegen ob die ganzen steuerlichen Vorteile für Unternehmen wirklich das Gelbe vom Ei sind, denn die wurden immer weiter ausgebaut, mehr Arbeitsplätze hat die Wirtschaft dennoch nicht geschaffen.

Letztlich ist die Diskussion müßig, wissen wir doch alle dass das Kapital in diesem land die Fäden zieht und unsere Berliner Volkszertreter an eben diesen hängen.
 
"Ich möchte nicht wissen wieviele Akademiker ebenfalls keine oder nur miserable Arbeit ausüben."

Glaub ich gern weil das dein negatives Weltbild zerstören würde bei Arbeitslosenraten weit unter 4% und Enstiegsgehältern von 40+K in gesuchten Fächern.
 
Es mag auch unter Akademikern Fachbereiche geben in denen die Löhne nicht gerade ein Traum sind (BWL mag da ein Bereich sein). Dennoch ist wohl klar, dass Akademiker im Durchschnitt weitaus besser da stehen als weniger Qualifizierte Kräfte.

Es gibt viele Aspekte die dazu führen, dass man eben mehr oder weniger Geld bekommt. Dabei würde ich die "Intelligenz" bei leibe nicht zu hoch ansetzen.
Immer mehr werden die so genannten "Soft Skills" wichtig. Des weiteren ist die Leistungsbereitschaft ein Faktor. Der Wille etwas zu erreichen. ...

Ein Facharbeiter bei uns hat ein Einkommen welches dem eines Ingenieurs kaum nachsteht. Am Ende des Monats sind es vielleicht 100-200€ Netto die den Unterschied machen. Dafür muss der Facharbeiter dann allerdings Schichtarbeit machen, der Ing. nicht.
Für eine Lehrstelle zum Facharbeiter ist ein Realschulabschluss Voraussetzung. Ist dieser vorhanden geben vor allem die "Soft Skills" den Ausschlag (der Eindruck den der Bewerber macht).
Die Prüfung zum Facharbeiter zu bestehen ist nun wirklich kein unlösbares Problem.

Die Frage ist nun, was braucht man um einen Realschulabschluss zu bekommen? Ich denke nicht, dass ein besonders hoher IQ dafür Voraussetzung ist. Jeder der keine gesundheitliche Beeinträchtigung hat sollte von der "Veranlagung" her wohl dazu in der Lage sein einen Abschluss zu bekommen.
Entscheidend sind eher die Faktoren die während der Erziehung geprägt werden. Leistungsbereitschaft, Elan, Respekt gegenüber der Lehrkraft (oh ja sowas hilft enorm in der Schule), ein Ziel vor Augen, ...

Die Frage ist also nicht ob "weniger intelligente Menschen kein Recht auf ein menschenwürdiges Leben" haben.
Vielmehr sollten wir sollten wir uns Fragen woran es liegt, dass Menschen ihre Potentiale einfach nicht ausnutzen.

Wer einen Schuldigen dafür finden möchte, dass er wenig Geld verdient sollte erst einmal ein paar Punkte abklappern bevor er anfängt bei der Politik zu suchen...

1.) Ist man selbst wirklich Bereit sich zu Bemühen um mehr Geld zu verdienen?
2.) Hat man es sich selbst vielleicht in der Vergangenheit verbaut?
3.) Haben die Eltern bei der Erziehung Scheiße gebaut?
...

Erst wenn man diese Fragen wirklich ehrlich beantwortet hat und am Ende zu dem Schluss kommt, dass man selbst, oder auch die Eltern, nichts hätte besser machen können, dann kann man versuchen zu Fragen in wie Fern das System vielleicht eine Schuld tragen könnte.

Ziel ist es dabei nicht Schuldige zu finden sondern vielmehr durch die Identifikation der Fehlerursache die Chance zu haben dem Fehler entgegen zu wirken.

-----

Viel zu oft sieht man aber genau das Gegenteil:

Die Eltern verdienen wenig (oder leben komplett von Harz IV), fluchen auf den Staat (die Politik), haben sich ihr Leben selbst versaut (Drogen, Kriminalität, Faulheit, Respektlosigkeit, ...) und schaffen es nicht ihre Kinder so zu erziehen, dass sie die selben Fehler nicht nochmal begehen (denn Schuld ist ja der Staat, da kann man ja eh nichts machen).
Die Kinder werden dann selbst irgendwann Eltern und bringen ihren Kindern nichts anderes bei als sie selbst gelernt haben.

Ich möchte damit nicht irgendwelche Schuldigen an den Pranger stellen.
Es geht viel mehr darum aufzuzeigen, dass man durch die Hinterfragung seiner eigenen Handlungen oft den Weg raus aus der Misere findet. "Ich bin nicht so Intelligent wie die anderen" ist IMO nur eine Ausrede um zu verhindern das Leben in die eigenen Hände nehmen zu müssen.
 
GordonGekko schrieb:
"Ich möchte nicht wissen wieviele Akademiker ebenfalls keine oder nur miserable Arbeit ausüben."

Glaub ich gern weil das dein negatives Weltbild zerstören würde bei Arbeitslosenraten weit unter 4% und Enstiegsgehältern von 40+K in gesuchten Fächern.

dann hätte ich dazu aber gern ne Quelle =)
 
Achja:
Die Niderlande haben einen recht hohen Mindestlohn - funktioniert prächtig!

Und was sollen z.B. Friseure machen? Warum werfen einige hier denen denen vor "sie würden sich nicht bemühen mehr zu verdienen"...Was sollen sie machen? Einstein lesen?? Alle Abi machen? Sollen alle etwas anderes werden? Wer schneidet euch dann die Haare? Die Polen die vorher Erntehelfer waren? Zumal wollen auch garnicht alle nen Akademikerberuf machen und trotzdem in Würde leben!

Wusstet ihr das einige ausländische Betriebe mittlerweile schon in Deutschland produzieren als "Billiglohn-Land"?
Und da soll man dem Markt weiter total freien lauf lassen? Na euch wünsche ich von Herzen mal in die Lage zu kommen! Mal schaun ob ihr dann immernoch so schlaue Sprüche bringt!

Jaja, dann heissts wieder "nicht finanzierbar"...Gut das wir Geld für bald 150 Eurofighter haben, die wir doch eh nirgends einsetzen können! Gut das wir Geld für total schwachsinnige milliardenschwere Subventionen haben, die aus "Wahlkampfgründen" gegeben werden...! Aber glaubt den Politikern ruhig, denn auf Dummheit zählen sie!
 
Zuletzt bearbeitet:
mediumX schrieb:
Aber glaubt den Politikern ruhig, denn auf Dummheit zählen sie!

Und genau in diesem Moment machst du dich selbst zu dem auf das die Politiker deiner Meinung nach bauen ...

Du schiebst die Schuld für die eigene Situation komplett von dir weg, beurteilst andere Anhand von Entscheidungen deren vollen Umfang du nicht erfassen kannst anstatt deine eigenen Entscheidungen und Handlungen einer harten Prüfung zu unterziehen.

Ich weiß nicht in welcher persönlichen Situation du dich befindest, aber es scheint ja eine Menge Unmut vorhanden zu sein. Wärst du mit deiner Situation zufrieden, dann sähe es ja anders aus.

Nun gibt es in diesem Land Millionen von Menschen die trotz der Rahmenbedingungen die deiner Meinung nach so schrecklich sind ein zufriedenes Leben führen. Die ein Auskommen haben welches mehr als menschenwürdig ist.

Die Frage sollte also lauten:
"Was unterscheidet diese Menschen von mir? Wie kann ich erreichen was sie erreicht haben?"

Ein paar Kriterien an denen es liegen könnte habe ich genannt.

Das was einem am ehesten den Weg verbaut, davon hast du eben eine Kostprobe gegeben.

-----------

Verzeihe die persönliche Ansprache. Aber ich denke an diesem Beispiel zeigt sich echt gut was ich sagen möchte.
 
"dann hätte ich dazu aber gern ne Quelle =)"

Gerne doch ich liebe Statistiken

Arbeitslosenquote von Akademikern in Prozent
2002-3,9
2003-4,1
2006-3,6
http://www.unicum.de/evo/2007_1
http://www.stellenboersen.de/aktuel...schen-wirtschaft-akademiker-arbeitsmarkt.html
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/281/55226/
http://www.zeit.de/2006/31/Jobs_Kasten

Einstiegsgehälter

Ingenieur
36.000-51.000 hier machen die Bauingineuere die Statistik kaputt
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,514203,00.html

Informatiker
43.000 Euro Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen
http://www.stellenboersen.de/aktuelles/handelsblatt/junge-karriere/040225jk-neue-it-jobs.html

Wiwi
Uni-Absolventen der Fachrichtungen BWL und VWL verdienen im Schnitt
43.248 Euro, 10 Prozent von ihnen mehr als 46.457 Euro.

http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=1&ukatid=11&sid=32&artikelid=1380&pagenr=0

"Es mag auch unter Akademikern Fachbereiche geben in denen die Löhne nicht gerade ein Traum sind (BWL mag da ein Bereich sein" siehe oben, das find ich nicht nett sowas über uns BWLer zusagen.

Ok bei Architekten siehts mau aus und bei den unteren 40% Juristen und bei den meisten Geisteswissenschaften die haben das aber vor Studienbeginn gewußt und haben sich für das entschieden was ihnen Spass macht.

Dann gibts sowas wie Biochemiker oder Bergbauingineure in Deutschland siehts düster aus aber im Ausland sind locker 70k drinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
das mit dem mindestlohn ist ein zweischneidiges schwert.
auf der einen seite sollte es so sein, dass man von seinem erarbeitetem geld ohne staatliche zuschüsse leben können sollte.
andererseits muss man beim mindestlohn auch die seite der unternehmer sehen.
ab einem bestimmten lohn lohnt es sich einfach nicht mehr leute eizustellen und es nicht mehr zu einstellungen kommt und somit die menschen die eigentlich durch den mindestlohn profitiren sollten arbeitslos werden.
 
Adam_Smith schrieb:
Und genau in diesem Moment machst du dich selbst zu dem auf das die Politiker deiner Meinung nach bauen ...

Du schiebst die Schuld für die eigene Situation komplett von dir weg, beurteilst andere Anhand von Entscheidungen deren vollen Umfang du nicht erfassen kannst anstatt deine eigenen Entscheidungen und Handlungen einer harten Prüfung zu unterziehen.

Ich weiß nicht in welcher persönlichen Situation du dich befindest, aber es scheint ja eine Menge Unmut vorhanden zu sein. Wärst du mit deiner Situation zufrieden, dann sähe es ja anders aus.

Nun gibt es in diesem Land Millionen von Menschen die trotz der Rahmenbedingungen die deiner Meinung nach so schrecklich sind ein zufriedenes Leben führen. Die ein Auskommen haben welches mehr als menschenwürdig ist.

Die Frage sollte also lauten:
"Was unterscheidet diese Menschen von mir? Wie kann ich erreichen was sie erreicht haben?"

Ein paar Kriterien an denen es liegen könnte habe ich genannt.

Das was einem am ehesten den Weg verbaut, davon hast du eben eine Kostprobe gegeben.

-----------

Verzeihe die persönliche Ansprache. Aber ich denke an diesem Beispiel zeigt sich echt gut was ich sagen möchte.


Ich weiss nicht, warum hier immer von Posts auf die persönliche Position referenziert wird.
Ich habe überhaupt keine Geldprobleme, ich arbeite als Programmierer und kann mich nicht beklagen.

Aber ich würde dich dochmal bitten, die Doku, die ich verlinkt habe zu schauen.
Und diese Doku ist kein "pupulistisches Geblubber" ich habe selbst eine Bekannte die Friseurin ist (Realschule) und diese lebt in einer ähnlichen Situation.

Und natürlich ist (noch) nicht jeder betroffen. Aber schau dir dochmal die unabhängigen Studien, Artikel und sonstwas an. Die Schere zwischen Arm und Reich wird nachweislich immer größer. Die Menschen werden ärmer, die Preise immer höher. Das ist eine Fiktion, das ist Realität. Vor allem trifft es eben die Mittelschicht.

Und wie oft soll ich es noch sagen: Es kann nicht jeder Finanzdirektor oder auch Programmierer sein. Es muss auch Friseure geben! Sollen die alle umschulen? Wer macht dann die einfachen Arbeiten?? Stellen wir Sklaven an, wenn alle Friseure und Maurer Abi machen?

Wie gesagt: Schaut euch die Niederlande an, der Mindestlohn funktioniert bestens.
EDIT---------------------
MrJules21 schrieb:
andererseits muss man beim mindestlohn auch die seite der unternehmer sehen.
ab einem bestimmten lohn lohnt es sich einfach nicht mehr leute eizustellen und es nicht mehr zu einstellungen kommt und somit die menschen die eigentlich durch den mindestlohn profitiren sollten arbeitslos werden.

http://www.mindestlohn.de/argument/fehlargumente/

;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Doppelpost zusammengeführt, bitte "Ändern" - Button nutzen.)
Wie wärs damit wir führen einen Mindestlohn von 4 Euro ein und jedes halbe Jahr triff sich ein Expertengremium das die Effekte bewertet und wenn keine Übermäßig negativen Entwicklungen eingetreten sind wird der Mindestlohn um 50 Cent erhöht.


"http://www.mindestlohn.de/argument/fehlargumente/"

Gewerkschaften und VWL ist so eine Sache für sich aber allein die tatsache das die Gewerkschaften mit dem Mindestlohn an Bedeutung verlieren ist es mir wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
das wäre ein (zugegeben langsamer, aber immerhin ein) anfang. aber würde das nicht die ein-euro-job reform untergraben?
 
das gewerkschaften nicht gegen den mindestlohn sind ist ja klar.
die bringen nie den blickwinkel aus unternehmenssicht mit in ihre argumentation.
 
GordonGekko schrieb:
die bringen nie den blickwinkel aus unternehmenssicht mit in ihre argumentation.

Hachja, immer die armen armen Unternehmen, die einen Rekordgewinn nach dem anderen machen und trotzdem "gezwungen" sind Leute vor die Tür zu setzen und Hungerlöhne zu zahlen - ist halt noch schöner für die Bilanz :)
Und viele sollten lieber mal ihre korrupten Manager loswerden, die ausser Eigenprofit und Edelhuren nciht viel im Sinn haben. Ich will garkeine Namen nennen.

Aber schon wirklich interessant diese Obrigkeits-Kriecherei hier..! Am meisten lieb ich Sprüche wie:
"Gehts den Unternehmern gut, gehts auch den Leuten gut"...Na dann hatten die Menschen zu Anfang des Jahrhunderts wo es 0 Rechte für Arbeitnehmer gab und es den Unternehmen am besten Ging ja wirklich traumhafte Zeiten - und eine traumhafte Lebenserwartung.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke nicht an die großen unternehmen sondern an den mittelstand für den personalkosten eine wirkliche belastung der kosten darstellen und die gezwungen sind hart zu kalkulieren.
 
MrJules21 schrieb:
überflüssiges Zitat entfernt *klick*

Der Mittelstand...was lässt sich da sagen...also mein Chef finanziert sich gerade einigen Luxus, der so teuer ist das mir schlecht wird....

Der Chef meines Vaters (größeres Mittelständisches Unternehmen) hat sich für 1Mio Euro ein Kunstobjekt gekauft...

Nunja...Es ist sein "Recht", die Löhne so tief anzusetzen und die Preise so hoch, das er sich das leisten kann..
Aber es ist genausogut das Recht des Arbeitnehmers einen fairen und angemessenen Lohn zu verlangen!! Und manchmal muss da nämlich der Staat was tun, wenn die Arbeitnehmer aufgrund der Abhängigkeitsverhältnisse nichts tun können! Gäbe es keine Gesetze, würden die Unternehmer doch am liebsten wieder Sklaven arbeiten lassen..SIe hatten (auch in Deutschland) lange keine Probleme damit...ich sage nur IG Farben und co....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Fullquote entfernt.)
"Gehts den Unternehmern gut, gehts auch den Leuten gut"...Na dann hatten die Menschen zu Anfang des Jahrhunderts wo es 0 Rechte für Arbeitnehmer gab und es den Unternehmen am besten Ging ja wirklich traumhafte Zeiten - und eine traumhafte Lebenserwartung."

Am Anfang des letzten Jahunderts gab es schon einige Arbeitnehmerrechte plus Sozialversicherung und den Menschen scheint es besser gegangen zu sein als auf dem Land sonst wären sie nicht in die Industrie geströmt

"Hachja, immer die armen armen Unternehmen, die einen Rekordgewinn nach dem anderen machen und trotzdem "gezwungen" sind Leute vor die Tür zu setzen und Hungerlöhne zu zahlen - ist halt noch schöner für die Bilanz
Und viele sollten lieber mal ihre korrupten Manager loswerden, die ausser Eigenprofit und Edelhuren nciht viel im Sinn haben. Ich will garkeine Namen nennen."

Die großen Unternehmen machen ihre Gewinne längst im Ausland unsd schaffen dort auch Arbeitsplätze
und die Edelhuren waren für die Gewerkschaftsfunktionäre damit VW vielleicht etwas weniger zahlen muss als 4000 brutto bei 32 Wochenstunden. Mein Opa war Betriebsratsvorsitzender bei dem Verein und es gibt kein korrupteren Haufen als die IG-Metall naja vielleicht Verdi
 
Zuletzt bearbeitet:
da widerspreche ich dir nicht, dass man einen anständigen lohn verlangen können sollte.
das problem ist nur wenn dann einer kommt der bereit ist für weniger zu arbeiten.
trotzdem finde ich die forderung mancher politiker einen mindestlohn flächendeckend für alle berufsgruppen einzuführen nicht richtig.
 
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