Hat jemand das Ende von "inception" verstanden?

Ich fand den Film auch großartig. Wie schon gesagt kann sich jeder (der ihn verstanden hat :P) eine eigene Theorie dazu überlegen. Am Ende spielt es aber keine Rolle, da Cobb sich in seiner "eigenen Realität" befindet und damit glücklich ist (sei dies nun ein Traum oder die Wirklichkeit). Ich denke, das wollte Christopher Nolan (Regisseur) mit diesem Film unter anderem auch vermitteln. Das Thema "Wirklichkeit/Realität bzw. was ist Wirklichkeit überhaupt?" spielt generell eine große Rolle in Inception.

Ich habe einige Theorien dazu gelesen und ein paar waren sehr interessant und auch plausibel erklärt.

Ich habe noch keiner dieser Theorien "nachgeprüft", da ich den Film erst einmal gesehen habe und man für viele dieser Ansätze auf die kleinsten Details achten muss.

Eine Theorie besagt, dass Cobb am Schluss in der Realität war, da er jedesmal wenn er im Film in einem Traum war, seinen Ehering trug und außerhalb von Träumen nicht. Somit ist der Ehering eigentlich sein Totem und nicht der Kreisel (was streng genommen auch stimmt, da der Kreisel eigentlich Mal's Totem ist). Am Ende des Films soll er keinen Ring getragen haben.
Auf so etwas kommt man natürlich nur wenn man sich den Film schon mehrmals angesehen hat, ansonsten achtet man nicht darauf.


Eine zweite Theorie behauptet genau das Gegenteil - und geht damit sogar noch weiter:
Cobb soll sich demnach die ganze Zeit über selbst einen Gedanken eingepflanzt haben.
Die Begründung dafür ist, dass Cobb in der Realität vermutlich niemals zu seinen Kindern können wird und selbst in Träumen kann er sie nicht sehen, da sie wegblicken. Er ist sich dieser Sache natürlich bewusst und sieht als einzige Möglichkeit, mit seinen Kinder zusammen zu sein, sich selbst einen Gedanken zu pflanzen (Inception), sodass er sie wenigstens im Traum sehen kann. Daher kreiert er die ganze Situation mit der Mission. Ein reicher und mächtiger Mann (Saito), der einen Auftrag für ihn hat den nur er erfüllen kann und der im Gegenzug Cobb wieder nach Hause zu seinen Kindern bringt - das würde seinem Unterbewusstsein plausibel und real erscheinen.

Einige Argumente, die für diese Theorie sprechen:

Außer Cobb (bei seiner Frau) hat noch nie jemand Inception bei einer Person angewandt und somit sollte auch keine andere Person davon wissen (Cobb hatte es verschwiegen). Doch Saito weiß, dass es möglich ist, anderen Leuten Gedanken einzupflanzen und beauftragt Cobb.
Schlussfolgerung: Saito entspringt aus Cobb's Unterbewusstsein, genau wie alle anderen Figuren.

In jeder Traumsequenz finden sich Objekte aus Cobb's Unterbewusstsein wieder (Mal, der Zug, Cobb's Kinder etc.), jedoch von keiner anderen Person außer dem Subjekt (Fischer) und dem jeweiligen Träumer.
Schlussfolgerung: Cobb selbst ist das Subjekt und der Träumer gleichzeitig.

"In einem Traum kann man sich nie daran erinnern wie man an den jeweiligen Ort gekommen ist." - In jeder Szene befinden sich die Charaktere schon mitten im Geschehen, nie erfahrt man von wo sie kommen/wie sie dort hingelangt sind.


und ein paar mehr... (ich weiß nicht mehr genau alle Ausschnitte die genannt wurden, soll auch nur eine grobe Zusammenfassung sein)


Wie schon gesagt sind diese Theorien nicht von mir.
Jedenfalls hören sich beide plausibel an, allerdings werde ich mir den Film nochmals ansehen und genau auf diese Details achten.


Jetzt dürft ihr diskutieren! :)


Mfg,
 
Zuletzt bearbeitet:
ch finde auch Titanic, A-Team misst, habe ich ihn deshalb nicht verstanden?^^

Nein du bist mit den falschen(/zu hohen) Erwartungen ins Kino gegangen. Guck dir vorher einen Kopf-Aus-Actionfilm an und dann findest du die anderen auch gut. ^^

BTW
Ich fand Batman The Dark Knight trotz guter Kritiken abgrundtief schlecht.
 
CyberdyneSystem schrieb:

geschmäcker sind absolut verschieden. war vielleicht etwas zu verallgemeinert, sorry.


und ich hatte einfach damals den eindruck das man den film wirklich nur toll findet wenn man ihn eben verstanden hat (wobei es hier eben mmn. verschiedene arten gibt wie man ihn verstehen kann (man beachte Thun|)eX' post!). da sind titanic, das a-team u. andere einfach komplett anders als eben inception.

ich hab in der zwischenzeit mal rausgesucht was ich vorher in meinem post kurz erwähnt hatte, noch eine theorie:

der post stammte von Na_Dann_Ma_GoGo, ich zitiere:

Als ich das Ende vom Film sah dachte ich mir. "Verdammt, war die Schlussszene nur ein Traum und Cobb steckt immernoch im Limbo fest oder nicht?" Ich habe in einem Diskussionsforum gelesen und es wurden zig Details genannt. So zum Beispiel der Hochzeitsring von Cobb den er nur im Traum trägt, die Tatsache, dass er nach dem ersten Einnehmen des starken Serums nicht mehr den Kreisel-Test vollendet hat und vieles anderes. Hinweise auf Traum sowie Realität gibts viele

Aber dann hat jemand folgendes geschrieben: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es am Ende die Realität ist und Christopher Nolan an dieser Stelle eine Inception an uns Zuschauern durchführt."

Und verdammt nochmal ist das genial!!!
Tatsächlich denkt man doch, dass alles geklappt hat und Cobb in die Realität zurückkommt, erfolgreich. Er sieht seine Kinder wieder und es ist nichts besonderes bis... dann die Szene mit dem Kreisel kommt und Filmende ist.

Genau an der Stelle pflanzt Nolan einem die Idee ein, dass das Ende in Cobbs Traum stattfand obwohl man ansonsten garnicht mit gerechnet hätte. Und da die Idee "der widerstandsfähigste Parasit ist und immer stärker wächst" machen sich viele auf die Suche nach beweisen da die Zweifel wachsen und man sich ja sicher sein möchte ^....^
Wie gesagt hat Nolan ja auch zig Details in den Film gepackt weshalb man echt immer tiefer gerät.
Dabei ist es (darauf weisen dann auch viele Beweise wie Alter der Kinder, Hochzeitsring etc. hin) die Realität und C. Nolan hat einfach nur einen der größten Geniestreiche überhaupt an uns ausgeführt

G E N I A L!
 
Warum machen sich eigentlich so viele Leute so viele Gedanken über den Film? Ich fand den Film absolut genial, definitiv Film des Jahres und einer der besten, die ich je gesehen habe.

Ich habe ihn auch verstanden, mache mir aber keine großen Gedanken, was nun in welchem Traumlevel genau passiert ist. Ich genieße den Film einfach. ;)

Ich glaube Nolan wollte/konnte einfach nicht alles zu 100% auflösen.
 
ich fand inception ziemlich geil, hab ihn aber auch net zu 100% verstanden. Mir war gleich beim Abspann klar das ich den nochmal schauen muss. Der Typ hinten in der Projektorkabine hat aber auf meinen Ruf den Film nochma zu starten leider nicht reagiert :/
und a-team fand ich auch ziemlich schlecht
 
Styx schrieb:
Was ist denn das für eine Logik? Etwas nicht verstehen und es dann scheisse finden. Sorry, dass ich es so ausdrücke, aber vielleicht ist nicht der Film scheisse, sondern der Zuschauer einfach zu doof oder faul um zu verstehen? Nachdenken ist schon ziemlich anstrengend :lol:

Nach dem selben Prinzip finden viele auch Mathe und Physik scheisse. Aber die technischen Errungenschaften, die man dadurch hat (z.B. der Computer, vor dem man gerade sitzt), die findet man dann doch wieder ganz toll.

Manchmal sollte man sich einfach gar kein Urteil bilden, denn wie heisst es so schön "wenn man keine Ahnung hat, einfach mal....". Nichts für Ungut :)

danke, leider weiß ich nicht wie man Beiträge für gut bewertet...

ich kann bei den aussagen nur den kopf schütteln, wenn hier jemand schreibt: versteh ich nicht, der film ist scheise...

von mir 10/10 einfach nur der hammer... da ich gewisse ansprüche habe, z.b. intelligenz an die frauen, freue ich mich über meine freundin die die hat :) da kann man sich auch mal unterhalten und nicht nur dumm aus der wäsche schauen... das gleiche gilt für gute filme zum nachdenken...

aber nicht jeder ist zum denken gebohren...

"ihr seid hier nicht da um zu denken, sondern um zu lenken"....

somit verbleibe ich erstmal mit freundlichen grüßen aus der dunkelheit
 
Wenn man den Film aufmerksam geschaut hat, ist das Ende eigentlich nicht schwer zu verstehen. Es hat mich übrigens gefreut, dass man den Schluss auf verschiedene Weisen interpretieren kann.

Und btw:
Mal abgesehen davon, dass es nun wirklich viele verschiede Geschmäcker gibt, lässt sich wohl kaum abstreiten, dass die Idee, die hinter diesem Film steckt absolut genial ist. Nolan hat wohl nicht umsonst mehrere Jahre an der Ausarbeitung der Story und Inszenierung gearbeitet.

Und wenn ihr sagt:"Der Film traf wohl nicht meinen Geschmack..." warum guckt ihr ihn euch dann an? Ich informiere mich jedenfalls teilweise über den Film, den ich mir angucken will. Wenn man das getan hat kann man den Film einigermaßen in ein Genre einordnen und sich auch darauf einlassen. Oder man lässt es sein.
Ich hab mir "The Expandables" auch bewusst nicht angesehen, weil ich ungefähr wusste, was mich erwartet (stupides Geballer).
 
Ich mag das Thema von diesem Film sehr gern, denn wer sagt denn, dass es nicht so ist, wie einige scherzhaft immer mal sagen:

Das Leben : Scheiß Game aber geile Grafik :)

Sind wir selbst nicht vielleicht bloß Character in einem schlechtem MMORPG mit verdammt guter Engine?

Ist wirklich jede Entscheidung ein Massenmord von Möglichkeiten oder führt nicht vielleicht tatsächlich JEDE Entscheidung zu unendlichen Paralleluniversen?

Ich mag solche Gedankenspielchen und daher die Idee hinter dem Film sehr auch wenn ich finde, dass Herr Di Caprio niemals ein guter Action Schauspieler wird.

Wirklich gut hat mir in dem Film übrigens nur Ellen Page gefallen.
 
ShaÐe45 schrieb:
Warum machen sich eigentlich so viele Leute so viele Gedanken über den Film? Ich fand den Film absolut genial, definitiv Film des Jahres und einer der besten, die ich je gesehen habe.

Genau deswegen machen sich soviele Leute Gedanken über ihn. ;)
IMBD.com Platz 3-4, für mich genauso irreal wie die Thematik im Film. (irreal = Wertungsfrei gemeint)

Da werden mal eben Epen wie Schindlers Liste weggekickt. Aber über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten. Ich denke wenn in diesen Top10 auch Filme wie Toy Story 3 oder Batman Dark Night auftauchen prallen hier schlicht u.a Bewerter-Generation aufeinander.

Sorry, auch wenn ich denke das Spiel der Logik des Films verstanden zu habe, "ge-flashed" hat er mich dennoch nicht, und ich gehe so gut es geht ohne Erwartungen in Filme rein denn die wirkt sich oft einfach nur negativ aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
In meinen Augen ist Christopher Nolan einer der größten Regisseure der Welt, wenn nicht sogar der größte. Einige kritisieren seine perfektionistische Seite, aber gerade das zeichnet ihn meiner Meinung nach aus. Wer den Film Prestige gesehen hat, weiß wovon ich schreibe.

Aber um zum Film Inception zu kommen: Gerade dieses "offene" Ende, macht den Film so genial. So ziemlich jeder, der den Film gesehen hat, macht sich nun seine Gedanken. Es entstehen diskussionen und der Film bleibt noch lange in den Köpfen der Zuschauer (eine Inception ;) ) und sorgt für Diskussionsstoff.
Wer den Film aufmerksam verfolgt hat, wird vielleicht folgendes bemerkt haben: Cobb lässt sich von Yusuf sein Schlafmittel zeigen, um die Wirksamkeit zu testen. Anschließend steht er in einem Waschraum und haut sich eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht. Im Spiegel sieht er nun seine Frau. Er greift nach dem Kreisel und dreht ihn, dieser fällt allerdings zu Boden. Nun hört er Eames stimme und sieht daraufhin sein Gesicht im Spiegel. Cobb hebt den Kreisel wieder auf und verlässt den Waschraum.
An dieser Stelle, stellt sich nun die Frage: Ist Cobb wach, oder ist er von diesem moment an, bis zum Ende des Films in Yusufs Keller und träumt das alles nur.
 
Cobb ist am Ende in der Realität. Er dreht am Ende den Kreisel, dann ruft der Opa die Kinder und Cobb rennt raus in den Garten zu den Kindern. Dann wird nochmal der Kreisel auf dem Tisch gezeigt der sich immer noch dreht und dreht und...anfängt leicht zu eiern. Also dreht sich der Kreisel schwächer und d.h. er ist in der Realität.
 
Nein, durch das "eiern" soll angedeutet werden, dass er eventuell in der Realität ist, es wird aber offen gelassen bzw. der Fantasie des Zuschauers überlassen.
 
Das kann sein ich denke aber nicht. Mann kann bei dem Film viel in Frage stellen. Von daher denke ich kommt es auf den Einzelnen an wie er den Film interpretiert. Und da der Kreisel schwächer wird ist er für mich in der Realität. Hab den Film aber auch nur ein mal gesehen, tu ihn mir irgendwann mal wieder an vielleicht seh ich da mehr. Oder ein zweiter Teil klärt uns einfach auf :D

Mich wundert aber dass die Crew nicht altert obwohl sie im Traum 10 Jahre verbracht haben. Cobb und seine Frau haben ja auch 50 Jahre im Traum verbracht und sind gealtert. Und Saito ist ja auch ein alter Sack geworden. Und je tiefer sie gehen umso langsamer vergeht die Zeit. Es kam mir aber auf keiner Ebene vor als wären sie ein paar Jahre drin gewesen ;) Das finde ich nicht gut gelöst.
 
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ich hab den film in bangkok vor 3 monaten gesehen und war auch total verwirrt am schluss, hab ihn mir dann in deutschland nochmal angeschaut und jetzt gecheckt, dass der leonardo dicaprio am ende immernoch in einem traum ist, es es so aber akzeptiert und weiter lebt mit dem traum
 
Ich habe ihn mir Gestern auch angeschaut und finde den Streifen wirklich sehr gelungen.
Meiner Meinung nach ist Cobb Anfangs in der Realität bis zu der Stelle in der er das Kraut von Jussuff probiert (zuvor fällt der Kreisel Anfangs ja 1-2 mal um). Ab da befindet er sich fortwärend bis zum Ende im Traum. Das würde auch erklären warum er in 1-2 Szenen im späteren Verlauf in der vermeintlichen Realität seine tote Frau sieht .Er dreht am Ende kurz bevor er zu den Kindern geht den Kreisel welcher zwar trudelt (was ihn sicher sein lässt in der Realität zu sein) jedoch stellt sich selbiger -wie 2 Einstellungen später zu sehen- wieder kreiselnd auf und dreht munter weiter.

Das Ende ist jedoch absichtlich so gehalten das eine Menge Raum für Spekulationen bleibt (...und mit Sicherheit ein Nachfolger anknüpfen kann und wird).



Zu den Kritikern : Überbewertet ist z.B. Avatar . Inception hingegen verdient die Lorbeeren - ich habe gesprochen.... ! :) .
 
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Ich halte Christopher Nolan für einen der genialsten Regisseure überhaupt. Allerdings fand ich diesen Film nur mittelmäßig. Ich hab ihn schon kapiert, obwohl mir solche Details wie fehlender Ehering etc. nicht aufgefallen sind. Muss ihn mir irgendwann nochmal anschauen. Dann werden manche Dinge klarer und der Film besser.

Mich hat dieser Film an einen anderen erinnert. Der Vergleich ist komisch und auch der Inhalt komplett anders, aber ich dachte hinterher zu allererst an Matrix Teil 3. Den fanden damals viele recht schlecht, aber nur weil sie die Zusammenhänge nicht kapiert haben und deshalb enttäuscht waren.
 

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