News Haushalt erhält Internetzugang: Bundesnetzagentur verpflichtet Provider zur Mindestversorgung

h00bi schrieb:
Es kann nicht jeder der erste beim Ausbau sein.
Ja, das Neuland Internet... der Ausbau beginnt ja erst jetzt, besser spät als nie.
 
Puh, ab wann gilt das? Ich warte seit 7 Jahren auf einen DSL Zugang, die Telekom kann mir zur Zeit nur 1,2 Mbit anbieten aber auch nur dann wenn einer aus dem Ort die Leitung frei macht.
 
kachiri schrieb:
Und das ist halt die Krux. Auf dem Land ist halt "Nachteil". Ist halt Fakt. Ist in anderen Ländern btw. auch nicht anders. Wer da dem Phantom nachjagt, dass "in anderen Ländern auch jeder Mensch Gigabit-Internet hat", glaubt halt auch an den Osterhasen. Ich finde auch, dass "unsere" Ziele zu hoch gesteckt sind und dadurch löst man halt erst derbe Bürokratie aus.
Finde ich nicht. Investitionen in Infrastruktur in extrem wichtig und zukunftssicher. Auch auf dem Land. Gerade auf dem Land. Wenn da zu wenig getan wird, wandern immer mehr Leute in Großstädte ab und es geht bergab.
Ich wohne mittlerweile in einer größeren Stadt, aber die 20 Jahre, die ich bei meinem Eltern auf dem Dorf gelebt habe, konnte ich einen faszinierenden Wandel beobachten. Da hat sich in der Zeit viel getan und es wächst immer weiter, es siedeln sich immer mehr Firmen an, die Geld in die Kassen spülen, aber das alles braucht Investitionen.
Das ist natürlich ein Stück weit immer eine Henne-Ei-Problem. Hat man zu wenig Infrastruktur und Bewohner, siedeln sich kaum Firmen an. Siedeln sich kaum Firmen an, ziehen Leute weg, Geld fehlt, Infrastruktur verfällt weiter. Siedeln sich genug Firmen an, passiert das Gegenteil und es wird alles zum Selbstläufer.
Irgendwer muss aber anfangen mit den Investitionen, damit das klappt.

Es wird so viel über den Wegzug und den Verfall auf dem Land geredet und von den Wohnungsproblemen etc. in Großstädten. Dann zu sagen, wir haben uns zu viel vorgenommen und sollten weniger tun, halte ich für den komplett falschen Ansatz. So wird über die Jahre alles nur schlimmer.
 
Das ist jawohl der WItz in Tüten. Das ist für Homeoffice und speilen unbrauchbar. Da ist jede 4G /5G Verbindung schneller.
Ergänzung ()

Sron schrieb:
Und dann behaupten einige, dass Starlink ja nur eine Spielerei wäre...

Bei den aktuellen Preisen ist StarLink tatsächlich oft eine garnichtmal schlechte Alternative.
Starlink ist nur eine Alternative wenn man sonst überhaupt nichts hätte in der Wildnis.
 
Uff

10 Mbit/s im Download und 1,7 Mbit/s im Upload bei einer Latenz von 150 ms

Und das im Worst Case für rund 30 Euro pro Monat ^^ da würde ich mir eher ne Datenflat für's mobile holen und mein Handy als Hotspot nutzen :-D
 
Und das nutzt Du dann wenn Du in die Stadt fährst? Lädst alles was Du brauchst aufs Handy/Tablet/Notebook und fährst wieder nach Hause?

Es geht hier doch vermutlich um ländliche, wenig ausgebaute Gebiete, da gibt es dann meist weder noch, also kein (schnelles) DSL, kein Kabel, keine Glasfaser und auch keinen schnellen Mobilfunk.

Im Artikel heißt es:
Mehrere Internet-Provider, die an dem betreffenden Ort über Infrastruktur verfügen, wurden angehört. Dazu zählten die Betreiber von leitungsgebundenen Netzen als auch Anbieter für Internet per Mobilfunk oder Satellit.
Hätte es dort also eine entsprechende Mobilfunkanbindung gegeben, wäre sicher die entsprechenden Provider tätig geworden, sie hätten ja nichts machen müssen, außer einen Tarif anzubieten.

Was ich aber bemerkenswert finde, es ging hier wohl gar nicht um fehlende Geschwindigkeit, sondern zu hohe Preise:
Dem Beschluss der Bundesnetzagentur vorausgegangen war die Beschwerde eines Haushalts. Dieser hatte zwar einen Internetzugang, dieser war aber nur zu einem hohen Preis möglich.
Dann sollte ich mich über meinen Glasfaseranschluss mit 130Mbit/s für knapp 60€ wohl auch mal beschweren ;).
 
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TenDance schrieb:
Du hast bei DOCSIS 4.0 Frequenzen bis hoch zu 1,8GHz. Selbst wenn Du beim aktuellen Netz weiterhin TV einspeisen würdest, reicht das locker. Einzig der Innenausbau der Häuser wird dann zum Hemmnis.
Innenausbau der Häuser, ja, wenn du damit Hausanschlussverstärker, Koaxverteiler und Kabeldosen meinst.
Diese müssen nämlich für Frequenzen bis 1,8 GHz ausgelegt sein, aber der Ausbau in den meisten Gebäuden ist auf 862 MHz ausgelegt.
Vodafone plant jedenfalls keinen Ausbau in DOCSIS 4.0 für die nächsten Jahre, das Unternehmen sagt DOCSIS 3.1 reicht erstmal aus.
Bislang sind mir in Deutschland nur einige Pilotausbauprojekte mit DOCSIS 4.0 bekannt.
 
10 MBit?! 150ms Latenz? Falls die bis nach Amerika gemessen wird, ok. Innerhalb Deutschlands sollten es aber max 25ms und min 50mbit/s sein.
 
Zer0DEV schrieb:
Wenn das Mindestmaß nach BNetzA die 10 MBit sind und die BNetzA gleichzeitig sagt, dass für das Mindestmaß 30 € als "angemessen" gelten, dann machen die Anbieter was? Eben genau dieses Mindestmaß.
Und was macht der verpflichtete Anbeiter wenn da nur ein 6km langes CuDA Telefon liegt ?

Sowas hatten wir vor X Jahren. Lieferte 200..300kBit/s. Aber keine 10MBit/s. Bei unserem Dorf (und 100 in der Nachbarschaft) hat aber inzwischen DG ausgebaut. Ganz freiwillig und eigenwirtschaftlich.

Der logische Weg wäre den Glasfaserausbau für die Gegend (mindestens als Teilausbau) vorzuziehen und sich die Wirtschaftlichkeitslücke durch Bundesförderung stopfen zu lassen. Das zahlt den Mehraufwand bindet zwar immer noch viel knappe Tiefbaukapazität (mit der man 10 andere Haushalte in der gleichen Zeit hätte erschließen können .. da weint der Investor).

Aber danach kann man dann statt 10M auch 1G oder mehr anbieten .. zum passenden Preis.
 
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Also ISDN gibt es mit 128 KByte bei der Telekom im Glasfaservertrag mit 1000 MBit/s da sie Deutschlandweit nicht ins Haus legen und nur auf der Straße verlegen hat mein Angestellter seid über 1 Jahr und keine Verlegung im Haus das nennt man eigentlich Betrug und Unterschlagung aber in Deutschland nicht da wird die Telekom mit Staatsgeldern zugeschüttet damit sie nicht Bankrott gehen.
 
@Painkiller72

mach dir nichts draus. entweder man zieht um oder wartet halt, bis man an der Reihe ist. Können halt nicht alle gleichzeitig die ersten sein die FTTH bekommen.

Aber selbst wenn man FTTH hat, gehts dann weiter. Dem einen ist es zu teuer, der anderen hätte gerne 2,5 Gbit und nicht nur 1 Gbit, einer weint weil es nicht symmetrisch ist, der nächste heult rum, weil nicht alles ankommt, was bezahlt wird.

so wie bei mir

https://www.speedtest.net/result/16006611237.png
 
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Der Versorger, deswegen kann er ja auch Trinkwasser ablehnen. Strom gibts dann die Freileitung.
 
Formell der Eigentümer natürlich. Bieten sie nur alle anfangs kostenlos um die neue Infrastruktur auch auslasten zu können.
 
Sron schrieb:
Und diese Meinung hast du weil?
Diverse Tests, Reviews ein bekannter hat einen der bescheiden funktioniert mit ständigen abbrüchen.
 
@Lowman
Deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen und denen diverser Reviewer. Aber gut. So hat jeder seine eigene anekdotische Evidenz.
 
WinnieW2 schrieb:
Bislang sind mir in Deutschland nur einige Pilotausbauprojekte mit DOCSIS 4.0 bekannt.

Warum auch? Solange die neu verlegten Glasfasern nicht vieradrig sind um überhaupt PON2 bewerkstelligen zu können ist der nächste Schritt für Glasfaser eh XG-PON - und auch da gibt es derzeit nur Pilotprojekte. Selbst in gerade im Aufbau befindlichen Netzen bringen Telekom und Co klassisch GPON ein. Bis auf den Upload - der bei GPON einfach nicht symmetrisch ausgelegt ist - hat man mit DOCSIS 3.1 keinen Nachteil. Die marginalen Unterschiede in der Latenz bemerkt niemand abseits von Highspeedtrading. Auch "gamer" nicht...
 
supermanlovers schrieb:
Dann wird's halt viel teurer für alle. Sehe jetzt nicht ein warum ich dem Dorfbewohner den Glasfaseranschluss finanzieren soll. (Habe selbst 25 Jahre in einem 2.000 Einwohner Dorf in Sachsen gelebt)
Du siehst doch auch ein dem Renter 5 Millionen+ pro Tatortfolge zu zahlen oder jährlich 300.000 an Giovanni Mozzarella :rolleyes: Bzw. kurz - insgesamt einen Milliardenbetrag für Unterhaltung für nach Zuschauerzahlen rund 10% der Bevölkerung …

Da wäre das Geld in den Glasfaserausbau deutlich (!) besser investiert. Vorsichtig geschätzt nutzen mehr als 10% das Internet in Deutschland.
 
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