Heimserver geplant

vcdwelt

Cadet 3rd Year
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Juni 2009
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Hallo,
ich plane aktuell den Einsatz eines kleinen Heimservers. Allerdings bin ich noch am rätseln was es werden soll :freak:

Eine Idee ist ein kleiner Server (z.b.: HP ProLiant MicroServer) oder ein NAS System (Synology oder QNap).

Im Falle eines kleinen Servers hätte ich an FreeNas oder Open Media Vault als OS gedacht. Windows oder ein "normales" Linux ist aber auch eine Option und nicht ausgeschlossen.

Verwendung:
- Plex Media Server inkl. Ablage der Filmsammlung
- Datenablage für Fotos, Videos, Musik

Der Server wird in unserem Technikraum stehen, somit ist die Lautstärke nicht entscheidend. Etwas stromsparend im Betrieb wäre nicht schlecht, da der Server voraussichtlich 24/7 laufen wird.

Vielleicht hat ja jemand etwas vergleichbares im Einsatz und kann aus seiner Erfahrung heraus einige Empfehlungen abgeben :)
 
Irgendwie sieht mir das rein nach einem NAS aus und nicht nach einem general purpose Server. Ob man die Dateien via CIFS oder DLNA verteilt ist da egal.

Wenn es stromsparend sein soll fällt ein Microserver raus, dann muss es ein ARM oder Atom sein, wie in den NAS verbaut.
 
Bei den Atomen musst du aufpassen, da der Linuxsupport da in der Regel dem Sparzwang unterliegt. Es hat mich ein ganzes Wochenende gekostet ehe ich ein linuxbasiertes OS auf meinem Apollo Lake (J3455) laufen hatte.
 
Also wenn es ein Server werden sollte, dann eher was mit x86 Architektur. Der Server ist auch eher dem Gedanken entsprungen etwas zum basteln zu haben :pcangry:
Denn sollten in Zukunft noch andere Anwendungsfälle hinzukommen, die mir gerade nicht einfallen, wäre ich mit dem Server wohl Flexibler.

Theoretisch hat wohl HominiLupus recht, die vernünftige Lösung währe wohl ein NAS System. Hmmm schwierige Enscheidung zwischen Vernunft und Spaß :evillol:
 
nimm ein NAS mit einem Betriebssystem (zb Synology DSM) welches sich gut erweitern lässt (Plugins, Docker (!!), etc), dann reicht das vollkommen =)

(ich hab bei mir einen kleinen Homeserver aufgesetzt, da muss man halt vieles selbst machen :D ... wenn man Spass dran hat dann geht das natürlich auch, aber kostet von Zeit zu Zeit auch ein bisschen Zeit)
 
Ein weiterer Punkt sind halt die Anschaffungskosten. Da landet man bei Synology / QNap schnell bei 500-1000€ ohne Festplatten. Dafür sind die Betriebskosten, Wartung, etc. natürlich geringer als bei einer Selbstbaulösung.
 
Kauf dir erstmal ein NAS.

Wenn du an einem Server "basteln" willst, besorg dir einen Raspberry PI 3 (~50€ inkl. Gehäuse, Netzteil, SD-Karte) und spiele damit. Oder setz eine VM auf deinem PC auf und installiere dort ein OS deiner Wahl. So kannst du viel ausprobieren, testen, zurücksetzen, neu machen, spielen. Hast du ein handfestes Einsatzgebiet gefunden, das durch das NAS nicht abgedeckt wird, kannst du dir immer noch einen Server besorgen. Bis dahin reicht das NAS aber vollkommen aus und die Chancen stehen gut, dass es im Endeffekt nie zum vollen Server kommen wird ;)

Je nach Server-Anwendung kann der PI aber sogar ausreichen. Wenn du zB einen kleinen Webserver aufsetzen willst oder andere Dinge, die im Heimbetrieb nicht sonderlich ausgelastet sind, reicht der PI. Dafür braucht man keine Intel CPU mit zig Gigahertz und Gigabyte an RAM.... Ein PI 3 ist potenter als man glaubt.
 
Ich hatte mal die selbe Überlegung und hatte mir dann ein NAS (Synology DS215j) zugelegt. Bisher bin ich sehr zufrieden (sehr einfach konfigurierbar und sehr sparsam) und aus Zeitmangel war das sicherlich die bessere Entscheidung. Notfalls kannst du später trotzdem einen Server zulegen und dann das NAS als Backup nutzen.
 
hab daheim selbst etwas kleiner angefangen, die meisten von dir genannten sachen sind mit einer ITX Lösungen relativ günstig zu bewerkstelligen:

Als Netzteil tut alles was ca. 100 W + bringen kann seinen Job, aber auch 350 W für eventuell Spätere Upgrades auf andere Plattformen machen sinn.
CPU + Board: http://www.asrock.com/MB/AMD/QC5000-ITXPH/index.de.asp
RAM schluckt das ding jeglichen DDR 3 Ram den man noch rumliegen hat
Anbindung an das LAN erfolgt via 1 GBit
4 SATA Ports für die HDD Bestückung nach Wahl, sollte mehr nötig sein steht ein PCIE-X16 Port für Erweiterungskarten zur Verfügung.
Dazu noch ein passendes Gehäuse und Fertig ist der Lauch, einstiegspreis, wenn keine Teile Vorliegen, sollten sich auf rund 130-200 Euro ( Ohne HDDs ) bewegen.

Falls die Performance nicht reichen sollte in der Zukunft ( das Teil schafft ohne Probleme FHD / 4K Encoding für Plex im LAN! ) kannst du immernoch auf eine andere PLattform umsteigen die mehr bietet.

Ich persönlich bin seit ich bei einer ähnlichen Plattform gestartet bin ( vorgänger Mobo/CPU ) mit 4 4TB Platten inzwischen über dieses Board und ein Wechsel in ein ATX gehäuse ( vorher ein Bitfenix Prodigy ) zwecks mehr HDD Platz auf ein z87 Board mit i5 gewechselt mit inzwischen 8 8TB Platten, da ich für Virtualisierung / Docker und andere Dienste mehr Performance brauchte. Als Untersatz immer OMV dabei, falls Fragen bestehen, einfach fragen :)
 
Hi

Habe zu hause irgend ein QNap NAS.
Dieses besitzt einen HDMI Ausgang und 3 USB (jeweils 1x gedacht für Maus & Tastatur).
Dies kann man Problemlos an einen Monitor anschliessen und übers WEB-Interface die "2OS" Unterstützung aktivieren.
Anschliessend kann man ein weiteres OS installieren und nebenher läuft dein NAS wie gewohnt weiter.
Welches Gerät es genau ist, keine Ahnung. Aber wird wohl für deinen Wunsch entsprechend sein. Kostenpunkt war vor gut 4 Monaten ca. 200.- Fr.
Ich meine es hat eine AMD CPU 4 Kern drin und 4-8GB RAM (DDR3)

Leistung meines Wissens nach ca. 100-150W (je nach HDD Anzahl)
 
Ich behaupte mal in 99 von 100 Fällen ist ein Heimserver absolut überdimensioniert. Der 100. Fall nutzt tatsächlich die Performance bzw. die erweiterte Funktionalität aus, die 99 anderen haben unterm Strich einfach nur einen File-Server aka NAS. Wenn man ehrlich ist, nutzen auch hier im Forum die wenigsten ihren Heimserver wirklich aus (zB mit VMs, etc). Und wenn doch, dann oftmals einfach nur "weil man es kann", aber nicht zwingend weil es erforderlich wäre :evillol:

Bei mir steht auch ein Server mit Ubuntu, der gefühlt 99,9% der Zeit nichts tut außer Strom in Wärme umzuwandeln - und etwas Gerödel, Geratter, Gerausche ;)

Kennt man sich mit Servern nicht so aus bzw. hat überhaupt noch keinen Plan was die Kiste am Ende tun soll, ist es auf gut Deutsch gesagt völliger Blödsinn, gleich Hardware anzuschaffen. Am Ende hat man sonst falsch gekauft, weil die Hardware die (später definierten) Voraussetzungen gar nicht erfüllt, zB Crypto-HW, ausreichend SATA-Anschlüsse bzw. HDD-Schächte oder einfach schiere Performance und so weiter und so fort..

Der TE sollte sich daher lieber erstmal ein NAS anschaffen. Ob es ein Einsteiger-NAS wird, weil der Servergedanke nach wie vor im Kopf herumschwirt, oder ob es ein Mittelklasse- oder gar Oberklasse-NAS wird, das im Prinzip schon in Grenzen ein Server ist, sei mal dahingestellt.
 
Hi,
erstmal danke für die ganzen Anregungen, waren einige Interessante Ansätze dabei, die ich weiterverfolgen kann :D
Werde jetzt nochmal intensiv drüber nachdenken :lol:

@Raijin: Ja du hast recht, der Server würde aktuell wohl nur das Kriterium "Er kann wenn ich möchte" erfüllen :evillol: Raspberry habe ich schon welche zuhause, die scheiden jedoch aufgrund der fehlenden Reserven zum Live Transcoding des Plex Servers aus. Da reicht leider die Power des Pi nicht ganz aus. Außerdem ist das mit den Festplatten am Pi auch keine Elegante Lösung.

@WoFNuLL: Ja das klingt sehr interessant, es steht mal wieder der Bastelgedanke im Vordergrund :freaky:
 
Ich meinte ja, dass du dir ein NAS für deine aktuellen Anforderungen zulegen solltest und den PI für etwaige "Server-Spielereien". Das könnte zB Webserver, Datenbankserver sein oder was auch immer für Server dir im Kopf rumspuken. Klar ist ein PI von den Ressourcen her begrenzt, aber "Server" heißt nicht zwangsläufig "8-Kern-Xeon @3 GHz mit 128 GB RAM" ;-)

Hast du dir dann überlegt, dass du einen dicken DB-Server brauchst, dann kannst du dir immer noch entsprechende Hardware anschaffen. Zum Testen reicht ein PI in der Regel aber vollkommen aus. Selbst als Medienserver kann man einen PI einsetzen. Transcoding wird natürlich schwierig, aber zur Not konvertiert man eben vorher...
 
So abschließendes Feedback. Habe mit entgegen jeder Vernunft für den HP Gen8 Microserver entschieden. Die Versuchung auf eine Bastelarbeit war doch zu groß :evillol:

Danke allen nochmal für Ihre Anregungen und Hinweise!
 
und dann Linux Server LTS mit ZFS ODER Snapraid+MergerFS als Datenbackend und Docker Container als Apps oder unRAID anstatt Linux Server ... oder halt OMV statt Linux Server, da gibts das auch alles als Plugins :)
 
Ja es ist OMV geworden. Bisher bereue ich die Entscheidung noch nicht. Echt ein feines Teil :)
 
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