Homeserver - SSD Mirror Entscheidung

_PhG_

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Liebe Community,

aktuell sitze ich an der Planung für meinen DIY Homeserver. Geplant ist ein System mit Proxmox. Viel Erfahrung habe ich damit noch nicht, werde diese aber sammeln und ausprobieren, sobald der Server steht. Der Server besteht letztlich aus einem 5655G auf einem ASRock Mainboard und 64 GB DDR4 Ram (Non-ECC, einfach weil ich den noch liegen habe).

Was mir Kopfschmerzen bereit ist die Wahl des Storage. Ich habe aktuell zu Hause zwei HDD mit 4 TB liegen, die weiter benutzt werden können zum Auslagern von Dateien, als Backup etc..
Des Weiteren gibt es auch 2 portable HDD, eine weitere "normale" HDD und zwei externe Ziele (Hetzner Storagebox + Privat) für Backups. Dieses Thema sollte also ausreichend abgedeckt sein.

Gerne würde ich verstärkt auf SSD setzen, da mein aktueller benötiger Speicherplatz bei circa 300 GB (hauptsächlich Bilder und Dokumente) liegt und ich ein Wachstum von vielleicht 50 bis 80 GB pro Jahr erwarte.

Nun die Überlegungen:

Sollte ich zwei SSD im Mirror einbauen? Reicht eine einzelne SSD, die zum Beispiel einmal am Tag auf die HDD speichert?

Ich kenne mich leider (noch) nicht genug mit Proxmox aus um hier eine sinnvolle Wahl treffen zu können. Die SSD Preise sind aktuell natürlich auch eher bescheiden und ich habe leider keine mehr auf Vorrat, die ich benutzen könnte. Ich hatte schon kurz überlegt 2 SN5100 zu kaufen, da diese noch am günstigsten sind (Stand: 04.01.2026), oder aber nach gebrauchten Enterprise SSD in der Bucht zu schauen, hier kommt aber meist der 22110 Formfaktor in die Quere.

Habt ihr dazu Ideen oder Anregungen? Wie steht ihr zum Mirror im Heimserver oder übersehe ich vielleicht etwas kann essentielles und mein Problem ist gar keins? :)

Danke schonmal im Voraus für eure Hilfe.
 
2 SATA/NVME SSDs als ZFS Spiegelung (RAID 1) für Proxmox selbst und deine VMs und LXC Container. Die mechanischen HDDs würde ich dann an zum Beispiel eine VM durchreichen. In der VM dann TrueNAS oder was auch immer installieren und dort die Daten (Bilder, Dokumente, etc). ablegen und freigeben. Die HDDs würde ich in der VM selber als RAID 1 konfigurieren.

Ich hab 2x 1 TB Samsung 980 NVMe SSDs als Spiegelung (RAID 1). Eine weitere 1 TB NVMe SSD wird direkt an eine VM durchgereicht. Storage ist in 2 externen PCs.
 
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Ich bin privat kein Freund von Mirroring. Die Chance, dass eine SSD ausfällt, ist so gering und Backups braucht man sowieso für andere Fälle, dass ich es für Verschwendung von Ressourcen halte. Es gibt privat auch nur wenige Fälle, wo ein Ausfall von zwei, drei Tagen nicht verkraftbar wäre, wenn es doch mal passieren sollte.

Also lieber auf regelmäßige und sichere Backups achten als auf Mirroring ist meine Meinung.
 
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mein nas ist flash-only, wobei alle ssds per mergerfs zu einem dateisystem zusammengeschaltet sind. backup wird auf eine externe hdd gemacht. backup ist sowieso pflicht und redundanz auf ssd ist mir zu teuer.
 
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Privat meide ich RAID auch. Sehe da keinen mehrwert. Schützt nicht vor den meisten Problemen und kostet nur mehr Hardware.
Lieber eine HDD mehr fuer Backups
_PhG_ schrieb:
Ich hatte schon kurz überlegt 2 SN5100 zu kaufen, da diese noch am günstigsten sind (Stand: 04.01.2026), oder aber nach gebrauchten Enterprise SSD in der Bucht zu schauen, hier kommt aber meist der 22110 Formfaktor in die Quere.
lieber die SN5000, Kioxia G3 Plus oder LExar NM790

Nachtrag: Bei der SN5000 kommt mindestens bei der 4TB Version auch QLC zum
zum Einstz.
Die 5100 hat QLC Chips. Das willst du nicht unter proxmox. QLC ist deutlich weniger haltbar als TLC und wird gern bei gleichzeitigem lesen und schreiben / bei viel schreiben sehr langsam
 
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es kommt darauf an...
ich halte ein SSD Mirror ebenfalls für sinnlos.
WENN ich das System "sicher" haben möchte, dann gehe ich die Sache gleich völlig anders an!

bei einem Heim Server für den privaten Einsatz kommt es dir doch nicht auf 100% lückenlose Verfügbarkeit der Daten an! Wichtig ist, dass die Daten "da" (nicht weg/verloren/gelöscht/usw.) sind, aber es ist doch völlig egal, ob du im Falle eines Falles jetzt eine Stunde oder vielleicht auch einen Tag auf den Restore warten musst.

etwas ganz anderes ist, wenn da auch Smart Home Steuerung drauf liegt und das GANZE SYSTEM möglichst 365 Tage im Jahr zu 100% verfügbar sein soll/muss.
da nehme ich lieber zwei "einfache" PCs und baue daraus einen Proxmox Cluster (das QDev fürs Quorum, weil man eigentlich 3 braucht, läuft bei mir auf einem alten Pi).
Ich habe mal mit Ceph herum gespielt, ist mir am Ende aber zu viel Aufwand, bzw. lohnt der Aufwand nicht. Ich habe nichtmal 100% Failover, weil ich zu blöd für eine Lösung für die Zugbee und Thread USB Stick bin. Die stecken ja an der aktiven Node und ich muss sie manuell umstecken, wenn es damit Probleme gibt.

um die Daten mache ich mir weniger Sorgen, die kommen mit versionierten Backup auf ein dediziertes NAS (das nur dafür in der Nacht anläuft und sonst ausgeschaltet ist) und werden regelmäßig noch in die Cloud gesichert.

für mich(!) ist das der beste Kompromiss, ich fühle mich damit sicher und der Aufwand hält sich in Grenzen. Aber andere Leute meinen, dass sie ohne ECC nicht leben können, ich kann ;)
 
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Naja, wenn mein Home Assistant, Immich, Wireguard, AdGuard / Pihole etc. pp. länger nicht verfügbar ist, dann ist das für mich eine starke Einschränkung. Da nehme ich lieber die Kosten für eine weitere SSD in Kauf und habe da erstmal meine Ruhe, sollte ein Laufwerk ausfallen. Es geht nicht um Backups, sondern einfach die Verfügbarkeit der Dienste, die ich daheim eingerichtet habe.
 
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Conqi schrieb:
privat kein Freund von Mirroring
madmax2010 schrieb:
Privat meide ich RAID auch
Mickey Mouse schrieb:
SSD Mirror ebenfalls für sinnlos.

Okay, der Grundtenor scheint recht eindeutig zu sein.

Es ist wie ihr auch beschreibt, wirklich nicht notwendig das ich 365 Tage im Jahr 24/7 Verfügbarkeit habe. Ein (unwahrscheinlicher) Ausfall wäre gut zu kompensieren.

Mickey Mouse schrieb:
Smart Home Steuerung
Vielleicht irgendwann mal, aber vorher gibt es genügend andere Projekte die ich mit der Server realisieren möchte und sind wir mal ehrlich, selbst wenn das Smart Home einmal für ein paar Stunden nicht laufen würde, würde die Welt nicht untergehen.

madmax2010 schrieb:
5100 hat QLC Chips
Das hat mich auch etwas Zweifeln lassen. Gut, also scheint es praktikabler zu sein das Geld in eine gute SSD zu stecken und die Backups ordentlich zu realisieren, richtig?

floklo4 schrieb:
Wireguard, AdGuard / Pihole etc
Bei den Diensten bin ich ganz bei dir, das habe ich aber ganz bewusst auf einem separaten Raspi laufen. Das soll weiterhin getrennt bleiben.
 
K3ks schrieb:
E: Wie die sich alle unterscheiden, und ja, 4TB hat QLC hier:
ich hasse es. Pro serie etwas Konsistenz wäre wirklich angenehm
K3ks schrieb:
Ja, die Angaben kann man etwas ignorieren. QLC schafft meist mindestens 100 Schreibzyklen pro Zelle. Aktuellere versionen wohl bei 500-1000. TLC Liegt eher bei 10.000-30.000
 
Da würde ich ja bei den aktuellen Preisen und im Vergleich am ehesten zur SN7100 oder G3 tendieren.

EDIT: wobei man dafür auch schon eine SN850X bekommt, verrückt!

Da es QLC und TLC Unterschiede beim gleichen Produkt gibt, hätte ich aber auch nicht erwartet.
 
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_PhG_ schrieb:
Vielleicht irgendwann mal, aber vorher gibt es genügend andere Projekte die ich mit der Server realisieren möchte und sind wir mal ehrlich, selbst wenn das Smart Home einmal für ein paar Stunden nicht laufen würde, würde die Welt nicht untergehen.
doch, hier ist bereits bei einem ganz normalen Neustart eine kleine Katastrophe angesagt ;)

alle (wirklich ALLE) Lampen werden darüber gesteuert, per Schalter (auch Wechselschaltung), Bewegungsmelder, Radar/Anwesenheitserkennung.
die Steckdosen, die Heizung...

es klingt vielleicht für "Außenstehende" komisch, aber man gewöhnt sich daran und dann passiert sowas:
etwas am Server gespielt und Neustart eingeleitet, dann geht man ins Bad und es geht nicht wie sonst überall das Licht automatisch an, der Home-Server bootet ja gerade. Klar habe ich Work Arounds, aber das ist alles nicht schön.

es ist eben immer eine Frage des Standpunktes. Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob es einen oder zwei Tage dauert, bis ein Restore alter Daten fertig ist (Hauptsache man hat das Backup dafür), aber deutlich mehr als 5 Minuten HA Ausfall "tuen wirklich weh"!
 
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Von der G3 Plus habe ich inzwischen sicher 20 Stück gekauft. Jedes Notebook, jeder desktop und jeder Pi hier im Haushalt hat mindestens eine (letztes jahr gabs sie mit 2tb gelegentlich um die 80-90 euro, da lohnte es ein wenig) und auch sonst in projekten ist die mein normaler go-to

Mickey Mouse schrieb:
Klar habe ich Work Arounds, aber das ist alles nicht schön.
+1
ich habe noch eine kleine app, die direkt mit den shelly switches reden kann und die heizungen haben manuellen override.
 
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Mickey Mouse schrieb:
kleine Katastrophe angesagt ;)
Na gut, wenn du es so beschreibst klingt es auch nicht sonderlich angenehm. Da ich aber aktuell kein Home Assistant habe und somit auch nicht weiss, was ich vermisse, kann ich dieses Projekt auch in eine Zeit schieben, wo die SSD Preise wieder etwas angenehmer sind. Wenn das jemals passieren sollte...

Oder es kommt gleich auf ein anderes Gerät.
 
madmax2010 schrieb:
Aktuellere versionen wohl bei 500-1000. TLC Liegt eher bei 10.000-30.000
Ich hab da absolut keine Ahnung, aber die letzten Langzeit-Zerschreibtests für TLC vermutlich voooor Jahren die ich gesehen hab, da hielten die SSDs viiieeeel länger als die TBW meint.
Bin eh nicht die Zielgruppe mit meinem popeligen 10TB pro Jahr Geschreibsel.
madmax2010 schrieb:
Ich auch. ^^
Und vlt. hätte ich den Post nicht kürzen sollen.
 
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Gut, also zusammenfassend gibt es kein Mirror für die SSD.

Bei den verrückten Preise, wird es wohl tatsächlich die SN850X werden. Ist vermutlich überdimensioniert, aber im Gesamtpreisgefüge "am wenigsten" gestiegen und 6 Euro teurer als die G3. Dann nehme ich den DRAM wohl einfach mit.

Danke für eure Hilfe!
 
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