<b> macht natürlich - wie bei vielen Tags - ohne End-Tag keinen Sinn, sowas wie
ist ziemlich sinnfrei

Es gibt jedoch einige Elemente, die in den DTDs auf
EMPTY gesetzt sind, dazu gehören u.a.
br,
img,
input,
link,
meta. Diese Elemente kann man sowohl mit End-Tags als auch in Kurznotation verwenden, erstere ist natürlich deutlich bequemer, letzteres wird von vielen Browsern gar nicht verstanden bzw. richtig interpretiert:
Code:
<br/> => <br></br>
<img/> => <img></img>
<input/> => <input></input>
etc.
Das ganze ist darin begründet, daß XML ohne diese Regel gar nicht funktionieren könnte. Anders als HTML ist XML ja explizit darauf ausgelegt erweiterbar zu sein (daher der Name Extensible Markup Language), d.h. ein XML-Parser weiß überhaupt nicht, welche Tags ihm über den Weg laufen könnten. Gäbe es nicht die Regel, daß jeder Tag geschlossen werden muß, allerdings nicht, hätte der XML-Parser keinerlei Möglichkeit ein Dokument zu parsen, wenn ein End-Tag fehlen würde:
Code:
<banane>
<apfel>
<birne>
</banane>
Sind
apfel und
birne Siblings, also benachbarte Elemente, oder Descendants, also Elemente, die ineinander verschachtelt? Dies wird erst durch die End-Tags klar:
Code:
<banane>
<apfel>
<birne/>
</apfel>
</banane>
bzw.
<banane>
<apfel/>
<birne/>
</banane>
Wenn du nicht XHTML, sondern HTML schreibst, kannst du die End-Tag-Geschichte außer Acht lassen
greetings, Keita