Huygens' Landung als Film

-oSi-

Fleet Admiral
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...mal was Wissenschaftliches. Deswegen glaube ich, dass das hier reinpasst.

Die Sonde Huygens landete am 14. Januar letzten Jahres auf dem Saturnmond Titan.
Jetzt veröffentlichte des Huygens-Team zwei Filme, die den Flug durch die Titanatmosphäre aus der Sicht der Sonde zeigen.
Der Betrachter erlebt die Landung auf Titan praktisch aus der Perspektive von Huygens.
Die Huygens-Daten wurden dazu monatelang ausgewertet.

Die beiden veröffentlichten Filme basieren auf Daten, die das Decent Imager/Spectral Radiometer-Instrument an Bord von
Huygens während des 147-minütigen Fluges durch die orange-braune Atmosphäre des Titan bis zur Landung in einem trockenen Flussbett gesammelt hatte.
Die Filme fassen den rd. zweieinhalbstündige Flug auf jeweils 4 Minuten und 40 Sekunden zusammen.

- Movie 1 (15,4 MB MOV) "A View from Huygens"
- Movie 2 (11,1 MB MOV) "Titan Descent Data Movie with Bells and Whistles"

Hübsche Sache, was diese Leute aus einer gigantischen Datenflut und Computern machen können.
Es dauerte zwar ein kleine Weile ;), aber es hat sich in meinen Augen gelohnt.



Wie seht ihr die Sache mit der Weltraumforschung und solchen Projekten allgemein ?


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PS:
Wer meint, das Geld wäre für solche Ding zu Schade und gehöre lieber in gemeinnützige Projekte,
dem kann ich nur entgegnen:
Wenn Regierungen Mrd.-Beträge, die die Weltraumforschung um ein Vielfaches übersteigen, in die Rüstung pumpen,
dann kann das Geld dort nicht falsch angelegt sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun ja "Gigantisch" ist wohl etwas übertrieben. Soweit ich weiß belief sich die Datenmenge auf ungefähr 20-25 MB.
 
-oSi- schrieb:
[...]
Wer meint, das Geld wäre für solche Ding zu Schade und gehöre lieber in gemeinnützige Projekte,
dem kann ich nur entgegnen:
Wenn Regierungen Mrd.-Beträge, die die Weltraumforschung um ein Vielfaches übersteigen, in die Rüstung pumpen,
dann kann das Geld dort nicht falsch angelegt sein.

Das trifft den Nagel auf den Kopf.;) Aber leider trifft die Praesentation neuer Waffensysteme in der Oeffentlichkeut wohl auf mehr Akzeptanz als wissenschaftliche Projekte, was aber nicht heissen soll, dass die Technik hinter diesen Waffen uninteressant ist.

Ich finde jede Art von Forschung wichtig, letztendlich schon deswegen weil es all diese Dinge einfach gibt und der Reiz da ist diese zu verstehen. Auch wenn man vielleicht spontan keinen praktischen Nutzen dahinter finden mag.


http://www.esa.int/esaCP/SEM0ZU9DFZD_Germany_2.html
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Sonderschichten gab es für die Fernerkundungsgeräte, die – im Gegensatz zu anderen Raumsonden – sich nicht auf einer beweglichen Plattform befinden, sondern direkt an den Grundkörper montiert worden sind. Aus Kostengründen. Für Cassini bedeutet das: Entweder Fernerkundung betreiben oder mit der Erde kommunizieren. Nur ganz selten ist beides zugleich möglich. Dabei gilt als täglicher Richtwert: Auf 15 Stunden Beobachtungen kommen neun Stunden Datenübertragung.
Das sind natürlich Mittelwerte, die alle Geräte einbeziehen. Die beiden Daten-Recorder können zusammen knapp vier Gigabit Daten speichern, die in etwa neun Stunden zur Erde übertragen werden. Vorausgesetzt, eine der 70-Meter-Antennen vom Deep Space Network der NASA in Goldstone (Kalifornien, USA), Madrid (Spanien) oder Canberra (Australien) kann genutzt werden. Steht hingegen nur eine der 34-Meter-Antennen zur Verfügung, reduziert sich die Datenrate auf ein Viertel. Man würde also für die gleiche Datenmenge von vier Gigabit dann 36 Stunden benötigen.
[/FONT]

Wird wohl alles in allem mehr als 20-25MB gewesen sein;)

Weiss nicht ob man noch genauere Angaben findet, diese hab ich jedenfalls eben mit Google gefunden


Schoene Videos :daumen:
 
Naja gut ich kann mich irren, aber in dem Landungsvideo wird die gesamtgröße der Empfangenen Bilddaten schonmal bei7922 KBytes angegeben. /Klugscheiß Modus aus

;)
 
Kennt zufällig jemand den Roman "Titan" von Stephen Baxter? Der befasst sich auch mit der Titansonde.
 
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