i5-System VS. NAS

tracer

Ensign
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Hallo,

ich suche nach den optimalen Komponenten für ein i5-System, welches als NAS genutzt werden soll: Hauptkriterium: Geringer Stromverbrauch, zuverlässig Nebenkriterium: günstig. Hintergrund siehe unten.

Momentan dachte ich an folgende Komponenten:
  • CPU: i5-3470T [35W TDP] (falls lieferbar) ansonsten i5-3570T [45W TDP]
  • Mainboard: ?77-Serie mit 6x SATA am PCH (RAID5 vom PCH mit 6 HDD's ist ausreichend), Grafikausgang (DVI, HDMI oder DP), GBit-LAN, ansonsten möglichst wenig Komponenten die Strom fressen
  • Graka: Onboard, nur zum Setup benötigt
  • RAM: Kingston HyperX Low Voltage Serie (1,35V) z.B. 2x KHX1600C9D3LK2
  • Netzteil: be quiet! Straight Power BQT E9 400W (80Plus Gold)
  • HDDs: 4x 3,5 WD SATA, vorhanden

Mit welchem Verbrauch muss ich rechnen IDLE/Last bei den Komponenten, ausgegangen von einer 45W TDP-CPU?

Optimierungen sind willkommen!

Danke für Eure Meinung!

HINTERGRUND:

Der Speicherplatz meiner NAS neigt sich langsam dem Ende und ich stehe jetzt vor der Entscheidung: Neue NAS, oder ein sehr sparsamer i5-PC.

Wenn es eine neue NAS wird, dann die Synology DS-412 (noch nicht auf dem Markt erscheint aber in den nächsten Wochen, wurde auf der CeBit vorgestellt. Kostenfaktor vermutlich zwischen 380 und 500 EUR. Der Stromverbrauch liegt derzeit bei den 4-Bay Modellen bei 15 Watt idle, 45 Watt unter Last. Die 412 soll angeblich darunter liegen.

Da die 400 EUR für eine NAS relativ viel Geld ist überlege ich mir als alternative einen sehr sparsamen i5 Ivy Bridge zusammenzustellen. Ein i5-System ist zwar sicher teurer, allerdings habe ich eine ordentliche Portion mehr Leistung, insbesondere da ich das System verschlüssle und da kommt die NAS auf max. 20 MB/s, beim i5 mit AES-NI dürfte der Flaschenhals wohl die HDD's und nicht mehr die Rechenleistung sein. OS wird ein Debian oder Ubuntu-System.
 
Gibt es einen besonderen Grund, wieso du zu einem i5 statt einem i3 greifen möchtest? Ansonsten würde ich nur eine Stange Arbeitsspeicher verbauen und ein kleineres Netzteil suchen. Ein Pico dürfte für vier Festplatten beim Anlaufen ein bisschen knapp werden.

Da es sich nur um ein NAS handeln soll, könntest du auch gucken ob du günstig an ein i3-540 kommst. Ich weiß nicht ob und in wie fern kleine Ivy Bridges sparender sind, aber auf Grundlage des oben genannten waren HTPCs mit 15w Idle exkl. Festplatten möglich.
 
Die i3 haben leider keine AES-NI an Bord, was ein entscheidender Vorteil ist nachdem ich das ganze System verschlüsseln möchte.
Welches NT macht Sinn? Leider sinkt der Wirkungsgrad bei den Netzteilen und 400 Watt sehr rapide ab...
Gefunden habe ich darunter nur:
- 200Watt: Xilence SPS-XP200.SFX
- 300 Watt: Cougar A300 300W ATX 2.
 
Zuletzt bearbeitet:
naja mein übertakteter 3770k + gtx570 + volle bestückung zieht IDLE / browser 85W
wenn die platte in den standby geht -4W. die kiste würde sich auch noch untertakten lassen und paar stromsparoptionen sind auch deaktiviert. hab allerdings ein 90+ netzteil

du hättest nicht nur mehr leistung, sondern auch mehr möglichkeiten :)
ich tippe mal ohne GPU auf ~30-40W verbrauch

würde dann so um die 50-75€ im jahr kosten bei perma laufzeit:
http://www.stromverbrauch-berechnen.com/index.php?action=delete&id=0
 
Zuletzt bearbeitet:
Bedenke, dass aber auch Gold Netzteile bei 5-10% Auslastung alles andere als effizient sind. Von daher hast du dann für das Goldzertifikat zu viel bezahlt. Da bringt >denke ich< ein gut ausgelastetes kleineres Netzteil mehr. Aber sicher kann ich dir das nicht sagen.
 
Ich würde eher zu einer fertig NAS Lösung greifen, QNAP ist super - Synology nimmt sich auch nicht viel. Eine i5 ist überdimensioniert, wenn dann schon eher ein i3 - wobei der auch zuviel ist. Von Bastellösungen halte ich wenig. hatte bereits selbst ein selbst gebautes nas, da bist du ja mehr am rum fummeln als am absichern der daten.

ein fertiges nas, angeschlossen konfiguriert und fertig - updates 4free vom hersteller, sicher fallbacks, und es tut vor allem das was es soll - daten speichern und dies sogar ziemlich perfekt.
 
Tracer in deinem Link steht, dass die i3-ivy generation die Befehlssätze unterstützt, falls des hilft^^
 
das cougar a300 oder be quiet pure power 300 watt sind fast so efficient wie ein pico, sind nur 3 watt unterschied bei 20 watt
 
@Xenophilius: Danke für den Hinweis, hier steht leider etwas gegenteiliges :)
@[n]ARC: Du hast recht, im Prinzip ist meine aktuelle NAS jetzt zwei Jahre mit minimalen Verwaltungsaufwand gelaufen, ich möchte die andere Lösung auf Grund des Preis/Leistungsverhältnisses durchrechnen. Zudem könnte man der Bastellösung noch weitere Funktionen "aufs Auge drücken".
@danfi88: Ich suche nochmal in der Netzteilecke. Zumindest 300W-Geräte mit 84% Wirkungsgrad bei 20% Auslastung habe ich gefunden (300W bequiet)
Ergänzung ()

@Xenophilius: vielleicht hat CB unrecht, hier steht auch dass die AES-NI unterstützt werden. Wenn das der Fall ist, dann würde ich natürlich einen i3 nehmen.
 
@pipip: Der FX-4100 hat 95W TDP, ich befürchte selbst mit UV wird der noch Meilen von einer CPU mit 35W TDP entfernt sein...
 
Weitere Funktionen aufs Auge drücken? Soll es eine Maschine sein die sicher deine Daten abspeichert, oder eine Bastellösung an der Du rum fummeln willst? Von beiden Herstellern gibts so ziemlich alles was Du brauchst, wenn nicht (was kaum vorstellbar ist für einen normalen user) - per ssh das fehlende gedöns 4free installieren.

Was die Kosten angeht:
Fertig NAS - kostet etwas mehr, dafür out of box lauffähig - kaum zeitinvestition
Bastel NAS - kostet wenig, viel fummel arbeit, wenn etwas nicht läuft muss man selbst rein und viel zeit investieren.

Zeit = Geld - selbst wenn es für deine private zwecke seien sollte.
Deine fertig NAS läuft nicht, du investierst Zeit fürs fummeln, lesen, forum fragen, schreiben, lesen, fummel, etc - bis alles fertig ist investierst du - sagen wir 20h

20h x 10 EUR/s bei einem Nebenjob = 200 EUR - und das nur bei einem einmaligen problem, multipliziere das ganze mit einer 3 bist schon bei 600 EUR etc etc ;)

zum üben oder wenn du das schrauben als dein hobby siehst, kannst die bastellösung nehmen. für daten, die du sicherer aufbewaren wills...nutze ich lieber ein fertigprodukt mit support ;)

deine entscheidung.
 
Wenn er die Daten vom NAS verschlüsseln lassen will, dann kommt er um einen Eigenbau nicht herum. Es sei er nimmt mal locker 2000€ in die Hand, dann kann er auch ein fertiges kaufen.

Wegen NT: Ich denke mit dem Xilence würdest du am besten fahren.
 
Lighti schrieb:
... Es sei er nimmt mal locker 2000€ in die Hand, dann kann er auch ein fertiges kaufen...

Soso, 2000 EUR - mein System war unter 1k EUR und kann auch verschlüsseln, wobei das für den privaten Bereich einfach Huppe ist.
 
Auf der NAS sind auch Firmendaten (weil ich manchmal von Zuhause aus arbeite), es sind zwar keine Staatsgeheimisse, dennoch muss ich (vom Arbeitgeber aus) die Daten verschlüsseln um bei einem Diebstahl nur den "Hardwareverlust" zu beklagen. Bisher nutze ich die Verschlüsselungsfunktion der Synology Diskstation, leider liegt die Aufgrund der schwachen Rechenleistung nur bei 10-20MB/s.

Ich warte jetzt mal ab ob der i3 Ivy AES kann oder nicht, und wo die Verschlüsselungsleistung der kommenden Synology DS-412 liegt.

Leider habe ich zwischenzeitlich einiges Negatives über die Raid5-Implementation des Intel PCH-Controllers gelesen (sehr schlechte Pervormance, insbesondere beim Rebuild), so dass ich bei einer Eigenbaulösung nicht um einen separaten Raid-Controller herumkommen werde.

Wenn das alles geklärt ist bin ich der Entscheidung einen Schritt näher... Danke an alle bis hierher.
 
[n]ARC schrieb:
mein System war unter 1k EUR und kann auch verschlüsseln, wobei das für den privaten Bereich einfach Huppe ist.

Mit welcher Perfomance bzw. welches System hast du?

Würde mich jetzt mal ernsthaft interessieren, da ich in Zukunft (~2013) auch vorhabe ein NAS aufzubauen. Ich würde aber auch ein eigenes System vorziehen, da man damit perfomancetechnisch besser fährt und auch etwas mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat. Die Komplettsysteme die mir das alles bieten kosten leider einen richtigen Haufen Asche, da hab ich bisher nur 2000€-Systeme gesehen - aber ich lasse mich gern eines besseren belehren, wenn ich mir dadurch Bastel und vor allem Softwarefrickel-Arbeit spare :)
 
@Lighti - wie in meinem Sig zu finden - ein QNAP TS-439 Pro II+ 4x2TB Raid 5, HDs sind F4 Samsungs.

Sag einfach was du brauchst, jeder erzählt etwas von "bestimmten Funktionen" - um welche Funktionen handelt es sich? QNAP kann eigentlich ALLES abdecken.

Hier der Link zu meinem Gerät: http://www.qnap.com/de/index.php?lang=de&sn=375&c=292&sc=528&t=535&n=3455&g=1

Ich betreibe mit dem Ding schon ziemliches Schindluder muss ich sagen, und es macht alles mit ohne zu murren.
 
@[n]ARC: Seit dem Thailand-Hochwasser dürfte 1K dafür aber nicht mehr ganz reichen ;) Die Verschlüsselungs-Performace dürfte aber auch in der Größenordnung 10 MB/s schreiben und 20 MB/s lesen liegen bei einem Single-Core Atom, oder?
Älterer Test: NAS encrypted. Von den Möglichkeiten meiner Synology NAS bin ich begeistert, es laufen einige eigene Backup-Scripte (Webserver Backup via rsync und SSH, Teamdrive-Server, MySQL-Server etc.), nur eben die Performance beim Verschlüsseln ist unerträglich. Einen Teil der Daten habe ich in einem TrueCrypt-Container, in diesem komme ich wieder auf 80MB/s, aber dafür kann ich immer nur von einem Rechner gleichzeitig daruf zugreifen, dann kann ich gleich die lokale Platte nehmen :(
 
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