Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Image Erzeugung:
- Das sektorweise Sichern der Platte, damit wird eine Bitgenaue Kopie des Datenträgers angefertigt, das verwendete Dateisystem ist dabei vollkommen irrelevant. Dieses Verfahren ist immer dann angebracht, wenn Daten verloren gegangen sind, und man es vermeiden will, das man durch Reperaturversuche den Schaden noch vergrößert, geht dabei etwas Schief, kann man den Ursprungszustand wieder herstellen und weitere Versuche unternehmen. Da es eine Bitgenaue Kopie des Datenträgers ist, entspricht die Imagegröße der des gesicherten Datenträgers, abzüglich der (optionalen) Komprimierung. Eine Änderung der Partitionsgrößen ist hier beim Zurückspielen grundsätzlich nicht möglich, die zum Zurückspielen verwendete Festplatte muss mindestens genauso groß sein wie die Originalplatte, hier ist zu bedenken, das z.B. eine 40 GByte IBM ein paar Kbyte kleiner als eine 40 GByte Maxtor ist, im Zweifelsfall immer auf eine Größere Platte (z.B. 60 GByte) zurückspielen.
- Eine Sicherung der vorhandenen Dateien. Hierbei muss das Imaging Programm mit dem verwendeten Dateisystem umgehen können, da hier nur die Sektoren gesichert werden, in denen sich auch Dateien befinden. Gelöschte Dateien werden hierbei nicht mitgesichert, sodass hier eine anschließende Wiederherstellung von versehentlich gelöschten Daten nicht möglich ist. Die Imagegröße beträgt hier den Belegten Platz auf der Partition - abzüglich der (optionalen) Komprimierung. Das Wiederherstellen eines solchen Images kann sowohl in kleinere als auch größere Partitionen erfolgen. Diese Sicherungsart ist in den meisten Imaging Programmen die Default Einstellung.
Die meisten (imir fällt keines ein, bei dem das nicht so wäre) Imaging Programme unterstützen Beide Methoden, wobei die zu erst genannte Methode manchmal sehr versteckt ist.
Verschiedene Imager unterstützen die 2te Methode auch unter Laufendem Windows, um die Windows-Partition zu sichern. Der Größte Nachteil des erstellens im Laufenden Betrieb ist, das kein Abschließender Vergleich der gesicherten Daten möglich ist, weil sich ja ständig Dateien ändern. Man kann zwar einen Integritäts-check der Image-Datei durchführen, doch kann hier Prinzipbedingt nur überprüft werden, ob die Image-Datei wiederhergestellt werden könnte. Ob die enthaltenen Dateien wirklich Konsistent sind, erfährt man erst beim Tatsächlichen Zurückspielen, womit sollte die fertige Image-Datei auch verglichen werden? Deshalb ist hier strikt davon abzuraten, das Image im Laufenden Windows zu erstellen. Das Image nicht zu überprüfen ist genauso wie einen Brief auszudrucken und zu verschicken, ohne das man sich davon überzeugt hätte, das der Ausdruck korrekt ist, man versendet dann möglicherweise nur die Trennseite, und meine Oma wäre damit nicht wirklich zufrieden
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