Intel-Board mit integrierter Lüftersteuerung

Abe81

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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Board, das wie dieses EVGA-Board eine integrierte Lüftersteuerung hat, mit der man jedem Lüfteranschluss separat vier verschiedene Temperatur-RPM-Kombinationen zuweisen kann (Lüfter1 bei x°C soundoviel RPM, Lüfter2...usw.). Das Board ist leider nur sehr teuer, weil es natürlich noch zig andere Features hat, die ich gar nicht benötigen würde... z.B. der ganze Übertaktungskram.

Gibt es Boards, die auch eine so ausgefeilte Lüftersteuerung integriert haben, aber nicht so teuer sind? Es soll ein Intel-Board sein, aber ob Sockel 1156 oder 1155 wäre erstmal egal (habe im Moment einen i5-750, würde aber auch auf einen i5-2500 aufrüsten).

Was mir da nicht reichen würde, wären die Einstellungsmöglichkeiten meines jetzigen Boards (Asus P7P55D-E), da kann man nur zwischen vier Profilen (auto, silent, normal und turbo) wählen und das auch nur für alle Lüfter zusammen.
Was mir ebenfalls nicht weiterhilft, sind Softwarelösungen wie Speedfan. Das kenne ich zwar, aber ich arbeite hauptsächlich mit Linux, benutze aber zum Spielen Windows - eine hardwareseitige Lösung über das Board wäre mir da am liebsten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Tip, aber genau die habe ich gerade in meinem Gehäuse ;)

Um auf deine Frage zu antworten: Ja.

Die Lüftersteuerung regelt sich nicht automatisch, sondern man muss manuell herumdrehen. Es gibt zwar auch Lüftersteuerungen mit Automatik, aber zum einen mag ich die Optik nicht und zum anderen benötige ich den 5,25"-Schacht anderweitig.
Ich mag auch nicht die ganzen Extra-Kabel für die Thermalsensoren, die auch viel ungenauer sind, als die im Board integrierten.
 
Bei guten Hardware-Lüftersteuerungen lassen sich die Temperatursensoren alle einzeln kalibrieren.

Beispiel einer teuren, aber guten Lüftersteuerungen mit einem vergleichsweise großem Funktionsumfang: mCubed. Die erwähnte Software muss im Grunde nur einmal konfiguriert werden; danach regelt die Lüftersteuerung autark auch ohne diese weiter.
 
Die mcubed kenne ich, darüber habe ich auch tatsächlich mal nachgedacht. Das befreit mich aber leider auch nicht vom 'Problem' mit den extra Thermalsensoren (= viele Kabel im Gehäuse und Messungenauigkeit).
 
Wie schon oben erwähnt, kannst du z. B. mit einem lauwarmen Wasserglas und einem (Fieber-)Thermometer alle Sensoren schön kalibrieren. Die Steuerungen können, soweit ich es noch in Erinnerung habe, auch auf die Board-Sensoren zurückgreifen, wenn eine USB-Verbindung zwischen der mCubed und dem Mainboard hergestellt wurde. Gegen das "Kabelproblem" gibt's leider keine Lösung :).
 
Das Problem der Thermalsensoren an der Lüftersteuerung ist ja nicht deren absolute Messgenauigkeit, sondern ihre Position. Die Sensoren, die das Mainboard ausliest, sind einfach näher an der Hitzequelle.

Aber wenn die mCubed auf die Sensoren des Mainboards zugreifen können, wäre das doch schon eine Lösung des Kabelproblems - dann entfielen ja die Thermalsensorkabel. Dann wäre die mCubed eine Überlegung wert.

Aber tun wir so, als gäbe es diese Lösungsmöglichkeit nicht: Kennt denn keiner ein halbwegs bezahlbares Board mit guter integrierter Lüftersteuerung?
 
hi,

also dieses Feature kenn ich auch nur von hochpreisigen Mainboards.
Q-Fan von Asus vielleicht noch, da kannst du ne untere Temperatur einstellen wie lange die Lüfter Low laufen un nen Limit ab wann high. Dazwischen gibts leider nichts. Nen altes MB von Abit hatte so nen Feature glaub, weiß aber nicht ob die das aktuell noch anbieten.

Zu deiner Messungenauigkeit:
So viele Sensoren sind ja auch nicht aufm Mainboard, an North/SouthBridge nen ext. Sensor dranpappen, an die Spannungswandler vielleicht noch an 2 Gehäusepositionen.

für die Mainboardsensoren erstellst du einfach dir ne Offset Tabelle... MB_Sensor1 zeigt XX an, Lüfersteureung YY zeigt an.
Das an mehreren Punkten und du hast das ganze ganz gut angenähert. Dann kannste die Lüftersteuerung ziemlich gut einstellen.

Noch ne Frage wo vielleicht dazu passt:
Gibts eigentlich ne Lüftersteuerung wo die Temp Sensoren an nen Bus angeschlossen sind? (vielleicht per i2c? Gibts ja mehr als genug Sensoren für das...)
Dann müsste man nicht jeden Temp.Sensor an die Steurung sondern nur nen 4adriges dünnes Kabel von Sensor zu Sensor.

Und wenn hauptsächlich unter Linux:
http://ez.lbm-services.de/index.php?/ger/ez-work/Lueftersteuerung-unter-Linux-lm-sensors-pwmconfig-fancontrol
damit kannste dir nen Software Lüftersteurung bauen über die internen Sensoren

FCTEMPS
Maps PWM outputs to temperature sensors so fancontrol knows which temperature sensors should be used for calculation of new values for the corresponding PWM outputs.

gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Soyd,

danke für die Tips, ich will auch nicht zu renitent erscheinen, aber... ;)

soyd schrieb:
also dieses Feature kenn ich auch nur von hochpreisigen Mainboards.
Q-Fan von Asus vielleicht noch, da kannst du ne untere Temperatur einstellen wie lange die Lüfter Low laufen un nen Limit ab wann high. Dazwischen gibts leider nichts.

Q-Fan kann ich mit meinem Board auch nutzen. Vielleicht habe ich noch nicht genug damit herumexperimentiert, aber zwei Einstellungen (low und high) sind mir zu wenig, ich benötige mindestens drei.

Und mein Board (Asus P7P55D-E) hat auch zu wenig Anschlüsse: zwei PWM (CPU und Heck CHA_FAN) und zwei 3-pin (Front CHA_FAN und PWR_FAN). Mit Q-Fan kann ich nur die PWM-Anschlüss und den Front CHA_FAN steuern. Das ließe sich evtl. noch mit Y-Adaptern in den Griff kriegen... aber auf dem neuen Board wären mehr Lüfter-Anschlüsse (fünf, um genau zu sein) super

Um mal mein Anwendungsprofil zu beschreiben:
Mein System läuft im Moment - bis auf zwei langsame PWM-Lüfter auf der Grafikkarte - komplett passiv im Desktopbetrieb.
Bei Spielen drehe ich natürlich die Lüfter auf (ca. ~1000rpm) und dann gibt es noch so eine Art Zwischending... wenn mal zwischendurch was gemacht wird, was die CPU/GPU nur wenig bis mittel beansprucht (z.B. statistische Berechnung von großen Datenmengen mit SPSS oder MatLab), säuseln die Lüfter bei ~500rpm vor sich hin.

soyd schrieb:
Und wenn hauptsächlich unter Linux:
http://ez.lbm-services.de/index.php?/ger/ez-work/Lueftersteuerung-unter-Linux-lm-sensors-pwmconfig-fancontrol
damit kannste dir nen Software Lüftersteurung bauen über die internen Sensoren

Ja, das hatte ich auch schon mal so eingerichtet. Andererseits geht Speedfan mit meinem Board unter Windows nicht, und ich müsste zwei verschiedene Programme für zwei verschiedene Betriebssyteme installieren/konfigurieren; ich experimentiere auch gerne mit Linux, d.h. setze neue und verschiedene Distributionen auf etc. Deswegen die Präferenz für eine hardwareseitige Lösung.

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Anders gefragt:
Welche Boards kennt ihr, die eine so ausgefeilte Lüftersteuerung wie das oben genannte EVGA haben und evtl. noch ein paar mehr Lüfteranschlüsse (mind. 5) obendrauf?

Preis wäre erstmal egal, aber es wird sich ja hoffentlich eines finden, daß unter den 230,- des FTW200 liegt. Wie bereits geschrieben: Sockel 1156 oder 1155.
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