Intels Core Mikroarchitektur und ihre Bugs

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Laut Speziallisten soll die Core 2 Mikroarchitektur mehr kritische Bugs haben als andere Prozessoren. Hier die ganze Meldung:

http://www.au-ja.com/rdfnews.phtml?shownews=5&headline=67c7284663050c298fceb789750bfdc7

Man kann wirklich jedem, der ein Core 2 Duo hat nur raten den möglichst aktuellen Bios zu verwenden, da dort bereits etliche Fehler behoben wurden.

Die ganze Geschichte zeigt aber auch, warum Prozessoren noch so lange bis zum Marktstart brauchen, auch wenn sie eigentlich schon fertig sind. Prozessoren müssen zuverlässig funktionieren und man kann sich nicht solch große Bugs leisten, wie zum Beispiel Grafikkarten beim Launch teilweise am Anfang haben...
Ich hoffe nur, dass Intel mit dem Penryn, der ja nur minimal im Vergleich zum jetzigen Core 2 Duo verändert wurde keine irreparablen Bugs mehr hat... Also quasi eine große Bugfixversion mit schnelleren Taktraten wird :D
 
Das sind minimale Fehler die für den normalen User ohne Bedeutung sind. Da gibs weder Performanceprobleme oder sonst irgendetwas. Die Fehler könnten Angriffspunkt einiger Häcker werden. Aber dem normalen Anwender kann das ziemlich egal sein.
 
Die indirekt geäußerten Angaben von Intel zur Aktualisierung des Microcode-Updates waren leider nur sehr sparsam:

http://www.rage3d.com/board/showthread.php?t=33889730

http://h20000.www2.hp.com/bizsupport/TechSupport/Document.jsp?objectID=c01020735&dimid=908755463&dicid=alr_apr07&jumpid=em_alerts/us/apr07/all/xbu/emailsubid/mrm/mcc/loc/rbu_category/alerts

Folgende Probleme werden beschrieben:

While the implications of the issue are difficult to quantify, any of the following symptoms can occur:

The system may stop responding to keyboard or mouse input.

A system operating in a Microsoft Windows environment may generate a blue screen.

A system operating in a Linux environment may generate a kernel panic.

Konkret wird dadurch zwar nichts, aber immerhin weiß man jetzt, dass auch der Prozzi selbst mal für einen Bluescreen verantwortlich sein kann. Da ich aber ehrlich gesagt noch keinerlei (wahrnehmbare) Probleme hatte und zudem kaum ein Heimanwender über massenhafte und rätselhafte Abstürze berichtet hat, die evtl. auf den Prozzi geschoben werden müssten, kann ich mir denken, dass es sich primär um eine Vorsichtsmaßnahme hält. Daraus den Schluss zu ziehen, die Core-Architektur sei verbuggt, erscheint mir dann doch etwas gewagt ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Liste mit Fehlern von Prozessoren gibt es schon ewig, bei allen gängigen Prozessorherstellern. Das ist nichts neues und existiert wesentlich länger als die Core 2 Architektur.
Dieser Typ äußerte bis jetzt nur wilde (unbewiesene) Theorien.

Linus Torvalds schätzt sie für Linux bedeutungslos ein und laut Intel besteht kein Sicherheitsrisiko.
 
Zuletzt bearbeitet:
Betreiben wir lieber etwas Ursachenforschung, um den Grund der Aufregung zu verstehen: Intels Core 2 Prozessoren sind - wie alle anderen Prozessoren auch - fehlerhaft. Einige dieser Fehler sind kritischer als andere. Etliche Fehler wurden bereits durch Microcode-Updates in neuen BIOS-Versionen und Microsofts "Microcode-Zuverlässigkeitsupdate für Intel CPUs" behoben. Und das ist dann wohl auch der Punkt, an dem sich Theo de Raadt besonders stört: Während Microsoft ein solches Update von Intel auf der Silberplatte serviert bekommt, müssen die Entwickler alternativer Betriebssysteme - wie z.B. OpenBSD - diese Fehlerbereinigungen in Handarbeit und ohne ausreichende Unterstützung durch Intel vornehmen. Da viele Mainboardhersteller nur selten BIOS-Updates herausgeben, sind Maschinen mit alternativen Betriebssystemen aufgrund der Fehler in Intels Core Mikroarchitektur besonders gefährdet. Und da wir nun wissen, worüber sich Theo de Raadt zurecht aufregt, können wir gelassen abwarten, was die Zukunft bringt.

Nur für all diejenigen, die es nicht schaffen sollten, dem ersten Link von xphome zu folgen.
 
daniel16420 schrieb:
Ich habe noch keine Probleme gehabt

rumpel01 schrieb:
Konkret wird dadurch zwar nichts, aber immerhin weiß man jetzt, dass auch der Prozzi selbst mal für einen Bluescreen verantwortlich sein kann. Da ich aber ehrlich gesagt noch keinerlei (wahrnehmbare) Probleme hatte und zudem kaum ein Heimanwender über massenhafte und rätselhafte Abstürze berichtet hat, die evtl. auf den Prozzi geschoben werden müssten, kann ich mir denken, dass es sich primär um eine Vorsichtsmaßnahme hält.

Na-ja, es ist ja auch nicht so, als würde bei jedem zweiten Systemstart der PC abstürzen. Wenn es so gravierend wäre, würde der Prozessor nicht in Serie gebaut. Es können aber durchaus Fehler auftreten, die du dann einfach auf Software-Probleme oder irgendwelche Treiber zurückführst und in Wirklichkeit ist es ein Problem des Prozessors und das zu wissen ist schon mal nicht verkehrt. Einen Teufel an die Wand wollte ich damit aber jetzt auch nicht mahlen, aber wenn ein Biosupdate zur Verfügung steht sollte man schon lieber updaten.

Kon_artis schrieb:
Das sind minimale Fehler die für den normalen User ohne Bedeutung sind.
Nicht alle Fehler sind für normale User ohne Bedeutung. Wenn dein System hängt, ist auch für einen normalen User bedeutend. Für den normalen User ist das wohl aber nicht so gravierend, wie für eine Firma, da es dort ja um Geld geht. Die Fehler, die nur dazu führen, dass da irgendwas gehakt werden kann, ist für den normalen User jetzt nicht soo relevant, da hast du wohl nicht ganz unrecht.

rumpel01 schrieb:
Daraus den Schluss zu ziehen, die Core-Architektur sei verbuggt, erscheint mir dann doch etwas gewagt ...
Die Schlüsse auf Verbugtheit wurden nicht daraus gezogen, dass es irgendwelche Fixes von Intel gibt, sondern aus der Errata-Liste
Er pickt ja auch ein paar schlimme bugs heraus. Zitat: "Note that some errata like AI65, AI79, AI43, AI39, AI90, AI99 scare the hell out of us."

Was mich noch ein wenig ins Stutzen bringt, ist dass man bei vielen Problemen ein Workaround anbietet. Lesen die Softwarefirmen dann extra die Errata-Liste und programieren dann extra um die Fehler der Prozessoren herum? Kann es bei so etwas nicht passieren, dass ein Programm dann auf einem anderen Prozessor schlechter läuft, weil eben dieses Workaround für den anderen Prozessor gemacht wurde?
Der Typ schreibt zu einem Workaround ja so was: " It is not just buggy, but Intel has gone further and defined "new ways to handle page tables""
 
xp_home schrieb:
Es können aber durchaus Fehler auftreten, die du dann einfach auf Software-Probleme oder irgendwelche Treiber zurückführst und in Wirklichkeit ist es ein Problem des Prozessors und das zu wissen ist schon mal nicht verkehrt.

Genau das ist ja das Problem. Wenn man einerseits nur schwer die Möglichkeit hat, einen Absturz direkt auf den Prozessor zu schieben (denn die Fehlermeldungen hinterlassen, wie Du ganz richtig ausführst, normalerweise den Eindruck eines Software-, Treiber- oder gar Ram- oder Mobo-Problems, dann kann man im Umkehrschluss leider gar nicht herausfinden, inwiefern der Prozzi für Instabilitäten verantwortlich ist. Verifizierbar oder überhaupt wahrscheinlich zu machen ist dies nur durch empirische Beobachtungen von Fehlern, die sicher nicht auf Mainboard-, Treiber- und Ram-Problematiken zurückzuführen sind, sprich "rätselhafte Abstürze", die unabhängig von der verwendeten Plattform und diversen Treibern auftreten. Da jedoch zumindest mir nicht ein entsprechender Eindruck einstellt (was natürlich auch irrig sein kann!), halte ich eher die These für wahrscheinlicher, dass die Probleme und Bugs der C2D-Architektur weniger schwerwiegend sind, wie von dem von Dir zitierten Herrn behauptet wird. Deshalb erscheint auch die Kritik, für Linux und MacOS gebe es kaum eine Möglichkeit des softwareseitigen Bugfixes, nicht so schwerwiegend wie dies postuliert wird.

Genau dieser Sachverhalt macht es eben so schwer, die nebulösen Angaben Intels bezüglich des Microcode-Updates mit der Errata-Liste in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen.
 
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