Inwiefern ist Linux sicherer als Windows?

petite

Cadet 4th Year
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Hallo,

ich bin schon seit meinem ersten PC Windows-Nutzer und lese aber an diversen Stellen immer wieder (und zwar immer wieder sobald ein neuer Malware-Angriff die Runde macht), dass mit Linux einem das nicht passiert wäre.

Inwiefern ist Linux sicherer als Windows? Können einem Exploits für Flashplayer/Java/Javascript etc. wirklich nichts anhaben mit Linux?

Danke und frohe Weihnachten allen
 
Linux wird von einem kleineren Kreis an Usern privat verwendet. Da meist der Endnutzer Opfer von Malware wird ist Windows ein attraktiveres Ziel. Auch wenn Linux auf Servern wegen offensichtlichen Vorteilen gegenüber Windows eingesetzt wird sind wir Otto-Normalverbraucher das Ziel. Viele Menschen sind einfach nicht in der Lage ihren PC gescheit zu schützen und werden so Teil eines Botnetzes. Die Antwort hätte dir auch Google geben können ; )

Sicher sind platformübergreifende Runtimes wie Java für jedes OS eine potenzielle Sicherheitslücke:
linux-magazin.de/NEWS/Java-Sicherheitsluecke-bedroht-alle-Browser-und-Betriebssysteme

Vergleich: Schlechte Winterreifen. Da ist es egal ob Audi oder Benz...
 
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Soweit ich weiß haben Hacker keine Interesse die Malware bzw. Virus für Linux PCs zu programmieren, da der Benutzerkreis zu klein ist. Sollte sich der Benutzerkreis vergrößern, wird es sich bald ändern.
 
Linux ist nicht so verbreitet wie Windows. Deshalb werden Malware, Trojaner und co. für Linux kaum geschrieben. Und wenn du dir Malware für Windows auf den Linux Rechner holst, kann sie nicht ausgeführt werden.
 
Installier Dir NoScript und Du hast das Problem unter Windows auch nicht.
 
Hi,

ja, dass mit dem kleineren Userkreis habe ich auch schon herausgefunden (auch über Google) ;)

Meine Frage war ein bisschen anders gemeint: die Malware, die aktuell in Umlauf ist, kann also nicht ohne weiteres ein System mit Linux befallen? Das heißt ich surfe mit einem veralteten Browser und veralteten Programmen wie Java etc. auf eine präparierte Seite und habe ein Linux-System und da passiert nix?
 
Da inzwischen die meisten Schadprogramme per Java, Flash und ähnlichem verteilt werden, ist sowohl der verwendete Browser als auch das Betriebssystem ziemlich egal. Man muss nur mal auf heise Security lesen, was Linux alles für Sicherheitslücken hat - völlig unabhängig von Flash oder Java - und man wundert sich, wieso die sich alle immer noch für unangreifbar halten.
 
Eine Sicherheitslücke wird leider erst oft entdeckt wenn sie bereits aktiv ausgenutzt wird. Mit Java kann man sich nie sicher sein. Ein gescheiter Router, dein Verstand und eine kostenlose Anti-Viren-Software (Avast / Avira) reichen in 99% der Fälle als Schutz. Regelmäßige Updates jeglicher Software schützen. Linux nützt dir im Prinzip gar nichts, wenn du ein altes Java und einen alten Browser nutzt.
 
Linux und Windows basiern auf ganz unterscheidlichen Grundideen und Systemkernen (Kernel) Ein Programm das für ein Windowskernel geschrieben wurde kann von einem UNIX (z.B.Linux) Kernel ausgeführt werden.
Außnahme Java, aber selbst da müsste man für Win und Linux jeweils ein eigenes Programm geschriebne werden Zumindest Dinge wie Dateizugriffe etc. müssten neu geschrieben werden..
 
Also es ist so, dass Linux im Grunde gar nicht sicherer ist, als Windows jedoch wird Malware in der Regel für eine möglichst grosse Userbase gemacht um die Chancen zu erhöhen möglichst viele Computer zu infizieren.

Aus diesem Grund fährt man als Linux User besser, da die Chancen besser stehen KEINER "zufälligen" Infektion zu unterliegen.

Wenn es jedoch jemand gezielt auf deinen Rechner abgesehen hat, dann ist Windows (abgesehen vielleicht von SeLinux etc.) sicherlich die bessere Wahl, da Microsoft jede Sicherheitslücke in kürzester Zeit zu schliessen versucht und mit dem Auto-Update die Patchs auch relativ schnell ankommen.

Flashexploits funktionieren bei beiden, und wenn du bei Linux immer als root rumgurkst (so wie die meisten bei Windows als Admin) dann bist du eh nicht sicher (wobei der root noch viel gefährlicher ist).

Wie überall kommt es halt stark auf den User draufan. Hast du keine Ahnung und bist wie meine Eltern - klickst alles an, lädst alles herunter etc. dann rate ich dir zu Linux. Einfach wegen den besseren Chancen. Bist du sensibilisiert, besuchst nur Seiten denen du vertraust (vor allem für Downloads), lädst nicht irgendwelchen Schrott herunter, dann Windows.
 
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qaywsx schrieb:
Da inzwischen die meisten Schadprogramme per Java, Flash und ähnlichem verteilt werden, ist sowohl der verwendete Browser als auch das Betriebssystem ziemlich egal. Man muss nur mal auf heise Security lesen, was Linux alles für Sicherheitslücken hat - völlig unabhängig von Flash oder Java - und man wundert sich, wieso die sich alle immer noch für unangreifbar halten.

Stimmt ... so halb. Die meiste verteilte Schadsoftware sind dennoch für die Windowssysteme konzipiert. Soll heißen, selbst wenn ich mir über Flash, Java, etc. einen Windows Schädling einhole, was soll der anrichten ? Linux und Windows sind von der Grundstruktur gänzlich verschieden. Somit dümpelt der Schädling fröhlich auf dem Linux System vor sich hin ohne etwas ausrichten zu können, weil es keinen Angriffspunkt gibt. Gegenbeispiele in Form von Linuxviren/-schädlingen sollte es aber auch geben. Kein System ist "sicher"

Weiterer Vorteil bei Linux bzw. den meisten Distributionen ist : man ist fast nie als reiner Admin unterwegs, sondern meist nur User. Alle systemrelevanten Eingriffe müssen bestätigt werden (ähnlich dem so hoch gelobten eingeschränkten Benutzerkonto unter Windows). Bei einem sauber installiertem Linux kommt hinzu das z.B. nur die Ports geöffnet sind, welche auch tatsächlich gebraucht werden.

Meine Ansicht,
morduk
 
Zu aller Erst muss man sich klarwerden..
"Sicherheit ist kein Zustand sondern ein Prozess"

Man kann eben nichts installieren und davon Ausgehen, das es nun in diesem Zustand sicher ist. Man MUSS eben ständig hinterher sein, dieser Vorgang bringt ein mehr an Sicherheit, aber auch nicht den "Zustand" Sicherheit.

Dann ist ca. 90% aller Unsicheren Faktoren der Mensch und seine Bequemlichkeit.
Würden diese Anzahl der Benutzer schonmal nicht mit Adminrechten ihre tägliche Arbeit verrichten, dann gabe es diese derartige Virenproblem auch nicht so häufig bei Windowsnutzern.
Doch wer schonmal mit Standardbenutzerrechten unter Windows gearbeitet hat, weiss, das man ständig höhere Rechte braucht. Als 0815 Nutzer wohlgemerkt (Spielen, Videos etc.).

Unter Linux ist das mehrheitlich kein Problem - und man braucht höhere Rechte eben nur wenn man mal wirklich sein System abändern muss..

Denn man muss sich klar sein.. Viren können OHNE Adminrechte nur sehr bedingt Schaden anrichten.
 
Linux und Mac sind kein bisschen sicherer als Windows ... nur während nen Windows User mittlerweilen begriffen hat das er nunmal verwundbar ist ... hält sich der Rest für unverwundbar ... Überheblichkeit kommt vor dem Fall ^^

Viren können OHNE Adminrechte nur sehr bedingt Schaden anrichten.

die Zeiten sind schon lange vorbei, wo Viren Adminrechte benötigen ... die Banking trojaner habens ja sogar eben erst gezeigt ... vom Windows Rechner auf das Android Phone ... einzigst was man immer sagen kann ... es gehört immer ein DAU dazu ...
 
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Hi,

neben allen genannten Argumenten noch eins: Die Linux-Welt mit all ihren Distributionen, verschiedenen Window-Managern usw. ist wesentlich zersplitterter als es die Windows-Welt ist. Fuer einen funktionierenden Angriff muss man also auf wesentlich mehr Ruecksicht nehmen als nur auf ein paar Windows-Versionen (die sich zudem kaum unterscheiden) und muss sich zudem mit der deutlich groesseren Individualitaet der Installationen auseinandersetzen. Wenn man das noch mit der recht geringen Verbreitung verrechnet, dann lohnen gezielte Angriffe kaum noch. Sicher, man kann irgendwelche Browserluecken ausnutzen und im Browser damit Schaden anrichten, aber wenn man darueber hinaus an das System moechte, wird die Sache schon arg speziell. Von daher ist man mit Linux umso sicherer, je weniger Mainstream die Distribution ist (solange sie regelmaessig Updates liefert und vor allem so gemacht ist, dass man sie sehr stark konfigurieren kann). Will damit sagen: Ein einfach so draufgebuegeltes Ubuntu ist ein deutlich lohnenderes Ziel als ein individuell installiertes Gentoo (o.ae.).

Ich nutze Linux seit 1994 neben Windows und seit 1999 ausschliesslich (Windows also nur noch fuer Anwendungsfaelle, die unter Linux nicht sinnvoll gehen). Meine Systeme laufen generell ohne irgendwelche Virenscanner (fuer die Browsersicherheit sorge ich natuerlich - da gibt es ja viele Moeglichkeiten) und es gab in der ganzen Zeit nicht ein einziges Problem. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich nie eine Distribution verwendet habe, die wirklich Mainstream war (1994-1997: Slackware, 1997-2005: Debian (das ist noch am ehesten Mainstream), 2005-heute: Gentoo).

Viele Gruesse,

Jan
 
Intressant. Soviele Posts mit sovielen Falschinformationen. Windows hat eine groessere Userbasis? Selten so gelacht!

- auf deinem Router und oder Modem laeuft zu 90% linux (auf manchen BSD)
- auf deinem Handy laeuft Linux/Unix (ausser du hast einen uralt schinken oder ein lumia)
- auf deinem tablet laeuft Linux/Unix (ausser du hast einen uralt schinken oder ein windows 8 tablet)
- auf deiner NAS laeuft Linux

Die Marktverbreitung von Microsoft bei Privatanwendern liegt aktuell bei gerade mal 20%
siehe: http://seattletimes.com/html/micros...chs_microsoft_os_has_gone_from_more_than.html

Die Userbasis ist also gross genug, um Angriffe sinnvoll zu machen. Vor allem da der Linux Kernel Quellcode auf allen Devices derselbe ist. Eine Luecke im Kernel gefunden, schon koenntest es so gut wie ueberall ausnutzen.
 
Die Sicherheit bei Linux wird auch schon dadurch erhöht, das es Updates zeitnah gibt und man nicht bis zu einem Patchday warten muss.
Normale Anwender finden in den offiziellen Paketquellen alle benötigte Software.
Auch diese wird zeitnah aktualisiert.
Damit wird dann alles, was sich auf dem Rechner befindet auf aktuellen Stand gehalten.
 
Ich finde schon spannend, wie da GNU/Linux in einen Topf sogar mit Mac OS geworfen wird. Die Frage ist doch immer, wie quantifiziere ich "Sicherheit" - sprechen wir von Phishing oder Viren, Remote- oder Local-Exploits, sehen wir uns einfach die Menge an oder auch die Reaktionszeit auf deren Bekanntwerden? Bin ich auf die Arbeit des Herstellers angewiesen oder kann jeder in den Code schauen um die Schwachstelle auszumerzen? Habe ich dutzende manuell installierte Programme laufen von denen jedes einzelne einen Angriffspunkt darstellen könnte, oder einen zentralen Paketmanager über den die Distribution Security Fixes nachschießen kann?

Wo wir uns einig werden können ist, dass jedes System von Updates abhängig ist, somit die Verantwortung zu einem großen Teil beim Benutzer liegt, aber auch bei der Security Update Politik des OS. Bei diesem Punkt beginnt es schon, absurd zu werden wenn man Mac OS und GNU/Linux auch nur in einem Satz gemeinsam nennt. Abgesehen davon, dass es nicht "die" GNU/Linux Distribution gibt, sondern zig verschiedene, von denen allerdings die meisten das Thema sehr ernst nehmen. Es stellt sich auch die Frage, wie gut man Sicherheit zwischen OpenSource (Security by Review) und ClosedSource (Security by Obscurity) überhaupt vergleichen kann, auf jeden Fall sollte man zwischen Local- und Remote-Exploits unterscheiden, SQL Injections zu vermeiden liegt auch im Verantwortungsbereich des Webprogrammierers, Webserver laufen nun einmal zum überwiegenden Teil mit GNU/Linux, sind aber auch wieder eine ganz andere Problematik als hier, wo es um den Endnutzer zu gehen scheint.
 
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Ulukay schrieb:
Intressant. Soviele Posts mit sovielen Falschinformationen. Windows hat eine groessere Userbasis? Selten so gelacht!

Die Marktverbreitung von Microsoft bei Privatanwendern liegt aktuell bei gerade mal 20%
siehe: http://seattletimes.com/html/micros...chs_microsoft_os_has_gone_from_more_than.html

Oh Gott, sich wie ein Krösus des Wissens aufspielen und dann die gefälschte "Marktforschung" von Goldman-Sachs nachplappern. Ironie!

Klar, weil G&S auch mobile devices dazuzählen. Schonmal auf deinem Smartphone ein Word / OpenOffice Dokument mit 20 Seiten Verfasst? Der PC mit Windows ist nach wie vor auf Platz 1.

Nebenbei: Das ein Linux auf dem Router läuft ist dem Virus gerade mal *egal. Der Router leitet einfach nur das stupide weiter was ankommt sofern keine Schutzmechanismen programmiert.

Ich glaube ich spare mir weitere Kommentare zu deinem Posting und ziehe ab. Hopfen und Malz...
 
Stimmt. Hoer auf Muell zu posten.

Was will ein Hacker mit meinem 20 Seiten Doc Dokument? Ein 20 Seiten Dokument hab ich das letzte mal in der Schule geschrieben, und da mit Staroffice.
Viel intressanter duerfte die TAN fuers Onlinebanking sein, DIE ICH PER SMS AM TELEFON BEKOMME.

Und JA, lieber wuerde ich als Hacker einen Router gehackt bekommen (ueber den der GESAMTE TRAFFIC ALLER PCs LAEUFT), also nur einen Windows PC.
 
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Yiasmat schrieb:
Installier Dir NoScript und Du hast das Problem unter Windows auch nicht.
Oh ja... und das hilft dir dann genau WAS gegen eine gehackte Seite? Und natürlich kommt da von mir das hübsche Beispiel wetter.com. Man hält die Seite für vertrauenswürdig, gibt sie in NoScript frei um alle Funktionen nutzen zu können und dann wurde die Seite gehackt und als Malware-Schleuder genutzt. Scheiße wars, mit NoScript... sollte eher NoBrain heißen.

gspoo schrieb:
Also es ist so, dass Linux im Grunde gar nicht sicherer ist, als Windows jedoch wird Malware in der Regel für eine möglichst grosse Userbase gemacht um die Chancen zu erhöhen möglichst viele Computer zu infizieren.
Die Rechte- und Ordnerstruktur von Unix-Systemen sorgt für einen signifikant höheren Aufwand, in irgend einer Form wirklich relevanten Schaden anzurichten.
Eine "rechnung.pdf.exe" kann unter Windows direkt starten, wenn man sie in der Mail anklickt. Unter Unix-Systemen klappt das nicht. Etwas, das starten kann, benötigt das Execute-Flag. Das kriegts aber nicht von selbst. Kein Flag, kein Programmaufruf.

Wenn es jedoch jemand gezielt auf deinen Rechner abgesehen hat, dann ist Windows (abgesehen vielleicht von SeLinux etc.) sicherlich die bessere Wahl, da Microsoft jede Sicherheitslücke in kürzester Zeit zu schliessen versucht und mit dem Auto-Update die Patchs auch relativ schnell ankommen.
Hat man diesen Sommer gesehen... knapp 2 Monate, um eine kritische und aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke im IE zu fixen. Glanzleistung. Ganz großes Tennis.

Flashexploits funktionieren bei beiden, und wenn du bei Linux immer als root rumgurkst (so wie die meisten bei Windows als Admin) dann bist du eh nicht sicher (wobei der root noch viel gefährlicher ist).
Klappt nur nicht. Die wenigsten Distributionen erlauben es Root, sich in der GUI einzuloggen. Die letzte, bei der mir das gelungen ist, war Mandrake 9.... und da wurde der Bildschirm zur Abschreckung knallrot mit riesigen Warnhinweisen.

javameister schrieb:
Nebenbei: Das ein Linux auf dem Router läuft ist dem Virus gerade mal *egal. Der Router leitet einfach nur das stupide weiter was ankommt sofern keine Schutzmechanismen programmiert.
Einen Router zu attackieren ist sogar weitaus lohnender als den PC, der hinter dem Router hängt. Malware auf dem PC fällt eher auf als Malware auf dem Router, der Router kennt aber im Zweifel jedes (unverschlüsselte) Datenpaket.
 
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