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Ich werd's wohl nie kapieren...

Und euer Geld gebt ihr den Banken zum Ausgeben? Komische Sichtweise...
 
Das mit den Banken kapiere ich wiederum nicht. Was meinst du denn? Die Bank verwaltet doch nur mein Geld (womit ich auch Wertpapieranlagen einschließe). Zu viel Kapital in Geldwertanlagen würde ich aber vermeiden (das ist wahrscheinlich das, was du meinst), denn das kann durchaus mal hopsgehen.

Ich bin ja kein Anarcho-Hippie, der das ganze System in Frage stellt. An manche Dinge muss man sich eben anpassen und muss sie akzeptieren, weil sie zu groß und etabliert sind um sie einfach mal so (und innerhalb der eigenen Lebensspanne) umzukrempeln. Außerdem müsste man dazu ja erst einmal eine bessere Alternative kennen.
 
Naja, ihr gebt das Geld was ihr in Banken anlegt komplett in deren Besitz und stellt euch dann im Internet mit der Anonymität so an. Ihr habt doch als ihr zur Schule gegangen seid auch die ganzen Formulare ausgefüllt. Wer weiß was die mit den Daten machen? Oder die Banken? Oder oder?

Worauf ich hinaus will. Was soll das mit der Anonymität? Ich verrate grundsätzlich jedem Menschen meinen vollen Namen, mein Geburtstag etc. Ich würde auch jedem verraten, auf welchen Seiten ich mich so umseh. Warum sollte ich solche Informationen verbergen wollen?

Wäre genau so, wie wenn ich im Ninja-Kostüm in der Öffentlichkeit rumlaufen, denn mich könnte ja jemand sehen & fotografieren und das sogar noch ins Netz stellen... :rolleyes:
 
@Obsidian
Du gehst aber sehr naiv mit deinen Daten um. Wenn jemand an deinen Namen, Geburtstag, Adresse und Kontodaten kommt (man braucht nicht mal die PIN), kann derjenige unter deinem Namen einkaufen. Einfach so.
Verhindern kann man so was nicht in jedem Fall, aber man muss es den Betrügern auch auch nicht unbedingt einfach machen, an die Daten zu kommen.

Weiterhin kann man zu einem Menschen, der alles von sich preis gibt, ziemlich viel erfahren. Ja, sogar mehr, als der betroffene Mensch selber von sich weiß. Die Werbeindustrie macht sich das gerne zunutze und bastelt angepasste Werbung nur für dich. Durch Ausnutzung von psychologischen Tricks wirst du dann früher oder später dann auch was bei denen kaufen. Auch wenn du den Kram nicht brauchst. Du glaubst gar nicht, was die Leute für Tricks auf Lager haben, um die Menschen beim Einkaufverhalten zu manipulieren. Da fragt man sich manchmal, ob das noch mit rechten Dingen zugeht.

Und drittens weiß jeder alles über dich. Auch dein Chef. Und wenn dem was nicht passt, was du zB auf Facebook oder sonstwo gepostet hast und irgendwelche Sachen da rein interpretiert, dann fliegst du früher oder später raus. Und der nächste Chef will dich gar nicht erst einstellen, weil er im Internet Bilder von deinen wilden Saufpartys gefunden hat. Der geht nämlich dann davon aus, dass du morgens kaum wegen des Katers in der Lage bist zu arbeiten.


Klingt bekloppt, aber das ist die Realität! Alle genannten Dinge sind schon vorgekommen und werden teils regelmäßig praktiziert. Kannst du da wirklich daneben sitzen und behaupten, dass es dir egal ist? Ich denke nicht.
 
Ich gehe mit meinen Daten relativ sparsam um. Nicht so schlimm, als dass ich keine Kartenzahlung verwenden würde oder mein Handy ständig deaktivieren würde, um die Erstellung von Bewegungsprofilen zu verhindern. Aber eben nicht mehr als nötig.

Es geht auch nicht um so banale Daten wie Name, Adresse usw., denn da ist das Kind schon lange in den Brunnen gefallen. Meldeämter (bei denen man sich ja leider erfassen lassen muss) geben Daten an Dritte heraus und das nicht zu knapp (z.B. GEZ).
Vor ein paar Jahren, da erhielt ich 2 Briefe. Wahlwerbung von der NPD, direkt an meinen Namen adressiert. Da bin ich wohl dummerweise in die Jungwähler-Schublade gerutscht. Empfand ich schon als starkes Stück, von diesem geistigen Dünnpfiff behelligt zu werden.

Wie bereits ausgeholt - es geht mehr um Dinge wie politische Statements, Beiträge zu heiß diskutierten Themen usw. Was mache ich denn, wenn ich heute im CB-Forum schreibe, dass ich Kekse liebe und in 5 Jahren wird ein Gesetz erlassen, das Kekse verbietet und Keks-Liebhaber der Verfolgung aussetzt? Dann bin ich geliefert, denn meinen Beitrag kann man kinderleicht per Suchmaschine finden. Da ich ja als bekennender Keks-Liebhaber gesetzwidrig handeln könnte und eine Gefahr für das Anti-Keks-System darstelle, wird CB auch genötigt sein mit Ermittlern zu kooperieren. Sämtliche Kontakte, die mit mir irgendwie verknüpfbar sind, machen sich natürlich auch direkt verdächtig, denn sie müssen ja gemerkt haben, dass ich auf Kekse abfahre.

Genau das ist ja auch das Problem an der VDS. Ich möchte nicht, dass aussagekräftige Profile von mir entstehen, anhand derer ich vielleicht dummerweise in Schubladen rutschen könnte, in denen man besser nicht liegen sollte. Das klingt vielleicht für den einen oder anderen paranoid. Für mich ist blindes Vertrauen in Obrigkeit, wie es von viel zu vielen praktiziert wird, aber wesentlich schlimmer. Das hat die Geschichte gezeigt. Es ist schade, dass der Wunsch nach Freiheit und informationeller Selbstbestimmung immer gleich mit der Paranoia-Keule erschlagen und belächelt wird. Bei diesem Thema kann es irgendwann plötzlich zu spät sein umzulenken.

Zum Thema Bank: ich würde nicht sagen, dass die Bank mein Kapital besitzt (abgesehen von Geldwertanlagen, wie gesagt, aber das kann man ja in tragbaren Grenzen halten). Am wertvollsten ist in meinem Alter ohnehin das Humankapital und das lasse ich mir nicht nehmen.

Das mit dem Ninja-Kostüm würde ich übrigens auch nicht so banalisieren (Stichwort Ausweitung der Videoüberwachung). Glücklicherweise sind Videodaten enorm groß und können nicht in dem Maße ewig gespeichert werden, aber da gilt auch wieder das Stichwort (Bewegungs-)Profil. Wobei das schon ein Extrem ist. Wenn ich mir sorgen darum mache, dass eine staatliche Institution an meinem Bewegungsprofil interessiert ist, dann ist schon irgendwas sehr im Argen. :p

​Aber ich glaube wir driften hier ab. :freaky: Zum Thema VPN diskutiere ich aber gerne noch weiter mit.
 
@0bsidian

Wenn Du nix zu verbergen hast, kannst Du ja mal die Daten Deiner Kreditkarte hier posten.
Nur so zur Sicherheit. vll verlierst du die ja mal und bist froh, wenn wir Dir hier mit Deinen Daten aushelfen können.
Oder ist die etwa geklaut :D

Spass beiseite.
Über dein Surfverhalten lässt sich einiges über Dich herausfinden.

Plattes Beispiel:
Du surfst viel in Gesundheitsforen, schaust Dir die homepages diverser Krankenhäuser an, stehst in Kontakt mit einem Institut das im Begriff ist ein neues Heilmittel für/gegen Krankheit xyz auf den Markt zu bringen.
-> Es liegt nahe, dass Du oder jemand in Deinem Bekanntenkreis von der Krankheit betroffen ist.

Hat man nun noch Zugriff auf Deine Krankenakten (die Du ja offen ins Internet gestellt hast, weil ne Krankheit ja nix verbotenes ist), weiß man schonmal ob Du der betroffene bist....


Stößt Dein Arbeitgeber auf diese Daten könnte er versuchen Dich loszuwerden. Du bist ja schließlich krank, mußt bald ins Krankenhaus danach Reha... verursachst also Kosten, ohne was einzubringen
 
U-L-T-R-A schrieb:
@0bsidian

Wenn Du nix zu verbergen hast, kannst Du ja mal die Daten Deiner Kreditkarte hier posten.
Nur so zur Sicherheit. vll verlierst du die ja mal und bist froh, wenn wir Dir hier mit Deinen Daten aushelfen können.
Oder ist die etwa geklaut :D

Spass beiseite.
Über dein Surfverhalten lässt sich einiges über Dich herausfinden.

Plattes Beispiel:
Du surfst viel in Gesundheitsforen, schaust Dir die homepages diverser Krankenhäuser an, stehst in Kontakt mit einem Institut das im Begriff ist ein neues Heilmittel für/gegen Krankheit xyz auf den Markt zu bringen.
-> Es liegt nahe, dass Du oder jemand in Deinem Bekanntenkreis von der Krankheit betroffen ist.

Hat man nun noch Zugriff auf Deine Krankenakten (die Du ja offen ins Internet gestellt hast, weil ne Krankheit ja nix verbotenes ist), weiß man schonmal ob Du der betroffene bist....


Stößt Dein Arbeitgeber auf diese Daten könnte er versuchen Dich loszuwerden. Du bist ja schließlich krank, mußt bald ins Krankenhaus danach Reha... verursachst also Kosten, ohne was einzubringen
Viel Arbeit für was ganz simples. Das tun sich die Arbeitgeber nicht an, ein Anruf reicht, dann haben sie meine Krankenakten.

Du vertauschst hier aber zwei Dinge: Einmal die Tatsache, dass ich alles, was ich ich im Internet tu, nicht verheimlichen müsste / auch im reellen Leben preis geben würde. Und zweitens die Tatsache, dass ich alles, was ich für nicht wichtig halte, ins Internet stellen würde.

Wenn ich mir mal die Facebook-Chroniken einiger Kollegen anschaue, würde dein obiges Beispiel schon eher antreffen. Was die da alles preis geben, das würde ich nicht mal im reellen Leben sagen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wer genau weiß, was er preis geben sollte und was nicht, braucht keinerlei Sicherheitsvorkehrungen im Internet zu treffen...
 
@ chalente:
Du hast im falschen Forum gefragt! ;)

Schau mal z.B. hier oder hier. Immer mit Augenmerk auf die (auch hier schon genannten) Zauberbuchstaben VPN!
 
Wer nicht einmal den VPN-Anbietern traut und dem Anonymität + keine Spuren hinterlassen wichtiger sind als Geschwindigkeit, der darf sich gern mal TAILS anschauen.

https://tails.boum.org/index.en.html

Daß man im Betrieb davon sich aber nicht lustig bei Facebook anmeldet oder seine Webmails checkt, sollte sich von selbst verstehen.
 

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