ISO-Empfindlichkeit bei DSLR

moonwalker99

Lt. Commander
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Ich habe früher mit SLR fotografiert, da war die empfindlichkeit abhängig vom gekauften Film. Und man merkte bei Abendaufnahmen, dass ein 400er oder 800er Film schon nettere Bilder ergab.

Aber in DSLR ist der Sensor doch fest eingebaut. Wie werden dann die verschiedenen ISO-Stufen umgesetzt? Verstehe ich nicht.
 
Es wird einfach die an den Sensor angelegte Spannung erhöht. Dieser wird dadurch Lichtempfindlicher (höherer ISO-Wert), neigt aber genau wie damals die licht-empfindlichen Filme zu "körnigerem" Aussehen (in der Digitaltechnik ist dass dann das gefürchtete Bildrauschen).
 
Wirf die alten Konventionen über Bord. Nutze die Möglichkeiten an Deiner DSLR zum Verstellen der ISO-Werte. Du kannst mit Ihnen experimentieren bis Du das (Farb-) Rauschen wahrnimmst und auch gezielt einsetzen. Spez. beim Blitzen ist mit der neuen Technik viel mehr möglich wie in der guten, alten Analogzeit. Viel lernen kannst Du z. B. auch bei: www.dslr-forum.de.
Einfach ausprobieren! Ein ganz großer Vorteil: Wenn ich heute bei einem Shooting 400 - 500 Fotos mache, wäre das früher nicht bezahlbar gewesen, ganz zu Schweigen von dem Zeitaufwand bis die Filme aus dem Labor zurück waren. Heute ist es eine halbe Stunde Arbeit am Rechner. Heute kann ich es ausprobieren, spez. bei den ISO-Einstellungen.
Viel Spaß!
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ich der einzige, der die Frage des Threaderstellers mehr in Hinsicht der technischen Realisierung als der Einstellung verschiedener ISO-Werte interpretiert hat?
 
moonwalker99 schrieb:
Wie werden dann die verschiedenen ISO-Stufen umgesetzt? Verstehe ich nicht.

ich versuchs mal einfach zu erklären.

Bei analogen Filme wusste man das ein Film mit hoher ISO empfindlicher war als einer mit niedriger ISO.
heute stellt man nicht den Sensor empfindlicher sondern man dreht die Verstärkung hoch.

stell dir vor du hast eine HIFI-Anlage und schaltest diese ein hörst aber keine Musik...
jetzt drehst du den Lautstärke-Regler mal richtig weit auf und irgendwann hörst du das Rauschen aus den Lautsprechern.
wenig Verstärkung kaum Rauschen..
viel Verstärkung viel Rauschen..

... genau so verhält sich das bei den ISO-Stufen in der DSLR
je höher die ISO desto grösser die Verstärkung und somit auch das Bild-Rauschen.

der Bildsensor wird heutzutage nicht mehr mit höherer Spannung versorgt sondern nur das Ausgangssignal wird mehr verstärkt.

Die ISO-Stufen sind quasi ein Überbleibsel aus der analogen Fotografie damit der Fotograf einen Wert hat mit dem er arbeiten kann.
früher wusste man einfach das bei diesen Lichtverhältnissen ein Film mit ISO 400 bei Blende 4 eine Belichtungszeit von 1/200 brauchte. Und wofür dem Kind einen neuen Namen geben?..genau deswegen hat man das übernommen.
Die Kamerahersteller orientieren sich hier tatsächlich am analogen Filmmaterial und versuchen möglichst authentische Ergebnisse abzuliefern

Wikipedia zu Bildrauschen


ich hoffe das dir jetzt geholfen ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Sensor ist dein "Film" und in aktuellen SLRs sogar oft dem Film Negativ überlegen was Lichtempfindlichkeit und Bildstörung(durch Körnung bzw eben Rauschen) angeht. Stell dir nur einmal die Möglichkeiten vor! Du stellst die Kamera auf Manuell und suchst dir die gewünschte Blende, und passende Verschlusszeit, und deine Kamera sucht sich auf Auto-ISO selbst den passenden Film für dein Foto, damit alles korrekt belichtet wird. Die digitale Fotografie macht das experimentieren einfach unendlich komfortabler.

Ich empfehle aber bei den meisten SLRs alles über Iso 800 als Schwarz/Weiß Foto zu "entwickeln" man hat hier auch im nachhinein viele Bearbeitungsmöglichkeiten und das störende Farbrauschen wird perfekt entfernt, das bisschen Korn das übrigbleibt(das helligkeitsrauschen) wirkt in der Regel speziell als Schwarz/Weiß Aufnahme sehr ansprechend.

Es gibt aber auch genügend Bildbearbeitungsprogramme die dem Rauschen auf die Pelle rücken, zB. Neatimage, die können es je nach Grad sogar komplett entfernen...
 
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