Ist der Windows Boot Manager immer da ?

zombie

Captain
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Hallo
Bei mir im Bootbereich des Bios wird die SSD mit Windows 11 zweimal angezeigt, einmal als reine SSD von der gebootet werden kann aber auch mit Windows Boot Manager von der gebootet werden kann. Ist mir der Bootmanager durch irgendwelche Frickeleien mal drauf gekommen oder ist das so standardmäßig korrekt ? Grüße
 

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Bei dir ist bestimmt CSM + UEFI Boot aktiviert.
Dann wird dir logischerweise einmal die SSD (wählt man ja im CSM Modus) und einmal der Windows Bootmanager (wählt man im UEFI Modus) angezeigt
 
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zeig mal wie es in msconfig aussieht. Ist er da nur 1x, passt alles
 
zombie schrieb:
Ist mir der Bootmanager durch irgendwelche Frickeleien mal drauf gekommen oder ist das so standardmäßig korrekt ?
Der ist immer da. Kernbestandteil wie Windows bootet. Und auch der Name "Windows Boot Manager" ist der, den Windows dem ab Werk gibt.
Windows stellt den auch ab Werk als Standard-Boot Option ein, so dass du den nur siehst, wenn du manuell durch die Boot Optionen im BIOS geht. Und der Name ist theoretisch arbiträr und editierbar (ein UEFI Feature, wirklich wichtig daran ist die Kommandozeile die hintendran steht und die Festplatte, Partition, Datei darin und Optionen für den initialen Boot benennt).

Viel eher, wenn man eine Windows installation durch die Gegend migriert hat oder mit Tools manipuliert hat, dann könnten manchmal weitere Einträge auftauchen die entweder auf alte, nicht mehr vollständig vorhandene oder sogar den selben Bootloader unter anderen Namen zeigen können.

Aber Einträge die keinen Custom Namen (von einem OS oder Tool) haben, sondern den Namen eines Datenträgers sind in aller Regel Legacy Boot Einträge und nicht UEFI Boot Optionen (wie oben erwähnt, CSM). Weil diese Einträge können nicht "angelegt" werden, sondern existieren schlichtweg einmal pro legacy-bootbares Gerät.
 
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Alles klar, danke für die Infos. Ich will demnächst noch parallel ein Linux mit drauf machen und dachte schon ich habe da Murks auf der Platte
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madmax2010 schrieb:
zeig mal wie es in msconfig aussieht. Ist er da nur 1x, passt alles
Da steht nur das eine Windows 11 drin.
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madmax2010 schrieb:
zeig mal wie es in msconfig aussieht. Ist er da nur 1x, passt alles

Das war es wohl, habe CSM im Bios noch aktiviert gehabt.
 
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Der Bootmanager von Windows ist in der EFI System Partition (ESP) tatsächlich zweimal hinterlegt und von Microsoft auch so gewollt.

Hier mal als Beispiel mein Dual-Boot Setup mit Arch Linux und Windows 11.
Bash:
[root@haupt-pc ~]# tree -P '*.efi' --prune /efi/EFI
/efi/EFI
├── Boot
│   └── bootx64.efi
├── Linux
│   └── arch-linux.efi
├── Microsoft
│   └── Boot
│       ├── bootmgfw.efi
│       ├── bootmgr.efi
│       ├── memtest.efi
│       └── SecureBootRecovery.efi
└── systemd
    └── systemd-bootx64.efi

6 directories, 7 files

In der ESP gibt es einmal die EFI-Binaries in frei benennbare Unterordner, wo die Boot-Binaries der verschiedenen Betriebssystem hinterlegt sind. Das Binary ESP/EFI/Linux/arch-linux.efo bootet Arch Linux und ESP/EFI/Microsoft/Boot/bootmgr.efi bootet Windows. Das sind die beiden regulären .efi, die im UEFI dann auch mit entsprechendem Namen (Linux Boot Manager, Windows Boot Manager) aufgelistet werden.

Jetzt ist nach den Spezifikationen aber auch ein optionaler Fallback (ESP/EFI/Boot/bootx64.efi) vorgesehen. Dieser Fallback, sofern vorhanden, hat kein individuelles Label, sondern wird in der Auflistung im UEFI einfach nach dem jeweiligen Laufwerk benannt (weil ist halt der dortige Fallback). Sofern diese .efi Datei vorhanden ist, wird diese default gebootet, wenn kein anderer Eintrag ausgewählt oder vorhanden ist.

Windows hinterlegt seinen Boot Manager jetzt nicht nur als individuelles .efi unter ESP/EFI/Microsoft/Boot, sondern zusätzlich nochmal als dieser Fallback. Dafür ist der Fallback von dem Spezifikationen eigentlich nicht gedacht, aber es ist auch nicht verboten, dass ein OS diesen Fallback für den eigenen Bootmanager "missbraucht".
 
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