Ist Google vertrauenswürdig oder sogar sicher?

Es ist interessant, dass manche kein grundsätzliches Problem in der Datensammelei sehen. Selbst wenn es 'nur' zu Werbezwecken dient und ein gutes, kostenloses Produkt finanziert bleibt es doch eine schäbige, hinterlistige Form der Überwachung. Gerade Werbung generell ist einfach nur furchtbar - kann mich nicht daran erinnern je etwas gekauft zu haben nachdem ich auf irgendein Seite ein völlig überzogenes Ad-Banner gesehen hatte - und persönliche Werbung ist gruselig.
Mittlerweile ist meine Einstellung zur Datensammelei leider sehr viel gelassener, da es mit großer Unbequemlichkeit verbunden ist komplett aus dem Netz zu verschwinden - und ich behaupte mal, dass man gerade dann erst richtig interessant wird und sowieso überwacht wird("Wo Rauch ist, da ist auch Feuer!", "Hast du was zu verstecken?"). Den meisten Regierungen (und Menschen) ist Datenschutz doch völlig egal. Ich investiere meine Energie lieber in andere Dinge anstatt mühsamst gegen den Strom zu schwimmen.
 
Ich finde keinen Fehler. 'Nur' mit Anführungszeichen impliziert mehr als nur das Sammeln zu Werbezwecken - zugegeben, da sitzt der Aluhut recht eng.
Aber auch ohne Anführungszeichen macht es doch Sinn. Wie möchte man mir personalisierte Werbung anzeigen ohne mein Handeln im Netz zu verfolgen und zu tracken? Da reicht mir schon, dass es gängige Praxis ist diese Daten untereinander auszutauschen, zu verkaufen und all das ohne meine explizite Erlaubnis um es als 'schäbige, hinterlistige' Überwachung' zu bezeichnen.
Auf was bezog sich der Fehler den du gefunden hast?
 
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Wenn Du und ich getrackt werden nur um angeblich/scheinbar oder auch tatsächlich passende Werbung zu liefern dann ist das - unabhängig davon dass ich das nicht will - eben keine Überwachung. Es ist ein Tracking, zum Zweck der Werbung, nicht des Überwachens.

Akzeptabel ist es trotzdem nicht, weil die einmal erhobenen Daten jederzeit und ohne negative Konsequenzen für den Täter von einem solchen auf maningfaltige Weise mißbraucht werden können.

Meine Forderung daher: drastische Strafen (und zwar wirklich drastisch, Ich sehe den Mißbrauch von Daten als äquivalent einer digitalen Vergewaltigung) für den vorsätzlichen Mißbrauch von personenbezogenen Daten und immer noch schmerzhafte Strafen sowie stärkere Haftung für den fahrlässigen Mißbrauch oder das inkaufnehmen eines solchen.

Das wird nicht passieren, wir haben längst eine Parallelgesellschaft von Jurikative, Legislative, Executive und Geldadel die sich für unberührbar hält. Aber man wird doch noch träumen dürfen.
 
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Dem kann ich nur zustimmen. Benutzte den Begriff Überwachung relativ frei.

Ich bin ja wirklich gegen die Todesstrafe, aber bei Themen wie diesen gerät meine Position wirklich ins Wanken. (Auch bei Hackern, Viren und Trojanern... :D )
 
Ueberwachung ist doch am Ende nur ein Oberbegriff, was Tracking miteinschließt.
Hier zu unterscheiden, empfinde ich als Haarspalterei.

Zum Teil ist sowiso eine komplette Aufzeichnung der Nutzeraktivitaet (alle Eingaben, egal ob abgeschickt oder nicht, inkl. "Mausposition") vorgesehen, was fuer mich ueber reines Tracking hinausgeht.
 
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