News IT-Branche schafft neue Jobs

@byte
"Ich persönlich kenne keinen Studenten, der nach seinem Studium mit gutem Verdienst eingestiegen wäre -"

Ich schon. Ehrlich gesagt kenne ich sogar keinen, der schlecht eingestiegen ist. Wobei "gut" natürlich Definitionssache ist. Viele gerade jüngere Leute haben in Deutschland allerdings ein ziemlich unrealistisches Maß in Sachen Gehalt. Vielleicht vergleicht du auch einfach Äpfel mit Birnen, d.h. praxiserfahrene Spezialisten mit Berufsstartern. Das die Berufseinsteiger nicht mit Spezialistengehältern einsteigen, sollte einem eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen.

"wie auch, er ist ein absoluter Anfänger, der dem Unternehmen in den ersten Jahren nicht annähernd das bringt, was er kostet, geschweige denn verdienen will."

Das ist bei jedem neuen Angestellten so, der nicht exakt im gesuchten Bereich Praxiserfahrung hat. Akademiker werden deshalb von Anfang an meist relativ gut bezahlt, weil sie ein relativ breites Spektrum mitbringen (hohe Flexibilität), man ein gewisses Potenzial einfach voraussetzen kann und weil sie während des Studiums eine gewisse Leidensfähigkeit bewiesen haben... jaja, ein Studium ist tatsächlich nicht nur Spass. Das Risiko einen Akademiker einzustellen ist somit geringer, als z.B. einen Fachinformatiker... wenn man vom Durchschnitt, also von der Masse ausgeht.

Was die Durchfallquoten bei Prüfungen angeht: Meist sind die Leute selbst dran schuld. Entweder zu dumm (eher selten) oder zu faul oder zu wenig Interesse oder falsche Vorstellungen, wie ein Studium aussieht und was von Studenten verlangt wird.
 
hmm ITA ist noch mehr eierschaukeln als Fachinformatiker? ^^
das kann ich mir gar nicht ausmalen.
ich studiere als wirtschaftsinformatiker und mache gleichzeitig eine ausbildung zum fachinformatiker im betrieb d.h. ich kann studium und ausbildung wohl kompetent beurteilen und ich finde das die ausbildung echt ein witz ist.
das wissen, dass man sich da aneignen muss ist in der komplexität überhaupt nicht mit dem studiumwissen vergleichbar.
das ausbildungswissen ist mehr wie ein handwerk, je mehr man programmiert und datenbanken bearbeitet desto besser kann man es. man hat keinen prüfungsstress und kann sich auf die abschlussprüfung 2-3 jahre vorbereiten.

daher ist es schon ein ganz ordentlicher sprung vom fachinformatiker zum studenten, der sich logischerweise auch im gehalt wiederspiegelt...
 
kann das mit "mehr Jobs" zumindest für Österreich bestätigen ;-) heute einen Job als Entwickler bei einem international agierenden Unternehmen für Prozessvisualisierungs- bzw. HMI/SCADA-Software angeboten bekommen, welchen ich auch sehr wahrscheinlich annehmen werde :-)
 
Das freut mich für die Leute die es bis dato schwer hatten einen Job in der Richtung zu bekommen !!
 
@Reaktionen

Es interessiert doch nicht die Bohne, wie viel die Gehälter im Gesamten gestiegen sind. Das ist ein Irrglaube, dass jeder Hans Wurst in der IT Branche einen Spitzenverdienst hat, genau so wie der Irrglaube, dass ein Studium ein Freibrief für ein Spitzengehalt ist.

Was im diesem (!) Bereich zählt, ist einzig und allein das, was man letztendlich drauf hat - und dafür kann ein Studium nützlich sein, ist aber längst nicht Pflicht, es gibt keine Garantien. Und wenn man seine Arbeit gut macht, dann wird ein fairer Arbeitgeber das Gehalt von ganz alleine anpassen, schließlich will er dir für deine Leistungen auch was zurückgeben. Ich musste bisher nie (!) im Leben um eine Gehaltserhöhung fragen.

Vielleicht sollten einige von euch auch mal ihr geistiges Bild von den Arbeitgebern ändern - das sind keine bösen Halsabschneider, die euch ausquetschen wollen, nicht immer nur das negative suchen. Ein Fachkräftemangel ist 100%ig vorhanden, ich weiß selbst wie schwer wir uns tun, gute (!) neue Mitarbeiter zu finden. 90% der Bewerbungen kann man wegwerfen.

Es ist ganz simpel - wer seinen Job gern und gut macht, bereit ist sich ständig fortzubilden (im Prinzip ein niemals endendes Selbststudium), der wird sicher nicht "in einem Callcenter enden". Und wie gesagt, ich spreche mich nicht gegen ein Studium als solches aus, sondern sage nur, dass längst nicht jeder, der sich irgendwie durchwurschtelt, dann als Big Player ins Berufsleben einsteigt.
 
@byte: ja das sagt doch alles bei der aroganz der arbeitnehmerseite (wir müssen 90% wegwerfen) warum ist das so weil man fertig ausgebildete perfekte mitarbeiter sucht die perfekt englisch können müssen oder eben schon die ganzen programmiersprachen perfekt können müssen.

Wenn ich schon die scalen höre die die firmen ansetzen bei dem abfragen von fähigkeiten. Da muss kann ich als fertig studierter schon nur zwischen 1-6 bei allen fragen antworten 7-10 muss man ja schon ein guru sein und selbst 3-6 muss man etwas schon richtig gut können.

Statt das wichtigere fähigkeiten besser gefragt werden, wie gut kann man selbstständig arbeiten, wie schnell kann man sich neues wissen aneignen. Bzw halte die scalen generell für dämlich, da man zwischen 1-10 keine vernünftige einschätzung von sich machen kann besonders wenn immer 3 abstände quasi immer das selbe bedeuten wo ordnet man sich dann dort ein, schwachsinn.

Aber nochmal genau das mein ich solange ihr 90% der bewerbungen verwerft weil sie irgend ein Punkt nicht erfüllen oder irgendwelche für bwler wichtige formalien nicht richtig erfüllt solange herscht kein fachkräftemangel.
 
Das ist schlichtweg falsch was du dir zusammenreimst, ohne die Gründe zu kennen.

Den langen Text den ich hier verfasst hatte, poste ich nun doch nicht, sonst haben wir hier eine längere Diskussion.

Abschließend nur: Wer will, der schaffts.
 
Hallo!
Über solche Artikel kann ich nur Lachen. Von wegen Fachkräftemangel, ein Witz ist das!
Als ausgelernter Informatikkaufmann als auch Netzwerk Prof. + IT Security Spezialist mit Microsoft und Linux Zertifizierung kann ich jedem nur davor abraten eine schulische Ausbildung zu machen. Diese habe ich 2002 beendet und bin seit dem nur über Zeitarbeitsfirmen ein paar Monate mal beschäftigt. Die Firmen suchen ausschießlich berufserfahrende Profis, möglichst max. 25 Jahre alt, 10 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Firmen, Kenntnisse in den verschiedensten Programmiersprachen und Programmen die man niemals nach der Ausbildung können kann und die Arbeitsämter schicken einen nur auf unnötige, völlig nichts bringende Bewerberkurse die einen nicht weiter bringen. Das einzigste was hier helfen würde, wäre von der Regierung eine Sofortmaßnahme dass es genauso wie die Frauenquote auch eine Quote von Berufseinsteigern berücksichtigt werden müssen bei der Jobvergabe. Aber nein wir wollen ja alle nicht arbeiten heißte es von denen und wir müssen härter bestraft werden. Tolle Regierung, wirklich! Und dann heißt es Fachkräftemangel, dass ist doch ein Witz!
Wenn ihr die Möglichkeit habt in einem Betrieb zu lernen und vielleicht sogar übernommen zu werden ist diese Ausbildung immer vorzuziehen, sonst habt ihr später kaum eine Chance wieder in euren gelernten Beruf zu kommen. Zuschüsse vom Arbeitsamt interessieren die wenigsten Arbeitgeber! Die stellen lieber berufserfahrende Profis ein. Schaut euch vor der Ausbildungswahl mal die Stellenangebote an, was man da mitbringen soll. Ihr werdet erschrocken sein, dass lernt ihr niemals in einer Ausbildung alles!

Wie kommt die Firma Bitkom immer wieder darauf, dass hier ein Fachkräftemangel herrscht? Es gibt genügend Leute wenn ich teilweise höre, wieviele 100 Bewerber sich auf eine Stelle beworben haben. Und da wird gleich aussortiert wer nicht schon mind. ein paar Jahre gearbeitet hat in dem Bereich, fliegt raus!
Einzigste Chance im gelernten Beruf Fuß zu fassen, sind Zeitarbeitsfirmen.

Wann machen sich endlich die Arbeitgeber mal Gedanken dass auch Berufseinsteiger eine Chance brauchen, in ihrem gelernten Beruf zu arbeiten???? Man wird ja nicht ein mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen bei vielen obwohl über 95% der gesuchten Kenntnisse passen. Manche Arbeitgeber machen sich sogar den Spaß raus und bestellen einen zum Vorstellungsgespräch nur weil sie sehen wollen, wer sich das zu traut aber haben von vorn herein kein Interesse an der Person. Habe ich schon alles erlebt, da wird man mal eben eingeladen obwohl man mich von vorn herein nicht haben wollte, dass kriegt man dann sogar beim Vorstellungsgespräch gesagt.

Gruß
Tim
 
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