IT Studium

Jack Spades

Ensign
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Juni 2012
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132
Hey Leute,
ich würde gerne Informatik studieren, mit dem Ziel in die Sicherheitsbranche zu gehen.
Also mein Traumjob wäre es in einer Firma zu arbeiten, die wirklich mit PC's/IT zu tun hat(wie z.b. Google oder so) & nicht nur zufällig eine EDV Abteilung hat & diese Firma kontinuierlich auf Sicherheitslücken in den Porgrammen und so zu checken, um den ganzen Hackern etwas entgegen zu wirken.
(das ich kein System auf die Reihe bekomme, was nicht gehackt werden kann, ist mir bewusst, aber ich möchte es eben sicherer machen).

Was ich von euch gern wüsste ist folgendes:
wie heißt dieser Studiengang (einfach nur "IT-Security" wird es wohl nicht sein oder? habe schon ein bisschen was vom Penetrationtester und so gehört, deswegen wüsste ich gern den genauen Namen)
Sind Unis wie die ETH in Zürich dafür zu empfehlen?
was erwartet mich während des studiums (bis jetzt sagen immer alle nur "mathe mathe mathe mathe" wäre schön wenn ihr etwas konkreter werden könntet.)
& wie lange wird dieses Studium vorraussichtlich dauern? (sind 6-8Semester realistisch?)

MfG Jack
 
naja einfach informatik studieren, vielleicht irgendwo wo mehr programmiert/entwickelt wird und die richtigen wahlfächer belegen, den rest lernst du dann im betrieb

edit: hab jetzt übrigens angenommen, dass du eher im code/in programmen nach sicherheitslücken suchen bzw diese garnicht eher enstehen lassen willst
dann würd ich dir eher zu nem studium auf ner fh raten

falls du dich auch mit irgendwelchen kryptischen verschlüsselungstechniken usw beschäftigen willst und kein problem damit hast dich zum größten teil nur mit mathe zu beschäftigen, dann doch lieber auf die uni ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
naja mein gedanke war: sagen wir mal ich bin bei google angestellt ( nur um das beispiel fort zu führen) dann würde ich gern überprüfen ob man sich da rein hacken kann & diese sicherheitslücke dann schließen oder melden & wenn ich jetzt fest stellen sollte "oha da war wieder ein angriff" dass ich dann vllt auch son bisschen verfolge woher der kam & meinem chef am ende des tages ne mappe auf den tisch lege "der nachbars junge hat sich 3 mal versucht in unser netzwerk einzuklinken, aber keine angst, ich konnte es alle 7 male verhindern"

sorry das ichs bisschen so ins lächerliche ziehe, aber hab keine ahnung in wiefern sich die aufgaben im endeffekt wirklich überschneiden
 
E-Technik/Nachrichtentechnik/technische Informatik

Das sind so Studiengänge die auch Schwerpunkte auf Datenübertragung legen, mit allen Facetten, aber eben auch teilweise eher hardware-lastig.

Aber Nachrichtentechnik ist definitiv sehr interessant und sicherlich auch zukünftig gefragt.

Was dich erwartet ist dabei sehr viel Mathe, Physik, Elektrotechnik. Hier mal ein Beispiel-Studienplan:

https://www.hs-ulm.de/Fakultaet/Elektrotechnik/Studiengaenge/NT/Inhalt/Studienplan_de.dbx


ANsonsten (wie schon empfohlen) studiere allgemeine Informatik an der Uni und setze deinen späteren Schwerpunkt über Wahlpflichtfächer und häng ggf. einen Master mit weiterer Spezialisierung ran.
 
Ich habe wirtschaftsinformatik studiert und viele sind jetzt zu genau solchen Firmen gegangen, die für unternehmen datenverkehre überwachen, sicherheitslücken ermitteln und Konzepte aufstellen diese zu schließen etc.
Ich würde also auch sagen, einfach einen Informatikstudiengang wählen, der dich anspricht und dann alles auf einen zukommen lassen. Nach 3 Jahren Studium kann deine Sicht auf den Job übrigens auch nochmal gänzlich anders sein
 
Für dich ist das Studium der IT-Sicherheit an der Uni Bochum prädestiniert.
 
Das was du schreibst hat damit zwar nichts zu tun (weil du von dem Bereich eben noch keine Ahnung zu haben scheinst) aber das klingt für mich auch Richtung einem Informatikstudium mit Schwerpunkt IT-Sicherheit.

Wobei Netzwerke sicher machen, da eher nur angeschnitten wird, da wird es dann um Kryptographie den BSI Sicherheitsschutz usw gehen.

Das ganz klingt, wie du es schreibst, aber viel aufregender, als es wirklich ist. Angriffe gibt es tausende am Tag, aber i.R. werden die von Firewalls usw geblockt und landen in einem Log. Vor allem den Angriffsversuch des Nachbarsjungen mit seinem H4ckert00l 2.0 wirst du im Leben nie sehen, da es direkt weggeblockt wird. Und Hackerangriffe werden da auch der allergerinste Teil sein, eher Zertifikatsmanagement, NTLM und so ein Zeug.
Oder eben Code-Reviews, als ganz andere Richtung, aber dazu musst du ein sehr guter Softwareentwickler sein, weshalb da ein Studium in Richtung IT-Sicherheit auch nichts bringt, denn gutes Software entwickeln, Probleme erkennen usw. kann man nur, wenn man selbst programmiert.
 
Ich würde dir folgendes empfehlen:
1. Bachelor in Informatik
2. Wenn du dann immernoch in den Bereich IT-Security willst, dann danach einen Master mit diesem Schwerpunkt.

Das wären dann 6 Semester für den Bachelor + 4 Semester für den Master. 2 bis 4 Semester kannst du noch zusätzlich einplanen, da nur die wenigsten es in der vorgegeben Zeit wirklich schaffen. Außerdem ist es vorteilhaft Praktika zu absolvieren und noch ein Auslandssemster zu machen.

ETH Zürich ist natürlich eine Top-Adresse, aber ich würde mir das sehr gut überlegen, weil es einfach verdammt teuer ist (Studiengebühren, sehr hohe Mieten, allgemein ist dort alles deutlich teurer als in Deutschland). Es gibt auch sehr gute Unis in Deutschland, z.B. TU Darmstadt (dort gibt es auch einen Master IT-Security), Karlsruher Institut für Technologie, RWTH Aachen, TU München.
 
Sorry Leute, hatte eine Zeitlang probleme mit dem WLAN und bin deshalb erst heute wieder zurück zu meiner frage gekommen.

also ich schätze eure antworten und denke ich werde wie von euch vorgschlagen ersteinmal einen bachelor in informatik machen und dann den master mit schwerpunkt it-security.

nun wüsste ich jedoch gerne was mich dabei an themenschwerpunkten und im alltag so erwartet
könnt ihr mir da ne ungefähre, pauschal-prognose geben oder ist das von uni zu uni anders?
 
Was du alles gerne wüsstest.
Wie wäre es mal selber google zu nutzen und danach zu suchen.
Sollte man schon hinbekommen wenn man studieren will.
 
google ist unser aller freund, doch manchmal bevorzuge ich es mit leuten darüber zu schreiben, die damit erfahrungen gemacht haben, anstatt nur trocken die informationen aus irgendwelchen websites zu kratzen
 
Die Themenschwerpunkte bzw den Studienplan kannst du dir auch selbst suchen.
Was anderes tun die Leute hier auch nicht. Deswegen antwortet dir auch keiner.
 
vllt antwortet mir ja auch nur keiner weil se im vorweihnachtlichen stress sind oder was weiß ich
und ich will ja auch gar nicht nur stupide die schwerpunkte aufgelistet bekommen, sondern mir eher son bisschen anhören wie das info studium so ist
ich könnte theoretisch genauso gut mit nem studenten per skype über seinen alltag reden, aber hab mich halt hier an die offene gruppe gewagt
scheint mir fast so als hättest du ein problem damit...
 
Also ich studiere Informatik 1-Fach-Bachelor an der Uni seit 2 Monaten.
Das was auf dich zukommen wird, ist Mathe Mathe und Mathe ;) Für dich führe ich es gerne auch aus.
Du wirst im ersten Semester damit konfrontiert, dass du eigenständig mathematische Beweise ausarbeitest.
So gesehen bekommst du grob das Werkzeug und eine ziemlich schwammige Blaupause... Dann darfst du beweisen und beweisen.. Hausaufgabe und Lösung
Das ist die 5. Hausaufgabe gewesen. Die Lernkurve ist hart und die Profs ziehen sehr schnell an.

Jedoch hast du noch andere Fächer, um die du dich kümmern musst.
Z.B. "Digitale Systeme" wo du die grundlegenden Rechnerstrukturen erlernst. Angefangen bei Binär/Hex/Oktal/etc.-zahlen umrechnen, über Schaltnetze, Flip Flops, und Speicher bis zum Assembler.
Dazu gibts das "Einführende Programmierpraktikum" wo man in einer Kleingruppe ein Programm über das Semester erstellt und am Ende vorträgt.
Weiterhin noch "Programmieren" wo man sich mit der jeweiligen Programmiersprache auseinandersetzt. (Es wird sich nicht zwangsläufig um eine "bekannte" wie C++ handeln.. Wir haben Scheme bzw. DrRacket) Dort lernst du wie man was erstellt und wie die Dinge funktionieren. Man benutzt nicht einfach wilde Befehle, sondern muss sich seine eigenen Definitionen schreiben, um das gewünschte zu erhalten. (Ganz banales Bsp. eine Quadratwurzel ziehen und später komplexere Dinge mit Rekursionen oder Iterationen) Später geht es um das abstrahieren und substituieren von Problemen, um nachvollziehen zu können, was der Computer da eigentlich anstellt. Die Dinge werden schnell sehr komplex.

Zu jeder Vorlesung gibt es eine Übung. In diesen Übungen bespricht man die Präsenzaufgaben und die vorherigen Hausaufgaben mit einem Hiwi (Also einer Hilfskraft höheren Semesters) in einer Gruppe von 15-25 Leuten in der "Klasse".

Die Möglichkeit sich zu spezialisieren wird vorerst zuhause passieren, falls du überhaupt noch Zeit dafür hast.
Die Möglichkeiten kommen erst im 4. Semester oder später.

Man sitzt nicht viel vorm Rechner und programmiert dicke Codes.. Man beschäftigt sich sehr theoretisch mit dem Stoff und man ist viel auf sich alleingestellt.

Ich hoffe das dir das ein wenig weiterhilft :)
Grüße
 
I ♥ TazDingo
der teil mit den mathematischen beweisen hört sich schmerzhaft an(^^), aber sonst sehr interessant
auf diese ganze umrechnerei der systeme hat mich mein ehemaliger infolehrer schon etwas vorbereitet.
bist also in kiel... und wie umfangreich ist dein studientag? also wieviel zeit verbringste in vorlesungen wie viel in etwa beim vor&nacharbeiten?
 
Jawohl ein norddeutscher Jung :D

Also effektiv
3 Std Digisys VL + 2 Std Übung
2 Std Infprog VL + 2 Std Übung
2 Std Einfpp Übung
4 Std MatheA VL + 2 Std Übung

Angesetzt ist Mathematik mit glaube ich 20Std Heimarbeit. Das kommt bei weitem leider nicht hin.. An den Hausaufgaben sitzt man in einer 2er Gruppe und gibt gemeinsam ab. Wir verbringen ziemlich lange an den Matheaufgaben.. 30-35Std ist realistischer, wobei man meistens davon ausgehen kann, dass die Hausaufgaben eh keine Punkte geben :)
Da sind die anderen Fächer etwas entspannter was Zeitaufwand und Schwierigkeit angeht.
Gibt halt Aufgaben wo man mal 1 Std dran sitzt oder 5 Std.. Das Aufgabenblatt mit 3-4 Aufgaben braucht dann so seine Zeit.
Die Arbeit untereinander aufteilen ist auch eine schlechte Idee, da man es ja auch selbst können muss.

Vor- und Nacharbeiten.. mh.. Nacharbeiten kenne ich :D Für das Andere habe ich leider keine Zeit.
Ich bin leider in der Situation, dass ich fröhlich bin, wenn ich die Hausaufgaben rechtzeitig abgeben kann. Zum Nacharbeiten fehlts dann des Öfteren mal. Dazu sei gesagt, dass ich auch gerne mal rausgehe und was anderes unternehme. Man kann sicherlich viel mehr machen, aber ein kleines bisschen möchte ich noch machen. Wenn ich in der Mensa höre wie viel da manch einer feiern geht, werde ich schon mal neidisch.

Ja der Teil mit den Beweisen tut ziemlich weh :D
 
TazDingo schrieb:
Jawohl ein norddeutscher Jung :D

Also effektiv
3 Std Digisys VL + 2 Std Übung
2 Std Infprog VL + 2 Std Übung
2 Std Einfpp Übung
4 Std MatheA VL + 2 Std Übung

ich frag jetzt mal ganz naiv: "pro woche?" und hoffe das du nict in schallendes gelächter ausbrichst, weils pro tag sein sollte....
hab die tage mit ner freundin geschrieben die bereits studiert, die hat wohl nur 3tage in der woche ihre vorlesungen und den rest dann zeit um sich um irgendwas zu kümmern
 
Er ist im ersten Semester, da hat man meistens mehr zu tun oder mehr module als im späteren semester wenn man seinen 'stundenplan' freier gestalten kann.
Ich zb hab auch die ersten drei Semester jeweils 5 Module gehabt, wo ich dann 2 Vorlesungen (je 1,5 std) pro Woche für jedes Modul hatte. Deswegen sieht das da oben recht entspannt aus, aber okay die übungen kommen dazu.^^
 
Ist pro Woche :)
Viele denken, weil man nicht so lange in der Uni ist, dass es easy going und bisschen rumpillern ist.
Man hat genug zu tun. Ab dem 3. Semester fallen dann die meisten Fächer weg und man hat mehr Zeit, um sich auf
einzelne Fächer zu konzentrieren.
Alle Kurse werden mit einer Klausur abgeschlossen, also nicht nur anwesend sein und schlafen ;)
 
bin ich ja mal gespannt^^
klausur in jedem kurs hört sich übel an^^
hab gestern auf der seite von der ETH was interressantes gelesen, das masterstudium findet scheinbar auf englisch statt... ich mein ich bin mit meinem englisch eigentlich ganz zu frieden, aber 4semester nur englisch - seriously?^^
 
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