Japanischer Netzbetreiber bietet 2Gbps down / 1Gbps up für 39€ / Monat

ghostwriter2 schrieb:
Und? Viele Länder haben etwas, auf das andere mehr als nur Neidisch sind. Wir haben z.B. eine "offene" Autobahn. Das ist Weltweit nicht üblich.
B

Nicht üblich ist noch untertrieben. Meines Wissens nach, gibt es nur 2 weitere Länder auf der Welt mit tempounbegrenzten Autobahnen. Dort kann man jedoch nicht von "Autobahnen" sprechen und alles schneller als (fiktiver Wert) 200 ist da, egal mit welchem Auto, reiner Selbstmord.
 
Ben-09 schrieb:
Japan ist ja nun nicht die 3. Welt - das Durchschnittseinkommen in DE liegt bei $27.500, in Japan bei $23.500 - also bei uns 17% mehr.
Würde man die Kosten für diesen Internetanschluss an das Durchscnittseinkommen anpassen, wären das 45€ bei uns.. was dafür immer noch spottbillig wäre.

Die können das in Tokyo auch nur so billig anbieten, da Tokyo eine der kompaktesten Metropole der Welt ist... ca. 14.400 Einwohner pro Quadratkilometer (nur Mexiko-Stadt hat glaub ich mehr mit ca. 17k/qkm) und der entsprechenden Infrastruktur sind das ganz andere Dimensionen, als man es irgendwo anders vorfindet. Die brauchen nur ein paar Straßenzüge aufzureißen, Kabel rein und schon rentiert sich die Sache. Die Telekom verlegt bei uns FTTH auch erst ab ca. 300 oder 500 Vorbestellungen und nur in die bisher ausgewählten 29 Städte.
 
Eisbrecher99 schrieb:
Die können das in Tokyo auch nur so billig anbieten, da Tokyo eine der kompaktesten Metropole der Welt ist... ca. 14.400 Einwohner pro Quadratkilometer (nur Mexiko-Stadt hat glaub ich mehr mit ca. 17k/qkm) und der entsprechenden Infrastruktur sind das ganz andere Dimensionen, als man es irgendwo anders vorfindet.
Das ist eine "Urban Myth":
Paris : 21.289 Einw./km²
Berliner Innenstadt Prenzlauer Berg: 13.847 Einw./km²
Tokio 14.481,8 Einw./km²
Tokioter Innenstadt: Chuo-Bezirk: 12.772 Einw./km², Chiyoda-Bezirk 4.203 Einw./km²
...
Nur weil 3/4 der Stadt mit Einfamilienhäuschen zugepflastert ist und die Platzverhältnisse entsprechend beengt sind, heißt das eben nicht, dass auch die Bevölkerungsdichte generell höher ist.

Eisbrecher99 schrieb:
Die brauchen nur ein paar Straßenzüge aufzureißen, Kabel rein und schon rentiert sich die Sache.
Nix aufreißen. Einfach ein Loch in die doppelte Pressspanwand und ein Kabel von vorm Haus hängenden Strang ins Zimmer abgezweigt, und schon hat man FTTH.

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fuyuhasugu schrieb:
Nix aufreißen. Einfach ein Loch in die doppelte Pressspanwand und ein Kabel von vorm Haus hängenden Strang ins Zimmer abgezweigt, und schon hat man FTTH.

Anhang anzeigen 336627

Ich weiß wo drauf du hinaus willst.
Den Vorteil von unter der Erde vergrabenen Kabeln kann man sich sonst wo hin stecken, wenn das bedeutet, dass die Technologien wie FTTH in Deutschland erst 30 Jahre später verfügbar sind, als in anderen Ländern.
 
Wow da fühle ich mich mit meiner 32k Leitung richtig langsam und wie in die Steinzeit zurückversetzt
 
LinuxMcBook schrieb:
Den Vorteil von unter der Erde vergrabenen Kabeln kann man sich sonst wo hin stecken, wenn das bedeutet, dass die Technologien wie FTTH in Deutschland erst 30 Jahre später verfügbar sind, als in anderen Ländern.
Das Problem sind eigentlich nicht die innerstädtich unter der Erde verlegten Kabel sondern das unkoordinierte Verlegen. Man hätte einmal Hohlrohre verlegen können und schon gäbe es nur in Ausnahmefällen noch die Notwendigkeit, die Straße aufzureißen. Aber daran hat ja außer dem Bürger keiner Interesse. Die Firmen nicht, weil sie damit zukünftig geringere Auftragsvolumen erhalten, woraus sich auch die fehlende Motivation der Behörden ergibt, die ja dann mit weniger Steuern zu rechnen hätten. Und wer zahlt's am Ende und muss darüber hinaus noch mit schlechterem Service leben?
 
Noch ein Beispiel?
Meine Freundin (Japanerin) besitzt einen mobilen WLan Router. Man kann sich mit bis zu 7 Geräten gleichzeitig einwählen (ihr Smartphone, ihr Tablet, mein Smartphone usw.). Das Datenlimit beträgt pro Monat 7 GB.
Beim Preis bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, sind aber so um die 30 Euro im Monat. Einzige Bedingung, ihr Handyvertrag muss auch über den gleichen Anbieter (NTT DoCoMo) laufen. Dieser ist allerdings günstig, da es sich nicht um einen Datentarif handelt (brauch man wegen dem WLan Router ja nicht).
 
Das wäre ne perfekte Leitung um Homehosting zu betreiben.. auf eine günstige Art! :O

Dann muss ich mir wohl mal die RZ in Japan ansehen.. vielleicht sind die rein Internettechnisch schneller und billiger wie die hier :D
 
Das erinnert mich an mein Urlaub in Japan - unsere Ferienwohnung hatte da 100mb/s Up und Downstream =D.
Und 39€/Monat sind dort auch nicht die Welt - Wenn du dort einmal Essen gehen willst ist man dass auch schnell los (genau wie bei uns).

Und klar sind kleine Länder dort weiter vorne - aber die Konzere haben auch weniger Kunden -> weniger Umsatz -> weniger Gewinn um den Ausbau vorran zutreiben. Unsere Telekom hätte auch schon vor Jahren damit beginnen könnnen.

mfg
 
Deutschland hinkt in der Sache einfach. Japan hatte schon immer das schnellere Internet. Auch HD Fernsehprogramm war in Japan schon völlig normal, als hier die ersten Fernseher raus kamen. Dann hat es bei uns ewig gedauert, bis ARD/ZDF auf HD umgestellt haben, mit laaaanger Vorlaufzeit, damit auch wirklich jeder darüber Bescheid weiß. Und was haben wir bekommen? Mini-HD mit 720p. :p

Bis das analoge TV-Signal abgeschaltet wurde dauerte es auch ewig, da sind Länder wie Japan meist schneller. Da wird gesagt, so, nun ist Schluß, neue Technik und fertig. Dafür aber auch teilweise nur in den großen Städten, kleine Dörfer sind ja nie im TV.
Und bei 4K HD wird es genau so sein. Japan strahlt die ersten 4K Programme aus, ARD/ZDF kündigen an: "In 3 Jahren fängt die Zukunft an, wir senden FullHD!" :freak:

Noch eine Story, vor ... ich sag mal 4-5 Jahren hab ich mal mit einer Süd-Koreanischen Freundin über Mobilfunk-Tarife gesprochen. Sie war in Deutschland zwecks Studium und musste natürlich einen deutschen Vertrag haben. Ich hatte damals einen Tarif mit 9 Cent pro SMS Prepaid, was ja durchaus auch heute noch normal ist. Kommt man bei der Telekom heute über seine Frei-SMS zahlt man ja auch kräftig drauf.
Sie dachte damals, ich will sie verarschen mit den 9 Cent. In Korea gibt es auch prepaid, aber da kostete eine SMS ca. 0,5 Cent.
 
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Kanzaki schrieb:
Meine Freundin (Japanerin) besitzt einen mobilen WLan Router. Das Datenlimit beträgt pro Monat 7 GB.
Beim Preis bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, sind aber so um die 30 Euro im Monat. Einzige Bedingung, ihr Handyvertrag muss auch über den gleichen Anbieter (NTT DoCoMo) laufen. Dieser ist allerdings günstig, da es sich nicht um einen Datentarif handelt (brauch man wegen dem WLan Router ja nicht).
Mobile Router: http://www.nttdocomo.co.jp/product/data/
Preis: http://www.nttdocomo.co.jp/service/data/xi/bill_plan/index.html
Datenlimit: über 7GB wird auf 128kbps gedrosselt oder gegen eine Gebühr von 2,625円/2GB weiteres Surfen bei voller Geschwindigkeit ermöglicht.
http://www.nttdocomo.co.jp/service/data/xi/notice/

Übrigens sind die Telefontarife von Docomo immer noch die teuersten im Land. Preiswert wird es nur, wenn man viele Jahre (>10) dabei bleibt oder als Familienmitglied ein Handy bekommt. Erst die seit letztem Jahr existierenden IP-basierten Telefondienste sind z.Z. wirklich preiswert. Sie wollen wohl so schnell es geht so viele Kunden wie möglich auf das neue System bringen um die alte Technik auszumustern. Sonst müssten sie zwei Netze parallel betreiben, was auf Dauer teurer wird.

Angegebene Geschwindigkeiten sind natürlich nur "bis zu" Werte. Über 10Mbps kommt man aber nur in selten, ist halt ein "shared medium". Normal sind eher deutlich unter 5Mbps twl. sogar unter 1Mbps, wodurch solche Geräte nicht als ernsthafter Ersatz für eine normale Internetleitung dienen können. Zum light-Surfen in der Bahn oder im Park ist das aber ok. Letztendlich nicht viel anders als die Web Box von T-Mobile.
 
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Ich wäre auch für den Netzausbau und die Kosten dafür sollten die Nutzer tragen

Also 300€ pro anschluß ... vollkommen okay oder? Fällt was auf?
 
Smily schrieb:
Noch eine Story, vor ... ich sag mal 4-5 Jahren hab ich mal mit einer Nord-Koreanischen Freundin über Mobilfunk-Tarife gesprochen. Sie war in Deutschland zwecks Studium und musste natürlich einen deutschen Vertrag haben. Ich hatte damals einen Tarif mit 9 Cent pro SMS Prepaid, was ja durchaus auch heute noch normal ist. Kommt man bei der Telekom heute über seine Frei-SMS zahlt man ja auch kräftig drauf.
Sie dachte damals, ich will sie verarschen mit den 9 Cent. In Korea gibt es auch prepaid, aber da kostete eine SMS ca. 0,5 Cent.

Ganz sicher, eine Nord-Koreanerin, mit Internet, Studium u.s.w.? Dann wohl ein Mitglied der herschenden Kim-Familie...:utrocket:
 
Pianomann schrieb:
Ganz sicher, eine Nord-Koreanerin, mit Internet, Studium u.s.w.? Dann wohl ein Mitglied der herschenden Kim-Familie...:utrocket:
Nein, meinte die gute Seite, ist Süd :D
 
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