Jetzt erst Berichtsheft erhalten - Überfordert..

In meinem Fall wollte das während der mündlichen Prüfung nichtmal jemand sehen...
 
Xizor schrieb:
Das hab ich auch schon anders erlebt. Da wurde zum Abschluss der mündlichen Prüfung das Berichtsheft herangezogen und ausführliche, detaillierte Fragen über die Inhalte gestellt.

Stelle ich mir ganz lustig vor ;) , hast lustige Dinge wie Ratten Jagen im Heft stehen und dann kommen Fragen zu dieser Tätigkeit!

Heft ist trotzdem sinnfrei weil keiner die Angaben auf Richtigkeit prüft.
 
was du die letzten 2 Monate gemacht hast weißt du eh nimmer, also "erfinde" etwas.

Es heißt nun mal Bericht, und das heißt, man muss etwas berichten und soll nichts erfinden. Natürlich weiß man nach 2 Monaten nicht mehr genau, was man an welchem Tag gemacht hat, aber ungefähr. Da es ja ein kaufmännischer Beruf ist muss man ja nur wochenberichte führen.

Ich hab halt feste Vorgaben wieviele Zeilen voll zu sein haben, diese ist von der Rewe und wird auch streng kontrolliert von meiner Ausbilderin

Ich bekomme zwar wöchentlich Aufgaben Zettel jedoch die von August und September habe ich ja nichtmehr

Ich arbeite bei Edeka und habe auch feste Vorgaben. Ich schreibe bei Tätigkeiten immer ca. so viel, dass ich 10 Zeilen ausgefüllt habe... manchmal kann man ja auch Stichpunkte ausfüllen z.B.

Gießen von:
-Alpenveilchen
-Orchideen
-Erika
Kehren des Bodens in der:
-Tiefkühlabteilung
-Obst-und Gemüse-Abteilung
-Abteilung für Molkereiprodukte

Wenn du die Zettel von August und September nicht mehr hast, ist das deine Schuld und dann brauchst dich auch nicht beschweren.

Wenn man das Berichtsheft allerdings nur als Schikane empfindet oder als etwas "wo halt was drinstehen muss, erfind halt was", sollte man sich überlegen, ob man in dem jeweiligen Beruf überhaupt richtig ist. Da stimmt dann die ganze Einstellung schon nicht. Wenn dann der Ausbilder noch eine ähnliche schludrige Art an den Tag legt im Stil von "mir doch egal was du reinschreibst", kann man als halbwegs engagierter Mensch nur den Kopf schütteln.

Man muss sich die Frage stellen: Warum mache ich diese Ausbildung?
Und wenn man keine Antwort drauf weiß, ist man echt fehl am Platz. Ein Berichtsheft ist keine Schikane sondern eine Kontrolle des Ausbilders und der IHK, dass man während der Ausbildung etwas sinnvolles gelernt hat, Interessa an der Arbeit hat und Lernwille zeigt und nichts anderes. Mein Ausbilder und auch mein Schulungsleiter haben großes Interesse daran, dass mein Berichtsheft ordentlich geführt wird, da es Leistungswille, sorgfalt zeigt und dass man auch was gelernt hat und dies schriftlich anwenden kann.
In der Praxis macht das aber keiner und schon gar nicht kontrolliert es jemand. Es muss zur Abschlussprüfung einfach nur da sein und ausgefüllt, mehr nicht. Ob da allgemeine Stichpunkte stehen oder ausführliche Beschreibung der Tätigkeiten, das interessiert niemanden.
Das ist kompletter Schwachsinn! Das kommt eben auf den Ausbilder an. Mein Ausbilder ließt sich die Dinge durch und gibt mir eine Rückmeldung, wie er es fand. Er will ja schließlich wissen, was ich gelernt/gemacht habe, wenn er nicht da war und weil ich ja hauptsächlich selstständig im Laden arbeite auf eigene Verantwortung. So sieht er ob ich auch alles richtig maceh und kapiert habe (Unterweisungen)
 
So sollte es laufen, es ist aber nicht überall so. Besonders nicht dort wo man als billige Arbeitskraft mißbraucht wird.

Ich hatte meiner Ausbidlung immer Mitleid mit den Azubis aus der größten Firma in unserer Klasse, ( die unter anderem massiv den Unterricht bestimmt hat) die ihr Heft lückenlos und sehr genau führen mussten.

Mein Berichtsheft musste ich genau einmal zeigen, und das war kurz vor der Prüfung.
 
@ MahatmaPech

die Signatur von Heretic Novalis ist m.E. eher als knallharte KRITIK zu verstehen, ganz sicher nicht als Lobeshymne. Jedenfalls hat er in keinem seiner Beiträge den Eindruck hinterlassen, so etwas zu begrüßen.--
 
Wenn mein Berichtsheft nicht am Montag bis spätestens Frühstück auf dem Tisch vom Meister lag war eigentlich Polen offen. Das ist aber selbst den Begriffsstutzigen bei uns keine 5 mal in 3 Jahren passiert.
Wir konnten dann schon entspannt da sitzen während 2/3 der Berufsschulklasse erst 1 oder 2 Wochen vor der Prüfung festgestellt hat das sie auch so nen Ding ausfüllen müssen.

Wir hatten in der Abschlussprüfung aber einen Prüfer der die Dinger bei fast jedem gelesen hat. Die ganz schlauen die wirklich nur 7 oder 8 Seiten zusammen geschrieben haben und die dann über 3 Jahre kopiert haben durften direkt gehen und in nem halben Jahr erneut antreten, inklusive dem Vermerk das die Berichtshefte genauer geprüft werden.
Auch wenn letzteres in meinen Augen vielleicht etwas überzogen war hat man doch gelernt das man so Kleinigkeiten noch eben direkt erledigt.
 
Das Berichtsheft ist wohl das unnötigste was es gibt!
Mein Ausbilder wollte das auch immer sehen, aber im Endeffekt war es fürn Arsch....
Bei der Prüfung wollte es niemand sehen und es auch keinen Interessiert :D
 
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