Kampfpiloten...früher Ruhestand...Grund?

Delite

Lt. Junior Grade
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Okt. 2005
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294
Hey Leute,

ich hab heut was von meinem Dad gehört, was mich voll erstaunt hat.

Ich hab ihm gesagt, dass Kampfpiloten schon mit 27 in Ruhestand gehen, weil die ja so viel körperliche Last beim Fliegen tragen-->xmal Gekräfte.

Aber der meinte, dass die auch durch starke Strahlung belastet werden....

Stimmt das?

Hat das was mit Radar zu tun?
 
soviel ich weiss erst mit 41. 27 wäre etwas krass, wenn man bedenkt, dass du mit sagen wir 18 zum bund gehst, 4 jahre studierst und noch grundausbildung usw. hast. zumal du auch noch offizier werden musst, bevor du in den flieger sitzen kannst.
glaub kaum, dass dich die bundeswehr ausbildet, damit du nur 1 jahr fliegen kannst....
 
Nicht mit 27, mit dem Alter fängt der Jet-Pilot seine richtige Karriere erst an. Die Belastung ist schon ein Grund, aber die meisten Piloten fliegen bis 45. Und einige Testpiloten sind sogar über 50, die weiter verschiedene Jets fliegen. Ein 2-3Facher Schleudersitz Ausstieg, könnte zum Karriere Ende führen. Wegen der unheimlichen Belastung, durch die G-Kräfte auf die Wirbelsäule die während der Ausstiegs Prozedur entstehen.

mfg...
 
Aber der meinte, dass die auch durch starke Strahlung belastet werden....

Die ist bei denen bestimmt nicht so hoch, weil sie nicht täglich 8 Stunden fliegen. ;)
Anders schauts bei Zivilpiloten, Flugbegleitern und die "Männchen" in den Raumschiffen aus.
 
Jepp, der einzige Grund für diese extrem frühe "Pensionierung" von Kampfpiloten ist der wiederholte Ausstieg per Schleudersitz.

Dann hat der Pilot aber auch mindestens 2 Jets auf dem Gewissen, deren Verlust deutlich teurer sein dürfte als eine lebenslange Rentenzahlung *ggg*
 
Allmightyrandom schrieb:
...

Dann hat der Pilot aber auch mindestens 2 Jets auf dem Gewissen, deren Verlust deutlich teurer sein dürfte als eine lebenslange Rentenzahlung *ggg*

lol... das ist ja mal wirklich eine gute Antwort :lol:

Aber ich denke auch, daß die Jungs eher wegen der körperlichen Belastungen früher in Rente gehen als das es was mit den Strahlen zutun hat.
 
Mit Strahlung kann er nur die Höhenstrahlung meinen, aber die dürfte net soviel ausmachen, da ja sonst viele in der zivilen Luftfahrt leiden würden. Das mit dem Schleudersitz kann ich mir vorstellen. Und glaube kaum wenn einer ein Flugzeug aus selbstverschulden schrottet, das er wieder in ein neues darf. Austieg eher durch Abschuss o. Vogelschlag oder Technisches Versagen.

Wenns nur ums Kreuz gehen würde, müsste schon jeder ner mit Kraft arbeitet mit 27 in Pension. Naja wären bei mir 6 Jahre bis sichs erreiche. Hoffe aber net das ich mir das Kreuz komplett beim ÖRK ruiniere.
 
Strahlung dürfte eher weniger ein grund sein, um früher in Pension gehen zu dürfen. Verkehrsflugzeuge fliegen in etwa den gleichen Höhen wie Kampfjets (10-13km), aber Zivilpiloten gehen erst mit 60 Jahren in Rente!
Und kosmische Hintergrundstrahlung wie im Weltall ist in dieser Höhe der Atmosphäre auch noch nicht problematisch:D
 
Die Piloten gehen mit rund 41 Jahren aus dem fliegerischen Dienst und können in Ruhestand gehen. Die körperliche Fitness beim Fliegen ist ein muss.
An der Strahlung liegt es keineswegs, denn dann dürften Zivilpiloten noch früher in Pension (längere Flüge).
 
Soweit ich weis, hat man ab einer bestimmten Flughöhe ca. 10.000 Meter eine wesentlich höhere Strahlenbelastung als auf dem Erdboden. Weis das nimma genau aber is um Faktor 10 höher glaube ich. Meines Wissens ist das mit dem früher aufhören wirklich nur auf die höhere Strahlung zurück zu führen.

gruß
monkey
 
Hab mal gehört, dass bei einem Transatlantikflug etwa die Strahlenbelastung von ein paar mal Röntgen auftritt, obs stimmt, kann ich ich allerdings nich sagen.
 
Die extremen G-Kräfte gehen auch ordentlich auf die Gelenke, auch ohne Schleudersitzausstieg. Er reichen auch ein paar Jahre völlig dämliches, unkontrolliertes Krafttraining und deine Gelenke sind nur noch ein Haufen Schrott.
Der Körper muss auch den psychischen Stress kompensieren. Auch wenn der Druck ausgeglichen wird, die Höhe und die Kräfte, die auf den Piloten einwirken, führt auch zu anderen Veränderungen im Körper, die er in der Ruhephase wieder geradebiegen muß. Das ist mehr als sich mal kurz was zu verstauchen oder so.

Ist hier keiner beim Bund der mal einen der Ärzte dort fragen könnte, was genau alles mit reinspielt? Wären sicherlich ein paar interessante Infos dabei. :)
 
naja nen Kampfjet zu fliegen ist nicht einfach so wie nen Auto noch mit 90 Jahren zu steuern ... und beim Bund wenn du denn dabeibleibst gehst du grundsätzlich früher in Rente ... nen normaler Offizier hat als Ziel ca. den Major, wird dies aber kaum schaffen, soviel brauchen wir nicht ;) also ist beim Hauptmann Ende ... je nach Laufbahn mit 40 bis 45
und bei der Pension kannste in Rente gehen ... oder du gehörst zu den harten die wirklich mal General werden wollen...
 
LOl, ihr seid ja lustig:-) meint ihr jeder Bundeswehrpilot schafft es bis 45 2 oder 3 Kampfjets zu zerlegen? Dann wäre Deutschland auf jeden fall zu Recht pleite.Klar, 2 Ausstiege bedeuten das aus, bzw die versetzung in den inneren Dienst. Das wird dann aber wohl die Ausnahme sein.
Der Grund für die frühe pensionierung ist die allgemeine, starke Körperbelastung (G-kräfte) und die nachlassende reaktion. Dies ist alles Altersbedingt und nur eingeschränkt durch Training aufrecht zu erhalten. Den Piloten steht dann aber immer noch die zivile Fliegerei offen, oder eben der Innendienst. Auch sind sie natürlich als Ausbilder und techn. berater, und und und sehr gefragt. Der Sessel wartet also auch hier mal mindestens bis Ende 50 auf den Pensionär (sind BW-Piloten eigentlich verbeamtet?? Eher mal nicht, oder?) In der regel aber deutlich länger, da sie ja ein Leben lang top fit waren und sich swas dann doch im Alter auszahlt.
 
meine mutter arbeitet als flugbegleiterin und die haben da ein persönliches strahlenkonto :) wird eine gewisse maximalbelastung erreicht, dürfen sie eine zeit lang nicht fliegen...
gemeint ist die kosmische strahlung (google..) und diese nimmt zu, je höher geflogen wird...

aber ich denke auch, dass den grösseren teil die g-kräfte ausmachen.
 
Das Karriereende nach 2 Notaustiegen liegt nicht an dem Preis des Flugzeuges, sondern an den extremen Belastungen auf die Gelenke und insbesondere die Wirbelsäule. Nach jedem Ausstieg ist man dauerhaft 1-2cm kleiner...
 
Verkehrsflugzeuge fliegen heute in einer Höhe von 10 km und darüber. In dieser Höhe ist von einer kosmischen Strahlung bis zu 0,008 mSv/Stunde auszugehen. Bei einem sechsstündigen Transatlantikflug beträgt die Strahlenbelastung ca. 0,05 mSv, und erreicht damit etwa 2% der Gesamtstrahlenbelastung im Jahr. Für den normalen Reisenden stellt dies sicherlich keine ernstliche Gefährdung dar. Anders ist dies bei Besatzungsmitgliedern, die im Jahr auf 400 Flugstunden und mehr kommen. Hier zeigt die überschlägige Rechnung, daß allein die Strahlenbelastung durch Flug bei 400 x 0,008 mSv = 3,2 mSv liegt und damit die natürlich gegebene Belastung mehr als verdoppelt.

Röntgen der Lunge max 0.2 mSv
Fernsehen 0.02 mSv / Jahr

Die NATO schreibt eine Jahresflugpraxis für Kamfjetpiloten von 240 Flugstunden vor. Für Europa gilt eigentlich die Untergrenze von 180 Stunden. Deutschland erreicht gerade mal 150 Stunden. Das sind die Reaktionskräfte. Für "normale" Flugzeugführer sind gerade mal 100-120 Stunden vorgesehen.
 
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