Kann ein Smartphone durch ein Spiel so heiß werden, dass es schädlich ist?

Vindoriel schrieb:
Und jetzt mache das mal mit "rpm"...
So ist das mit Einheiten, die nicht zu den Grundeinheiten gehören. Herz ist auch genau das gleiche Beispiel wie das englische RPM, was hier im Forum wohl relativ eindeutig zu verstehen ist.

Die Drehzahl wird Mathematisch als 1/min oder als min^-1 (Minute hoch minus eins) angegeben. Herz (Hz) beschreibt aber genau den gleichen Sachverhalt nur auf die Sekunde bezogen Hz = 1/s. Also 1/min * 60. Dann hat man die Drefrequenz in Hz oder eben in 1/s. Es gibt noch mehrere Einheiten, die so zusammengesetzt sind, mit denen man aber trotzdem rechnet, weil die Zusammensetzung eben keine Unbekannte ist.
FPS, RPM sind eben gerade in der Welt der Computer relativ unmissverständlich und damit eben auch nicht falsch. Mathematisch muss man eben nur wissen, was da hinter steckt. Der englischsprachige Raum benutzt nunmal andere Einheiten, macht sie damit aber nicht gleich Falsch. RPM, also Revolutions per Minute, ist im Wortlaut eigentlich sogar zu verstehen:
Revolutions - > Ohne Wertigkeit einfache Anzahl, vergleiche Umdrehung, Periode
Per - > pro also durch (/)
Minute - > na was wohl (min)
Damit
RPM = 1/min
Und man kann mit den entsprechenden Formeln genauso rechnen, muss eben nur die Einheit verstehen, wenn man auch die Einheiten rauskürzen will. Meistens jedoch weiß man ja, was man da rausbekommen möchte, dafür setzt man ja die Formel ein.

Vindoriel schrieb:
Wie man Drehzahlen schreibt oder mit rechnet, lernt ein Mechaniker in den ersten 3 Monaten.
Und in der Elektrotechnik lernt man in den ersten Tagen (wenn man nicht im Physikunterricht aufgepasst hat), dass man bei Widerstand mal Strom die Spannung erhält, also 1Ohm * 1A = 1V. Kürze da mal die Einheiten raus, sind nämlich wieder zusammengesetzte Einheiten...
 
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Vindoriel schrieb:
Wie man Drehzahlen schreibt oder mit rechnet, lernt ein Mechaniker in den ersten 3 Monaten. Beispiel Vorschubgeschwindigkeit (z.B. einer Spindel oder Bearbeitungsvorschub (Bohren, Drehen usw.)):
600/min (Drehzahl) x 2,5 mm (Steigung) = 1500 mm/min.

Und jetzt mache das mal mit "rpm"...
1rpm=1/min
600rpm (Drehzahl) x 2,5 mm (Steigung) = 1500 mm*rpm=>1500 mm/min
1=1rpm*1min
600rpm (Drehzahl) x 2,5 mm (Steigung) x 1/(rpm*min) = 1500 mm/min

Nur weil in deinem Gebiet eine Konvention gilt, ist alles andere nicht falsch. Ansich finde ich rpm sogar eindeutiger als 1/min, weil Winkelgeschwindigkeiten auch in 1/min angegeben werden können (korrekt wäre aber rad/min). Genauso wie 1mm² eigentlich nicht eindeutig ist und es 1(mm)² lauten müsste. Alles eine Frage, worauf man sich geeinigt hat, das macht andere Darstellung aber nicht falsch.

Zu den Sorgen um den Handyakku. Es gibt generelle Aussagen, was dem Handyakku schadet, in welchem Umfang ist ohne Datenblatt aber schwierig zu benennen. Wenn der Rahmen des Gerätes schon so warm wie beschrieben wird, kann man davon ausgehen, dass es dazwischen am Akku ähnlich ist, und das ist mit großer Wahrscheinlichkeit schädlich für die Lebenserwartung/Zyklenfestigkeit. Ob am Ende der Akku nur noch 1 Jahr, anstelle von 5 Jahren oder 3 Jahre anstelle von 3 Jahren und einem Tag hält kann niemand sagen. Vermuten würde ich, dass solche Temperaturen vor allem problematisch sind, wenn gleichzeitig geladen wird. Im Akkubetrieb ist es vermutlich weniger stark belastend.

Da der Akku aber relativ günstig ist, würde ich es nicht davon abhängig machen. Ich habe gemerkt, dass die Akkus immer robuster werden. Eher würde ich entscheiden, ob die Temperaturen noch komfortabel sind. Wenn der Sommer kommt wird es ja noch schlimmer.
 
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eRacoon schrieb:
Naja grundsätzlich sind die Geräte ja so gebaut bzw. abgestimmt das sie das aushalten.
Eine Abschaltung haben die ebenfalls, normalerweise aber eher wichtig wenn man die in die Sonne legt oder im Hochsommer als Navi in die Autoscheibe klebt.

Lebensdauer der Komponenten ist vermutlich marginal zu betrachten, Hardware darf warm werden, CPUs haben auch kein Problem mit 70°C Dauerbetrieb.

Am ehesten Sorgen muss man sich bei den Geräten um den Akku machen, da aber weniger um die Temperatur sondern du knallst den eben gnadenlos leer damit, wie lange hält der so, 2-4h?
Jeder Ladezyklus zerrt am Akku, wenn du es also täglich 2x lädst dann wirst du nach 2 Jahren schon deutlich was merken.

Bei der heutigen Lebenszeit von Smartphones die ja eh alle 1-3 Jahre getauscht werden ebenfalls egal.
Von daher wenn das Handy nicht abschaltet kann man da so benutzen.

PS: Ich tippe auch eher auf <45°C, da verschätzt man sich sehr schnell.
60-70°C heißes Alu will man nicht anpacken. ;)
Der Akku hält während dem Spielen 3-4 Stunden

Ich lade den Akku mit einer Wireless Docking Station und ist somit fast immer bei 100%. Das ist sicherlich nicht sehr gut. Laut der App "AccuBattery" hat mein Akku eine "Gesundheit" von 87%, also bereits eine ziemliche Abnutzung. Hierzu: Gibt es Apps die die maximale Akkuladung auf 80% oder so limitieren? (ohne Root)

Ozmog schrieb:
Tatsächlich hat Wasser einen relativ schlechte Wärmeleitung, Aluminiumlegierungen haben ein Vielfaches davon, selbst im schlechtesten Falle gut das 100-fache (!)
Wasser im Festen Zustand (also Eis :D) hat übrigens durch die Kristallstruktur einen höheren Leitwert als sein flüssigen Aggregatzustand.
Ich glaube das gilt nicht, weil die Verbindung zwischen Haut und Wasser "perfekt" ist und die Verbindung zwischen Haut und Aluminium nicht so gut ist. Aber ich irre mich vermutlich und es sind dann doch nur 45°C oder so. Ich habe kein Messgerät. (Edit: zumal eine Lackschicht auf dem Aluminium ist)

Vindoriel schrieb:
Auch das ist falsch,
1. Heißt es "revolutions per minute"
Ja das verwechsle ich häufig :D


Danke für die vielen Antworten
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Leuter schrieb:
Dein Handy besteht aus verschiedenen Teilen, die, abhängig von der Aufgabestellung, unterschiedlich stark belastet werden und dadurch warm werden:
1. Die CPU
Deine CPU hat acht Kerne. Vier davon laufen mit maximal 2,3 GHz, die anderen Vier mit maximal 1,7 GHz. Diese Frequenzen werden vom Kernel je nach Bedarf reguliert. Sollte bei hoher Belastung die Frequenz über einen längeren Zeitraum auf dem Maximalwert gehalten werden und die Temperatur einzelner Kerne einen vom Hersteller voreingestellten Maximalwert überschreiten, wird dieser einfach abgeschaltet, bis er diesen Wert wieder unterschreitet. So wird eine Beschädigung durch Hitze verhindert - aber auch ein ruckelfreies Spielvergnügen!
2. Die GPU
Deine GPU läuft mit einer konstanten Geschwindigkeit von 572 MHz. Wenn sie wegen Überforderung mal überhitzt, leitet das Kernel bestimmte Rechenprozesse einfach auf die CPU um. So wird Schäden durch Überhitzung vorgebeugt.
3. Der Display-Controller
Dieser Chip sitzt direkt auf dem Display. Frühere Modelle hatten konstruktionsbedingt eine ziemlich niedrige Sicherheitstoleranz und sind schnell mal heiß geworden. Dadurch hat der UV-Kleber zwischen Touch-Panel und Schutzglas oft Blasen geworfen und manchmal ist auch der Chip durchgebrannt. Bei modernen Handys (wie Deinem S8) liegt die Sicherheitstoleranz bei 225%, was diese Effekte wohl unmöglich machen wird.
4. Der Akku
Bei den in Deinem OP genannten Vorgaben steigt der Strombedarf der o.g. Bauteile stark an. Bei hoher Stromabgabe wird der Akku sehr schnell sehr warm. Das ist nicht gut für die Laufzeit und die Lebensdauer. "Komplikationen" wie beim Note 7 sind da aber nicht zu befürchten - die Temperaturüberwachung seit der 8er-Serie ist sehr stark verbessert.

Fazit:
Es ist nicht wirklich gefährlich, wenn Dein S8 mal warm wird, aber in Rücksichtnahme auf Deinen Akku solltest Du vielleicht dauerhaft hohe Belastungen vermeiden!

Danke für die ausführliche Antwort. Das bringt es auf den Punkt.
 
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