Diese Testerei von THG ist einfach nur ein Zeugnis ihres Unvermögens
@KainerM
Ich gehe mal davon aus, dass die Ingenieure von HAMEG (Rohde & Schwarz), mit denen gemeinsam ich das Vergnügen hatte diesen Messaufbau über ein Jahr lang zu entwickeln, definitiv keine Stümper sind. Zumal andere Karten dieses Problem eben NICHT haben. Schaut man sich zudem die Platine an, sieht man eigentlich sofort, wo Asus gespart hat. Ich hatte auch die Möglichkeit, das im Mai diesen Jahres vor Ort in Taipeh
im Asus HQ mit dem betreffenden Mitarbeiter auszudiskutieren. Du unterstellst Dinge, für deren objektive Beurteilung Halb- und Unwwissen eher schädlich sind. Viele Netzteilhersteller sehen es übrigens mittlerweile ähnlich wie ich, denn es ist nicht ganz ohne, was Grafikkarten da veranstalten
Nur kurz als Abriss:
Ich messe die Spannungen kalibriert am Objekt, der Aufbau besitzt eine speziell eingerichtete Masseleitung, der Bench Table selbst ist aus Acryl. Die Stromzangenadapter sind alle im Labor ausgemessen und die jeweiligen Verzögerungen der Elektronik in beiden Oszis pro Eingang hinterlegt. Der Eingang aller vier Probes für die Spannungsmessung werden mit aktiviertem High Cut betrieben. Aliasing ist damit faktisch ausgeschlossen. Die Ozillosgraphen übernehmen Dank der von uns hinterlegten Formeln die TrueRMS-Messung und erste Kumulation. Alle Ergebnisse werden dann in Echtzeit protokolliert und per Ethernet geloggt. Ich habe bis zu 640.000 einzelne Messwerte pro Durchlauf zur Verfügung und bin vom Hersteller der Technik sogar blind überprüft worden. Die würden nie ihren Namen hergeben, wenn es heiße Luft wäre. Agilent hat das bei PCGH unlängst mal nachgestellt, die Ergenisse sind vergleichbar. Allerdings brauchten Sie zunächst etwas Hilfe von einer gewissen dritten Seite
Grafikkarten haben schnellere Lastwechsel als aktuelle Netzteile z.B. die Caps auffüllen können. Kommen zwei Spikes in Folge, ist der Cap leer gelutscht. Das erkärt dann auch die bis zu 2V Differenz. Wir haben das im Lab eines Netzteilherstellers nachgestellt und es stimmt leider. Deshalb ist es nicht wichtig, dass tolle Nippon-Caps auf der Sekundärseite verbaut werden (die eh aus China kommen), sondern das ordentliche Low-Impedanz-Modelle drin stecken, deren Specs diesen Anforderungen entgegen kommen. Spikes kann man zudem wirkungsvoll glätten - wenn man es denn will. Die Chroma ist eine langsame und schwerfällige Bitch, ungeeignet, um solche Dinge zu simulieren. Aber der Hersteller wird auch hier reagieren.
Es steht Dir allerdings frei, mir gern das Gegenteil zu beweisen. Wobei der fehlende Solid und die verkorkste Schaltung auf der Asus-Karte eher in Richtung Trivialwissen abdriften. Das war Cost-Down, nicht mehr.
Und gefährlich ist es nicht, denn die 12-Volt-Schiene geht direkt an den 24-Pin. Jedoch ist diese nachweisbare Hochfrequenz zwischen 120 und knapp 200 KHz Gift für jede billige Verstärkerschaltung im Audio-Teil. An den Nichtlinearitäten finden dann gar liebliche Intermodulationseffekte statt. Man hört also, was man sieht. Vor allem beim Scrollen.
@borizb:
Ich habe nichts zu verbergen und antworte gern auch im Thread, da muss mich keiner extra fragen. Es waren mittlerweile einige Firmen und Redakteure hier, die es selbst sehen und prüfen wollten. Warum auch nicht? Ich für meinen Teil bin jedesmal zufrieden, wenn es gelungen ist, das eine oder andere Stück Technik zu verbessern, weil die Ingenieure das mittlerweile ernst nehmen. Ich arbeite schließlich nicht nur als Redakteur, sondern habe auch in der Produktentwicklung einen gewissen Ruf zu verlieren. Von Reviews allein wird man nämlich mit Sicherheit nicht glücklich und meine Taiwan-/China-Flüge werden auch nicht von TH oder der Taitra quergesponsert. Ich muss also keine Gefälligkeits-News oder -Reviews schreiben, denn ich verdiene mir meine Tickets immer noch selbst
