Kann eine Grafikarte mit hohen Strombedarf das Board beschädigen?

cordura

Ensign
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Ich bin bei der suche nach einer neuen leisen Grafikarte auf diese gestoßen
http://www.mindfactory.de/product_info.php/2048MB-Asus-GeForce-GTX-750-Ti-Strix-OC-Aktiv-PCIe-3-0-x16--Retail-_970456.html


In diesem Test heist es das die Leistungsaufnahme bis 121 Watt hinaufgehen können, statt der eigentlich max. 75 Watt für den Mainboardanschluss.

http://www.tomshardware.de/gtx-750-ti-asus-strix-palit-kalmx,testberichte-241602-9.html

Kann man dann überhaupt zu eine solche Karte empfehlen, oder die gefahr der beschädigung des Mainboards eher gering einzuschätzen bzw. zu vernachlässigen?

Denke mal das auch bei anderen die ohne zusätzlichen Stromanschluss auskommen soll die Leistungsaufnahme höher sein wird als "erlaubt".
Leider hab sonst nichts weiter dazu im Netz gefunden was sich auf das Risiko fürs Mainboards bezieht in dem zusammenhang.
 
Naja erstens wird ASUS wissen was sie machen, zweitens müssen die Ergebnisse des Tests nicht wirklich genau sein. Sicherlich wird die Zeitweise mehr als die 75W schlucken, aber solange es kein Billigchinanetzteil und OEM-Board sind würd ich mir da keine Sorgen machen
 
Diese Testerei von THG ist einfach nur ein Zeugnis ihres Unvermögens. Eine ziemliche Peinlichkeit diese Messung, denn auf eine korrekte Filterung wurde eindeutig NICHT geachtet, und damit ist die gesamte Messung unbrauchbar. Abgesehen davon, dass in der Spezifikation GARANTIERT von einer gemittelten Leistungsaufnahme die Rede ist wage ich zu bezweifeln, dass die von THG gemessenen Werte richtig sind (Stichwort Aliasing und Abtasttheorem). Das beweist zudem auch ihre tolle Spannungsmessung - mit 2V Spitze-Spitze wäre ihr Netzteil etwa beim 15-fachen dessen, was die ATX-Norm erlaubt. Viel wahrscheinlicher ist ein stümpferhafter Messfehler.

Ich würde sagen: Völlig bedenkenlos.

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist bei guten Boards kein Problem und mit "gut" meine ich diesmal alles was nicht oem ist.

Wenn du aber damit spielen willst und es unbedingt Nvidia sein muss, dann lieber paar Euro mehr und eine 960er kaufen.
 
Robo32 schrieb:
Ist bei guten Boards kein Problem und mit "gut" meine ich diesmal alles was nicht oem ist.

Wenn du aber damit spielen willst und es unbedingt Nvidia sein muss, dann lieber paar Euro mehr und eine 960er kaufen.

Ich hab ein Gigabyte GA-H97-D3H, denke das dürfte dann ok sein.

Aber wieso unbedingt Nvidia??? Das kling irgendwie etwas abwerten....für mehr Geld gibt es immer etwas besseres. Die 160Euro ist eigentlich schon über meinem gestzten Limit.
 
die 760 gabs neulich im Alternate Outlet für 149 Euro, vllt tut sich ja wieder so ein Angebot auf. Hat brutal mehr Leistung aus die 750Ti

Du kannst auch mal nach ner gebrauchten 680 oder 770 schauen (sind identisch) -> kriegst für den Preis einer neuen 750Ti und bringt unendlich mehr Power mit
 
Diese Testerei von THG ist einfach nur ein Zeugnis ihres Unvermögens

@KainerM
Ich gehe mal davon aus, dass die Ingenieure von HAMEG (Rohde & Schwarz), mit denen gemeinsam ich das Vergnügen hatte diesen Messaufbau über ein Jahr lang zu entwickeln, definitiv keine Stümper sind. Zumal andere Karten dieses Problem eben NICHT haben. Schaut man sich zudem die Platine an, sieht man eigentlich sofort, wo Asus gespart hat. Ich hatte auch die Möglichkeit, das im Mai diesen Jahres vor Ort in Taipeh im Asus HQ mit dem betreffenden Mitarbeiter auszudiskutieren. Du unterstellst Dinge, für deren objektive Beurteilung Halb- und Unwwissen eher schädlich sind. Viele Netzteilhersteller sehen es übrigens mittlerweile ähnlich wie ich, denn es ist nicht ganz ohne, was Grafikkarten da veranstalten ;)

Nur kurz als Abriss:
Ich messe die Spannungen kalibriert am Objekt, der Aufbau besitzt eine speziell eingerichtete Masseleitung, der Bench Table selbst ist aus Acryl. Die Stromzangenadapter sind alle im Labor ausgemessen und die jeweiligen Verzögerungen der Elektronik in beiden Oszis pro Eingang hinterlegt. Der Eingang aller vier Probes für die Spannungsmessung werden mit aktiviertem High Cut betrieben. Aliasing ist damit faktisch ausgeschlossen. Die Ozillosgraphen übernehmen Dank der von uns hinterlegten Formeln die TrueRMS-Messung und erste Kumulation. Alle Ergebnisse werden dann in Echtzeit protokolliert und per Ethernet geloggt. Ich habe bis zu 640.000 einzelne Messwerte pro Durchlauf zur Verfügung und bin vom Hersteller der Technik sogar blind überprüft worden. Die würden nie ihren Namen hergeben, wenn es heiße Luft wäre. Agilent hat das bei PCGH unlängst mal nachgestellt, die Ergenisse sind vergleichbar. Allerdings brauchten Sie zunächst etwas Hilfe von einer gewissen dritten Seite ;)

Grafikkarten haben schnellere Lastwechsel als aktuelle Netzteile z.B. die Caps auffüllen können. Kommen zwei Spikes in Folge, ist der Cap leer gelutscht. Das erkärt dann auch die bis zu 2V Differenz. Wir haben das im Lab eines Netzteilherstellers nachgestellt und es stimmt leider. Deshalb ist es nicht wichtig, dass tolle Nippon-Caps auf der Sekundärseite verbaut werden (die eh aus China kommen), sondern das ordentliche Low-Impedanz-Modelle drin stecken, deren Specs diesen Anforderungen entgegen kommen. Spikes kann man zudem wirkungsvoll glätten - wenn man es denn will. Die Chroma ist eine langsame und schwerfällige Bitch, ungeeignet, um solche Dinge zu simulieren. Aber der Hersteller wird auch hier reagieren.

Es steht Dir allerdings frei, mir gern das Gegenteil zu beweisen. Wobei der fehlende Solid und die verkorkste Schaltung auf der Asus-Karte eher in Richtung Trivialwissen abdriften. Das war Cost-Down, nicht mehr.

Und gefährlich ist es nicht, denn die 12-Volt-Schiene geht direkt an den 24-Pin. Jedoch ist diese nachweisbare Hochfrequenz zwischen 120 und knapp 200 KHz Gift für jede billige Verstärkerschaltung im Audio-Teil. An den Nichtlinearitäten finden dann gar liebliche Intermodulationseffekte statt. Man hört also, was man sieht. Vor allem beim Scrollen. :D

@borizb:
Ich habe nichts zu verbergen und antworte gern auch im Thread, da muss mich keiner extra fragen. Es waren mittlerweile einige Firmen und Redakteure hier, die es selbst sehen und prüfen wollten. Warum auch nicht? Ich für meinen Teil bin jedesmal zufrieden, wenn es gelungen ist, das eine oder andere Stück Technik zu verbessern, weil die Ingenieure das mittlerweile ernst nehmen. Ich arbeite schließlich nicht nur als Redakteur, sondern habe auch in der Produktentwicklung einen gewissen Ruf zu verlieren. Von Reviews allein wird man nämlich mit Sicherheit nicht glücklich und meine Taiwan-/China-Flüge werden auch nicht von TH oder der Taitra quergesponsert. Ich muss also keine Gefälligkeits-News oder -Reviews schreiben, denn ich verdiene mir meine Tickets immer noch selbst ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@FormatC

Ich bin ja nicht so in der Materie drin und verstehe auch nicht wirklich was davon wie man solche Messungen "richtig" druchführt.

Aber wie ist denn deine einschätzung, bezogen auch meine frage.
Ist eine solche Karte zu empfehlen oder sind da schäden vorprogrammiert?
 
@cordura
Da musst du deine Frage schon präziser stellen...
- Schäden am MB - sehr unwahrscheinlich
- Schäden am NT - möglich bis wahrscheinlich je nach dessen Qualität

Wieso du aber die Asus willst und nicht die EVGA ist mir sowieso schleierhaft - da gibt es keine Probleme und etwas schneller ist sie auch.
 
Es sind hier keinerlei Schäden zu befürchten. Die angegebene Belastbarkeit von Netzteilen und PCIe-Slot bezieht sich auf den dauerhaft zulässigen Mittelwert.
 
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