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News Kauf von Lootboxen: Studie stellt Korrelation mit Spielsucht fest

frkazid

Commander
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Liest sich ja fast wie dieser über 6 Jahre alte Auszug.
Als gefährlich wird beispielsweise bei Geldspielautomaten die hohe Ereignisfrequenz, das häufige Auftreten von Fastgewinnen, die Möglichkeiten des Synchronspielens an mehreren Geräten und die Umwandlung des Geldeinsatzes in Punkte angesehen, wodurch das Erleben von Verlusten gemindert wird (siehe Kasten „Risiko Geldspielautomaten).
Quelle

Aber ist ja eigentl. kein neues Problem. Passiert nur nichts in die Richtung.
6f6.jpg
 

Ein_Freund

Commander
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Ein weiterer Schritt um das Zeug ein wenig einzudämmen. Jede Studie hilft dabei.

Und hier das wohl verwerflichste:
In sechs frei zugänglichen Studien hätten fünf Prozent der Lootboxkäufer, davon ein guter Teil aus Risikogruppen, mehr als 100 US-Dollar pro Monat ausgegeben und etwa die Hälfte des Umsatzes mit dieser Art Mikrotransaktion erzeugt.


Anbieter nutzen Risikogruppen gezielt aus​


Die Zahlen zeigen für die Autoren eine unverhältnismäßige Abschöpfung der Risikogruppe mit problematischem Spielverhalten oder Suchtproblemen, nicht aber von Spielern, die sich Ausgaben in dieser Höhe leisten können. Diese auszunutzen und zu nicht mehr verträglichem Ausgabeverhalten anzuleiten werde zumindest in Kauf genommen, heißt es weiter. In einigen Spielen würden ihre Spieler sogar gezielt mit Techniken manipulieren, die bei traditionellem Glücksspiel illegal seien.
 

DerHechtangler

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ZeropG

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PietVanOwl

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Überrascht mich nicht wirklich. Das ist ja absichtlich schon so gestaltet damit ein gewisser Drang entsteht, muss ich haben, brauch ich noch, immer weiter kaufen bis man den letzten Skin auch noch hat.....
Am besten mit der Sucht gar nicht erst anfangen und solche Lootbox Dealer wie zum Beispiel EA meiden.
MFG Piet
 
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Skysurfa

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@DerHechtangler

Ich gehe da schon gedanklich auch in deine Richtung. Ich möchte aber auch klarstellen, dass ich Gesetze und Regeln für ein soziales Miteinander für absolut notwendig erachte. Ich habe aber auch "Angst" vor einer Welt, die mir jede Entscheidung abnimmt und mich in ein Korsett zwingt.

Ich kann verstehen, dass es für manche schwierig ist ihre Entscheidungen selber zu treffen und dass man aus diesem Grund gerne regiert und bevormundet wird. Aber wenn man bereit ist die Konsequenzen für sein Handeln zu übernehmen, macht es doch viel mehr Spaß im Leben.
 

DerHechtangler

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dasbene

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No sh** Sherlock. Dafür bräuchte man schon vor 10 Jahren keine Glaskugel für um das zu wissen .

Was mich wirklich daran ärgert ist wie schamlos die Publisher das ausgenutzt haben. In zu viele Vollpreis AAA spiele wird noch Glücksspiel eingebaut.
Das f2p spiele sich noch finanzieren müssen ist ja noch verständlich aber manche von deren lootbox/freischalt Systemen sollten kriminell sein.
 

edenjung

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@DerHechtangler @Skysurfa Scheinbar klappt es aber nicht ohne Regeln.
Die meisten Leute sind nicht bereit Verantwortung zu übernehmen oder einfach Mal mitzudenken. Kuck dir Mal den Fleischverzehr an, meinst du die meisten würden den freiwillig reduzieren? Nö. Also muss man die Leute zu ihrem Glück bringen und da macht man es dann über sanften monetären Druck.
Und hier bei lootboxen muss man halt viel regulieren, da damit halt auch Kinder angesprochen werden und die besonders gefährdet sind.
Und da man von Süchtigen nicht erwarten kann die Suchtmittel selber zu meiden muss das reguliert werden.
 

Serana

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Und für diese bahnbrechende Erkenntnis brauchten die Forscher eine neue Studie? Oder könnte die erneute Bestätigung altbekannten Wissens vielleicht damit zusammenhängen, daß eine britische Anti-Glücksspiel-Stiftung eine neue Studie brauchte?

Es mag für manch einen hier vielleicht eine schockierende Nachricht sein, aber ausnahmslos alles was das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert ist fähig eine Sucht hervorzurufen. Auch Sex wäre unter dieser Maßgabe kritisch zu betrachten. Tja, da hatte die katholische Kirche wohl doch recht, Sex wirklich nur zum Zweck der Fortpflanzung zu tolerieren. Selbst Sport, wenn er exzessiv betrieben wird, hat dieses Potential. Anders ausgedrückt funktioniert vermutlich jede der Menschheit bekannte Sucht auf Basis der Stimulation des Belohnungszentrums.

Jetzt könnte man natürlich einwenden, daß man einen Unterschied machen sollte zwischen Drogen (damit sind sowohl legale als auch illegale gemeint) und Aktivitäten die quasi zum menschlichen Leben dazugehören. Nur bleibt eben festzustellen, daß der Wirkmechanismus im Grunde der gleiche ist. Drogen könnte man bestenfalls den Vorwurf machen, daß sie stärker wirken.

Nur, wie sollte man jetzt mit potentiell suchterzeugenden Stoffen und Aktivitäten seitens des Gesetzgebers umgehen? Ein Verbot hört sich für unsere anonymen Puritaner sicherlich äußerst attraktiv an, nur krankt das ganze daran, daß man dann aus rein rationalen Gesichtspunkten (nicht, daß Rationalität für Puritaner eine Rolle spielt) auch Alkohol und Nikotin auf den "Index" setzen müßte.

Ein Kompromiß könnte es sein, eine Altersbeschränkung einzuführen. Wer über 18 Jahre alt ist, sollte die offizielle Erlaubnis haben sich selbst auszusuchen auf welche Weise er sich möglicherweise zugrunde richtet. Darüber hinaus sollten die Neo-Puritaner auch bedenken, daß Menschen schon immer Möglichkeiten fanden Verbote zu umgehen die sie nicht akzeptierten. In den USA setzt sich langsam die Erkenntnis durch, daß man mit dem "War on drugs" auf ganzer Linie gescheitert ist. Hoffentlich braucht man bei uns nicht ebenso lange bis man versteht, daß der Traum von der drogen- und suchtfreien Gesellschaft für die meisten Menschen (ob des damit verbundenen Repressionsregimes) ein Alptraum ist.
 

DerHechtangler

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[wege]mini

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Solange der Staat die Risikogruppen gezielt ausnutzt ist das egal?

Jetzt wollen wir mal sauber zwischen Glücksspiel und gefaktem Glücksspiel zur Anstachelung der Spielsucht und des Abzockens unterscheiden.

Lotto ist reine Statistik. Ein Notar überwacht die ordnungsgemäße "Ziehung" der Zahlen und jeder kann gewinnen.

Viele Software ist hier jedoch nicht "random". Es wird der User "angefüttert" und wirklich zufällig ist durch den benutzten Code nichts mehr.

Hast du lange nichts gezahlt wirst du angefüttert. Bist die als Abhängiger bekannt, wird dein Stoff schlechter. Ist bei allen Suchtkrankheiten das gleiche Prinzip.

Die meisten Titel mit Lootboxen haben leider dieses Prinzip komplett optimiert und am Ende haben die User genau so viel "Glück", wie die Hersteller es wollen.

mfg
 

sc0repi0

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Wenig verwunderlich, das alles. Deshalb sollte dem einen Riegel vorgeschoben werden, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Sich darauf zu berufen, dass Erwachsene sich ja frei entscheiden können, ob sie das machen wollen, sei mal dahin gestellt. Klar ist, dass jemand der diese Art von Brainhack ausnutzt sehr genau weiß, was da getan wird. Und jemand der dafür anfällig ist, ob alt oder jung, sollte davor geschützt sein.

Ist ein vollendeter kapitalistischer Wildwuchs. Schönes Beispiel dafür, wie man gezielt manipulieren kann, um Geld zu bekommen. Bin ich jetzt kein Fan von, aber überrascht auch nicht.
 

wern001

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Alles was Glückspiel ähnlich ist gehört auf FSK18
Eine Lootbox die für Echtgeld (oder auch Umweg über Ingame Währung) gekauft wird und wo was zufälliges raus kommt ist nichts anders als Glücksspiel.
Auch müsten die Spiele beteiber von Ingamewährung dazu verpflichtet werden den €-Preis mit anzuzeigen.
Auch Spiele mit hohem suchtpotenziel und Micropayment gehören FSK18
Alles mit Micropayment gehört FSK16. Denn Kinder haben noch keine Impulskontrolle. Heißt ja auch Kindermund tut Wahrheit Kund.

Tja Internet ist noch Neuland
 
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Forum-Fraggle

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Solange der Staat die Risikogruppen gezielt ausnutzt ist das egal? ( siehe Lotto) Aber wenn die Industrie das macht kommt das große Geheule?

Brauchen wir wirklich noch mehr Regularien?
Du ziehst aber seltsame Vergleiche. Ein Mitkommentator hat schon einiges dazu gesagt, was aber auch noch zählt:
Lotto hat zwischen Kauf und Endorphinausschüttung eine zeitliche Differenz und Du bestimmst den Zeitpunkt durch den Kauf nicht mit. Anders bei Lootboxen, da bekommst Du den Kick direkt danach und wenn es nicht klappte, kaufst Du nochmal, bekommst wieder den Kick zeitnah usw. Diese Verknüpfung verläuft auch in Deinem Gehirn.
No ,oh** Sherlock. Dafür bräuchte man schon vor 10 Jahren keine Glaskugel für um das zu wissen .

Und für diese bahnbrechende Erkenntnis brauchten die Forscher eine neue Studie? Oder könnte die erneute Bestätigung altbekannten Wissens vielleicht damit zusammenhängen, daß eine britische Anti-Glücksspiel-Stiftung eine neue Studie brauchte?
Jahrhunderte lang dachte man auch die Erde sei eine Scheibe, erst Wissenschaft widerlegte es. Wollt ihr wirklich daß geläufiges Wissen bestimmt? Merkt man übrigens bei Statistik oft. Erst durch sie bemerkt man wie oft man sich irrt, weil es doch seltener passiert als man dachte.
Und warum nicht eine Studie reicht? Weil es nicht die Wissenschaft gibt, Redundanz erhöht die Glaubwürdigkeit bzw. die Belegkraft. Und das ist gut so, denn sonst würde nicht hinterfragt werden.
 
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pseudopseudonym

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Die meisten Leute sind nicht bereit Verantwortung zu übernehmen oder einfach Mal mitzudenken.
Nur nimmt man mit immer mehr Regeln auch den Leuten die (legale) Entscheidungsfreiheit, die sehr wohl Verantwortung übernehmen.

Ob mein Nachbar einsam in seiner Wohnung kifft, kann der Gesellschaft egal sein.
Ob der Nachbar seine Lootboxen kauft, kann der Gesellschaft ebenfalls egal sein.
Das sind beides Dinge, die die Leute privat für sich tun, im Gegensatz zum Vollqualmen einer Bushaltestelle oder eines Restaurants, wenn die Gefahren des Passivrauchens klar sind.
Klar Aufklärung ist ne gute Sache, aber es gleich allen pauschal verbieten, weil ein paar nicht damit umgehen können? Selbst dann, wenn bei Missbrauch erstmal nur die Personen selbst leiden?
 

edenjung

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Gruselig, ich bin da anderer Meinung. Der Mensch isst nun mal Fleisch...
Keiner spricht davon Fleischverzehr zu verbieten.
Ich finde es immer bekloppt wie Leute immer zu maximalforderungen springen, anstelle Mal mitzudenken. Niemand aber auch niemand spricht davon, aber man holt es dann als Schreckgespenst raus um die eigene Meinung zu verbreiten.

@pseudopseudonym
Es geht hier aber nicht in erwachsene. Sondern in erster Linie um Kinder und diese können diese Entscheidung nicht treffen.

Auch sind es die Folgekosten für die Gesellschaft die durch die eigene Entscheidung entstehen das Problem. Der Raucher zahlt ja nicht 100% selbst für die Lungenkrebs Behandlung.
Wenn man deiner Aussage folgt, dürfte keiner mehr eine Krankenkasse mehr haben und nicht versichert sein. Also so wie in den USA und da folgt dann nen ganzer Rattenschwanz an Problemen.
 
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