Kaufberatug für erstes NAS

joextra

Lieutenant
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Okt. 2012
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Hi,

ich will mir jetzt endlich mein erstes NAS kaufen, weiß aber nicht so recht welches zu mir passt. Vielleicht könnt ihr mir ja dabei helfen. Das NAS soll im hauptsächlich als Vergrößerung meines PC Datenspeichers dienen. Also wie eine USB Festplatte nur im Netzwerk mit RAID 1.
Als Festplatten vorhanden sind 2x4 TB WD Red. Brauche nur ein zwei Bay NAS.

Das ist mir wichtig:
- hohe Geschwindigkeit (möglichst alles was die Leitung hergibt)
- trotzdem geringer verbrauch
- da das Teil nicht den ganzen Tag laufen wird (nachts wenn ich schlafe, brauche ich es nicht) wäre ein Ein-/Ausschalter super (will es nicht über die Weboberfläche runter fahren müssen. Zu umständlich).
- Rollenvergabe. z.B. will ich auf meinem Hauptrechner Zugriff und Rechte auf alle Ordner & Dateien haben am HTPC sollen nur bestimmte, von mir festgelegte Ordner zugänglich und Dateien nach Möglichkeit nicht löschbar sein.
- das es am Arbeitsplatz auf Ohrhöhe liegt, wäre es toll, wenn es nicht zu laut wäre. Silent brauche ich nicht unbedingt.

Das brauche ich nicht:
- Transkodierung von Mediendateien (dafür habe ich mein HTPC)
- Webserver
- Zugriff außerhalb des Netzwerks

Budget liegt bei +/- 200 €, wobei weniger besser wären. Zuerst dachte ich an das Synology DS218play, aber das ist vielleicht zu oversized für das, was ich brauche. Das Synology DS218j wäre eine Möglichkeit, aber bei CB wird ja kritisiert, das der Soc schon recht alt sei. ASUSTOR AS1002T v2 ist auch eine Möglichkeit, allerdings gibt es kaum Tests. Wäre aber schön günstig.
 
Die 218er ist eine sehr gute Kiste. Hab die normale als Single Bay.
Die j würde ich nicht mehr nehmen, die Hardware ist wirklich zu alt und schwach, selbst wenn man erst einmal nix groß damit macht.
 
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Laut CB ist die j genau so schnell wie die play. Beim Verbrauch ist die j besser als das AS1002T. Dafür ist das AS1002T sehr günstig. Das play ist in letzter Zeit leider etwas teuerer geworden.
 
Wie sieht es denn mit dem "harten" Ausschalten von einem NAS aus?

Ich habe selber privat eine Synology DS1515 mit 5 x 8 TB. Eigentlich läuft die Kiste acu rund um die Uhr, weil

- ich irgendwie Bammel vor einem harten Ausschalten anstelle eines sauberen Herunterfahrens habe
- mir regelmäßiges Herunterfahren über dei web-Oberfläche auch zu nervig / umständlich ist
- ich Angst davor habe, von außerhalb mal nicht zugreifen zu können weil ich vergessen habe, wieder einzuschalten
- die Kiste bei Nichtnutzung eh in irgendeinen stromsparenden Ruhemodus umschaltet
- meiner Meinaung nach Ein-/Aus-Betrieb für alle Komponenten stressiger als Dauer-An ist

Macht die Poweronoffmethode trotzdem Sinn?
 
Synology hat sich auf seinem sehr guten Image "ausgeruht" und bringt immer nur Häppchen an Verbesserungen heraus in den letzten Jahren.
QNAP kann ich nicht einschätzen, aber wenn man quer liest bieten die schon einige Eigenschaften mehr für das gleiche Geld.
Absolut nach deinen Bedürfnissen kannst du aber auch ein NAS aus PC-Hardware zusammenstellen und betreiben, selbst DSM von Synology läuft ohne großen Aufwand.

Daher ist eine gute Planung, gerade was Backup angeht, sehr wichtig und zielführend.
 
@LegeinEi : Ich kann dir nichts sagen zur "Langlebigkeit", wenn man Power-off benutzt, weil ich mein (altes) NAS 213j im Dauerbetrieb lasse. Aber wenn ich doch mal den Netzschalter betätige, fährt das NAS runter. Es funktioniert also anders als wenn man den Stromstecker ziehen würde.

Man kann das Runterfahren bzw. Einschalten übrigens in der Synology-SW auch automatisieren ;)
 
Zu einem vertretbaren Preis würde ich in Richtung QNAP TS-251B
Du hast aber schon gesehen was für ein Budget ich habe.

Die einzige QNAP die zu meinem Budget passen würde wäre die QNAP TS-231P. Allerdings verbraucht die gerade im Idle schon etwas mehr. Außerdem habe ich oft gelesen, das die bei Betriebssystem in letzter Zeit misst gebaut haben.
Was eigenes Bauen will ich nicht.
 
Also ich habe ein inzwischen 7 Jahre altes QNAP NAS (TS419+) und dieses kann man zeitgesteuert an und aus schalten. Die QNAP haben sonst aber auch eine physische Steuerung um das NAS zu konfigurieren (nur IP) und darüber kann man auch das NAS ordnungsgemäß herunter fahren (musst mit den Tasten am Rand die einzelnen Punkte auswählen). Ob Synology auch sowas hat, weiß ich nicht. Aber dort kann man das NAS auch ordnungsgemäß runterfahren, wenn man den Power Knopf 5 Sekunden gedrückt hält (steht so in deren Anleitung und durfte ich auch schon in der Firma durchführen, weil die Fremdfirma keine Zugangsdaten für das NAS hatte um es per Web GUI herunterzufahren.

Ich könnte mir vorstellen, dass ASUS und Co. auch zumindest so eine zeitgesteuerte Power On und Off Funktion haben. Wenn die eine Demo deren GUI haben, solltest du die sonst mal testen.
 
Wake on Lan wäre hierfür doch ganz gut geeignet oder?
Wenn der PC oder HTPC an ist, fährt auch das NAS hoch, und anschließend wieder herunter.
 
joextra schrieb:
Du hast aber schon gesehen was für ein Budget ich habe.

EUR 200,- sind für ein Nas eben nicht viel und aus meiner Sicht etwas zu wenig bei den formulierten Ansprüchen.

Auf der einen Seite ist Dir die Performance das Wichtigste, aber Du kannst dies nicht erreichen zu diesem kleinen Preis, selbst bei 2er-Nas-Geräten.

Was aus meiner Sicht wichtig ist:

- versuche immer ein Nas mit Intel- oder AMD-CPU zu kaufen, da es damit die wenigsten Probleme gibt (Performance, OS-Updates, Erweiterungen, etc.).
- wenn das Geld nicht für ein Neues Gerät reicht, vielleicht gibt es ja ein Gebrauchtes in den Kleinanzeigen ?
- oder sparen, bis es passt.
 
Also Gebraucht bist du mit 200€ nicht schlecht dabei. Ich hab mir erst vor kurzem ein Zusätliches NAS gekauft, war eine TS453 Pro um 250€. Und im Endeffekt werden eh die Platten kaputt.. Meine erste, TS 419+ läuft bei einem Bekannten auch noch Problemlos und wie am ersten Tag.
 
Performance das Wichtigste
damit meinte ich natürlich Performace für den Preis. Das ich für das Budget nicht 100% ausschöpfen kann, ist mir bewusst.

- wenn das Geld nicht für ein Neues Gerät reicht, vielleicht gibt es ja ein Gebrauchtes in den Kleinanzeigen ?
Gebrauchte elektronische Geräte ist für mich ein no go

- oder sparen, bis es passt.
Ich will das Gerät bald haben und nicht erst in x Wochen oder Monaten
 
Ich verstehe noch nicht ganz genau wozu du wirklich ein NAS benötigst. Bei den Angaben fährst du mit einer sehr schnellen großen externen USB 3.0 / Thunderbolt Festplatte doch viel besser? Der Mehrwert einer NAS sind ja eher Vorteile des Zugangs über das Internet und halt eine Palette an weiteren Apps/Features. Für einen externen Datenspeicher der auch noch maximal schnell sein soll, sind sie eigentlich nicht sinnvoll weil Netzwerk mit 1 Gbit ein stark limitierender Faktor ist. Soll es 10 GbE sein wird allein die Schnittstelle schon dein Budget sprengen. Im Prinzip kann ich dir selbst bei einer 2-Bay NAS aber auf jeden Fall dazu raten eine x86 CPU zu nehmen um in den Genuss von btrfs zu kommen nebst anderen Vorteilen.
 
Wenn wirklich nur elementare Storagefunktionen wichtig sind, reicht die DS218j m. E. aus. Die teureren Modelle sind natürlich bei bestimmten Aufgaben schneller und flexibler. Sofern man nicht ständig größere Datenmengen auf einen Schlag sondern eher inkrementell in rel. kleinen Schritten speichert und nicht verschlüsselt, ist dieser Vorteil aber kaum von Bedeutung. Oft wird die Geschwindigkeit des NAS durch die HDD limitiert. Eine performanteres SoC ändert daran nichts.
An/Aus-Schalten über Button und/oder Zeitplan ist bei nahezu allen aktuellen Geräten möglich.
 
Ich glaube auch das eine schnelle ectwrne Festplatte reichen würde. Du musst dann lediglich umstecken..
 
Ich glaube, man kann die bisherige Diskussion so zusammenfassen: Die Synology ds 218j erfüllt sämtliche deiner Anforderungen und hat ein nach wie vor überzeugendes Software-Paket. Es stimmt, dass der verbaute Prozessor Marvell Armada dual-core 1,3 GHz und der DDR3 RAM von 512 MB nicht mehr top-aktuell sind.

Aber (und ich sage das als Besitzer einer 213j, die seit mehreren Jahren im Dauerbetrieb klaglos ihren Zweck erfüllt; Specs: Marvell Kirkwood Single-Core 1,2 GHz, 512 MB DDR3 RAM, 2*2 TB Raid 1 WD red):
Die "Langsamkeit" des NAS merkt man nur in der "Service"- bzw. "Maintenance"-Phase, also dann, wenn es ein System-Backup gibt, wenn die einzelnen Software-Packages ein Update erhalten oder wenn man manuell die neuesten Virendefinitionen für den integrierten Virenscanner runterlädt. Sitzt man dabei vor dem Bildschirm, braucht man gelegentlich einen Schokoriegel ("wenn's mal wieder länger dauert") oder so :D

Aber - und das ist meines Erachtens ja das Wichtige: Den eigentlichen Zweck als (rückwärtiger) Speicherplatz oder als Quelle für das inhouse-Streamen [oder gelegentlich sogar extern übers Netz] oder als Backup-Ziel im Netzwerk oder als Download-Ziel für Inhalte aus dem Netz (oder oder) erfüllt mein NAS nach wie vor, zuverlässig und ohne 'Aussetzer'. Es ist also nicht so, dass diese Funktionen nach jahrelangem Gebrauch nun Altersschwäche zeigen würden.

Noch ein Wort zur Netzwerk-Geschwindigkeit ("alles, was die Leitung hergibt", Zitat aus dem OP): Wenn ich ein Backup der NAS über das LAN auf eine 2TB-WD green ziehe, zeigen die "Netzwerk-Tabs" von Windows, dass idR das Netzwerk (100 MBit) limitiert, nicht das NAS (bei Ordnern mit Tausenden von kleinen Files unter 50 kB fällt die Geschwindigkeit zugegebenermassen in den Keller, aber auch wegen der Schreibgeschwindigkeit auf dem Backup-Ziel. Weil ich inkrementelle Backups mache, kommt das etwa einmal im Jahr vor, also nur dann, wenn ich das Backup bewusst ganz neu aufbaue. Und das läuft dann sowieso im Hintergrund und/oder über Nacht, hat also keine arbeits-verzögernde Wirkung)

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass du das ds218j in der Ausführung ohne HDs für derzeit rund 160 Euro bekommst, machst du eigentlich nichts falsch.
 
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