Kaufberatung 27", WQHD für Bildbearbeitung/Gaming/Office

Eq4liz3R

Lt. Junior Grade
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Hi Leute!

ich bin auf der Suche nach einem neuen Monitorsetup, da mein aktueller FHD 24" nicht mehr so das gelbe vom Ei ist.
Die Krux ist, dass ich ein Allroundgerät suche, da die o.g. Einsatzbereich in etwa zu gleichen Teilen genutzt werden.
Mittlerweile fotografiere ich im Hobbybereich relativ ambitioniert, lade Bilder hoch und drucke eben auch gerne. Daher wäre es nice, wenn der Monitor AdobeRGB so gut es geht abdeckt, um in LR mit Softproof arbeiten zu können. Bisher ist es immer noch ein bisschen Blindflug beim Drucken. sRGB sollte auf jeden Fall abgedeckt sein.
Ich zocke meistens CS:GO, LoL, Fortnite aber auch immer mal wieder AAA Titel wie Tomb Raider oder Bioshock. Zurzeit noch auf einer GTX 560Ti, aber mir stellt sich zwecks zukunftssicherheit (neue GraKa irgendwann) auch die Frage nach 144Hz und G-Sync.
Ich denke Office wird mit jedem Monitor abgedeckt, aber ich überlege noch auf das Format (zB 21:10) zu achten, worauf viele schwören bei paralleler Textbearbeitung, habe damit aber keinerlei Erfahrungen.

Das Budget liegt so bei 1000€, ich komme natürlich auch gerne günstiger weg. Zuerst hatte ich überlegt 2x24" zu kaufen, einen zum Zocken und einen für EBV, Platz auf dem Schreibtisch ist aber auch ein Faktor und eigentlich möchte ich bei beiden Anwendungen frontal auf den Monitor schauen und mir nicht den Nacken verrenken.

Ich bin in keinem Bereich Profi, aber ich frage mich jetzt, ob ich mit einem Allround Monitor zu viele Kompromisse eingehe, oder zB einen Eizo kaufen soll und ein paar Abstriche beim Zocken hinnehmen, oder einen Zocker Monitor, der dann doch eine gute Farbraumabdeckung hat und sich gut kalibrieren lässt.

Danke schon mal für alle Hilfe!
Gruß
 
Da würde ich den Benq SW2700PT empfehlen.

Wenn Shooter gespielt werden, sind reinen Monitore für die Bildbearbeitung zu langsam. Der Benq ist ein guter Kompromiss.
 
die abdeckung im aRGB farbraum ist aus meiner praxiserfahrung ziemlich wurst, weil der aRGB raum für die weiterverarbeitung nicht wirklich relevant ist. die farben / farbnuancen, die aRGB mehr darstellen kann, werden eigentlich so nie in ein fertiges produkt übertragen. aRGB als quelldatei für einen druck/ausbelichtung/anzeige ist außerhalb eines höchstprofessionellen umfelds quasi nicht vorhanden.

die chemischen ausbelichter, die ich kenne, arbeiten im sRGB farbraum und klassische druckanbieter verarbeiten zu 95% CMYK, und für eine digitale darstellung fehlts einfach flächendeckend an geeigneten geräten.

im prinzip ist der aRGB raum nur ein verlustfreier quellfarbraum für bearbeitung und den export in andere druckfähige farbräume. und ob du jetzt beim bearbeiten für ein paar minuten den erweiterten grünen farbbereich genießen kannst, den nie wieder jemand anders zu gesicht bekommt, ist im endeffekt wirklich wurst. das endergebnis im "üblichen druckfarbraum" wird dadurch nicht besser. zudem musst du dich in dem fall mit profilierung herumschlagen - das ist nochmal ein ordentlicher brocken arbeit, der dir als "hobby" absolut null mehrwert bietet.

zudem brauchst du für eine native 12 oder 14 bit farbdarstellung eine professionelle grafikkarte - das können die consumerkarten nämlich gar nicht ausgeben.


ich "arbeite" derzeit aus platzmangel mit einem asus mg279Q (ips, 144hz, freesync) - der bietet eine ausreichend gute darstellung, wenn man folgendes akzeptiert:

- der unterschied von druckerei zu druckerei und chem. ausbelichter im selben farbraum ist größer als der unterschied zwischen aRGB und sRGB am eigenen monitor

- das material für den druck (papiersorten, alu, kunststoff) macht 50% der erscheinung aus. und dann gibts noch unterschiedliche farben / tinten.

- die farbtemperatur des monitors verändert sich fortwährend je nach nutzungszeit, alter und verwendeter hg-beleuchtung.

- du müsstest dein zimmer in 128/128/128 grau streichen, alle fenster zumauern und dir kalibrierte tageslichtlampen kaufen.

ich würde mir keinen monitor mehr ohne 144 hz kaufen, wenn darauf auch gespielt wird, d.h. gaming monitor, der eine möglichst gute farbdarstellung in sRGB hat. gutes ips/va panel, gute gammawerte, ggf. guter vorkalibrierter sRGB modus und wenig colorbanding kann man schon unter teureren gaming monitoren finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau Dir mal den hier an: EIZO Foris FS 2735. Ein guter Kompromiss für 'Dual-Use'. Ich habe ihn selbst seit mehr als 2 Jahren und ich bin sehr zufrieden. Ich hatte die gleichen Anforderungen wie Du. Und Abstriche beim Zocken musst Du bei diesem Modell nicht machen.
 
der eizo FS2735 hat das tupfengleiche panel drin wie der asus mg279q. das was den eizo so teuer macht ist der name und das drum herum, ggf. besseres binning der panels von eizo.

der eizo wird insgesamt gesehen schon der minimal bessere monitor sein, einfach weils eizo ist, aber den doppelten preis ist der deshalb imho nicht wert, weils das selbe panel ist.
 
Was den Eizo so teuer macht ist in der Tat die Qaulitätsauswahl. Ein Panel das alle Zocker trotz der gigantischen Streuung unbedingt haben wollten, weil es eben auch am oberen Ende und speziell im Gamingbereich sehr gute Ergebnisse zeigt. Trotzdem ein Lotteriespiel. Die Testbereichte über den EIZO sind aber eindeutig. Die Qualitätsauswahl funktioniert und es ist kein Zufall ob man einen Monitor bekommt der sein Geld wert ist. Ich habe weder tote Pixel, noch die bei diesem Panel oft verteufelten Probleme bei der Helligkeits- oder Farbverteilung. Klar hat EIZO einen eigenen Preis. Einen großen Teil des Preises macht aber auch die Qualität und das Vertrauen in die eigenen Produkte aus, was sich nicht zuletzt in einer 5 Jahre Vor-Ort Garantie ausdrückt. MMn einer der besten 27" Allrounder auf dem Markt.
 
Das glaubst du aber nur das die Qualitätssicherung bei Eizo 100 %tig ist. Auch der hat teilweises extremes BLB und häufig sogar Subpixelfehler in pink (ist ja bei Eizo laut Bestimmungen in Ordnung). Zudem ist die Verarbeitung noch viel schlechter als bei Asus und Acer. Joystick hat saumäßig schlechte Druckpunkte, Gehäuse knartscht, der Standfuß ist billig, er hat auf der Oberseite eingebrannte Rückstände auf dem Plastik (sieht aus wie von Säure angefressen) und das Panelcoating ist matt => Darstellung wirkt nicht besonders scharf und die Neigemechanik ist total starr. Du bezahst bei Eizo nur die hohen Lohnkosten der Fertigung (Montage von gammeligen AUO Panel mit gammeligem Gehäuse, Scaler und Netzteil) in Japan. Zudem ist das Overdrive total verhunst. Siehe Review auf tft-central.co.uk.

Ich hatte den FS2735 auch zwei Mal. Der ist definitiv nur random, wie alle anderen AUO Panel Monitore auch.

Zudem ist der "Service" das Allerletzte. Getauscht wird über einen Servicepartner gegen "refurbished" (genauso fehlerbehaftet, wie eingesendet + Gebrauchsspuren) Müll anderer Kunden.

Die 5 Jahre Garantie sind daher nur Augenwischerei. Bringen dir effektiv nicht viel, wenn du als Austausch den Müll anderer Kunden erhälst.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Beim Eizo Foris FS 2735 muss man genauso Lotto spielen wie bei jedem anderen Monitor mit dem Panel auch. Eizo selektiert vielleicht, was Staubeinschlüsse angeht, starken Glow hat man aber trotzdem. Sonst müssten die 90% der Panels wegschmeißen. :)

Der Acer XF270HUA für 400€ mit dem gleichen Lotto-Panel ist momentan die deutlich bessere Wahl.
 
Marcus Hax0rway schrieb:
Der Acer XF270HUA für 400€ mit dem gleichen Lotto-Panel ist momentan die deutlich bessere Wahl.

Und da hast du keine zwei geteilte Free-Sync Range mit buggy overdrive. Ist schon ziemlich frech das Eizo so arrogant ist und nicht mal per Firmware das overdrive fixed. Die letzte Firmware ist von April 2016. Bei so einem Preis müsste es andauernd bei Fehlern und für Verbesserungen Firmwareupdates geben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der XF270HUA hat ein anderes Panel als der MG279Q und FS2735 mit schlechterem Coating. Jedoch ist er dafür auch deutlich günstiger und bei dem Panel im Acer ist die Wahrscheinlichkeit bezüglich BLB in die .... greifen nicht so groß ;).
 
Ich habe weder geschrieben, dass die Qualitätssicherung 100%tig ist noch dass es ein perfektes Paket ist. Es ist mMn ein guter Monitor in vielen Bereichen, kein perfekter in allen, schlecht bei manchen. Die Testberichte und Kundenerfahrungen sagen nichts anderes. Der Preis stand hier nicht zur Diskussion und ist ein anderes Thema. Es soll ja auch Leute geben denen der Preis nicht ganz so wichtig ist. Zu denen kann man mich getrost zählen.
 
acme.INC schrieb:
Ich habe weder geschrieben, dass die Qualitätssicherung 100%tig ist noch dass es ein perfektes Paket ist. Es ist mMn ein guter Monitor in vielen Bereichen, kein perfekter in allen, schlecht bei manchen.

Hattest du ihn denn selber mal ?

Guter Monitor in vielen Bereichen ? Der versagt wie gesagt schon beim Overdrive, das Overdrive ist essentiell für einen Gamingmonitor.

Das einzige was beim Eizo gut ist, ist das Staubeinschlüsse selten sind, vermutlich deswegen weil sie in der Fabrik in Japan ihr eigenes Coating aufziehen.

Der Rest unterscheidet sich nicht oder ist noch schlechter als Asus, Acer, AOC, Viewsonic und Konsorten die 144 Hz AH-VA Gamingmonitore bauen .
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich sitze vor einem. Ich weiß um die Schwächen. Die betreffen aber nicht die Bildqualität bei z.B. Fotobearbeitung im Consumerbereich oder die tägliche Arbeit damit (immerhin 90+% der Laufzeit). Es ist auch kein optimaler Gamingmonitor, unwidersprochen, aber er kann es ziemlich gut. Die Ergonomie ist bescheiden, richtig, die Bedienung grottig. Aber wie gesagt, mir war es das Wichtigste einen Monitor zu bekommen der Beides gut kann und vor allem ein gutes Bild macht und das kann er. Perfekt wären natürlich mehrere Monitore für jeden Zweck und besser noch für ein paar Spiele. So weit geht meine Liebe zur Materie dann aber doch nicht.

Ergänzung: Hätte der TE nach einem 27" Gamer gefragt, ich hätte wahrscheinlich nicht den EIZO erwähnt.
 
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duskstalker schrieb:
die abdeckung im aRGB farbraum ist aus meiner praxiserfahrung ziemlich wurst, weil der aRGB raum für die weiterverarbeitung nicht wirklich relevant ist. die farben / farbnuancen, die aRGB mehr darstellen kann, werden eigentlich so nie in ein fertiges produkt übertragen. aRGB als quelldatei für einen druck/ausbelichtung/anzeige ist außerhalb eines höchstprofessionellen umfelds quasi nicht vorhanden.

die chemischen ausbelichter, die ich kenne, arbeiten im sRGB farbraum und klassische druckanbieter verarbeiten zu 95% CMYK, und für eine digitale darstellung fehlts einfach flächendeckend an geeigneten geräten.

im prinzip ist der aRGB raum nur ein verlustfreier quellfarbraum für bearbeitung und den export in andere druckfähige farbräume. und ob du jetzt beim bearbeiten für ein paar minuten den erweiterten grünen farbbereich genießen kannst, den nie wieder jemand anders zu gesicht bekommt, ist im endeffekt wirklich wurst. das endergebnis im "üblichen druckfarbraum" wird dadurch nicht besser. ...

Stimmt zwar, dass Adobe manchmal nicht viel bringt, aber so einfach ist das nicht... Ein großer Farbraum nutzt immer da was wo sRGB nicht abdeckt, bei Offset, beim Tintenstrahl ( vor allem mit mehr als vier Farben)... auch die Farbräume von Ausbelichter oder Digitaldruckern deckt sRGB nicht ganz ab, obwohl sie kleiner sind.
Und profilieren sollte man sowieso.

Nicht, dass ein gut eingestelllter sRGB fürs Hobby nicht ausreicht, aber mit etwas Einarbeitung kann man mehr rausholen und für die Augabe gibt es auch Dienstleister.
 
Man liest häufiger davon, dass Wide Gamut Monitore auch im Hobbybereich schon Sinn ergeben, deswegen dachte ich jetzt das sei der nächste logische Schritt. Aber mein aktueller Monitor deckt 95% sRGB ab und bin mir jetzt nicht so sicher, ob sich 600€ Investition lohnen, um nur die letzten 5% noch abzudecken.
 
Für die 5 Prozent allein lohnt es sich nicht... zumal dann immernoch nicht klar ist, ob der fehlende Umfang auch im Ausgabeprofil fehlen würde.
Tipps ja/nein helfen dir jedenfalls nicht so viel, wie sich mit Farbmanagement zu beschäftigen. Auf https://fotovideotec.de/ findest du sehr viel Grundwissen zu dem Thema, auch zu großen Farbräumen. Dann kannst du auch besser entscheiden ob du dir den Mehraufwand überhaupt geben willst.
Vergiss nicht, dass für eine Monitorkalibrierung/-profilierung auch ein Messgerät benötigt wird > $.
 
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