[Kaufberatung] Beamer für Deckenanbringung

Snaker001

Lieutenant
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Jan. 2009
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599
Hallo,

ich soll für einen Schulungsraum ein Beamer kaufen, der an die Decke gebracht werden soll. Folgende Dinge sollte er können:

- in erster Linie wird nur das Computerbild projiziert (keine HD Filme o.ä.)
- Deckenanbringung muss möglich sein
- sollte kein Luxusgrät sein, jedoch habe ich keine Ahnung was im Moment ein normales gutes Gerät kostet
- ist es möglich ein Laptop kabellos mit dem Beamer zu verbinden, sonst müsste man ja ein Kabel vom Beamer zu Laptop/Computer ziehen, damit man das Bild des PC sehen kann (welche Lösungen gibt es denn da?)
- leichte Bedienung und lange Lebensdauer :-)

Und eine weitere Frage: Welche Entfernung sollte der Beamer denn von der Leinwand haben. Es wird sich um eine normale Leinwandbreite von 2-2,50 Meter handeln.


Vielen Dank und Gruss
 
Hallo,

zum Thema Beamer kann ich nicht behilflich sein, da ich auch keinen aktuellen Überblick habe. Persönlich würde ich für Präsentationen aber zu Lichtstarken Modellen greifen, damit man die auch noch lesen kann wenn der Schulungsraum nicht unbedingt komplett abgedunkelt ist und auch mal etwas licht von draussen (Sonne) hereinfällt. Die Auflösung spielt in der Regel eine untergeordnete Rolle.

Vielleicht zum thema drahtlose Übertragung von Laptop zum Beamer...ggf. über WHDMI nachdenken. einfach Laptop mit kurzem HDMI-Kabel an den Sender koppeln und dann am Beamer mit angestöpseltem Empfänger das Ergebnis sehen. Ich benutze sowas um das Fernsehsiganl vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer zu bekommen (ca. 8m mit dicker Wand dazwischen) und es funktioniert 1a. Für deinen Fall ggf. eine Variante ohne Mehrfachfunktion wählen...die kommen dann auch etwas günstiger.

Gruss
TheMiB
 
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Nun, zunächst sollte der Beamer Löcher für die Schrauben einer Deckenhalterung haben. Da diese i.d.R. auf der Unterseite sind, muss er außerdem eine Funktion haben, die das Bild auf den Kopf stellt ("Deckenprojektion"). Fast alle Beamer haben das, aber du solltest dennoch im Datenblatt danach schauen, nur zur Sicherheit.

Für den Abstand gibt es im Netz (bei Herstellern und vielen Shops) zahlreiche Umrechner, die dir sagen, bei welchem Abstand du welche Bildgröße bekommst. Es gibt Beamer, die auf kurze Strecken und solche die auf längere Abstände ausgerichtet sind. Falls der Beamer nicht vor der Mitte der Leinwand hängen kann, musst du nach einem mit Lens Shift schauen, das macht die Sache aber meist merklich teurer.

Lichtstärke ist, wie TheMiB schon richtig gesagt hat, sehr wichtig. DLP bietet sich an. Vergiss nicht zu schauen, wie hoch die angegebene Lampenlebensdauer ist und was eine Ersatzlampe kostet und beziehe das in die Kalkulation mit ein. Optimal wäre es, wenn man Ersatzfernbedienungen zu kaufen bekommt (die haben in Räumen, zu denen viele Menschen Zutritt haben, die Neigung zu verschwinden).

Was die drahtlose Übertragung angeht: Es gibt Systeme, die unabhängig vom Beamer ein HDMI- oder VGA-Signal kabellos übertragen, d.h. du stellst an jedem Ende ein Kästchen hin. Ist aber relativ teuer (200€ aufwärts) und zur Störanfälligkeit hört man gelinde gesagt Widersprüchliches, es sei denn man gibt viel Geld aus. Denk daran, dass in einem Schulungsraum noch alles mögliche andere herumfunkt (Laptops & Handys der Schüler, Presenter des Dozenten etc.).
Ansonsten gibt es die Möglichkeit, W-LAN zu verwenden. Manche Beamer haben das bereits eingebaut. Problem hierbei ist, dass es verschiedene, meist inkompatible Standards gibt, z.B. WiDi (erfordert Intel-Grafik), Miracast (offen, aber noch nicht so verbreitet). In einem Schulungsraum, in dem vermutlich verschiedene Personen mit verschiedenen Rechnern den Beamer nutzen müssen (und darauf angewiesen sind, dass alles schnell und problemlos funktioniert), würde ich davon stark abraten. Hier ist das einzig Wahre ein VGA-Kabel (evtl. zusätzlich ein HDMI-Kabel), weil das die einzige Schnittstelle ist, die auch im Business-Bereich praktisch jeder Laptop hat. Vermutlich musst du doch ohnehin ein Stromkabel verlegen, da kannst du in denselben Kanal ja auch gleich ein Datenkabel einziehen.
 
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Hi,

vielen Dank.

Im Moment ist es so, dass zur Decke Strom gesetzt werden muss. Von der Decke herunter etwas zu legen ist derzeit nicht geplant. Ich habe gelesen, dass es auch Beamer direkt mit Wireless HDMI zu haben sind. Aber wie ihr schreibt, muss das aber nicht gut gehen. Wie funktioniert denn die Sache per WLAN?

Viele Grüße und Danke...
 
Wie gesagt, du musst unterscheiden zwischen eingebauter W-LAN-Funktionalität und HDMI-/VGA-Brücken, bei denen an jedes Ende ein kleiner Kasten gestellt wird. Bei letzteren ist die genaue Übertragungstechnik nur insofern wichtig als dass du sicher sein musst, dass nicht zu viele andere potentielle Störquellen im selben Bereich funken.

Bei eingebauten W-LAN gibt es wie gesagt verschiedene Standards. Hier hast du in aller Regel Abhängigkeiten in Bezug auf Hardware und Software der angeschlossenen Rechner. WiDi setzt eine Intel-GPU voraus, Miracast muss vom Betriebssystem unterstützt werden (meines Wissens funktioniert z.B. Win7 nicht ohne Weiteres). In einem Schulungsraum halte ich das für utopisch, es sei denn die Laptops aller Dozenten werden zentral verwaltet und beschafft. Selbst dann musst du dir im Klaren darüber sein, dass du dich über die ganze Lebenszeit des Beamers in Abhängigkeit begibst - zukünftige Laptops müssen die richtige Hardware haben, die aktuell und zukünftig eingesetzten Betriebssysteme müssen das Protokoll unterstützen etc.

Die zweite Variante ist da schon besser, da sie weitgehend unabhängig von den Endgeräten funktioniert und du weder bei der Wahl des Beamers noch bei der der angeschlossenen Rechner viel beachten musst. Denke aber daran, dass du beim Beamer eine weitere (evtl. schaltbare?) Steckdose brauchst. Wegen der Störanfälligkeit würde ich nicht zum allerbilligsten Modell greifen.

Alles in allem bleibe ich dabei: nimm das gute alte VGA-Kabel. Das funktioniert einfach am zuverlässigsten. Für das Geld, das du gegenüber den drahtlosen Varianten sparst (in Fall 2 für die Brücke, in Fall 1 indirekt durch die Einschränkungen beim Kauf der Hardware, beides vermutlich eine dreistellige Summe), findest du sicher einen Handwerker, der dir das Kabel optisch ansprechend verlegt.

Letztlich kommt es auf dein Einsatzszenario an: Wie viele Dozenten nutzen den Raum und bringt einer oder mehrere davon eigene Hardware mit (eigen=nicht von deiner IT-Abteilung beschafft und betreut)? Sind Dozenten manchmal allein im Haus oder steht immer jemand aus der IT auf Abruf bereit, um bei Problemen zu helfen? Ist es ein Problem, wenn Schulungen mit 30 Minuten Verspätung anfangen, weil etwas mit der Technik nicht hinhaut?
Wenn hier ein "Ja" dabei ist, kommt meiner Erfahrung nach nur das VGA-Kabel in Betracht.
 
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