Ob Canon, Nikon oder Sony ist technisch völlig egal. Alle haben ihre individuellen Stärken und Schwächen. Am besten suchst du dir in deinem Preissegment ein paar unterschiedliche Modelle aus und testest die im Laden komplett durch. Gerne auch mal ein paar ältere Modelle probieren, weil in dem Segment die Innovationen eher auch sekundär sind und ehemals bessere Modelle für einen günstigeren Preis vorzuziehen sind.
Wichtig ist vor allem, dass sie gut in der Hand liegen und man mit der Menünavigation gut zurecht kommt. Und das kann man nur im Laden testen.
Den wirklichen qualitativen Unterschied macht dann die Objektivwahl. Und daher ist acidarchangels Anmerkung richtig, dass zu einer Kamera auch Objektive gehören und das auf lange Sicht gesehen die Objektive teuer werden. Man entscheidet sich beim Erstkauf weniger für eine Kamera, sondern für ein System. Will man in Zukunft nur Canon-, Nikon- oder Sony-Produkte kaufen. Hat man erstmal eine Kamera mit mehreren Objektiven, Blitzlichtern, Filtern und Zubehör ist ein kompletter Systemwechsel teuer. Also am Anfang richtig entscheiden! Und dann ist das Kit-Objektiv auch entscheidend. Ist das nämlich Mist, sollte man lieber nur den Body kaufen und ein besseres Objekt nach Wahl. Oder man hält gleich Ausschau nach besser passenden Body-Objektiv-Bundles. Ein billiges Kit-Objektiv, was nach einem halben Jahr nur im Schrank vor sich hin rottet, ist auch teuer.
Wenn man sich nicht mit Fotografie auseinandersetzen will, eh nur mit Standardprogrammen und Kitlinse fotografiert, sollte man vielleicht eher zu einer guten Kompakt- oder Systemkamera greifen.
Meine Einschätzung der drei Systeme sieht so aus:
Canon bietet ein unheimlich großes Angebot an Zubehör für jeden Geldbeutel an. Das führt aber auch dazu, dass gerade die Einsteiger-Kameras mit sinnlosen Funktionen zugeballert werden und gerade die Kits sind qualitativ ... sagen wir mal ... dem Preis entsprechen. Außerdem finde ich die Menüführung und Anpassbarkeit etwas komplizierter als bei den Alternativen.
Nikon hat eher den Fokus auf hochwertigerem Zubehör. Im Budget-Bereich ist die Auswahl nicht so groß, wie bei Canon. Dafür bieten die Kameras aber gute Individualisierungen, auch wenn manche Einsteigerfunktionen dabei etwas unter die Räder kommen.
Sony bietet gerade im Einstiegsbereich gute Kit-Qualität, auch wenn sie preislich nicht ganz so weit runter gehen, wie Canon. Ein, wie ich finde, riesen Pluspunkt bei Sony ist der integrierte Anti-Verwackelungssensor. Der muss bei den anderen Herstellern erst über teurere Objektive gekauft werden. Hat alles Vor- und Nachteile. Beim Zubehör fehlt mir etwas die Auswahl im mittleren Preissegment. Es gibt viel im unteren Preissegment (qualitativ auch absolut in Ordnung) und wahnsinnig teure Sachen, wo ich mich frage, wo da die Zielgruppe sein soll (bspw. die Carl-Zeiss-Objektive).