Tja nur mit Kamera ist es noch nicht getan. Aber ein gutes Stativ hat man deutlich länger als jede Kamera. Das Gewinde ist genormt und seit Jahrzehnten konstant. Daher lohnt sich ein Stativ in der Anschaffung auch, wenn es mehr als 200 Euro kostet. Und glaube mir, 200 Euro sind wirklich ein Kampfpreis. Wenn du dann mal richtig gute Produkte willst, wie Gitzo (nicht mit Giottos verwechseln) und einem Kugelkopf von RSS (Really Right Stuff), dann sind selbst 1000 Euro kinderleicht ausgegeben. Allein ein L-Winkel (L-Plate) kostet locker 150 Euro, lohnt sich aber trotzdem, sofern man oft Aufnahmen mit Stativ macht und zwischen Hoch- und Querformat wechselt. Ist ja mit Objektiven genauso. Du kannst mit einer 350D und einem 5000 Euro Objektiv bessere Aufnahmen machen, als wenn du dir eine teure Kamera kaufst und dann günstige Tamron- oder Sigma-Objektive kaufst (es gibt aber auch gute Objektive von den Firmen). Außer du brauchst unbedingt Features, die nur die teuren Kameras bieten (45-Feld-Autofokus beispielsweise). Nun ja, was du für ein Stativ ausgeben willst, hängt davon ab, wie oft du es nutzen möchtest. Sobald es deutlich mehr als 2-3 mal im Jahr ist, kann ich dir nur von den günstigen Teilen abraten. Das fängt schon damit an, wie hakelig die Beine ausgefahren werden. Dann willst du ganz genau ein Ausschnitt einstellen, kannst es aber nicht, da der Kugelkopf zu ruckelig läuft und immer um den perfekten Punkt herumspringt. Du willst die Friktion an das Gewicht der Kamera-Objektiv-Kombination anpassen, geht bei den billigen Teilen auch nicht. Du willst eventuell mal Bodennahe Aufnahmen machen, tja Fehlanzeige, die Beine lassen sich nicht weiter spreizen, geschweige denn die Mittelsäule drehen. Meist hält nicht mal die Schnellwechselplatte fest genug, ohne dass sich die Kamera verdreht. Wenn du die Mittelsäule in die Waagerechte bringen willst, geht das auch nur mit einem ordentlichen Modell. Ich könnte haufenweise weitere Vorteile aufzählen, ich denke aber, dass das hier reichen sollte.