Kaufberatung für ein stabiles Stativ für Canon EOS 350D

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U2Freak999

Gast
Hi,

wie oben geschrieben, suche ich ein robustes Stativ, das man sehr gut überall mit hinnehmen kann. Ich möchte nächsten Monat in der Nacht ein großes Feuerwerk unserer freiwilligen Feuerwehr fotografieren und kann mir wegen der langen Belichtungszeit keine Verwackler leisten. Wieviel Geld muß man dafür anlegen? Habe null Ahnung. Danke!
 
Die Frage ist, wieviel Geld möchtest du ausgeben. Nach oben gibt es ja bekanntlich keine Grenze. Die 350D ist ja ein Leichtgewicht, besonders wenn du dabei noch das Kit-Objektiv verwendest. Willst du ein weißes L-Tele verwenden, ist aber schnell eine solide Lösung gefragt. Sofern knapp 200 Euro in dein Budget passen und du einen guten Kompromiss aus Stabilität und Mobilität suchst, würde ich dir entweder ein Stativ von Giottos, oder eins von Manfrotto empfehlen (190er oder 055er). Als Kopf dann ein Kugelkopf von Giottos. Die sind für ihren Preis sehr gut, laufen absolut geschmeidig und sind hochwertig verarbeitet. Zudem lassen sich sich nachträglich auf das Arca-Swiss-Haltesystem umrüsten. Die Köpfe von Manfrotto sind dagegen relativ teuer und nicht gerade sonderlich hochwertig (laufen weniger feinfühlig und sind relativ teuer). Leider sind Produkte der Marke Giottos nicht gerade überall zu bekommen, ich kann dir aber Foto Erhardt empfehlen. Lass dich von deren etwas unschicker Seite nicht abschrecken, der Service ist echt gut. Von den Walimex-Kram rate ich dir ab, die Kugelköpfe sind eine Katastrophe, die Stative teilweise stabil, aber schwer und verlieren gerne mal Schrauben. Als kleine Faustregel: Der (Kugel-)Kopf sollte etwa soviel kosten wie das Stativ selber.
 
200€? Da kann ich mir ja bald 'ne zweite EOS gönnen.:freak: Dann werde ich mir ein Stativ für diesen Tag in einem Photoshop ausleihen. Ich spare immo für ein besseres Objektiv, auch wenn ich dafür sicherlich auch schon eine zweite oder sogar dritte EOS bekomme.:lol:
 
Hi,

tja, auch bei Stativen kann man richtig Geld lassen. Natürlich bekommst du auch Stativ für unter 100€. Dafür musst du aber Kompromisse eingehen. Gute Stative unter 100€ wären Bilora 1122 und Walimex WT 666. Der Nachteil ist das beide über 3Kg schwer sind.

Die Kamera sollte bei weiten nicht das teuerste sein bei deiner Fotoausrüstung. Mein Kollege hat jahrelang mit dem EF70-200 2.8IS und dem 24-70L vor der 350D fotografiert. Ich kann dir sagen die Kamera spielt die kleinste Rolle bei der Bildqualität.
 
Aber das teuerste an dem Equipment ist immernoch der Fotograf selbst ^^
 
Wie viel Geld möchtest du denn ausgeben? Man kann auch etwas Stativ (ähnliches) für 20€ bekommen. Stabilität ist hier natürlich ein Fremdwort, genauso wie Präzision, Flexibilität und Haltbarkeit, aber es hilft fürs Erste. (Vorteil: leicht & billig)
Solche Probanten gibt es von Dörr, Hama und so weiter...
Wenn du aber vor hast, das Stativ evtl. öfters als 2-3 im Jahr zu benutzen (z.B. für Nachtaufnahmen & Makroaufnahmen,...), dann würde ich dir auch raten, etwas mehr Geld zu investieren.


MfG german_freaky
 
Ein guter (Kugel)-Kopf mit Friktion und Drehteller kostet alleine schon 70-80€, ein Stativ dazu was billiger ist als der Kopf ist auch selten sinnvoll - da sollte man für was gutes schon 200€ einplanen. Drei-Wege-Neiger sind oft etwas günstiger, der Manfrotto 804 RC2 z. B., damit und mit einem brauchbaren Stativ landet man bei etwa 150€.
 
Ich lasse es bleiben. Ich leihe mir eines für diesen Tag bei Foto-Doose (oder wie der Laden heißt), zahle eine kleine Leihbebühr+Kaution, die ich natürlich wiederbekomme. Ein besseres Objektiv ist mir immo wichtiger und das wird nicht billig werden. Danke an euch.:)

Greetz
 
Tja nur mit Kamera ist es noch nicht getan. Aber ein gutes Stativ hat man deutlich länger als jede Kamera. Das Gewinde ist genormt und seit Jahrzehnten konstant. Daher lohnt sich ein Stativ in der Anschaffung auch, wenn es mehr als 200 Euro kostet. Und glaube mir, 200 Euro sind wirklich ein Kampfpreis. Wenn du dann mal richtig gute Produkte willst, wie Gitzo (nicht mit Giottos verwechseln) und einem Kugelkopf von RSS (Really Right Stuff), dann sind selbst 1000 Euro kinderleicht ausgegeben. Allein ein L-Winkel (L-Plate) kostet locker 150 Euro, lohnt sich aber trotzdem, sofern man oft Aufnahmen mit Stativ macht und zwischen Hoch- und Querformat wechselt. Ist ja mit Objektiven genauso. Du kannst mit einer 350D und einem 5000 Euro Objektiv bessere Aufnahmen machen, als wenn du dir eine teure Kamera kaufst und dann günstige Tamron- oder Sigma-Objektive kaufst (es gibt aber auch gute Objektive von den Firmen). Außer du brauchst unbedingt Features, die nur die teuren Kameras bieten (45-Feld-Autofokus beispielsweise). Nun ja, was du für ein Stativ ausgeben willst, hängt davon ab, wie oft du es nutzen möchtest. Sobald es deutlich mehr als 2-3 mal im Jahr ist, kann ich dir nur von den günstigen Teilen abraten. Das fängt schon damit an, wie hakelig die Beine ausgefahren werden. Dann willst du ganz genau ein Ausschnitt einstellen, kannst es aber nicht, da der Kugelkopf zu ruckelig läuft und immer um den perfekten Punkt herumspringt. Du willst die Friktion an das Gewicht der Kamera-Objektiv-Kombination anpassen, geht bei den billigen Teilen auch nicht. Du willst eventuell mal Bodennahe Aufnahmen machen, tja Fehlanzeige, die Beine lassen sich nicht weiter spreizen, geschweige denn die Mittelsäule drehen. Meist hält nicht mal die Schnellwechselplatte fest genug, ohne dass sich die Kamera verdreht. Wenn du die Mittelsäule in die Waagerechte bringen willst, geht das auch nur mit einem ordentlichen Modell. Ich könnte haufenweise weitere Vorteile aufzählen, ich denke aber, dass das hier reichen sollte.
 
Klar kann man auch sehr viel Geld ausgeben, aber gerade sowas wie L-Winkel sind halt Sachen die kaum jemand wirklich braucht, schon gar nicht als Grundausstattung, und die sich imho auch nur lohnen wenn man wirklich permanent mit dem Stativ arbeitet. Es gibt ein paar Sachen wie die Novoflex Magicballs oder auch ne schwenkbare Mittelsäule, die wirklich nützlich und ihr Geld wert sind, aber es gibt auch viel Zeug wo einem nur ne Menge Geld abgenommen wird.
 
Naja ein L-Plate ist eine Investition um die man kaum drum herum kommt, sofern man öfters ein Stativ verwendet und die Kamera selbst schon ein gewisses Eigengewicht an den Tag legt. Dann schafft es kaum noch ein Kugelkopf oder Stativ, diese in Vertikalstellung zu halten. Dass der Materialeinsatz zum Preis in keinem Verhältnis steht ist eine andere Geschichte. Und glaub mir, die RSS- und Gitzo-Produkte sind wirklich oft einen Zacken besser, nur man bezahlt die Qualität auch überproportional. Novoflex sind auch nicht gerade günstig.
 
Für ein 300mm 2.8 mit ner schweren Einser braucht man vielleicht sowas, aber hier gehts um ne 350D. Für alle schweren Linsen mit Stativschelle braucht man ebenfalls keinen Winkel.
 
Ach da reicht schon die 350D mit dem 24-70L. Da hat man schon deutlich mehr zu fummeln, als wenn man einen L-Winkel hat. Graf Zahl sagte ja, dass er sich eher gute Objektive kaufen will, ich weiß ja nicht was er für welche damit meint.
 
Ich möchte gern bei meinem nächsten Objektiv mehr Zoom haben. Aber darum geht es hier nicht und ein Stativ kaufe ich mir nicht (siehe unten), ich leihe es mir.

@Arne

Closed;)
 
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