Kaufberatung NAS für PLEX streaming

xPrimatic

Lieutenant
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Hallo Leute,

vorab: ich bin mir nicht ganz sicher ob das der richtige Forenbereich für mein Anliegen ist, falls nicht bitte darauf hinweisen :).

Seit ein paar Wochen nutze ich den PLEX Mediaserver um Serien und Filme in unserem Haushalt zu streamen. Der Mediaserver ist momentan auf meinem Hauptrechner installiert (Hardware siehe Signatur). Da seit kurzem auch meine Eltern und mein Bruder darüber mitschauen und ich den Rechner nicht Tag und Nacht laufen lassen möchte, habe ich mich über mögliche Lösungen informiert und bin auf das Thema NAS gestoßen. Allerdings finde ich das ganze Thema sehr unübersichtlich, sodass ich trotz längerer Recherche nicht wirklich schlauer geworden bin und daher bei euch nach Rat suche.

Also was wird benötigt:

- Eine Art "Server", der rund um die Uhr erreichbar sein soll
- W-Lan fähig sein soll
- Unabhängig von der Internetgeschwindigkeit bis zu 4 FHD streams gleichzeitig schaffen soll
- Die Stromrechnung meiner Eltern möglichst nicht durch die Decke schießen soll


Budget lasse ich erstmal außen vor bzw. möchte ich erstmal wissen in welchem Rahmen wir uns ungefähr befinden.

Falls noch mehr Infos benötigt werden lasst es mich bitte wissen, ansonsten schonmal danke für kommende Antworten.

LG
 
Plex ohne Transcoding kann jedes Eigenbau-NAS oder Fertig-NAS (Bsp. Synology Diskstation 216j)
Anders siehts bei Transcoding aus, da braucht es schon mehr Power. Das wären u.a. die Synology Play- oder Plus-NAS oder eben ein Eigenbau mit >=2 Kernen und >=3 Ghz. Pentium G reicht meist, mehr ist besser.

Von NAS und WLAN verabschiedest du dich am besten ganz schnell wieder, das gehört via Kabel und Gbit an nen Router oder Switch.

Bei 4 Streams innerhalb des Haushalts und damit des lokalen Netzwerks spielt die Internetgeschwindigkeit keine Rolle, der limitierende Faktor ist die Netzwerkanbindung des NAS/Servers. (Meist 1 Gbit = 128 MB/s)

Budget: Anschaffungspreis des NAS (je nach Typ ab 120 €) plus Platte(n). Den Speicherplatzbedarf musst du selber ausrechnen. Dazu kommt nochmal mind. 1 externe Festplatte als Backup-Medium.
 
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Hi,

Die große Frage hier ist die CPU Performance fürs Streaming.
Befinden sich die anderen Clients auch im selben Netzwerk (direct streaming) oder muss das ganze über eine Internetleitung?

Ich habe so eine Lösung bei mir zuhause laufen. i3-4130 + 8GB RAM auf einem Thin-Mini-ITX Board und dazu eine 4-Bay NAS mit 4x4 TB. Kommt in Summe wsl. auf ca. knapp unter 2k.

Wenn ich z.B auf 4 Mbps transcodiere was ein typischer Wert ist dann ist die CPU im load average (15 min) bei ca. 1.6 was bei 4 Streams zu knapp wäre (load average von 4 heißt 4 kerne ausgelastet). Das ganze wird in Zukunft aber besser werden da Plex aktuell an einen Hardware-Trancoder arbeitet (verfügbar als Beta) der dann viel weniger CPU Last fordert. Mit der Beta komme ich auf eine load von ca. 0.73.

Wichtiger ist da eher die Frage ob du einen Platz hast wo das Betriebsgeräusch von einem "normalen" Rechner nicht auffällt oder ob du etwas leises brauchst.

Ich z.B habe mich für eine einfache und relativ leise Lösung entschieden wo alle Daten auf einer Synology NAS liegen und plex bzw. diverse andere Dienste auf dem Server liegen mit dem ich mich spielen kann. Damit sind die Daten auf einer stabileren Umgebung mit der ich nicht großartig bastlen muss.

Meine weiteren Fragen an dich für einen Vorschlag wären:

- Größenbeschränkungen (Tower ok?)
- Speicherplatz (2x 3.5", 4x, 8x?)
- Lautstärke
- Was hältst du von der Lösung NAS + Server?
 
Die Getrennte Lösung zum Basteln ist schön und gut, zieht aber auch doppelte Anschaffungskosten nach sich, zumindest für die Grundhardware, unabhängig vom Storage. Für den beschriebenen Fall eines Familien-Servers/Familien-NAS ist es mMn etwas mit Kanonem auf Spatzen geschossen.
Zudem warum sollte ich Server und Storage trennen? Mehr Geräte, mehr Laufkosten. Wenn man trennen will, macht man das mit VMs oder Containern oder gleich BareMetal. Eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit deiner Daten ist damit nicht gegeben und selbst wenn, du hast sicher ein hinreichendes Backup-System in der Hinterhand. ;)

Speicherplatz ... wofür 2, 4, 8 HDDs? Raid? Nein danke, nicht im privaten Sektor, da ist Integrität wichtiger als Verfügbarkeit. Auch hier heißt die richige Lösung Backup
 
Das mit 2 Geräten hat sich bei mir eben so ergeben nur bin ich darüber nicht allzu unglücklich.

Und wenn es um größere Datenmengen geht führt kein Weg vorbei an mehreren Festplatten bzw. einem RAID. Und klar - RAID ist kein Backup. Nur habe ich dann statt 4 einzelnen Platten eben eine große die z.B den Ausfall einer einzelnen wegestecken kann.
 
Bei 4x4 TB wie du es hast mag das noch gehen, bei einem 3x8 TB z.b. sind wir bei einem Rebuild schon nahe an der Fehlerrate der einzelnen Platten und Gnade dir Gott, dass beim Rebuilt kein Lesefehler auftritt, dann nützt dir nämlich das beste Raid nichts und alles ist futsch. Lösung hier: Raid 6. Genauso was nützt ein doofes Raid 1 zur Redundanz, wenn nicht geprüft wird ob die gespiegelten Daten auch valid sind? Dann lieber 2 Platten und via SnapRaid+Greyhole oder rsync einen Scub jede Woche.

Integrität wird da aber auch überhaupt nicht geprüft, bei Eigenbau würde ich heute konsequent auf ECC-RAM und ZFS ZRaid2 setzen. Im "Consumer" Bereich tuts BTRFS ggf auch.


Um den Bogen zu Plex und Transcoding zurückzuspannen: Heute unterstützen fast alle Geräte X Formate, sodass Transcoding in den heimischen Gefilden tot ist. Einzig für Streaming aus dem lokalen Netz an eine remote Quelle über die Inetleitung und den leider immer noch viel zu schmalen Upload deutscher/europäischer Internetverbindungen hat Transcoding noch eine Daseinsberechtigung.
 
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Danke schonmal für alle Antworten.

@riff: Wenn ich das richtig verstanden habe bedeutet Transcoding doch folgendes: Die Qualität des Films/Serie während der Laufzeit, hoch oder herunter zu skalieren oder? Falls ja benötige ich das nicht unbedingt, da ich generell nur 720p oder 1080p Material habe und das immer in Originalqualität anschaue. Ich nutze auch die Funktion aufs Smartphone zu streamen überhaupt nicht - somit alles nur im Heimnetzwerk und nur in Originalquali :)

Nochmal bzgl. des W-Lans - Das NAS mit LAN Kabel an den Router und von dort aus dann über W-Lan an die Endgeräte (sprich Fire TV und Co). Sollte so funktionieren und Sinn machen oder?


@Zeroflow:

Alle Clients sind im selben Heimnetzwerk. Platz ist genug vorhanden von daher spielt Größe und Lautstärke eine untergeordnete Rolle. Platz für 4 Platten sollten ausreichen und die Lösung mit dem getrennten Server und NAS habe ich nicht ganz so verstanden bzw. verstehe ich den Vorteil davon noch nicht ganz.

LG
 
Brauchst du wirklich 4 Platten? Bei heutigen Stand könnte das NAS dir damit >40 TB an Nutzdaten zur Verfügung stellen. Wieviel brauchst du wirklich? Ich hab auch gedacht ich brauch viel, hab jetzt in meinen 2 NAS jeweils 3x6 TB und noch reichlich Platz.

Transcoding heißt Qualität reduzieren um Bandbreite zu sparen oder Material in ein anderes Format zu überführen, damit der Client es wiedergeben kann, sollte er das native Format des Materials nicht unterstützen (letzteres kommt heute eigentlich nicht mehr vor)

NAS->Kabel->Router->WLAN/LAN->Clienten. Fertig.

Was kommt eher in Frage: Fertiglösung oder Eigenbau?

Vorteil der getrennten Lösung NAS/Server: Entkopplung des "Produktivsystems Speicherplatz" vom Bastel-Server. Kein wirklicher Vorteil, denn selbst wenn ich mich am Bastel-Server verkonfiguriere, das Speichersystem auch am gleichen System unangetastet bleibt. (Hacks, offene Ports, etc. mal außen vorgelassen)
 
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Ich nutze derzeit ein QNAP TS-251+ NAS mit 2x10 TB HDDs um auch in meinem Haushalt alle Inhalte über PLEX zu verteilen.

Die Rohleistung des verbauten Celeron J mit 4 x 2,00 Ghz reicht aus um OHNE Transcoding einen Full HD stream laufen zu lassen.

Wenn man PLEX Pass Mitglied ist (4,95 €/Monat) darf man die experimental Versionen von PLEX nutzen die das Hardware Transcoding nutzen. (Version 1.8.1.4140)

Dank Hardware Transcode schafft das NAS mind. 15 gleichzeitige Full HD Streams (selbst getestet). Jeder Stream nimmt ca. 500 kb/s an Bandbreite. Also das Gigabit netz sollte dies schaffen


Also meine Empfehlung: QNAP TS-251+ mit Erweiterung ab 4 GB Arbeitsspeicher. Das sollte für dein vorhaben voll und Ganz ausreichen
 
@riff:

Dann wird Transcoding nicht benötigt.
Sagen wir mal 15TB an Speicherplatz sollten genügen (Bin jetzt von 4TB Platten ausgegangen).
Und mir wäre eher eine Fertig-Lösung lieber auch wenn ich weiß, dass es wahrscheinlich teurer wird.

LG
 
Eigenbau und Fertig-NAS nimmt sich preislich nicht viel, meine Erfahung ist eher, dass Eigenbau wenn man ihn gut machen will, teurer ist. Fertiglösungen haben den Vorteil, dass sie weniger Pflegeaufwand voraussetzen.
 
Alles klar.

Was haälst du denn von dem Vorschlag von Sebaz? Übrigens auch danke für den Vorschlag.
 
Bei einer Anforderung von 15 TB würde ich doch zum 4-bay greifen: TS451+ bzw. die DiskStation 416play wg. ihrem BTRFS-Support. Sollten die 15 TB doch zu hoch gegriffen sein, jeweils die kleinere 2-bay Variante.
 
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riff schrieb:
Bei einer Anforderung von 15 TB würde ich doch zum 4-bay greifen: TS451+ bzw. die DiskStation 416play wg. ihrem BTRFS-Support.

Bei 15 TB aufwärts würde ich auch auf 4-Bay gehen. Also selbe Konstellation wie bei mir, aber wie @riff schon sagt, dann mit einem TS-451+
 
Alles klar danke euch, hat mir sehr geholfen :)
 
Ob nun QNAP oder Synology, nehmen sich beide nicht viel, ich empfand die Software von Synology als etwas ausgereifter.
 
riff schrieb:
Ob nun QNAP oder Synology, nehmen sich beide nicht viel, ich empfand die Software von Synology als etwas ausgereifter.

Das stimmt allerdings.

Muss aber auch sagen, dafür ist der QNAP Support sehr gut und die Community mittlerweile auch sehr groß, falls man mal Probleme oder fragen hat
 
Check erstmal auch das Budget, die empfohlenen 4-Bays liegen bei >400 Euro, dazu kommen die Platten mit >300 Euro je Stück z.B. für eine 8 TB-Platte. Denk dran, dass du auch noch was als externes, elektrisch getrenntes Backup brauchst. Externe Platte(n) z.B.
 
Hallo Leute,

hab mir das Ganze die Tage nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir die NAS Lösung wohl doch zu teuer wird.

Wollte eigentlich von Netflix und Amazon Video zu Plex wechseln, um die monatlichen Kosten zu reduzieren, aber bei knapp 600€ für ein Gesamtsystem wären das wohl doch einige Monate Mitgliedschaft bei den VOD Anbietern gewesen. Stattdessen habe ich von einem Arbeitskollegen gesagt bekommen, dass wohl sowas hier: https://www.amazon.de/Beelink-Deskt...e=UTF8&qid=1506685835&sr=8-2&keywords=bt3+pro

auch schon fürs Streaming ohne Transcoding genügen sollte.

Wie seht ihr das?

LG
 
Ja es kann reichen. Nur habe ich mit diesen Mini-PCs die Erfahrung gemacht dass sie alles andere als Stabil laufen. Und es wären trotzdem 140€. Ohne Festplatten bzw. Festplattengehäuse.

Die Synology DS216J um 144€ hat 2 Slots für 3.5" Festplatten, hat ein sehr benutzerfreundliches System an dem du nichts rumfrickeln musst und unterstützt auch Plex-Streaming ohne Transcoding.

Die haben sich erst letztens 2 Kollegen von mir gekauft und sind hellauf begeistert.

Wenn du viel mehr Leistung brauchst bietet sich dann z.B die DS216+II an. Alles darüber kommt schon wieder in den Bereich der selbst gebauten Server.
 
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