Kaufberatung: Neue Build-Maschine für Windows-Builds (c++) (Budget < 1000€)

the_nobs

Commander
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Hallo zusammen,

unsere aktuelle Build-Maschine (Baujahr 2018) ist in die Jahre gekommen und soll ersetzt werden. Aktuell dauert unser Build-Prozess unter Windows insgesamt ca. 40 Minuten.

Die Zeitverteilung sieht etwa so aus:

  • ~20 Min: Kompilieren
  • ~10 Min: Erzeugen der Installer (mehrere Varianten)
  • ~10 Min: Tests, Downloads, Checkout etc.
Unsere Anforderungen:

  • Fokus: Maximale Performance beim Kompilieren bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Hardware-Zwang: Es muss eine physische Maschine sein (keine VM), da wir einen USB-Dongle für Code-Signing-Zertifikate nutzen.
  • Ausfallsicherheit: Stabilität und Vor-Ort-Garantie sind zweitrangig. Das Gerät verarbeitet nur Daten vom Server; bei einem Defekt können wir temporär auf ein Altgerät ausweichen.
Bisherige Planung:

  • Gehäuse + Netzteil: Solider Standard (ca. 500W).
  • SSD: 1 TB NVMe (PCIe 4.0 reicht völlig aus).
  • RAM: 16 GB (als Einstieg, Upgrade auf 32 GB geplant).
  • Mainboard: Einfaches Modell mit 1 Gbit LAN (keine speziellen Features nötig).
Die große Frage: Welche CPU/Mainboard-Kombination?Wir suchen das "Sweet Spot"-Modell, das bei parallelen Kompiliervorgängen richtig Gas gibt, aber das Budget von insgesamt deutlich unter 1000 € nicht sprengt.

Welche Plattform (Intel oder AMD) bietet hier aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Build-Workloads? Habt ihr konkrete Empfehlungen für eine CPU, die in dieses Profil passt?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Für euer wohl zentrales Geschäft: keine Bastelmaschine, sondern etwas mit Support.
 
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Würde auch keine Bastelkiste verwenden, gibt ja durchaus Businesskisten für das Geld was weit unproblematischer ist und Support dazu gebucht werden kann.
Was macht ihr den wenn das Altgerät auch nicht mehr will wie es der Zufall so will?
 
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the_nobs schrieb:
unsere aktuelle Build-Maschine (Baujahr 2018)
Was sind denn die Specs der bisherigen Maschine?

Geht es um eine Firma oder z.B. ein Community Projekt?
Weil bei einer Firma finde ich das Budget von unter 1000 EUR befremdlich wenig…
 
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Ist der Buildprozess gut parallelisierbar? Ohne irgendwelche Details zu kennen würde ich eher mal deutlich mehr RAM, min 64 GB veranschlagen und eine schnelle SSD (iops)
 
Etwas ausführlicher anstatt mein Kurzsatz vielleicht ausgeführt:
Spielt die Zeit eine Rolle, ist es Teil des zentralen Geschäftes. Also muss eine Lösung mit Support her, weil die Kiste nicht ausfallen darf. Sonst steht man irgendwann blöderweise da und ein Teil ist kaputt. Kein Problem, bestell ich kurz bei Amazon, am Tag drauf ist es da. Und gerade dann gibt es mal wieder Lieferprobleme, Lieferzeit 4 Wochen und alles steht.

Spielt die Zeit keine Rolle, kann man eine Bastellösung nehmen. Dann aber den Rechner doppelt kaufen, beide einrichten und einen als Reservemaschine.

Allgemein ist auch immer der Punkt: wer kümmert sich bei Hardwareproblemen um die Maschine. Wenn die Antwort "das mache ich selbst" lautet, dann besteht das Problem: was ist bei Krankheit, Urlaub usw?
 
Es wäre ganz gut zu wissen, was aktuell an HW genutzt wird.

Ansonsten würde ich vermutlich nach etwas in Richtung ASRock B650M PG Lightning + Ryzen 9 9900X schauen.
Bei der SSD was man halt gerade günstig mit einem 1TB bekommt.
Beim Netzteil reichen dann auch 400W, Seasonic, BeQuiet, Corsair etc.

Du solltest dir aber beim aktuellen Build unbedingt die Ram Auslastung einmal ansehen.
16GB erscheinen mir etwas zu wenig. Wenn du hier ins Limit läufst, nützt dir auch die restliche neue HW nur bedingt etwas.
 
TomH22 schrieb:
Was sind denn die Specs der bisherigen Maschine?
Genau.

Aus dem Bauch raus würde ich bei dem Budget zu einer Intel CPU auf S.1700 evtl. mit DDR4 RAM tendieren, DDR5 bringt keinen wirklichen Vorteil:
compiler.png

Quelle: https://www.techpowerup.com/review/intel-core-i9-12900k-alder-lake-ddr4-vs-ddr5/2.html
 
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Das
the_nobs schrieb:
  • Ausfallsicherheit: Stabilität und Vor-Ort-Garantie sind zweitrangig. Das Gerät verarbeitet nur Daten vom Server; bei einem Defekt können wir temporär auf ein Altgerät ausweichen.
und
the_nobs schrieb:
stehen im Widerspruch.
Sagen wir mal, mit neuerer Hardware erreichst du 15-20 Min. Ist eine Zeitersparnis von 20 Min tatsächlich so relevant, als dass dafür 1000€ ausgegeben werden sollen. Wenn ja, dann scheint es eine sehr kritsche Komponente zu sein. In diesem Fall (viel) mehr Geld in die Hand nehmen mit entsprechendem Service und Redundanzen (Netzteil, SSD) planen. Oder Nein, und die aktuelle Maschine lassen (die ja offenbar funktioniert).
 
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OldLight schrieb:
Du solltest dir aber beim aktuellen Build unbedingt die Ram Auslastung einmal ansehen.
16GB erscheinen mir etwas zu wenig.
Vor allem muss man RAM mit den CPU Kernen skalieren. Wenn heute bei 4 oder 6 Kernen (Standard in 2018) 16GB reichen, dann reichen sie bei 16 Kernen nicht mehr.
Ergänzung ()

Picard87 schrieb:
Ist eine Zeitersparnis von 20 Min tatsächlich so relevant, als dass dafür 1000€ ausgegeben werden sollen.
Im wirklich professionellen Umfeld sind 1000 EUR Peanuts.
Falls wirklich ein bezahlter Mitarbeiter regelmäßig 20 Minuten weniger auf einen Build warten (ich vermute es wartet jemand, sonst wäre es ja egal ob es 20 oder 40 Minuten sind) sind 1000 EUR vermutlich schnell amortisiert.

D.h ich vermute, hier geht es eher um ein Projekt mit dem nicht wirklich Geld verdient wird.
 
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Eure USB Anforderung fürs HSM fürs CodeSigning Zertifikat, das kannst auch ans Hostsystem hängen und an die VM weiterreichen.

Oder du steigst auf sowas wie Azure Trusted Signing um (was eh besser funktioniert, die Code Signing Zertifikate haben ja auch nur noch kurze Lebensdauer).
 
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Die Antworten sind Peak "Germany" 🤣

Aber danke an die mit zumindest Themen relevanten Kommentaren.

Ich glaub wir werden uns einen 5950X zulegen, hab gerade gesehen das diese doch um einiges billiger sind.
Nur eine Grafikkarte müssen wir dann noch finden, aber da wird sicherlich was in der Grabbelkiste liegen.
 
the_nobs schrieb:
Die Antworten sind Peak "Germany"
Allgemein: eine Beratung ohne auf alle Aspekte hinzuweisen ist bestenfalls unseriös, dümmstenfalls macht man sich haftbar. Ebenso gehört zu einer Beratung der Feedback des Beratenden. Denk mal drüber nach.
 
@TorenAltair I rest my case 😊

@HerrRossi
Danke für den Hinweis, das habe ich irgendwie übersehen....
Aber in summe kosten die Geräte faktisch gleichviel und ein großer Teil des Buildprocess ist eine 7Zip Kompression und der ist auf AMD schneller..
Vermutlich wird es ein Nullsummenspiel sein, aber mit mehr Cores kann ich später noch einiges parallelisieren.
Wir sind aber eh noch am herumplanen und intern diskutieren.
Mal schauen wie es nach Ostern weiter geht.
 
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