Kaufberatung: Outdoor Kamera

zäddi

Cadet 4th Year
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Juli 2007
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Hallo zusammen,

Ich würde meinem Vater gerne eine Kamera zu Weihnachten schenken. Er photografiert hauptsächlich Eisenbahnen und geht zur einen oder anderen Nachstellung von historischen Schlachten. Außerdem macht er ab und an auch einmal ein paar Landschaftsphotos.

Bisher arbeitet er mit einer Spiegel-Reflex-Kamera von Praktica von ca. 1982. Diese Kamera macht zwar immer noch hervorragende Bilder (ein Photograf hat mir mal gesagt, dass man damit sogar bessere Bilder machen kann, als mit digitalen Spiegel-Reflex-Kameras), aber sollte doch langsam mal ersetzt werden.

Für die Kamera selber würde ich 600€ ausgeben und für das Objektiv dann nochmal bis zu 300€, falls das überhaupt realistisch ist. Ich glaube ich habe mal gehört, dass die Objektive teilweise teurer sind, als die Kameras selber.

Die Photos wird mein Vater dann wahrscheinlich weiterhin in dafür vorgesehenen Läden entwickeln lassen, sprich es wird zu keinerlei Nachbearbeitung kommen.

Das Gewicht der Kamera spielt grundsätzlich erst mal keine allzu große Rolle, da sie allerdings viel outdoors verwendet werden wird, sollte sie robust und stoßfest sein.

"Soll die Kamera High-Speed- und/oder Timelaps-Aufnahmen unterstützen?" Gibt’s in meinem Preissegment, Kameras die beides unterstützen? Ich gehe mal nicht davon aus, aber Timelaps-Aufnahmen wären wahrscheinlich das wichtigere Feature von beiden. Das kann man doch dafür benutzen um Sternen Bewegungen aufzunehmen, oder?

Ob die Kameras mit Akkus oder Batterien bestromt wird, ist eigentlich völlig egal. Lange halten sollte der Akku / die Batterie allerdings.

Ich hoffe das reicht euch, als Angaben, um mir hier weiterhelfen zu können. Ansonsten einfach fragen. Und entschuldigt die Abwesenheit von Fachwörtern, da ich mich mit Kameras überhaupt-kein-kleines-bisschen auskenne.^^

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.

LG, zäddi
 
Wenn es Outdoor und Spiegelreflex sein soll, kommst du wohl nicht an Pentax vorbei. Die sind die einzigen, die in dem Preissegnment robuste und wetterfeste Bodys und Objektive anbieten.

Zu empfehlen ist die K30 oder K50, letztere durch 100€ Cashback für ca. 550€ zu haben. Ein weiterer Punkt, in dem sich die Einsteigerdslrs von Pentax von denen von Canon, Nikon & Co. absetzen ist beispielsweise der Sucher. Der ist im Vergleich wesentlich heller und größer als die anderer Einsteiger-DSLRs. Dein Vater wird vermutlich "Schwierigkeiten" haben, sich an den kleineren Sucher einer APS-C DSLR zu gewöhnen. Daher kommt ihm eine Pentax eher entgegen als eine Canikon mit Mäusekino-Sucher.

Die Einsteigerkameras von Canon und Nikon verfügen soweit ich weiß nicht über eine Intervallaufnahmefunktion, welche für Time-Laps-Aufnahmen notwendig ist. Bei diesen muss zusätzlich ein Intervallauslöser für 30-40€ gekauft werden. Die Pentax hat hingegen die Funktion schon integriert.

Weitere Vorteile: Sehr gutes Rauschverhalten und zwei Einstellräder, die man in vergleichbaren Modellen anderer Anbieter nicht findet. Jemand der gewohnt ist, seine Belichtungseinstellungen manuell vorzunehmen, wird das zu schätzen wissen.

Wie schon gesagt sind die Pentax Outdoorkameras. Die Bodys sind mit ca. 80 Dichtungen gegen Umwelteinflüsse (Staub, Sand, Feuchtigkeit etc.) ausgestattet, wodurch auch starker Regen kein Problem darstellen sollte. Doch vorsicht: Darauf gibt Pentax keine Garantie und man bleibt bei einem Wasserschaden darauf sitzen - daz kommt es aber i.d.r. nicht.

hendrikmue

PS: APS-C bezieht sich auf die Größe des Bildsensors. APS-C Sensoren sind kleiner als die alten 35mm Filme, wodurch auch der Sucher kleiner ausfällt. Daneben gibt es noch Kleinbildsensoren (oder auch Vollformat), die den analogen Spiegelreflexkameras gleich kommen.
 
Ich sehe in deiner Beschreibung keine Notwendigkeit für eine speziell abgedichtete Outdoor-Kamera.
 
Hallo Zäddi,

irgendwie habe ich den Mittelteil Deines Posts überlesen, u.a. eben auch die Budgetsache. Hatte 600€ für alles im Kopf, weswegen ich mich auf Einsteigerkameras festgelegt habe. Aber es sind ja offensichtlich an die 900€ inkl. Objektiv drin. Daher möchte ich dir noch eine Alternative vorschlagen.

Aber eins nach dem anderen: Die Wahl des Objektivs. Weißt du, was für ein Objektiv er momentan (hauptsächlich) benutzt? Nutzt er hauptsächlich Festbrennweiten? Die Frage ist nämlich, ob er den Brennweitenbereich von 18-135mm überhaupt benötigt und nicht ein kleines 18-55mm Objektiv reicht. Das 18-135 ist nämlich ein wenig umstritten, ab 70mm wird es deutlich schwächer am Bildrand.

Die Alternative zur K50 wäre die K5II mit dem 18-55mm WR. Neu gibt es die ab 900€, allerdings durch die Cashbackaktion bekommst du 100€ erstattet (mehr dazu hier). Die K5II ist sozusagen eine Klasse über der K50, was man insbesondere am Body merkt. Hochwertiger Verarbeitet, schwerer und - ich nenne es mal - markanter. Ein kleiner Panzer sozusagen. Von der Bildquali gibt es keinen Unterschied, dieser beläuft sich eben nur auf das Gehäuse, dessen Material (bei der K50 Plastik, bei der K5II eine Magnesiumlegierung) und Haptik - letztere sollte bei der K5II allerdings besser sein und ich könnte mir vorstellen, dass es einem eingesessenen analogfotografen besser gefällt.

Der Einwand von baXus1 ist natürlich berechtigt. Ist die Frage, wieso du das Outdoor brauchst. Aber bitte nicht so verstehen, dass die Pentax nur wegen ihrer Dichtung was taugt ;-)
 
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Insofern ich das Wort "outdoor" richtig verstehe, ist es eine Kamera, die man hauptsächlich draußen verwendet, oder? Das ist aber genau das, was mein Vater damit macht. Wäre es dann nicht sinnvoll, sich auch eine solche Kamera zu kaufen?

Ich bin hier für absolut alles offen, aber es kann auf jeden Fall mal vorkommen, dass die Kamera im leichten Regen verwendet werden wird. Wäre dann eine abgedichtete Kamera nicht auf jeden Fall sinnvoller?
 
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