aGoat
Cadet 3rd Year
- Registriert
- Mai 2025
- Beiträge
- 38
Hallo zusammen,
über Jahre habe ich mir mit gebrauchter Hardware ein kleine Serverlandschaft aus Spaß an der Freude zusammengekloppt.
Nun möchte ich das Sammelsurium (Auflistung weiter unten) gerne zusammenfassen und das Thema professioneller angehen. Dabei soll möglichst viel der bestehenden Hardware genutzt werden, soweit es die Anforderungen zulassen.
Ich bin für jede (Teil-)Antwort und jeden Hinweis in die richtige Richtung dankbar. Leider ist Hardware nicht mein Spezialgebiet. Korrekturen meiner Annahmen sind immer gerne gesehen.
Konkrete Fragen und Anforderungen habe ich grün markiert.
Ziel
Am Ende möchte ich zwei Server übrig haben:
Ich möchte OpnSense ungerne virtualisieren. Da sehe ich den Mehrwert für mich nicht wirklich und bevorzuge daher Baremetal für meinen Router, auch wenn das einen Server einsparen würde.
Grundsätzlich bin ich immer für gebrauchte Hardware, wenn man so ein paar Euronen sparen kann. Summa summarum möchte ich nicht wesentlich mehr als 1.000 € für die Umstellung ausgeben. Danach soll mit dem Verkauf nicht mehr verwendeter Hardware ein Teil wieder reingeholt werden, damit ich trotz dieses Projekts meine Organe zur späteren Verwendung behalten darf.
Aktueller Bestand
Gedanken zum Proxmox-Server
Aktuell laufen die Thin Clients mit dem Application Server als Proxmox-Cluster, doch habe ich gemerkt, dass ich die Zusatzfunktionen nicht wirklich benötige, deswegen soll es ein einzelnes System mit genug Recheleistung und Storage werden.
Zu Gehäuse und Storage: Ich möchte das Inter-Tech 4U-4416 als Gehäuse nutzen, was es mir ermöglicht ein E-ATX-Mainboard und bis zu 16 HDDs in den Einschüben unterzubringen (HBA vorhanden und schon im Betrieb). Die HDDs aus dem Application Server sind schon umgezogen. Die SSD aus diesem wird vermutlich verkauft.
Zum RAM: Da es mehr als ausreicht, soll das System auf DDR4 bleiben und die beiden 8 GB UDIMM ECC Module aus dem Storage Server weiterverwenden. Diese sollen mit kompatiblen Modulen erweitert werden, sodass ich mindestens 32 GB RAM mit ECC zur Verfügung habe.
Zur CPU: Die oben aufgeführten Anforderungen legen die Verwendung einer CPU aus dem Server-Segment nahe, also ein AMD EPYC zum Beispiel. Ich muss gestehen, dass ich bei Intels Produktreihen maximal verloren war und mir nicht sicher bin, welche Reihe da für mich in Frage kommt, aber da DDR4 gesetzt ist, bedeutet das, dass bei Intel bei Ice Lake Schluss ist, richtig? Aufgrund der Verwirrung habe ich mich mehr auf AMD konzentriert.
Für AMD kommen also die CPUs der EPYC 7001 bis 7003 Serien mit mindestens 16 Kernen in Frage, wenn man günstig einen gebrauchten auftreiben kann, nicht? Welche Prozessoren kommen bei Intel in Frage oder gibt es ganz andere Möglichkeiten für mich?
Zum Motherboard: Das ist natürlich abhängig vom erforderlichen Sockel der gewählten CPU. Für AMD wäre das dann eines mit einem SP3-Sockel. Auf jeden Fall möchte ich einen Management-Port, aber der sollte bei Modellen für Server-CPUs ja in der Regel dabei sein.
An Motherboards mit SP3-Sockel habe ich zum Beispiel die Modelle Gigabyte MZ31/32-AR0 gefunden, aber sicherlich gibt es noch reichlich andere. Die TDP der gewählten CPU ist auch ein Faktor, den ich leider noch nicht wirklich einbeziehen konnte, da ich mich noch nicht auf ein Modell festlegen konnte.
Welche Motherboards für AMD SP3-Sockel oder entsprechende Intel-Sockel kommen in Frage, die man im besten Fall gut gebraucht auftreiben kann?
Gedanken zum OpnSense-Server
Im Prinzip könnte ich für den OpnSense-Server den Arbeitsspeicher aus zwei Futros kombinieren und somit ein S920 mit 8 GB RAM haben, welcher noch mit einer NIC mit vier RJ45-Ports erweitert wird.
Aus etwaigen Blogs und Kommentaren auf Reddit und hier habe ich schon mitbekommen, dass die S920 (vor zwei bis vier Jahren) eine solide Basis für OpnSense bildeten, aber man ihnen ihr Alter nun langsam anmerkt. Vor allem bei (mehreren) VPN-Verbindungen und weiteren Anwendungsfällen neben Routing kommt die CPU an ihre Grenzen, sodass anscheinend schon bei einer einzelnen VPN-Verbindung der Throughput stark zurückgeht.
Daher hatte ich überlegt, einen Mini PC mit bspw. einem neueren Intel N100 oder N150 zu nutzen. Diese haben zwar auch nur 4 Cores und Threads, aber deutlich mehr Taktfrequenz bei geringerem Stromverbrauch.
Nur bin ich mir aufgrund der - so nehme ich das wahr - schieren Menge an Mini PCs und sonstigen Barebones auf Amazon & Co. überfordert und unsicher, welches Gerät es dann doch werden soll. Und woher ich es beziehen soll, wenn man keinen Amazon-Account hat.
Darum bitte ich um konkrete Empfehlungen für Mini PCs oder vielleicht sogar 19"-Geräte, die ich gleich in meinen Netzwerkschrank schrauben kann, ohne vorher eine Halterung zu drucken.
Leider sind Modelle, die in Blogs gezeigt und empfohlen werden, aufgrund der aktuellen Engpässe oft nicht mehr verfügbar oder kosten mich dann doch meine Niere.
Vielen Dank im Voraus für eure Beiträge!
aGoat
über Jahre habe ich mir mit gebrauchter Hardware ein kleine Serverlandschaft aus Spaß an der Freude zusammengekloppt.
Nun möchte ich das Sammelsurium (Auflistung weiter unten) gerne zusammenfassen und das Thema professioneller angehen. Dabei soll möglichst viel der bestehenden Hardware genutzt werden, soweit es die Anforderungen zulassen.
Ich bin für jede (Teil-)Antwort und jeden Hinweis in die richtige Richtung dankbar. Leider ist Hardware nicht mein Spezialgebiet. Korrekturen meiner Annahmen sind immer gerne gesehen.
Konkrete Fragen und Anforderungen habe ich grün markiert.
Ziel
Am Ende möchte ich zwei Server übrig haben:
- Server für OpnSense mit genug Ressourcen für
- mehrere VLANs
- Firewall
- mind. vier VPN-Verbindungen
- DNS und DynDNS, AdGuard Home, ...
- mind. 4x RJ45 mit je > 1 Gbit/s für WAN- und LAN-Ports
=> Ein System mit mindestens 8 GB RAM, besser 16 GB, und genug Hirn für mehrere WireGuard-VPN-Verbindungen sowie mehrere RJ45-Ports.
- Server für Proxmox mit genug Ressourcen für
- Consul/Vault/Nomad-Cluster
- TrueNAS-VM
- Etwaige selfhosted Anwendungen für den Alltag (zehn bis zwanzig Container)
- Transcoding mit bspw. Handbrake (mit Resourcenlimit, um Platz für die anderen Workloads zu haben)
- Nach Bedarf Spielserver (Minecraft, Terraria, WoW, ...)
- Sonstige VMs/Container für Hobby und Arbeit
=> Ein System mit mindestens 16 Kernen (32 Threads) sowie 32 GB RAM, um eine gewisse Anzahl an moderat dimensionierten VMs (nicht mehr als 4 Cores und 4 bis 6 GB RAM je) und Container (Resourcenlimits nach Anwendungs-Anforderungen).
Ich möchte OpnSense ungerne virtualisieren. Da sehe ich den Mehrwert für mich nicht wirklich und bevorzuge daher Baremetal für meinen Router, auch wenn das einen Server einsparen würde.
Grundsätzlich bin ich immer für gebrauchte Hardware, wenn man so ein paar Euronen sparen kann. Summa summarum möchte ich nicht wesentlich mehr als 1.000 € für die Umstellung ausgeben. Danach soll mit dem Verkauf nicht mehr verwendeter Hardware ein Teil wieder reingeholt werden, damit ich trotz dieses Projekts meine Organe zur späteren Verwendung behalten darf.
Aktueller Bestand
| Gerät | Gehäuse | Motherboard | CPU | RAM | Storage |
| 4x Fujitsu Futro S920 | Stock | Stock | AMD GX-415GA | 1x Samsung DDR3-1600 SoDIMM 4GB (M471B5173QHO-YKO) | Transcend 128 GB MSA220S mSATA (TS128GMSA220S) |
| Storage Server | Inter-Tech 4U-4416 | SuperMicro X11SSH-F | Intel® Xeon® CPU E3-1220v6 | 2x ATP DDR4-2400 8GB UDIMM ECC (X4C08QD8BNRCSE-7-TN1) | Boot: 2x MSI SPATIUM S270 480GB SSD Bulk: 6x 4.0 TB Seagate IronWolf (ST4000VN008) |
| Application Server (alter Storage Server) | Inter-Tech 4U-4088-S | MSI H110M ECO | Intel® Core™ i7-6700 | 2x G.SKILL Ripjaws V DDR4-3200 8GB UDIMM (F4-3200C16D-16GVKB) | Boot: SanDisk 240G SSD Bulk: 4x 3.0 TB WD Reds (WD30EFRX) |
Gedanken zum Proxmox-Server
Aktuell laufen die Thin Clients mit dem Application Server als Proxmox-Cluster, doch habe ich gemerkt, dass ich die Zusatzfunktionen nicht wirklich benötige, deswegen soll es ein einzelnes System mit genug Recheleistung und Storage werden.
Zu Gehäuse und Storage: Ich möchte das Inter-Tech 4U-4416 als Gehäuse nutzen, was es mir ermöglicht ein E-ATX-Mainboard und bis zu 16 HDDs in den Einschüben unterzubringen (HBA vorhanden und schon im Betrieb). Die HDDs aus dem Application Server sind schon umgezogen. Die SSD aus diesem wird vermutlich verkauft.
Zum RAM: Da es mehr als ausreicht, soll das System auf DDR4 bleiben und die beiden 8 GB UDIMM ECC Module aus dem Storage Server weiterverwenden. Diese sollen mit kompatiblen Modulen erweitert werden, sodass ich mindestens 32 GB RAM mit ECC zur Verfügung habe.
Zur CPU: Die oben aufgeführten Anforderungen legen die Verwendung einer CPU aus dem Server-Segment nahe, also ein AMD EPYC zum Beispiel. Ich muss gestehen, dass ich bei Intels Produktreihen maximal verloren war und mir nicht sicher bin, welche Reihe da für mich in Frage kommt, aber da DDR4 gesetzt ist, bedeutet das, dass bei Intel bei Ice Lake Schluss ist, richtig? Aufgrund der Verwirrung habe ich mich mehr auf AMD konzentriert.
Für AMD kommen also die CPUs der EPYC 7001 bis 7003 Serien mit mindestens 16 Kernen in Frage, wenn man günstig einen gebrauchten auftreiben kann, nicht? Welche Prozessoren kommen bei Intel in Frage oder gibt es ganz andere Möglichkeiten für mich?
Zum Motherboard: Das ist natürlich abhängig vom erforderlichen Sockel der gewählten CPU. Für AMD wäre das dann eines mit einem SP3-Sockel. Auf jeden Fall möchte ich einen Management-Port, aber der sollte bei Modellen für Server-CPUs ja in der Regel dabei sein.
An Motherboards mit SP3-Sockel habe ich zum Beispiel die Modelle Gigabyte MZ31/32-AR0 gefunden, aber sicherlich gibt es noch reichlich andere. Die TDP der gewählten CPU ist auch ein Faktor, den ich leider noch nicht wirklich einbeziehen konnte, da ich mich noch nicht auf ein Modell festlegen konnte.
Welche Motherboards für AMD SP3-Sockel oder entsprechende Intel-Sockel kommen in Frage, die man im besten Fall gut gebraucht auftreiben kann?
Gedanken zum OpnSense-Server
Im Prinzip könnte ich für den OpnSense-Server den Arbeitsspeicher aus zwei Futros kombinieren und somit ein S920 mit 8 GB RAM haben, welcher noch mit einer NIC mit vier RJ45-Ports erweitert wird.
Aus etwaigen Blogs und Kommentaren auf Reddit und hier habe ich schon mitbekommen, dass die S920 (vor zwei bis vier Jahren) eine solide Basis für OpnSense bildeten, aber man ihnen ihr Alter nun langsam anmerkt. Vor allem bei (mehreren) VPN-Verbindungen und weiteren Anwendungsfällen neben Routing kommt die CPU an ihre Grenzen, sodass anscheinend schon bei einer einzelnen VPN-Verbindung der Throughput stark zurückgeht.
Daher hatte ich überlegt, einen Mini PC mit bspw. einem neueren Intel N100 oder N150 zu nutzen. Diese haben zwar auch nur 4 Cores und Threads, aber deutlich mehr Taktfrequenz bei geringerem Stromverbrauch.
Nur bin ich mir aufgrund der - so nehme ich das wahr - schieren Menge an Mini PCs und sonstigen Barebones auf Amazon & Co. überfordert und unsicher, welches Gerät es dann doch werden soll. Und woher ich es beziehen soll, wenn man keinen Amazon-Account hat.
Darum bitte ich um konkrete Empfehlungen für Mini PCs oder vielleicht sogar 19"-Geräte, die ich gleich in meinen Netzwerkschrank schrauben kann, ohne vorher eine Halterung zu drucken.
Leider sind Modelle, die in Blogs gezeigt und empfohlen werden, aufgrund der aktuellen Engpässe oft nicht mehr verfügbar oder kosten mich dann doch meine Niere.
Vielen Dank im Voraus für eure Beiträge!
aGoat