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Kernel: Unterschied zwischen fest und als Modul einkompiliert?
Worin besteht jetzt der Unterschied zwischen "fest einkompiliert" und "als Modul einkompiliert" wirklich? Module muß ich per "modprobe" nachladen und kann sie auch wieder entladen. Das weiß ich. Aber welchen Vorteil/Nachteil hat das für mich?
+ neue Treiber, die als Module geladen werden, bedürfen keiner neuen Kernelkompiliereung; man kompiliert nur die Module selbst.
+ der Speicher wird geschont, weil nicht ein Riesenkernel geladen wird, sondern ein "normaler" Kernel + Module die gerade gebraucht werden.
+ es ist einfacher die Treiber/Module-Einstellungen (z.B. IRQ) vorzunehmen, wenn sie nicht fest einkompiliert sind.
Wichtig ist, dass Treiber, die bei Booten nötig sind, in den Kernel fest einkompiliert sind (z.B. DateiSytem-Treiber für die Systempartition oder Plug&Play...), sonst zeigt der Kernel oft panische Reaktionen .
Wenn nun ein ein Treiber fest in den Kernel einkompiliert wird, wird er ja immer geladen, sobald du Linux startest.
Das heißt, dass auch die Fehler in diesem Programm/Treiber geladen werden, was den Kernel instabil machen würde.
Ein Kernelmodul wird eigentlich nur dann geladen wenn es benötigt wird, und entladen wenn es nicht mehr benötigt wird (so sollte es eigentlich sein).
In den Zeiten, in denen das Modul mit den Fehlern (siehe oben) nicht geladen ist gefährdet es auch nicht die stabilität des Systems.
Außerdem empfehle ich im Internet nach "monolitischer Kernel" und "Microkernel" zu suchen. Wikipedia wäre da ganz gut.
Hier die Abkürzung: http://en.wikipedia.org/wiki/Microkernel.
Das mit der Austauschbarkeit eines einzelnen Modules, ohne den Kernel 'anzufassen' ist ein schöner Punkt. Angenommen ich habe eine Netzwerkkarte, die 'netzwerkkarte.ko' als Kernelmodul braucht. Meine installierte Version hat nun Macken. Wo bekomme ich denn Ersatz her? Bisher dachte ich immer, daß es in den Kernel-Sourcen mit drin ist. Kann ich mir einfach die neuen Sourcen ziehen, und das Modul mit der neuen Version rauskopieren und überschreiben (vorher das alte sichern)? Woran erkenne ich, daß das Modul auch mit meinem "alten" Kernel läuft?
Sehr interessanter Artikel. Erstaunlich, daß sich an bestimmten Techniken im Laufe der Jahre nichts wesentliches ändert. Immerhin ist der Artikel gute 10 Jahre alt. Hat aber nichts an Relevanz verloren.