Klassifizierung für VPN-Netzwerkumgebung

Cin-Hoo

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Hallo!

Ich habe gerade eine Lizenz für Steganos Online Shield VPN erworben und die Software installiert. Nachdem ich die VPN-Verbindung zum ersten Mal aktiviert hatte und die virtuelle Netzwerkkarte (OpenVPN-Treiber) installiert wurde, fragte mich Windows natürlich nach der Netzwerkklassifizierung. Ich war zwar etwas unsicher, was geeigneter ist, wählte aber erst mal Heimnetzwerk aus. War das korrekt oder birgt diese Einstellung eher Risiken, z. B. dass jemand vom VPN-Server aus Zugriff auf mein reales, lokales Netzwerk erhält? :o

Aus Spaß führte ich mit aktivierter VPN-Verbindung mal AVM Zack aus und war entsprechend verwundert, dass für den AVM-Server mein FRITZ!Box-Modell inklusive korrekter FRITZ!OS-Version sichtbar ist. :confused_alt: Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass für ihn der VPN-Server als "mein Router" erscheint (zumindest als IP-Adresse konnte er nur die des VPN-Servers ermitteln). Wie ist das möglich?

Gruß von Cin-Hoo
 

iDont_Know

Rear Admiral
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Du hättest "öffentliches netzwerk" nehmen sollen. Win passt Firewall Einstellungen, Freigaben etc. an.

Aus Spaß führte ich mit aktivierter VPN-Verbindung mal AVM Zack aus und war entsprechend verwundert, dass für den AVM-Server mein FRITZ!Box-Modell inklusive korrekter FRITZ!OS-Version sichtbar ist. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass für ihn der VPN-Server als "mein Router" erscheint (zumindest als IP-Adresse konnte er nur die des VPN-Servers ermitteln). Wie ist das möglich?
Jo, stimmt, IP muss sich ändern. Schau mal ob die IP sich verändert hat : https://www.whatismyip.com/de/
 

Cin-Hoo

Lieutenant
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Danke für deine schnelle Antwort! :)

So, das VPN-Netzwerkprofil habe ich wieder gelöscht, damit ich es später als öffentliches Netzwerk neu anlegen kann.

Die IP-Adresse hatte sich ja auch in die des VPN-Servers geändert. Mich wunderte nur, dass AVM Zack erkennen konnte, dass ich eine FRITZ!Box 7490 mit FRITZ!OS 6.60 einsetze. Normalerweise hätte dort doch unbekannt stehen müssen, weil lediglich der VPN-Server als "mein Router" zu identifizieren sein dürfte, oder? :confused_alt:

Gruß von Cin-Hoo
 

engine

Captain
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Cin-Hoo, ja, du hast Recht, dein Router ist dann der aktuelle VPN-Server. Es könnte sein, dass ein DNS Leak besteht. Du fragst evtl. einen DNS-Server "parallel" dem VPN-Tunell.
Schau mal hier (https://www.dnsleaktest.com/), ob die von der VPN Verbindung vorgesehenen DNS-Server erscheinen.
Falls nicht, musst du sie manuell im Router und auch im Adapter eintragen.
Die DNS-Server erhältst du vom VPN-Betreiber.

Nachtrag:
falls der eigene VPN Dienst keine DNS Server zur Verfügung stellt, können auch die folgenden öffentlich zugänglichen DNS Dienste verwendet/eingetragen werden:

Google öffentliche DNS
Bevorzugter DNS Server: 8.8.8.8
Alternativer DNS Server: 8.8.4.4

Open DNS
Bevorzugter DNS Server: 208.67.222.222
Alternativer DNS Server: 208.67.222.220

Comodo Secure DNS
Bevorzugter DNS Server: 8.26.56.26
Alternativer DNS Server: 8.20.247.20

https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/dns-leak-loesung-windows-8-10/
 
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Cin-Hoo

Lieutenant
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Danke für deine ausführliche Antwort! :)

Aber leider hast du den Sachverhalt bei mir falsch verstanden. Ich verwende keinen VPN-Dienst, von dem man Daten bekommt, die man in die Router-Konfiguration einträgt, sondern die VPN-Software Steganos Online Shield VPN, die ganz normal im Betriebssystem installiert wird und dort neben dem Kontrollzentrum einen Ethernet-Treiber installiert, der als virtuelle Netzwerkkarte selbstverständlich eine eigene LAN-Verbindung erhält. Deshalb war natürlich auch die Frage von Windows nach der Netzwerkklassifizierung gerechtfertigt. Wähle ich nun im Kontrollzentrum aus, dass ich eine VPN-Verbindung aufbauen möchte, verbindet er meinen PC über die virtuelle Netzwerkkarte mit einem VPN-Server meiner Wahl (oder einem automatisch gewählten).

Als Betriebssystem verwende ich Windows Sie7en Ultimate 64-bit (natürlich auf Stand des diesmonatigen Patchdays).

Beim DNS-Leak-Test erhielt ich als DNS-Server nur welche von Google angezeigt. Ich weiß nicht, ob Steganos diese für ihren Dienst verwendet. Aber die Verbindung zum VPN-Server ist doch der zum DNS-Server vorgeschaltet, sodass Google mein Verhalten nicht meiner realen IP-Adresse zuordnen kann und somit kein sinnvolles Protokoll erhält, oder?

Gruß von Cin-Hoo
 
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engine

Captain
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... (zumindest als IP-Adresse konnte er nur die des VPN-Servers ermitteln)
ach ja, lesen sollte man können, bis zum Schluss und auch das in Klammern.

Ich habe auch eine FritzBox und bei mir wird nicht mal ohne VPN das Modell und Firmware an gezeigt.
Vielleicht spinnt sich Zack etwas zusammen. Versuche auch mal einen Port-Scan bei https://www.grc.com, dort müsste mindestens der Port 443 (https) offen sein, nämlich der des VPN-Servers.

Den Netzwerkstandort kannst du manuell für jeden Adapter ändern, weiß gar nicht was Steganos da will.
Wahrscheinlich eine route zum lokalen Netzwerk setzen.
 
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Cin-Hoo

Lieutenant
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Ich weiß nicht, ob ich deinen bereits rauseditierten Beitragsteil richtig verstanden habe. Deshalb habe ich einfach mal ein paar Tests gemacht. Wenn ich die LAN-Verbindung meines Netzwerkchips deaktiviere (Anschluss zum Router), kann Steganos Online Shield VPN beim Start gar keine Verbindung mehr zum Steganos-Server herstellen (war mir eigentlich schon vorher klar). Deaktiviere ich nur die dritte LAN-Verbindung (Steganos VPN), startet das Kontrollzentrum zwar, aber sobald ich auswähle, dass ich eine VPN-Verbindung herstellen möchte, startet das VPN-Setup und aktiviert sie einfach wieder. :lol:

Ich bin jetzt auf grc.com gegangen und habe dort ShieldsUp! ausgewählt. Im unteren Bereich der Seite stand Your Internet connection has no Reverse DNS und eine Gratulation. Der Portscan mit allen Serviceports ergab nur Port 22 als geöffnet.

Den Netzwerkstandort kannst du manuell für jeden Adapter ändern, weiß gar nicht was Steganos da will.
Ich glaube, das hast du etwas missverstanden. Die Frage nach dem Netzwerkstandort kam nicht vom Kontrollzentrum der Software, sondern von Windows selbst, wie es bei jedem Netzwerkbeitritt gefragt wird. Da der Zugang seine eigene virtuelle Netzwerkkarte besitzt, ist das doch auch vollkommen normal.

Dass meine FRITZ!Box von AVM Zack korrekt erkannt wurde, würde ich mittlerweile mal darauf schieben, dass auf der Website wahrscheinlich ein Skript eingesetzt wird, das der jeweilige Rechner lokal ausführt und das Ergebnis dann einträgt. Ist ja auch eigentlich egal, Steganos Online Shield VPN bietet eine gute Übertragungsleistung und weil es als VPN nicht in die Routerkonfiguration eingetragen wird, kann ich jederzeit entscheiden, ob ich es verwenden möchte oder nicht. :)

Gruß von Cin-Hoo
 
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