Kleines Firmennetzwerk

Helios co.

Lt. Commander
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März 2005
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Hallo,

ein Bekannter von mir, der ein kleines Unternehmen hat, möchte sich ein Netzwerk einrichten und hat sich dafür mehrere Angebote eingeholt..
Ich war von den Angeboten doch sehr überrascht, da sie sich alle auf einige Tausend € beliefen..

Vielleicht sollte ich zunächst noch erwähnen, welche Anforderungen an das Netz gestellt werden:

Im Prinzip sollen nur max. 3 Clients am Host hängen und sich die Daten eines einzigen Buchungsprogramms teilen, bzw. gemeinsam drauf zugreifen können.
Die Datenvolumen beläuft sich somit lediglich auf einige wenige MB
Eine Datensicherungsmöglichkeit (automatisch) z.B. in Form von Raids (Clonen) oder Softwarelösungen soll es auch geben...

Die Clientrechner sind bereits vorhanden und müssen somit nicht neu angeschafft werden.


Da ich mich, was Netzwerke anbetrifft, mit meinem Wissen nicht so sicher fühle, wollte ich hier jetzt nochmals nachfragen, ob die Angebote, die einen ausgewachsenen Server, im Wert von ca 2k € und ein Streamer für weitere 500 € vorsehen, wirklich notwendig sind?
Meiner Meinung nach sind sie es nicht!

Meine Idee war:
Ein guter Celeron-Rechner mit vielleicht 1Gb Ram
(ansonsten eher spartanisch ausgestattet)
2 Platten a 80 Gb als Raid einsetzen oder aber TrueImage als Datensicherung.
Und ein einfacher Switch...

Bind dankbar für jeden Rat!
 
Nunja, ein RAID1 bietet zwar eine gewisse Ausfallsicherheit, aber keine Datensicherheit. Wenn die Datenbank durch Virus oder Blödheit zerstört wird, hilft dir das nicht weiter. Daher ist ein Streamer o.Ä. schon angebracht.
Wenn mehrere Leute auf der DB arbeiten, entsteht eine ziemliche Datenflut, also brauchst du schon etwas Dampf auf dem Server. Vielleicht kommen auch in Zukunft noch Clients dazu!? Zudem sollte das ja kein Homerechner sein, sondern eine ausgereifte Maschine, denn Ausfallzeit kostet dann mal schnell wesentlich mehr als die Investition in einen vernünftigen Server. ;)
Ja, und eben ein Switch, aber sowas findest du auf den Firmenangeboten doch auch, oder?

Zudem kaufst du i.d.R. auch einen entsprechenden Support für das Zeug mit ein. Zum Beispiel 24h-Support oder ähnliches. Das kostet auch Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also für deine zwecke würde ich es auch selber machen! Für die paar Leute reicht sicher ein Stand-Alone Rechner mit einer Low-Budget CPU Architektur! Ob nun Intel oder AMD ist ja Geschmackssache! Ansonsten ist ein kleines RAID-System sicher ausreichend. Wobei ich die wichtigen Daten extra sichern würde! Auch hier gibt es einige Softwareprodukte zur Auswahl. ich selber habe mit Ghost 10 gute Erfahrungen gemacht
 
Im Unternehmensbereich mußt Du gewisse Kriterien erfüllen, was die Datensicherung anbelangt. Hier ist AFAIK immer noch die Sicherung auf Band gesetzlich vorgeschrieben.

Grundsätzlich mußt Du überlegen, welche Ausfallzeiten das Unternehmen verkraften kann, wenn z.B. das Motherboard des 'Servers' den Geist aufgibt. Bei 'Markengeräten' hast Du auch den entsprechenden Vor-Ort-Service und Reaktionszeiten von bis zu zwei Stunden rund um die Uhr.

Allerdings kommt mir ein Server inkl. TBU für 2500€ schon recht teuer vor!
 
Ich würde dazu eine Terastation einsetzen. Dazu automatisches Backup auf einen PC. Dort müssen dann manuell CDs/DVDs gebrannt werden. Das Band im Streamer wechselt ohne keiner...

Inklusive Switch, Kabel und Installation käme ich da etwa auf 1000-1200 Euro.

Mirko
 
Habe dir dazu mal eine PM geschickt.

Gruß
 
Ok, ich glaube das hat mir einen gewissen Überblick gegeben!

Da die Datenflut eigentlich in Grenzen bleiben dürfte und auch die Anzahl der Clients sich nicht erhöhen wird, bleibt nur die Frage der Ausfallsicherheit.

Inwiefern ist denn ein Server wirklich ausfallsicherer und/oder langlebiger als ein handelsüblicher Desktop-Rechner?
Meiner bescheidenen Erfahrung nach ist es doch so, dass in erster Linie die Ausfälle bei den HD`s zu finden sind...da nehmen sich aber Server und Desktops nichts..?


Eine Terastation ist doch nur eine simple Netzwerkplatte, oder irre ich mich da?

Thx für die schnellen und zahlreichen Antworten!!
 
Ausfallsicherer ist ein Server, wenn Du z.B. redundante Netzteile einsetzt. Wichtiger ist bei Dir vielmehr die Ausfallzeit. Fällt ein Netzteil aus, läuft ein Server mit zwei oder mehr Netzteilen einfach weiter, während Du bei einem Desktoprechner erst ein neues Netzteil kaufen und einbauen mußt. Stirbt das Motherboard, mußt Du möglichst das gleiche besorgen, wie das, das eingebaut war. Im schlimmsten Fall kann der Rechner dann eine ganze Woche und mehr ausfallen.
 
Serverplatinen sind auch im allgemeinen langlebiger wage ich mal zu behaupten. Es werden teils andere höherwertige Bauelemente verbaut. Dazu kommt, dass das geprüfte Server in ihrer Zusammenstellung sind, und sich z.B. garantiert nicht im Sommer herausstellt, dass der CPU-Kühler nicht ausreicht. Sowas kann dir bei selbstgebastelten Geräten schnell mal passieren. Qualität hat eben auch in diesem Bereich seinen Preis.
 
Ich selbst würde auf jedenfall zu einem Streamer raten da die Datensicherheit einfach das Kapital viele Unternehmen sind. Ein Sony Streamer mit 20GB Speicher und sehr schnelleren Sicherungszeiten kostet ab 250 Euro, leider ist das viele Leute für Ihre Datensicherheit schon zuviel und wenn dann alles weg ist kommt das grosse Jammern. Zudem richtige wir grundsätzlich noch ein Raid 1 ein, sowie wenn die Möglichkeite besteht auf einem zweiten Rechner einen automatischen Datenabgleich mit dem Server der meistens Nachts stattfindet.

So ist man wenigstens schonmal ein wenig abgesichert und man kann ruhig schlafen. Es kommt auf drauf an was er für Berechnungsrogramme laufen lassen will, ich weiss aus eigner erfahrung das z.B. Lexware extrem viel Arbeitsspeicher verbraucht und das andere Programme grössere Auslagerunsdateien haben. Alles in allem durfte aber ein guter Switch und ein Server mit Streamer schon eine gute Grundlage sein. Sofern auch noch eine Internetverbindung besteht würde ich als Router und VPN Lösung einen Lancom 1611+ vorschlagen, auf den ersten Blick sehr teuer, nur der Router ist einfach ganz weit oben anzusiedeln.
 
Und das Serverbetriebssytem mit den Zugriffslizenzen kostet auch noch dementsprechend.
 
Tja, wer ein Firmennetzwerk aufbauen will, darf da nicht so hemdsärmlig rangehen, wie zu hause !
Zumal ein Teil der Kosten von der Firma wieder abgeschrieben werden können.

Qualität und Service haben nun mal ihren Preis.
Das darf man nicht vergessen.

Server sind auf Dauerbetrieb ausgelegt, was man von Desktop-Rechnern nicht sagen kann.
Dann kann die Firma noch wachsen. Da muss ein System skalierbar sein, was widerum einen entspr. Struktur voraussetzt.
Deswegen wird die Hardware bestimmt etwas höher als z.Zt. benötigt ausfallen.
Einen Server kauft man sich vllt. alle 4 oder 5 Jahre. In dieser Zeit kann viel passieren...


@Helios co.:
Die erwähnst nur, das die Angebote mehrere Tausend Euro kosten, doch sagst du nichts über deren Inhalt aus.
Was ist denn alles enthalten ?
Dann kann schon eher eine Aussage getroffen werden, ob die zu hoch sind.
Nur sollte man sich im Klaren sein, wer haftet für entstandene Kosten, wenn das jemand (privat) für ein paar hundert Euro auf die Beine stellt.
Es ist möglich... Doch was ist, wenn was passiert ?
Bekanntlich hört bei Geld die Freundschaft auf.
 
@Helios co.
Der der es Administriert kann auch haftbar gemacht werden, für Schäden die dadurch entstehen. Firmen die damit beauftragt werden, sind dagegen wohl versichert, aber wenn Du da einen kleinen Heimserver einrichtest, bist Du gut genug versichert?
sich die Daten eines einzigen Buchungsprogramms teilen
Ist das Programm denn überhaupt Netzwerkfähig um mehrere Clients darauf zugreifen zu lassen? Die kleinste Lösung von Lexware Financial Office Pro fürs Netzwerk mit 3 Clients kostet schon fast 850€, andere Programme wie Sage (950€, für 3 Clients) oder so kosten schon etwas mehr.
 
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