Kleines Kapital von 1000 bzw. 2000€ "anlegen"

GiGaKoPi

Captain
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Nabend zusammen,

hat jemand ein Tipp, wie man 1000€ (noch mal 1000€ dürften bald dazu kommen) sinnvoll "anlegen" kann?
Ich hab ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland. Aber bei 1.6% macht das ja gerade mal 16€ pro Jahr (bei 1000€). Da kann ich das Geld genauso zu Hause liegen lassen.

Ich will es nicht ausgeben, wahscheinlich die nächsten 4 Jahre lang nicht.

Mir ist schon klar, dass 1000€ und auch 2000€ nicht die Welt sind. Aber evtl. kann ich irgendwas sinnvolles damit anstellen, damit es etwas mehr wird.

Vielen Dank.
 
Das kann dir KEINER sagen da du gar nicht mehr Hintergrunddaten angibst.

Deine Frage wurde im Internet schon mindestens 100 x gestellt und es gab dazu schon mindestens 4827 Antworten. ;)
 
Welche Angaben fehlen denn noch?

In erster Linie finde ich viele Empfehlungen die Richtung Tagesgeldkonto gehen. Sachen wie Aktien sind mir zu risikobehaftet.

Aber kann ich das Geld nicht für 4 Jahre irgendwo fest anlegen? Halt wie bei einem Tagesgeldkonto, nur das ich nicht ran komme. Dann dürften die Zinsen doch auch etwas höher ausfallen.
 
So richtig Ahnung habe ich nicht bei dem Thema.
Aber wenn du bei Diba.de mal nachschaust, wirst du feststellen, das es zwischen Tagesgeld und für x-Jahre angelegtes Geld keinen Unterschied gibt (bzw. gibt es dort bei Tagesgeld eher mehr Zinsen).
Ich denke mal, das es so bei den anderen Anbietern auch aussehen wird.
Die 1,6%, welche du gerade bekommst, sind schon nicht schlecht.
Da solltest du das Geld wohl besser dort lassen.
 
Natürlich, das nennt sich Festgeld. Vergleiche gibt es dazu im Internet.

Aber wegen den paar Euro finde ich das nun nicht grade sinnvoll. Das Geld ist dann wirklich weg, wenn du es dann doch benötigst, kommst du nur schwer bzw. mit sehr hohem Abschlag ran. Hast du sonst noch Reserven?

Die Zinsen sind historisch Tief. Tagesgeld sollte eigentlich die beste Wahl sein für das bissl Geld. Immerhin bekommst du beim Festgeld über die 4 Jahre vielleicht grade mal 40 Euro mehr an Zinsen. Die wahre Inflation frisst es so oder so auf. Eigentlich macht das keinen Unterschied. Die Flexibilität wäre mir da wichtiger. In 2 Jahren gibt es vielleicht wieder 5 % aufs Tagesgeld weil die Bevölkerung doch endlich aufwacht und ihr Geld abzieht. Immerhin wird jedes Papiergeldsystem irgendwann zusammenbrechen und sich zu seinem wahren inneren Wert zurück ziehen. Und der ist Null. Das war bisher mit jedes Währung so, auch schon vor 1000 Jahren...



an den über mir: Festgeld bringt zur Zeit für die Laufzeit und das Geld etwa 1 % mehr.


Es gab grade eine Enteignung an die Bürger in der EU. Irgendwie will das keiner so richtig verstehen, trifft einen ja auch nicht persönlich. Aber wer jetzt immer noch mehr Geld als er benötigt auf seinem Konto parkt dem ist nicht mehr zu helfen. Sry.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der VW Bank gibts 2% und bei der Mercedes Bank 2,1% auf Festgeld. Bei anderen (kleinen, unbekannten (unseriösen??)) Banken auch etwas mehr. Allerdings warum sollte man in einer Zeit des absoluten Niedrigzinsniveaus sein Geld so lange binden? Lieber das Geld 1-2 Jahre aufs Tagesgeld packen bei minimal weniger Zinsen, und dann in 1-2 jahren hoffen das das Zinsniveau angezogen hat.


Wenn dir Aktien zu Risikobehaftet sind (warum eigentlich?), dann hast du wohl keine andere Wahl als Geld zu verbrennen. Denn dank der hohen Inflationsrate (bzw. eher dem extrem niedrigen Zinsniveau) haben wir momentan negative Realzinsen, sprich du verlierst jedes Jahr Geld, solang du nicht mindestens 2-2,2% Rendite machst.

Mein Tipp: Investier das Geld. Notfalls auch in Standardaktienanleihen. Da gibt es recht gute Angebote mit festem 2,75 - 4,00 % Zinssatz mit noch sehr moderatem Risiko (kommt aufs Angebot drauf an). Laufzeiten von 9 Monate bis 3 Jahre.

Logischerweise größeres Risiko als beim Tagesgeld, aber je nach Angebot und Anleihe ist das Risiko doch sehr überschaubar.
 
FreeZer_ schrieb:
Wenn dir Aktien zu Risikobehaftet sind (warum eigentlich?)
Ich hab da einfach keine Ahnung von. Und einem Bankberater vertrau ich in der Hinsicht schon mal gar nicht.

Habe Angst, dass ich 1000€ oder 2000€ in die Hand nehme und mit weniger aus der Geschichte rausgehe.

Festgeld ist kein Problem. An das Geld muss ich nicht ran. Ich lege auch nur die Hälfte von dem an, was ich theoretisch haben werde.
Wobei 2% wirklich nicht viel ist. Da lagen selbst Tagesgeldkonten vor wenigen Jahren teilweise deutlich drüber.

Ich werde mich aber mal etwas in das Thema Standardaktienanleihen einlesen. Vielleicht wär das ja doch was für mich.
 
Habe Angst, dass ich 1000€ oder 2000€ in die Hand nehme und mit weniger aus der Geschichte rausgehe.
Was erwartest du dir? Wenn du deine 1000€ im etragsreichen Segment anlegst, steigst du bestenfalls mit 3 Kisten Bier/Jahr aus - und das bei vollem Risiko. (vergiss bei deinen Vergleichen nicht auf die 25%ige Kapitalertragssteuer)
Wenn du das Geld weiterhin am Tageldkonto liegen lässt, ists nur eine Kiste Bier/Jahr, aber die dafür sicher. Bei diesen Beträgen gibt es imho keine Alternativen zum Taggeldkonto. (eventuell ein fix angelegtes "Tag"geldkonto - z.B. mit 24 Monaten Bindung) Aber lange Bindungszeiten sind zur Zeit auch nicht wirklich attraktiv.
 
Ok, ich packs dann einfach aufs Tagesgeldkonto und gut ist. 16€ bzw. 32€ kann man ja trotzdem mitnehmen. Besser als nichts.
Wenn andere Anlagearten bei den Beträgen nicht wirklich lohnenswert sind, dann lass ich es sein. Wenn ich 5€ mehr raushole, aber erstmal riesen Aufwand betreiben muss, stimmt Aufwand und Ertrag nicht überein.

Vielen Dank an alle schonmal.
 
Ich werfe mal Gold in den Raum. Alternativ dazu gibt es auch Wertanlagen, die außerhalb von Banken liegen. Ich habe vor einiger Zeit wieder angefangen Magic the gathering zu spielen und hätte ich meine Sammlung vor 10 Jahren nicht für 2500€ verkauft, hätte ich heute 12 - 13000€ dafür bekommen. Was ich damit sagen will, ist das es zur Zeit einfach keinen Sinn macht sein Geld zur Bank zu bringen, schau dich lieber nach alternativen Anlagen um.
 
Gold ist zur Zeit auch nur für Verluste gut....
Wie kommst du darauf, dass ein Karten Spiel im Wert steigen soll?
(noch dazu um das Vielfache - wenn es nach irgendwelchen E-Bay Auktionen geht, ist meine Brockhaus Sammlung von 1840 auch ein Vermögen wert - faktisch aber wertlos.:D (und wurde deshalb auch letztes Jahr verheizt)
 
wie ich dadrauf komme? Weil ich mir gerade erst wieder Karten gekauft habe je nach Karte bis zum 15 fachen Wert, dessen was ich vor zehn Jahren bekommen habe. Und ich rede hier nicht von irgendwelchen eBay Preisen, mittlerweile gibt es online Plattformen und auf jedem größeren Turnier finden sich Händler, die sowohl an- als auch verkaufen. Beispiel? http://sales.starcitygames.com/cardsearch.php?singlesearch=black%20lotus das ist der größte Händler für Magickarten in den USA, 1995 hat man diese Karte noch für ca 5 -10 DM bekommen.

Anderes Beispiel, beim Aufräumen des Dachbodens meiner Tante habe ich einige Blockflöten gefunden, inkl. Kaufbelege, diese habe ich einfach bei eBay eingestellt und aus 300 DM Kaufpreis sind 750€ geworden.
Und wie man auf die Idee kommen kann einen 1840er Brockhaus zu "verheizen" erschließt sich mir in keinster Weise, es findet sich immer jemand der bereit ist für solche Dinge Geld zu bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay - das wusste ich nicht.
Brockhaus: Ich war bei 3 Altwarenhändler und hatte die ~18 Bände monatelang im Netz. Ich fand immer nur Fantasiepreise.
Ich meine nur, dass man solchen Aussagen vorsichtig sein soll. Nicht alles was teuer ist, ist auch eine Geldanlage. Des weiteren nützt mir das teure Gemälde nicht viel, wenn ich sofort Kohle brauche. (und An- und Verkaufspesen sind zumindest im Kunstbereich auch gewaltig)

Ein paar first-world-Problems:
*Historische Teppiche waren vor 15 Jahren ein Vermögen wert - heute kann man froh sein, wenn man sie noch fünfstellig los wird
*oben genanntes Beispiel mit dem Brockhaus
*das teure Silberbesteck erzielt in Zeiten von Ikea und Co auch nicht mehr die "alten" Preise
*Comicbücher waren vor kurzem angeblich noch richtig viel Geld wert und stiegen jährlich um x% Prozent - davon liest man mittlerweile auch nichts mehr

Die optimale Geldanlage gibt es nicht.:)
 
Du hast ja indirekt schon recht, "exotische" Anlagen können von heute auf morgen nichts mehr wert sein, vielleicht hat der Te ja aber ein Hobby und kann das Geld dort investieren. Wenn ich nicht Magic spielen würde, würde ich wohl jemandem auch den Vogel zeigen, wenn er mit so einer Idee ankommen würde :-)
Wobei Comics immer noch sehr wert stabil sind, nur leider nicht hierzulande.
Ich würde mir von dem freien Kapital wohl etwas kaufen, dass ich nutzen kann und wert stabil ist.
 
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methadron schrieb:
Anderes Beispiel, beim Aufräumen des Dachbodens meiner Tante habe ich einige Blockflöten gefunden, inkl. Kaufbelege, diese habe ich einfach bei eBay eingestellt und aus 300 DM Kaufpreis sind 750€ geworden.
Toll, das hätte man vom 14.03. 2013 auf den 15.03. 2013 mit einem Put auf Samsung Electronics auch hinbekommen. Und dazu hätte man nicht mal eBay gebraucht. ;)
 
Ein ETF auf den DAX während der DAX nahezu am Allzeithoch kratzt, während es in der Währungskrise wieder kritischer wird?

Halte ich für höchst bedenklich als Anlageform.
 
Ich glaube bei 1000-2000 € Anlagebetrag steht der Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Ertrag.

Es gibt nur noch bei einigen wenigen Tagesgeldkonten 2%, das aber in aller Regel nur für 6-12 Monate (Neukundenangebot), danach meist nur noch 1%. Jetzt kann man natürlich "zinshoppen" und versuchen alle 6 Monate irgendwo ein Eröffnungsangebot mitzunehmen. Das ist aber jedes mal mit dem Aufwand verbunden, sich via PostIdent zu registrieren und den Freistellungsauftrag umzustellen. Attraktiver als der Zinsunterschied ist da eigentlich noch die Eröffnungsprämie/Eigenprovision (20-50 €), welche aber nicht selten erst ab 2500-5000 € Anlagebetrag und bei längerer Nutzung tatsächlich ausgezahlt wird.

Im Bereich Aktien gibt es keinen allgemeingültigen Geheimtipp, hier helfen nur Hintergrundwissen, Diversifikation und ein ausreichend langer Anlagehorizont. All das lohnt sich vielleicht für jemanden, der 10.000 € für 5-10 Jahre anlegen will, bei einem Kleinstinvestment dürften hingegen schon die Gebühren die potentiellen Erträge der ersten 12 Monate auffressen - inklusive dem Risiko, das man das Geld genau dann braucht, wenn der DAX gerade in einem Tief hängt.

Mein Tipp: Such dir eine Bank mit deutscher Einlagensicherung (nicht auf Zypern ;)), die auch ihren Bestandskunden ordentliche Zinsen zahlt, eröffne dort ein Tagesgeldkonto und freue dich in 2 Jahren über 30-100 € mehr auf dem Konto. Dass man rückblickend mit bestimmten Aktien oder Sammelkarten das Geld auch verhundertfachen hätte können, ist zwar interessant zu wissen, aber letztendlich vollkommen irrelevant, solange du keine Zeitmaschine besitzt. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau Banken werden alle gerettet und das Geld ist dort sicher. Wie kann man nur so schlafen? :freak:
 

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