Klima Wetter Eiszeit

babuni

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haben wir hier spezialisten an board. mich würde nämlich brennend interessieren wie sich das wetter in den nächsten 100 Jahren laut statistken entwickeln wird?

wie hängen eigentlich co2 metan usw mit der ozon-schicht zusammen?

lg
babuni :)
 
Ich bin kein Klimaspezialist. Aber ich denke auch diese können auch nicht zu 100% sagen wie sich das Klima und Wetter entwickelt.
(Schafft man ja noch nicht einmal für die nächsten 3 Tage. ;))
Wenn man sich die Termperaturkurve der letzten Jahre ansieht, müssen wir mit extremer Hitze und subtropischen Klima rechnen.
Durch die globale Erwärmung schmilzt das Polareis schneller. Dadurch könnte der atlantische Tiefen- und Golfstrom unterbrochen werden, womit wiederum kälteres Klima zu erwarten ist. Das ist zur Zeit der Stand, der von den meisten Wissenschaftlern vertreten wird.

Diese Meereströmungen sind jedoch von globalen Meeres- und Windströmungen abhängig. Ferner sind einige der Meinung, die rythmisch auftretenden Sonnenflecken und Strahlungen tragen zu einer verminderten Wärmestrahlung bei. Dieses würde wiederum den Treibhauseffekt zum Teil aufheben.

Der Treibhauseffekt entsteht durch hohen Mengen C02 und Methan in der Luft. Die von der Erde reflektierte (Wärme-)Sonnenstrahlung wird wie von einem Glasdach zum Teile zurückreflektiert. Damit heizt sich die Luft stärker auf. Durch das Verschwinden der stark reflektierenden Eisfelder wird dieser Effekt nochmals in eine anderer Richtung gelenkt.
Wenn man die natürlichen Klimaschwankungen der letzten Jahrtausende beobachtet, steht uns allerdings seit langem wieder eine Eiszeit bevor.

Die Ozonschicht (Ozon O3 = drei Sauerstoffatome satt O2) entsteht bei intensiver UV Bestrahlung. O2 wird gespalten und die einzelnen Sauerstoffatome verbinden sich mit O2 zu O3. Dieser Vorgang benötig viel Energie und die energiereiche UV-Strahlung schwächt sich ab.
Durch FCKW ([size=-1]Fluorchlorkohlenwasserstoffe) [/size]in der Athmosphäre wird dieser Prozess behindert, da das freie Sauerstoffatom leichter mit diesen Gasen reagiert und somit nicht mehr für die Ozonbildung zur Verfügung steht. Übrigens ist noch nicht alles FCKW das freigesetzt wurde in die höheren Luftschichten gelangt.
Ozon hat einen stechenden Geruch und ist giftig. (Kann man unter Solarien oder auch beim Lichtbogeschweißen riechen). Allerdings ist es erdnah sehr unbeständig.

Unbestritten ist jedoch, der Einfluß von CO2 auf die Klimaentwicklung.
Ferner wurden vom Menschen in kürzester Zeit CO2 Mengen freigesetzt, die über Milliarden Jahre von der Natur gebunden wurden und damit dieses gemäßigte Klima ermöglichten.

Wie du siehst, alles ist möglich, man kann nichts genaues sagen. Leider :(
 
Hmmm....Phil kommt mir mal wieder zuvor, mit so ziemlich 99% aller wichtigen
Fakten. Gib mal jemand Karma, ich kann gerade nicht, hab erst vor kurzem. :D

Was noch fehlt: Durch die Trübung der Atmosphäre mit Staub- und Rußpartikeln
kommt momentan immer weniger Sonnenlicht auf der Erdoberfläche an. Innerhalb
von 50 Jahren hat die Sonneneinstrahlung inzwischen schon um 10% abgenommen.
Und alles nur Dank des Drecks, den wir fröhlich in die Luft blasen. o,O

Führt vor allem zur Änderung des bodennahen Klimageschehens. Ernterückgänge
usw durch die geringere Sonneneinstrahlung sind bereits nachweisbar. :freak:

-Ronny
 
Danke für den Hinweis Ronny. ;)
Ich habe mir doch gedacht das es nicht alles sein kann. Das Thema (Problematik) ist zu komplex.

Ein erhöten Staub und Partikelanteil in der Atmosphäre ist jedoch nur von relativ kurzer Relevanz.
Die "Sommerwinter" bei den großen Vulkanausbrüchen (Krakatau 1883, 18qkm Staub und Gestein , oder auch Pinatubo 1991, 7qkm) habe diese gezeigt.
Der atmosphärische Einfluß ist ca. 1 -2 Jahr gewesen. Die Partikel sinken nun einmal wieder zu Boden.

Ob der Mensch soviel Partikel einbringt kann ich mir nicht vorstellen. Selbst ein "nuklearer Winter" dauert nur einige Jahre, nicht mehrere Jahrzehnte.
Und die von der ScinceFiction Abteilung Hollywood gezeigten Scenarien bei Meteoriteneinschlägen sind zum Glück lokal auf die USA und Kanada begrenzt. :D

Trotzdem ein interessanter Aspekt.
 
Boah, mal wieder ausführlichste Ausführungen von phil. :daumen:

Die genauen Auswirkungen in der Zukunft sind ja noch nicht berechenbar - es gibt zahlreiche Modelle. Eines davon errechnete auch das Erliegen des Golfstromes...(aber kommt jetzt bitte nicht mit Diskussionen über einen ollen Hollywood-Film)

Ergänzend würde ich nur noch erwähnen, dass halt Fehlen von O3 in hohen Luftschichten die Bildung von selbigen in niederen Luftschichten ermöglicht. Mann bekommt durch hohe UV-Mengen also nicht nur einen Sonnenbrand, sondern womöglich noch schädlich Luft.

Das CO2 war auch nicht "gebunden", es entsteht ganz einfach bei der Verbrennung von Kohlenstoff-haltigem Zeugs wie alles organische. Und da der Mensch mal ganz gerne was abfackelt (er atmet ;), Kohlekraft, Öl, Holz...), wird eine Menge CO2 produziert. Und wenn erst die Chinesen richtig loslegen...

Zum Thema natürliche Abkühlung: Es gab ja in der Vergangenheit Wechsel zwischen Warm- und Eiszeiten. Auf einem Diagramm dargestellt, sieht es wie eine gedämpfte Sinusschwingung aus. Zur Zeit befinden wir uns wieder in Richtung einer kleinen Eiszeit. Der Effekt ist aber wie gesagt gedämpft, d.h. wesentlich geringer als in der Vergangheit.
Grund dafür ist wohl eine Schwingung der Erdachse gegenüber der Sonne, sie taumelt. Auslöser war vermutlich die Kollision mit einem weiteren Planeten, dessen Rest als Mond uns umkreisen. Letzterer ist auch für die Dämfung der Schwankung verantwortlich.

---

@RonnySteele: also wenn die eingestrahlte Sonnenenergie um 10%(!!!) gesunken wäre, würden jetzt einige ganz schön frieren ;).
 
@(C) Gab jedenfalls dazu mal 'nen Artikel auf Slashdot. 10%, jawollja... o,O
Ich weiß, klingt ganzschön viel....

<Quelle>
http://science.slashdot.org/article.pl?sid=04/05/13/1453253&mode=thread&tid=134
</Quelle>

Hmm... na und dann gibbet da noch andere Klima-Faktoren. Der Großteil des
CO2s ist im Meerwasser gebunden. Eine Erwärmung um nur ein paar °C würde
einen Großteil davon in die Atmosphäre freisetzen... Und umso mehr von
dem Treibhauszeugs in der Luft ist, umso wärmer wird's und umso weniger
CO2 kann in den Ozeanen gelöst bleiben... Böse Falle. :freak:

Ehh..und unterschätzt mir die Millionen von Methan-furzenden Kühen
weltweit nicht. Das sind ebenfalls Klimakiller. :D

-Ronny
 
Zuletzt bearbeitet:
@RonnySteele: es ist durchaus möglich, das in Ballungszentren ein gewisser Abschwächungseffekt bezüglich des Sonnenlichtes eintritt, Stichwort Smog. Aber unter Einsatz von Filtern (in D sind schon überall Filter drin - außer bei Dieselmotoren :freak:) sollte auch das kaum noch auftreten. Global sollte das kaum bis keine Auswirkung haben - da müßte schon ein dämlicher Felsbrocken aus dem All auf Land treffen...
 
https://www.computerbase.de/forum/t...alerei-stehen-wir-vor-dem-klimakollaps.73633/

Es gibt die Befürchtung, daß sich das Klima in den nächsten Jahrzehnten um 2-5 Grad im Durchschnitt weltweit erwärmt (wenn wir so weitermachen). Das hätte grausame Folgen. Dann schmelzen nämich die Polkappen noch deutlicher ab und der Golfstrom wird tatsächlich erwärmt, wie es in diesem unsinnigen Film von Emmerich der Fall ist. Allerdings werden die Folgen nicht so schnell kommen, wie im Film.

Gute Links:
http://www.geoscience-online.de/index.php?cmd=wissen_details&id=810&datum=2004-05-07
http://www.geoscience-online.de/index.php?cmd=geotech_imfocus&id=872

Wir düften derzeit auf eine Eiszeit zusteuern, die sich aber nicht sehr bemerkbar macht im Moment. Diese Eiszeiten kamen in der Geogeschichte ja immer in einigermaßen berechenbaren Intervallen, und wir befinden uns derzeit am Ende eines solchen milden Intervalls.

Die Katastrophen (Flut, Hitze) nehmen jedenfalls jetzt schon beträchtliche Formen an und sind Indikator für eine trostlose Aussicht, wenn wir nicht bald was tun.
 
In den letzten 10 000 Jahren war das Klima der Erde relativ stabil. Die globalen Temperaturen haben sich höchstens um 1 oC pro Jahrhundert geändert. In dieser Zeit haben sich die menschlichen Hochkulturen entfaltet und sich in vielen Fällen erfolgreich an das lokale Klima und seine natürliche Variabilität angepaßt. Jetzt jedoch ist die Gesellschaft mit einem möglichen rapiden Klimawandel konfrontiert, der durch menschliche Aktivitäten hervorgerufen wird. Bedroht durch den Klimawandel sind vor allem ökologische und sozioökonomische Systeme sowie die menschliche Gesundheit.

Der anthropogene Klimawandel fügt zu der schon bestehenden und durch verschiedene Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Umweltverschmutzung etc. weiter anwachsenden Belastung eine wichtige neue Belastung hinzu.
Die meisten Systeme reagieren empfindlich auf klimatische Veränderungen:

Die Zusammensetzung und geographische Verbreitung der natürlichen Ökosysteme, z.B. von Wäldern, wird sich bereits dann ändern, wenn einzelne Arten auf den Klimawandel reagieren. Die biologische Vielfalt wird wahrscheinlich reduziert werden.

Die Ernährungssicherheit wird besonders in den Tropen und Subtropen negativ betroffen sein. Der Gesamteffekt wird weltweit allerdings nur gemäßigt ausfallen.

Klimafolgen sind sehr schwierig zu quantifizieren, vor allem weil regionale Klimavorhersagen noch sehr unsicher sind.
Eine erfolgreiche Anpassung an den Klimawandel hängt vom technologischen Fortschritt, von politischen Entscheidungen und deren Umsetzung, den zu Verfügung stehenden finanziellen Mitteln und vom Informationsaustausch ab.
Die Bedrohung durch den Klimawandel steigt mit der Abnahme der Anpassungsfähigkeit. Wegen der weniger günstigen ökonomischen und gesellschaftlichen Umstände ist die Gefahr in der 3. Welt größer als in den Industrieländern. Wo menschliche Aktivitäten die Natur bereits stark veränder haben, ist deren Anpassungsfähigkeit vermindert.
Aufgrund der vielen nichtlinearen Rückkopplungseffekte wird es schwierig bleiben, bestimmte Klimafolgen für bestimmte Regionen zu prognostizieren.

Hier hab ich mal was gefunden
SONDERGUTACHTEN 2003 – VOLLTEXT
http://www.wbgu.de/wbgu_sn2003_voll.html

@phil

Ich denke schon das du ein Klimaspezi bist und die anderen hier auch, alleine schon das Thema anzupacken heißt sich damit auseinandergesetzt zu haben ;)
 
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(abstrakt aber vielleicht einen gedaken wert)

weiss auch jemand ob zum beispiel die position im universum (in unserem sonnensystem, galaxie) eine gewichtige rolle spielen könnte. wir sind ja zur zeit an einer anderen stelle als zB. vor 100 tagen, auf unserer bahn um die sonne. die galaxien bewegen sich zudem ja auch noch. vielleicht könnte das auch mitwirken.
ausserdem hatte ich vor ca 3 jahren einmal einen bericht gehört in dem in diesem zusammenhang wasserstaudämme erwähnt wurden. durch die riesen wasseransammlungen und die falsche positionierung der staudämme könnte sich die rotation der erde um die eigene achse verlagern. (das würden wir aber hoffentlich bemerken)

könnte ja alles mitspielen. zu viele parameter um da irgendwas zu berechnen.

eure antworten sind echt super
Danke!
 
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Also die relative Position um die Sonne nennt man auch Jahreszeiten ;). Im Winter sind wir auf der anderen Seite der Sonne wie im Sommer. Die Position gegenüber anderen Sternen ist Wurst, weil die zu weit weg sind.

Zu den Staudämmen: es gibt da die Theorie, dass wenn zB der neue Drei-Schluchten-Staudamm in China brechen würde, durch die Verlagerung der Massen die Erdachse geringfügig verschoben werden könnte.
 
Also ich hab null ahnung vom Wetter, ich schau aus dem Fenster und da ist es halt. :lol:

Aber, jetzt komts. :D

Es gibt bei Telepolis einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema, ist halt grade aktuell wegen dem Emmerich Filmchen. ;) *klick mich*
 
ich denke ausserdem man würde die universell gewaltigen energien anders zu spüren bekommen. die rolle des universum's im zusammenhang mit dem klima auf der erde kann man also ausser acht lassen! (danke für die jahreszeiten @ (c) )

also schieben wir die schuld einfach auf die rücksichtslose industrie und den "heiligen geist"!

lg
 
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