Konzept für Kleines Unternehmen

Chiller87

Lieutenant
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Apr. 2005
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820
Servus Leute,

Ich habe mich Selbständig gemacht und betreibe ein kleines Unternehmen.
Ich muss jetzt für dir Bank ein Konzeptschreiben anfertigen, jedoch habe ich keine Ahnung wie ich so etwas verfassen muss.
Wenn jemand Tipps oder Vorlagen hat, bitte posten.

mfg

chiller
 
jo Danke da ist ja schonmal etwas brauchbares mit bei. hatte auch schon gegooglet wie ein irrer.

THX
 
Hallo,

vergesse das mit den Vorlagen ganz schnell wieder.

Die Banker sind nicht dumm, die merken, wenn man sich keine eigene Gedanken zwecks Existenzgründung gemacht hat.

Wenn Du überzeugen möchtest, dann nur durch eigene Fakten und Darlegungen.
 
@maquai Ja ich werde das dann auf jeden fall noch selber verfassen, nur brauche ich erstmal ein paar Anregungen. Aufbau, inhalt usw. da waren die sachen schon mal ganz hilfreich.
 
mach dich mal beim Arbeitsamt schlau. Die bieten für Existenzgründer auch Seminare an, in denen du lernst einen Businessplan aufzustellen und vorallem sagen die dir auch wie du nachher mit einem Bank-Angestellten zu verhandeln hast und viele andere wichtige Dinge.
 
Hallo,

sicher, mein Einwand war nur darauf bezogen, dass Du keinen vorgefertigten Businessplan verwenden sollst.
Meine Cousine arbeitet in der Kreditabteilung für Geschäftskunden der Deutschen Bank.

Daher bekomme ich einige Dinge mit. Und ich bin ja auch Freiberufler, habe den ganzen Käse schon hinter mir.

Das ist so, wie bei einer Bewerbung:
Ein guter Personalchef merkt beim persönlichen Gespräch bestimmt, wenn Du alles über den Betrieb nur auswendig gelernt hast. Vor allem dann, wenn die Daten nur von der Webseite stammen, aber nicht aktuell sind.

Ich habe mich Selbständig gemacht und betreibe ein kleines Unternehmen.
Sag mal, eigentlich macht man einen Plan (zwecks Finanzen), bevor man die "Firma" eröffnet.
Denn wenn die Finanzierung nicht klappt... Was möchte die Bank denn noch haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sir_Sascha schrieb:
mach dich mal beim Arbeitsamt schlau. Die bieten für Existenzgründer auch Seminare an, in denen du lernst einen Businessplan aufzustellen und vorallem sagen die dir auch wie du nachher mit einem Bank-Angestellten zu verhandeln hast und viele andere wichtige Dinge.
Bietet nicht die IHK nur diese Existenzgründerseminare an?
 
@moquai ja da haste schon recht, aber ich wurde leider von meinem steuerberater nicht fachgerecht beraten und habe anfangs alles aus eigenkapital finanziert. Habe mich mit einem wirtschaftsexperten zusammen gesetz, der gute beziehungen zu banken hat. Ich muss nur ein Konzept vorlegen, dann bekomme ich nachträglich noch die Fördermittel.

@boMon

Ja die IHK bietet so etwas an, nur habe ich leider immo. nicht die zeit für so etwas. das muss alles schnell gehen jetzt.

mfg

chiller
 
Hallo,

ein guter "Wirtschaftsexperte" sollte aber keine Probleme damit haben, Dir in diesem Punkt behilflich zu sein.
 
Hallo,

wie in #7 schon erwähnt, war "keine Vorlage" wörtlich gemeint.

Edit:
Der Hintergrund ist der:
Es gibt genug Leute (in den Augen von einem Banker), die heute "einfach mal so" eine Firma gründen wollen.

Ich suche mir mal etwas im Internet zusammen und lege es vor.
Klappt es, dann ist es gut, wenn nicht, auch gut.

Der ernsthafte Gedanke bleibt dabei aber auf der Stecke.
Man muss den Banker davon überzeugen, dass man es ERNST meint.

Und ohne eine glaubhafte und eigene Ausarbeitung funktioniert das nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@moquai da hast du recht, nur muss ich das grundgerüst für das Konzept selber aufbauen, den feinschliff wird er dann machen.

@keshkau danke werde ich mir gleich mal in ruhe durch lesen.
 
Wenn Du die nötigen Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert hast, dann brauchst Du ja eigentlich keinen Businessplan mehr – es sei denn, Du willst trotzdem noch Fremdkapital aufnehmen. Das kann durchaus sinnvoll sein, wenn man den Leverage-Effekt beachtet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Leverage-Effekt

Das heißt, wenn die Zinsen für das Fremdkapital niedriger sind als Deine betriebliche Rendite, dann steigt Deine Eigenkapitalverzinsung durch die Beimischung von Fremdkapital. Diese Hebelwirkung gilt allerdings in beide Richtungen. Wenn Du also Verluste machst, dreht sich das Vorzeichen um.

Wozu ist ein Businessplan überhaupt gut? Man sollte meinen, dass man ihn erstellt, damit man Geld von der Bank bekommt. Das mag ein plausibler Anlass sein, aber der Nutzen ist viel größer: Weil man sich über so viele Punkte detaillierte Gedanken machen muss, um überhaupt den Businessplan erstellen zu können, kommen all diese Punkte auf den Prüfstand. Auf diese Weise erkennt man Lücken, die bisher nicht beachtet wurden. Und man stößt möglicherweise auf Ungereimtheiten, die noch zu beseitigen sind.

Erst wenn das gesamte Konzept in sich schlüssig und überzeugend formuliert ist, zaubert man den Bankern ein Lächeln ins Gesicht. Die Geldgeber wollen sehen, ob man voll und ganz hinter der Sache steht, ob man alle Eventualitäten berücksichtigt hat, wie hoch der Kapitalbedarf und das Risiko sind und ob der Unternehmer fachlich und charakterlich geeignet ist.

Diese Punkte sollte man bei der Erstellung eines Businessplans im Hinterkopf behalten. Es kann also nicht darum gehen, auf die Schnelle ein Konzept zu Papier zu bringen, nur damit man eines vorzuweisen hat. Vielmehr sollte das Konzept richtig gut sein.
 
@keshkau;

Hallo,

Du hast meine Aussage zum Thema "ERNST" verstanden. :king:
 
Ich kann dir noch folgendes Buch nahelegen:

Klick

Kostet fast nix und hat ein paar sehr gute Checklisten + Beispiele drin. Sehr hilfreich, auch als Gedächtnisstütze und Kontrollinstanz für den eigenen Plan.

@Keshkau:
Was zum Henker ist ein Payer-Swap? Das hab´ ich in meinem Studium entweder nie gehört oder "überhört". *g*

//edit2:
Mir verknotet sich gerade das Gehirn. Wenn ich einen variablen Zinssatz durch Swaps absichere, dann hätte ich doch gleich einen festen nehmen können. Irgendwo hab´ ich da einen Denkfehler drin. Nicht auslachen bitte. :D

//edit3:
hahahha. Was?!
Der Cash Flow einer rollierenden Geldmarktanlage in Höhe von 100 ist identisch mit dem Cash-Flow der Floating Rate Note.

Nach der No-Arbitrage-Theorie müssen beide Instrumente den gleichen Preis haben. Damit die Einzahlung der Forward Rate Note neutralisiert wird, muss der Kurs der Kuponanleihe 100 sein. Der sich einstellende Swapsatz ist somit der Kupon bzw. die yield to maturity einer zu pari notierenden Anleihe. Bei einer zu pari notierenden Anleihe sind aber der Kuponsatz und der yield genau gleich.

Es ist keine isolierte Durationsberechnung möglich. Dies liegt daran, dass im Anfangszeitpunkt der Barwert aller zukünftigen Zahlungen Null ist. Für den Zinsswap ist nur die Berechnung der Euro-Duration möglich. Die Euro-Duration lässt sich über die Duration des Duplikationsportfolios berechnen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsswap

Mr.MBA versagt gerade auf ganzer Linie. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal gilt der Leverage-Effekt auch dann, wenn man sich keinen abbricht mit Zinsswap und dergleichen. Nun war Finanzen zwar nicht mein Schwerpunktthema, aber für die Klausur in Allgemeiner BWL musste man ja sowieso „alles“ wissen.

Normalerweise nimmst Du das Fremdkapital zu einem festen Zinssatz auf, etwa ein Bankdarlehen. Nun gibt es aber darüber hinaus andere Finanzierungsformen, bei denen der Zins für das Fremdkapital schwanken kann. Das birgt ein gewisses Risiko. Also kauft man diese Payer-Swaps, mit denen man den Zinssatz fixiert. Auf der anderen Seite stehen die Zocker, die auf steigende/sinkende Zinsen spekulieren. Mit denen schließt man solche Verträge ab.

Das ist im Kern nichts anderes als bei Optionsgeschäften, wobei Du als Payer kein Risiko trägst, sondern nur der Receiver. Natürlich zahlst Du einen Aufschlag gegenüber dem aktuellen Zins, auf den Du ebenso gut verzichten könntest, falls sich das Zinsniveau nicht verändern sollte. Aber das weiß man ja im Vorfeld nicht.

Man muss nicht alle diese Errungenschaften der Finanz-Jongleure auf Anhieb verstehen. Ich bin mir sicher, dass manche von denen ihre Angebote selbst nicht ganz durchblicken. Die verkaufen bloß das, was die Experten ausgeheckt haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Asset-Swap

Gestern oder vorgestern ging doch eine Meldung durch die Presse, wonach die Deutsche Bank von einigen Kommunen verklagt worden ist. Die haben sich Geschäfte andrehen lassen, bei denen sie langfristig gar nicht gewinnen konnten, sondern nur die Bank. Aber das haben die Strategen aus den Kämmereien anscheinend nicht durchschaut.
 
Aaaah okay, gut, dann hab ich es doch irgendwo richtig verstanden. Die Details überlass´ ich den Finanz-Irren dann. Thanks.
 
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