Wenn Du die nötigen Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert hast, dann brauchst Du ja eigentlich keinen Businessplan mehr – es sei denn, Du willst trotzdem noch Fremdkapital aufnehmen. Das kann durchaus sinnvoll sein, wenn man den Leverage-Effekt beachtet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leverage-Effekt
Das heißt, wenn die Zinsen für das Fremdkapital niedriger sind als Deine betriebliche Rendite, dann steigt Deine Eigenkapitalverzinsung durch die Beimischung von Fremdkapital. Diese Hebelwirkung gilt allerdings in beide Richtungen. Wenn Du also Verluste machst, dreht sich das Vorzeichen um.
Wozu ist ein Businessplan überhaupt gut? Man sollte meinen, dass man ihn erstellt, damit man Geld von der Bank bekommt. Das mag ein plausibler Anlass sein, aber der Nutzen ist viel größer: Weil man sich über so viele Punkte detaillierte Gedanken machen muss, um überhaupt den Businessplan erstellen zu können, kommen all diese Punkte auf den Prüfstand. Auf diese Weise erkennt man Lücken, die bisher nicht beachtet wurden. Und man stößt möglicherweise auf Ungereimtheiten, die noch zu beseitigen sind.
Erst wenn das gesamte Konzept in sich schlüssig und überzeugend formuliert ist, zaubert man den Bankern ein Lächeln ins Gesicht. Die Geldgeber wollen sehen, ob man voll und ganz hinter der Sache steht, ob man alle Eventualitäten berücksichtigt hat, wie hoch der Kapitalbedarf und das Risiko sind und ob der Unternehmer fachlich und charakterlich geeignet ist.
Diese Punkte sollte man bei der Erstellung eines Businessplans im Hinterkopf behalten. Es kann also nicht darum gehen, auf die Schnelle ein Konzept zu Papier zu bringen, nur damit man eines vorzuweisen hat. Vielmehr sollte das Konzept richtig gut sein.