Konzeption externer Schnittstellen für geschlossene Umgebungen

Kein_Zauberer

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Hallo zusammen,

da es sich doch um ein recht spezifisches Thema handelt, habe ich keinen Beitrag gefunden, der es schon angesprochen hat. Man möge mir schon mal den langen Text und die Unbeholfenheit verzeihen.

Kurz: Durch eine Verkettung von ungünstigen Umständen, muss ich mich mit einem Thema befassen, mit dem ich in meinem Leben noch nicht all zu viel zu tun hatte.
Ich soll ab Sommer diesen Jahres für unser Unternehmen ein Konzept entwerfen, mit dem es möglich sein soll, Produktionsdatensätze in unsere Testumgebung und einige weitere Umgebungen einzuspeisen. Das Problem bei uns ist, dass diverse Daten aus Drittquellen angeliefert werden und zwar nur für unsere Produktionsumgebung. Manche von den Datenlieferanten können ihre Daten als Testdaten kennzeichen, jedoch bei weitem nicht alle, dadurch kann bestimmte Software bei uns so gut wie gar nicht getestet werden. Einige andere Umgebungen haben generell keinen Zugriff auf externe Schnittstellen. Die Vorgabe lautet nun also, dass ich mir überlege, wie wir diese externen Schnittstellen für unsere anderen Umgebungen nutzbar machen können. Sobald dieses Konzept fertig ist, werde ich auch die Umsetzung dieses Konzepts übernehmen müssen.

Ich bin ehrlich, ich bin frisch von der Uni und weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll, zumal der aktuelle Informationsstand zu dem Thema quasi 0 ist. Ich habe jetzt noch ein paar Monate Zeit mich vorzubereiten.
Ich habe jetzt angefangen mich mit Testdatenmanagement auseinanderzusetzen, nach den dort etablierten Vorgehensweisen muss ich nun zunächst erfassen, welche Daten wir überhaupt von Drittanbietern erhalten, dazu werde ich wahrscheinlich demnächst eine möglichst einfache Tabelle zum Ausfüllen lossenden, wo ich Drittanbieter, Verwendungszweck und eine Beschreibung der empfangenen Daten abfragen. Auf der anderen Seite werde ich mich damit auseinandersetzen, was für Daten von den anderen Umgebungen benötigt werden und in welcher Form diese auftreten müssen bzw. wo ggf. Produktionsdaten anonymisiert werden müssen oder dergleichen. Das sollte der für mich noch machbare Teil sein. Womit ich aktuell hapere, ist das anschließende Ausarbeiten von Lösungen für die einzelnen Daten, also im Grunde ein roter Faden, wie ich danach weiter mache.

Meine Kernfrage ist, ob hier jemand ist, der weiß, wie man sowas angeht oder einen vergleichbaren Prozess schonmal durchlaufen hat und mir Vorgehensempfehlungen oder Literaturempfehlungen geben kann. Insbesondere zum Thema Umgebungen und ihr Verhältnis zueinander, mangelt es mir an Wissen. Zudem die Frage, ob ich mit dem, was ich als Anfang des Vorgehens vorgesehen habe, komplett auf dem Holzweg bin.

Wer bis hier gekommen ist, vielen Dank fürs Lesen!
Einen schönen Tag wünsche ich.
 
ich glaub die bei SAP kennen sich damit gut aus ...

Gerade Materialbuchung ...Materialstammdaten ... eigene Daten zum Material sowie Labor und Diagnosedaten .. weiterhin gibt es dann Schnittstellen/Software die aus den SAP Daten ... Daten für eine Produktionsanlage aka Rezept erzeugen können

sowas erhälst du bei den unterschiedlichsten Anbietern von Steuerungs und Regelungssoftware sicher auch ..
Natürlich müssen auch die Labordaten über zwischensysteme erfasst und dann mit dem SAP System verknüpft werden.

Da der Hintergrund ( Softwareumgebung )aber auch wichtig ist belass ich es mal bei dem "Anstoss" ..
 
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Du fängst damit an, dass du dir erstmal einen Überblick verschaffst, was Stand heute!!!! überhaupt bei dir im Unternehmen los ist.

Sprich:

-Welche Daten werden denn überhaupt von euch Stand heute selbst produziert?
-Welche Daten werden denn Stand heute von extern geliefert? Und ich welcher Form? (Excel, XML, usw.)
-Welche Zielsysteme sollen Stand heute befüllt werden? (Testsystem 1, Testsystem 2, Livesystem, Backupsystem etc...)
-Was ist der Zweck dieser Systeme (Backup, Testen neuer Funktionen, Testumgebung für Softwarelieferanten usw.)
-REDE mit den Fachabteilungen. Frage Sie, wie genau sie arbeiten. Lass dir ein Flussdiagramm auf Papier aufmalen.
-REDE mit den externen Stellen. Frage Sie, wie sie genau arbeiten. Lass dir ein Flussdiagramm auf Papier aufmalen.
-Definiere, was dein genaues Ziel ist.
-Visualisiere dein Ziel. Arbeite dort den aktuellen IST-Stand ein.

Dann weißt du wo du Stand heute stehst und was dir fehlt. Und DANN kannst du dir darüber Gedanken machen, wie du das füllst was noch fehlt.

Sobald du weißt, was Fehlt, erst dann fängst du damit an, wie die einzelnen Schnittstellen und übergaben aussehen sollen.

DANN gehst du zu deinem Datenschutzbeauftragten. Der bekommt die Schnittstellen zu sehen und soll seine Meinung zu den Schnittstellen nennen...

Aber wie gesagt.. erstmal schauen, wie zur Zeit gearbeitet wird, was zur Zeit da ist und was das genaue Ziel ist... Sonst wirst du dich auf ewig im Kreis drehen. Und ja, ich meine das durchaus ernst, dass du erstmal nur auf Papier arbeitest. Die Versuchung ist sonst zu groß, einzelne, kleine Dinge vorab direkt zu erledigen und du verlierst dich im klein-klein-hick-hack.
 
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