Kosten bei Notebookrückgabe für OS Aufspielung

hexxcode

Ensign
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Mai 2011
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Moin...
Ich hatte vor kurzem ein MSI GS60 Notebook online bestellt.
Das Teil kam natürlich mit aufgespielten Betriebssystem.

Ich habe das OS gelöscht, und ein Neues raufgemacht um eine "saubere" Installation ohne Herstellermist zu haben.

Bevor ich das Gerät zurückggeschickt habe, hab ich die Platten formatiert.
Nun ruft mich der Shop an und sagt mir, er muss das Gerät an MSI schicken, damit die n OS raufmachen.
Ich hätte nur "recovern" dürfen und das Teil auf "Werkseinstellungen" setzen müssen. Hätte wohl so in den
Unterlagen gestanden.

Was ist eure Meinung dazu? Hatte das Problem echt noch nie...

Kosten schätzt er auf 200€, die er mir in Rechnung stellen will..
 
Wieso überhaupt zurück gesendet?

Inwiefern solche Preise gerechtfertigt sind und zulässig, kann ich leider nicht beurteilen.
 
Wieso hast du es zurückgeschickt?
 
200 € erscheinen mir unverhältnismäßig viel. Stand das mit dem OS/recovern etc. denn wirklich in den Unterlagen?
 
Nun ja, der Händler kann es ja nicht mehr so wiederverkaufen, wie es original angeboten wird, also mit dem entsprechendem Betriebssystem. Insofern ist schon eine Verschlechterung eingetreten. Das Installieren eines anderen Betriebssystems mit Formatierung der Festplatte sollte man sich überlegen, wenn man sich nicht sicher ist, ob man das Gerät wirklich behalten will.

Ich finde es in Ordnung, was der Händler macht, nur die Kosten empfinde ich als zu hoch. Du hättest ja vorher ein Abbild des originalen Zustandes der Festplatte machen können.
 
200€ ist echt heftig.
Von einem alten Job kenn ich 80€ für eine manuelle Windows XP Installation, bei einen Mac nimmt meine Firma (als Apple Premium Service Provider) von Shops 35€ für die Neuinstallation.
Da wird der sich von den 200€ wohl einen Großteil selber in die Tasche stecken.
Es entstehen schon kosten wenn der Shop das System neu aufsetzen lassen muss aber 200€ ist meiner Meinung nach kein realer Wert der da anfällt.
 
200€ sind vielleicht etwas viel. Aber zahlen darfst Du das. Schaue auf die Rechung. Wenn da 2 oder mehr Techniker Stunden berechnet werden, dann sind auch 200€ keine Utopie mehr. Und 2 Stunden sind auch dann wirklich nicht zu viel.

Du hast das Gerät sehr weitgehend modifiziert um es dann im Rahmen des Widerrufs zurück zu senden. Das Notebook ist so nicht mehr verkaufsfähig und muss aufwendig nach gearbeitet werden.
 
Wenn du es aufgrund eines Defekts zurück geschickt hast, dann dürften dafür keine Kosten entstehen.

Wenn du es aber innerhalb der 14-tägigen Rückgabefrist wegen Nichtgefallen zurück schickst, dann halte ich das für legitim, wobei man über die Höhe der Kosten natürlich geteilter Meinung sein kann. Nur zu Testzwecken hättest du auch mit dem vorinstallierten OS Vorlieb nehmen können und es dann nach endgültiger Entscheidung runterwerfen können.

So hat der Shop nunmal den Aufwand das Gerät wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Edit: Dieser Aufwand ist natürlich auch wesentlich höher, wenn dem Notebook keine Installationsmedien beilagen, sondern alles nur auf einer Recovery-Partition vorhanden war, die du nach deiner Aussage formatiert hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob die Kosten von 200€ gerechtfertigt sind, steht sicherlich auf einem anderen Blatt.

Jedoch kann das Gerät mit dem von dir installierten Betriebssystem so nicht wieder verkauft werden. Denn es entspricht nicht den Werkseinstellungen = Ursprungszustand des Herstellers des Notebooks.
 
Das Widerrufsrecht bzw. Fernabsatzgesetz sagen, dass du das Gerät zum Begutachten so behandeln sollst, wie du es bei einem Vor-Ort-Kauf auch tun würdest. Abweichungen davon können dir in Folge in Kosten gestellt werden - das scheint schon mal außer Frage zu stehen.

Jetzt ist nur die Frage, ob die Höhe angemessen ist. Das würde ich aber von einer Rechtsberatung klären lassen. Wenn du z.B. Student sein solltest, haben Studentenwerke oder Studienorganisationen (Stura/Asta) sowas oft im Angebot. Ansonsten der Verbraucherschutz, der nimmt dafür aber eine Gebühr oder möchte, dass du Mitglied wirst... von vagen Forenmitglieder-Meinungen würde ich mich in dieser Frage jedenfalls nicht beraten lassen.
 
Beim Verkauf war mit Gerät und der Software kein Mangel enthalten. Nun fehlt die Hälfte. Also zahlen.
 
Jo, man muss immer die Recovery nutzen, dass ist eigentlich schon seit längerem so. Am besten gleich ohne OS kaufen, zumal gerade MSI das anbietet.
 
Bezüglich der Höhe der Kosten:

Hier wurde das Beispiel genannt, dass damals für eine manuelle Windows XP Installation 80,- Euro berechnet wurden. Lass es heute ein paar Euro mehr sein, also z. B. 100,- Euro. In dem Beispiel wird die Installation aber vom Systemhaus selbst durchgeführt. Was also auf den Preis noch aufgeschlagen werden muss, ist der Versand des Geräts nach MSI damit dort die Recovery-Partition wieder aufgespielt wird. Das erzeugt einen gewissen Aufwand. Dazu kommt noch eine Bearbeitungsgebühr, die der Shop vermutlich an MSI bezahlen muss.

Da könnten 200,- Euro durchaus angemessen sein.

Jetzt kann man natürlich, wie man es hier sehr sehr oft liest, direkt mit dem großen Hammer der "Rechtsberatung" kommen, die u.U. auch noch Kosten verursacht, oder man überlegt einfach mal wo jetzt überall Kosten entstehen, überlegt dann wer die wohl zahlen muss und kommt dann zu dem Schluss dass man vielleicht einfach zahlen sollte weil man es "verbockt" hat.
 
Gehen wir von Wiederherstellung des Systems mit DVDs aus wirst du es nicht unter 2h hinbekommen, dann ist der Preis hoch aber nicht zu hoch. Warum sollten die diese Dienstleistung zu Kampfpreisen anbieten.

KA was das für ein NB war aber denke mal nach ob der Kauf und das weiterverkaufen nicht billiger kommt ;)


Private
 
Die 200 Euro sind schon angemessen. Der Händler hat einen aufwand und er bekommt von msi auch eine Rechnung die vermutlich nicht nur 30 Euro betragen wird.
Du hast im grunde genommen das gerät beschädigt also musst du jetzt für die Reparatur aufkommen. Du könntest natürlich mit dem Händler reden dass du das Notebook doch selbst kaufen willst. Dann spürst du dir die kosten.
 
OK danke euch.
Werd ich dann im Bedarfsfall das nächste mal per Recovery wiederherstellen.
 
Mich würde trotzdem mal interessieren warum man ein Notebook bestellt , neues OS drauf setzt und dann zurück schickt!?
 
hexxcode, könntest du dir das Laptop nicht einfach zurückkaufen und es dann als Quasi-Neugerät mit ein wenig Verlust wieder verkaufen? Das wäre vermutlich noch immer preiswerter für dich, als die 200€ zu berappen. Du kannst ja den Händler mal fragen, ob du den Widerruf widerrufen kannst oder dein formatiertes Gerät einfach wieder neu kaufen kannst...

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daniel_m schrieb:
Bezüglich der Höhe der Kosten [...] Da könnten 200,- Euro durchaus angemessen sein.

Jetzt kann man natürlich, wie man es hier sehr sehr oft liest, direkt mit dem großen Hammer der "Rechtsberatung" kommen, die u.U. auch noch Kosten verursacht, oder man überlegt einfach mal ...
[Hervorh. durch mich]

Überlegungen ohne den Inhalt der Überlegung zu kennen, also die rechtlichen Rahmenbedingungen (Gesetzen, Präzedenz usw.), sind ja bloße Spekulation. Es könnte sich z.B. herausstellen, dass es ein Urteil einer recht hohen Instanz gibt, das besagt, das Software-Mängel bei Rücksendung zu höchstens x% Abzug führen dürfen. Ich verstehe auch nicht, warum Rechtsberatung ein großer Hammer sein soll. Du verwechselst das offenbar mit einer Konsultation beim Anwalt, die man auch Erstberatung nennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst dir auch die Recovery DVD vom MSI zuschicken lassen, wenn du sie nicht selber erstellt hast...
 
Hast du dafür einen Link? Würde mich grundsätzlich interessieren.
 
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