Krankenkassen wechsel, weil Chef es so will?

IAlperI

Lieutenant
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Apr. 2006
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564
Nabend,
ich arbeite zur Zeit seit 4 Jahren in einer Krankengymnastikpraxis.
Bin seit meiner Geburt bei der BKK Volkswagen ( jetzt BKK Audi ).
Nun will mein Chef, dass ich zur Barmer wechsle...seh dadrin aber keinen Grund und will auch nicht.
Er droht mir mit der Kündigung, wenn ich nicht wechsle.
Meine Kollegen haben o. waren schon bei der Barmer ne Versichherung.

Darf er das?
Er schickt mir Morgen nen Barmaer Typen, damit ich Unterschreibe zur Arbeit:freak:
 
ich würde dir mal n diktiergerät mitnehmen und in die hosentasche packen, ebenfalls permanent eins zur arbeit mitnehmen. fakt ist, wenn der chef nen grund sucht um dir zu kündigen, findet er auch einen.
vor gericht steht dann dein wort gegen seins ohne beweise...

oder du gibst nach und unterschreibst, was ich jetzt nicht machen würde..
 
Dir steht die Wahl deiner Krankenversicherung genauso frei, wie die Wahl jeder anderen versicherung. Der Arbeitgeber hat keinerlei Recht einfluss darauf zu nehmen. Für was gibt es denn einen freien Wettbewerb? Klingt ja fast nach nem Fall fürs Arbeitsgericht.
 
Ganz ehrlich, bei einem Chef mit solchen Methoden, solltest du froh sein wenn Du da weg bist.
 
Ich denke auch nicht daß er deswegen kündigen kann. Ich kenn das von kleinen Handwerskbetrieben, die FRAGEN ob man wechselt damit die weniger Aufwand haben. Aber zwingen wäre mir neu und mit der freien Wahl der KV wohl schwerlich vereinbar
 
Servus.

Darf er natürlich nicht.
Sollte er dies als Kündigungsgrund angeben, ist er mehr als blöd, den damit kommt er nicht durch, weswegen ich dann eher damit rechnen würde, daß er sich was anderes ausdenken wird, um die rechtens raus zu schmeißen.

Bluescreen schrieb:
ich würde dir mal n diktiergerät mitnehmen und in die hosentasche packen, ebenfalls permanent eins zur arbeit mitnehmen.
Bringt dir so garnix, da solch eine im geheimen (davon ausgehend, daß der Chef sicherlich nicht einwilligen wird) gemachte Aufzeichnung ebenfalls nicht rechtens ist, mit den entsprechenden Folgen vor Gericht, ganz im Gegenteil, das kann nur für einen selber noch Ärger bedeuten.

Grüßle ~Shar~
 
Ich vermute da will Jemand Provision kassieren...
Ist natürlich deine Sache (vor allem was Jobalternativen usw. angeht) was du dagegen machen willst, aber die Wahl der Kasse ist deine Entscheidung.
 
was ich mich frage. was geht das deinen chef an? dem kanns doch wurscht sein wo du versichert bist.
 
soll er dir doch kündigen! Ab zum Arbeitsgericht, die werden dein Chef zu xy Monatsgehältern verdonnern (je nach Betriebszugehörigkeit).

Vor allem würde ich vom Chef ja mal ne Begründung haben wollen!
 
Nein, das darf er nicht! Drohe ihm mit dem Anwalt, da er sich strafbar macht. Übrigens auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht. Womöglich war das sogar in Absprache mit dem Typen von der Barmer. Wende dich also auch an deine Krankenkasse.

Außerdem solltest du überlegen, ob es langfristig noch Sinn macht in dieser Praxis zu arbeiten. Aber natürlich erst kündigen, wenn du eine andere Stelle hast.

Am besten, du nimmst ein kleines Diktiergerät mit zur Arbeit (versteckt natürlich) und nimmst alles auf, wenn dir dein Chef wieder droht, zur Beweissicherung. Aber Vorsicht, bevor du das Tonbandgerät den Behörden überstellst, solltest du das mit deinem Anwalt abklären, da du dich strafbar machen könntest (Audioaufnahmen sind verboten, wenn der Betroffene davon nichts weiß; aber mit einigen Außnahmen).

Dein Chef wird den eigentlichen Grund bei der Kündigung nicht erwähnen, sondern einen an den Haaren herbeigezogenen Grund erwähnen, also Lügen auftischen. Deshalb sind Beweise für rechtliche Schritte sehr wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für deinen Chef ist das sicher billiger und spart eine Menge Zeit. Schon bei zwei Versicherungen hat man jeden Monat die doppelte Arbeit und der Papierkram kann echt nicht lustig sein. Mach doch einen Deal und wechsele nur in Verbindung mit einer Gehaltserhöhung oder anderen dauerhaften Zuwendungen die den Qualitäsverlust bei der Krankenversicherung kompensieren. Eine kleine Versicherung mit fast ausschließlich jungen, gesunden und gut Verdienenden Versicherten hat nämlich auch Vorteile, bin selbst bei so einer.
Eine Massenversicherung mit vielen Alten, Kranken und Arbeitslosen oder Geringverdienern kann da finanziell nicht mithalten.
 
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Ist gebongt....
Gott sei dank, hab ich meinen Cowon J3 gekauft! :D

Desweiteren,
hatte ich vor 3 Monaten eine Lohnerhöhung bekommen und letzten Monat wurd sie zurück gezogen. Er kann ja mir nicht soviel bezahlen, was sollen die anderen Arbeitnehmer denken usw.
 
@ etking:

Die Idee is gar nich mal dumm, aber dann mußte alles ummelden und den ganzen Zermon. Außerdem gibt es Menschen die gleichzeitig andere Versicherungen im Zusammenhang mit der KK haben. Viele Versicherungen arbeiten mit anderen zusammen und bieten zum Beispiel vergünstigt ne Rechtschutzversicherung oder so an. Die Barmer und die HUK wären ein Beispiel. So gesehen vernichtet man die Gehaltserhöhung im gleichen Atemzug wieder wenn man die KK wechselt und die Rechtschutz dann vielleicht doppelt so viel kostet. Kommt natürlich drauf an was man beim Chef aushandeln kann. Wenn man Lohnsteuerklasse 1 hat sollte man schon "reichlich" diskutieren.
 
Aufnahme ohne das Wissen der anderen bringt vor Gericht absolut nichts vor Gericht außer Ärger.
Aus einem anderen Grund habe ich auch schon Gespräche aufgezeichnet. Mein Anwalt hat mir dringend geraten das zeug nicht zu erwähnen.

Am besten ist es, wenn Du Dich mit den Kollegen zusammenschließt, falls das Verhältnis entsprechend gut ist. Wenn das auch andere bestätigen, dann könnt ihr ohne Weiteres den Spieß umdrehen und eine gemeinschaftliche Lohnerhöhung aushandeln.

Wie viele Angestellte seid ihr? Wenn ihr größer 5 seid könnt ihr ohne Weiteres einen Betriebsrat gründen. Alleine ein Hinweis darauf reicht ihm schon, um sich zu beruhigen. ;)
 
Servus.
Karatebock schrieb:
Wie viele Angestellte seid ihr? Wenn ihr größer 5 seid könnt ihr ohne Weiteres einen Betriebsrat gründen. Alleine ein Hinweis darauf reicht ihm schon, um sich zu beruhigen. ;)

Das kann auch schnell nach hinten los gehen.
Davon ab, würde ich so etwas keines Falls auf die leichte Schulter nehmen, weder die Wahl noch die Aufgaben des Betriebsrates. Ist in keinster Weise mit z.B. einer Klassensprecherwahl zu vergleichen, wo man sich halt mal für 20min. zusammen setzt und mal einen wählt. Gleiches gilt für die Position, da gehört schon mehr dazu, weswegen dem gewähltem Betriebsrat vom AG aus, auch Lehrgänge für dieses Amt bezahlt und für deren Besuch freigestellt werden muss. Des weiteren hat der Betriebsrat ein besonderen Kündigungschutz.

Weiter sollte man noch darauf hinweisen, daß nicht jeder Mitarbeiter bei diesem Limit von 5 Leuten voll zählt. So zählen z.B. Teilzeitkräfte auch nur Prozentual. Unter 18Jährige zählen überhaupt nicht, da sie sich nicht zur Wahl aufstellen lassen können und damit auch nicht wählen dürfen. Die können wiederum ein Jugendvertreter wählen, bei Einhaltung der entsprechenden Limits/Anforderungen.

Dem AG mit der Wahl eines Betriebsrates drohen oder auch nur dieses ankündigen sollte man tunlichst unterlassen. Schon dreimal in dieser Situation, wo den Leuten mit Kündigung gedroht wird, wenn man nicht zu einer anderen KK wechselt, was im Vergleich zu einem Betriebsratswahl echt Schnulli ist von der Bedeutung/Gewichtung her.

Grüßle ~Shar~
 
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Zahlt die Barmer jetzt so gute Provisionen oder was is los ? Oder will dich dein Chef loswerden ? Wenn letzteres wird er es eh irgendwann schaffen.

Ich würde aber auch nicht einfach mal so hoch springen wie es der Herr Chef gerne hätte. Ich würde ihn um eine schriftliche Aufforderung bitten, damit du was in der Hand hast. Müssen tust du ja gar nix.
Oder vll. mal versuchen das Gespräch in beisein einer weiteren Person zu starten. Wenn er dich deswegen wirklich kündigen will wirds sicherlich ungemütlich weil er wie gesagt schon einen Grund finden wird.

wie das Arbeitsgericht den Sachverhalt dann sehen wird und wie phantasievoll dein Chef ist steht in den Sternen.
 
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